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socialnet Lexikon [Work in Progress]

Lexikon oder Handbuch?

01.02.2018    Christian Koch Kommentare (0)

Ein Lexikon ist wörtlich genommen ein Wörterbuch, d.h. es erklärt einzelne Begriffe. Mit dem socialnet Lexikon möchten wir möglichst viele Begriffe aus allen Arbeitsfeldern des Sozial- und Gesundheitswesens abdecken. Einschließlich Abkürzungen, Begriffsklärungen und Verweisen rechnen wir mit ca. 25.000 Begriffen. Es wird also noch etwas dauern, bis wir eine vollständige Abdeckung relevanter Begriffe erreicht haben.

Ein Handbuch – hier ist jetzt nicht die Bedienungsanleitung gemeint – bietet dagegen eine möglichst umfassende Orientierung zu einem abgegrenzten Thema. So fällt mein Blick gerade auf "Das Advanced-Controlling Handbuch", das beispielsweise moderne Controllingansätze möglichst erschöpfend darstellt. Ein Handbuch für das Sozial- und Gesundheitswesen zu erstellen, würde nicht nur jeden Rahmen eine "Buchs" sprengen, sondern die Kapazitäten von socialnet überfordern.

Was bedeutet die Entscheidung für die Form eines Lexikons in der Praxis?

Zunächst stehen einzelne Begriffe im Mittelpunkt. Daher bieten sich Beiträge z.B. zu Digitalisierung, Umsatzsteuerliche Organschaft oder Montessori, Maria an.
Deutlich vertiefende Fragestellungen, z.B. zur Zulässigkeit von Zwangsmitteln bei der Verteilung von unbegleiteten ausländischen Jugendlichen gehören nicht in ein Lexikon, sondern können bei socialnet unter den Materialien veröffentlicht werden. In diesem Fall handelt es sich um ein Gutachten des Deutschen Vereins.

Nicht immer wird man zwischen Begriffen und vertiefenden Themen eine klare Grenze ziehen können. "Die Kontroverse zwischen Maria Montessori und Friedrich Fröbel" würde den Titel für einen vertiefenden Aufsatz abgeben. Wenn aber die Auseinandersetzung zwischen den beiden Persönlichkeiten für das Verständnis Montessoris von Bedeutung ist, kann der Aspekt auch Eingang in den Lexikonartikel Montessori, Maria finden. Dort finden Sie unter Wirkungsgeschichte einen Absatz zum Fröbel-Montessori-Streit.

Ein Lexikonartikel soll eine möglichst schnelle Orientierung zur Bedeutung eines Begriffs ermöglichen. Dazu bietet das socialnet Lexikon verschiedene Instrumente an:

  • Wichtige Informationen über den Begriff werden vorangestellt. Dies können z.B. Synonyme, Abkürzungen, andere Schreibweisen oder die Wortherkunft sein. Siehe als Beispiel Suizid mit Etymologie und Synonymen.
  • Der erste, möglichst kurze Absatz liefert eine Definition des Begriffs. Er wird in größerer Schrift angezeigt und erleichtert auch mit dem Smartphone schnell einen Begriff nachzuschlagen. Siehe z.B. Kostengemeinschaft.
  • Längere Beiträge verfügen über ein Inhaltsverzeichnis, dass nicht nur Orientierung über den Text, sondern selber schon einen thematischen Umriss erkennen lässt. Siehe z.B. Interkulturelle Bildung.
  • Auch für die Vertiefung des Themas bieten die Artikel Unterstützung an. Am Ende sind jeweils Literaturhinweise, oft mit Links zu den socialnet Rezensionen, aufgeführt und Informationen im Internet verlinkt. Siehe z.B. Erstgespräch.
  • Für die Zukunft ist eine systematische Verlinkung mit weitere Ressourcen bei socialnet und anderen wichtigen Fachportalen geplant.

Durch die Verlinkung verschiedener Begriffe können mit fortschreitendem Wachstum des Lexikons Themenbereiche immer tiefer und vernetzter betrachtet werden. Siehe z.B. Suizid, Suizidalität und Suizidprävention. Dennoch besteht nicht der Anspruch, die umfassende Behandlung von Themen zu erreichen, die für ein Handbuch typisch ist.

Damit können wir die in der Überschrift gestellte Frage eindeutig beantworten. Das socialnet Lexikon wird ein Lexikon und kein Handbuch, sonst müsste es socialnet Handbuch heißen.

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