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von Braunmühl, Ekkehard

Dr. Jörg Raeder

veröffentlicht am 03.02.2026

Weitere Schreibweise: Hans-Joachim Mariano (Pseudonym)

Amtlicher Name: Wilhelm Ekkehard Hans Joachim Mariano von Braunmühl

GND: 108414450

* 29.12.1940 in Gleiwitz

24.06.2020 in Wiesbaden

Ekkehard von Braunmühl war ein deutscher Psychologe, Publizist und prominenter Vordenker der Antipädagogik, der mit seiner radikalen Kritik an Erziehung und seiner Forderung nach Gleichberechtigung von Kindern und Erwachsenen die kinderrechtlichen und antipädagogischen Debatten im deutschsprachigen Raum prägte.

Überblick

  1. 1 Zusammenfassung
  2. 2 Lebenslauf
  3. 3 Lebenswerk
  4. 4 Wirkungsgeschichte
  5. 5 Würdigung und Kritik
  6. 6 Quellenangaben
  7. 7 Literaturhinweise

1 Zusammenfassung

Ekkehard von Braunmühl wurde vor allem durch seine provokanten Thesen bekannt, mit denen er die Erziehung als solche grundsätzlich infrage stellte. Er vertrat die Auffassung, dass Kinder von Geburt an autonome Wesen seien und keiner Erziehung bedürften, sondern als gleichberechtigte Menschen anerkannt werden müssten. Neben seiner publizistischen Tätigkeit engagierte er sich praktisch in der Elternberatung, im Kinderschutz und als Mitbegründer mehrerer kinderrechtlicher Initiativen. Sein Hauptwerk „Antipädagogik“ gilt als ein Schlüsseltext der radikalen Erziehungskritik der 1970er-Jahre. Trotz späterer Selbstkritik blieb von Braunmühl zeitlebens ein streitbarer Verfechter der Kinderrechte und einer grundsätzlichen Neuordnung des Verhältnisses zwischen Erwachsenen und Kindern.

2 Lebenslauf

Ekkehard von Braunmühl wurde am 29. Dezember 1940 in Gleiwitz geboren und verstarb am 24. Juni 2020 in Wiesbaden. Trotz der breiten Rezeption seiner Thesen ist vergleichsweise wenig Persönliches über ihn bekannt; biografische Informationen sind nur begrenzt verfügbar. Gleichwohl erhielt er aufgrund seiner zugespitzten Thesen und der bisweilen provokativen Darstellung als wichtiger Vertreter und Stichwortgeber der Antipädagogik in Deutschland Aufmerksamkeit (Oelkers und Lehmann 1990, S. 19).

Von Braunmühl studierte Psychologie und war beruflich unter anderem als Journalist für verschiedene Rundfunksender und Fachzeitschriften tätig. Darüber hinaus arbeitete er als Berater und Supervisor beim Schweizer Sorgentelefon für Kinder und gestaltete Seminare, etwa zu Konfliktbewältigungsstrategien. Zu seinen weiteren Tätigkeiten zählten Elternberatung, Klärungshilfe sowie sein Engagement als Vorstandsmitglied im Kinderschutzbund Wiesbaden (Braunmühl 1990, o. S.; Braunmühl 2007 [1984], o. S.).

Von Braunmühl war Mitbegründer verschiedener Institutionen. So gründete er 1970 den Elternverein 1. APC Kinderhaus e.V. in Wiesbaden mit. Weitere von ihm mitbegründete Organisationen waren der Verein Freundschaft mit Kindern (FMK), der Initiativkreis Kinderfrühling Wiesbaden (KFW) sowie die Aktion Kinderschutz zur Abschaffung erzieherischer Gewalt. Diese Institutionen spiegelten seine Ansichten wider und setzten seine Ideen sowohl rechtlich als auch praktisch um (Göttinger Institut für Demokratieforschung 2015, S. 56).

Prägend für sein Denken war zudem die ideell aufgeladene Debatte mit Hubertus von Schoenebeck. Dieser hatte einzelne Ideen von Braunmühls aufgegriffen, sie aus dessen Sicht jedoch vielfach missverstanden und verzerrt. Der Auseinandersetzung widmete von Braunmühl 1997 das Buch „Was ist antipädagogische Aufklärung? Missverständnisse, Missbräuche, Misserfolge der radikalen Erziehungskritik“ (Braunmühl 1996, 1997).

Neben seiner publizistischen Tätigkeit veröffentlichte von Braunmühl zahlreiche Sachbücher, in denen er seine theoretischen Positionen entwickelte und weiterführte. Sein bekanntestes und einflussreichstes Werk ist die Streitschrift „Antipädagogik“ (Braunmühl 2006 [1975]).

3 Lebenswerk

Ekkehard von Braunmühls fachliches Werk ist wesentlich durch seine Auseinandersetzung mit der Antipädagogik geprägt. Er kann als Vordenker dieser Denktradition gelten (Fricke 2002, S. 1), obgleich der Begriff Antipädagogik nicht von ihm eingeführt wurde und die antipädagogische Theorie weder ein deutsches Unikum der 1970er-Jahre darstellt noch ihren Ursprung in Deutschland hatte (Kupffer 1974; Mannoni 1987; Klemm 1992, S. 26; Reh 2024, S. 25).

Zentrale Kennfiguren seines Denkens entwickelten sich einerseits entlang der antipädagogischen Denktradition und führten dazu, dass sich die wissenschaftliche Rezeption häufig auf diesen Zusammenhang bezog (Haupt 2023, S. 133 f.). Andererseits resultierte aus der Auseinandersetzung mit anderen Vertreter:innrn der Antipädagogik eine in späteren Werken erkennbare, wenn auch nicht explizit postulierte Abkehr vom starren Bezug auf den Begriff der Antipädagogik (Klemm 1987, S. 5), wodurch sich die Pointierung seines Denkens veränderte.

Im Kern ging von Braunmühl davon aus, dass Kinder keiner Erziehung bedürfen. Jeder Mensch sei von Geburt an ein „spontanautonomes Wesen, das selbst am besten wisse, was es brauche“ (Fricke 2002, S. 1). Erwachsene hätten daher nicht die Aufgabe, Kinder zu erziehen, sondern vielmehr ihre geäußerten Bedürfnisse ernst zu nehmen und sie nach Möglichkeit zu unterstützen. Erziehung erschien aus dieser Perspektive nicht als notwendige Begleitung, sondern als illegitime Einflussnahme, die die Selbstbestimmung des Kindes einschränkt.

Von Braunmühls Kritik richtete sich nicht allein gegen autoritäre Formen der Erziehung, sondern gegen Erziehung überhaupt. Pädagogik verstand er als Wissenschaft, die beanspruche, Kinder formen zu müssen, und lehnte diese Annahme grundsätzlich ab. Insbesondere setzte er sich kritisch mit der anthropologisch begründeten Vorstellung einer Erziehungsbedürftigkeit des Menschen auseinander, da diese Kindern von Beginn an ihre Eigenständigkeit entziehe (Haupt et al. 2023, S. 20).

Stattdessen forderte von Braunmühl die Anerkennung von Kindern als gleichberechtigte Menschen, deren Stimmen und Entscheidungen ebenso zählen wie die von Erwachsenen. Sein Anliegen ging dabei über Mitbestimmung im klassischen Sinne hinaus und zielte auf eine tatsächliche Gleichrangigkeit im Verhältnis zwischen Kindern und Erwachsenen (Braunmühl 2006 [1975], S. 239 ff.).

Diese Grundannahmen legte von Braunmühl insbesondere in seinem Früh- und Hauptwerk „Antipädagogik“ dar, das erstmals 1975 erschien. Die Schrift gilt als das „streitbarste Manifest der [antipädagogischen] Bewegung“ (Göttinger Institut für Demokratieforschung 2015, S. 57) und lässt sich als Reaktion auf gesellschafts- und bildungspolitische Entwicklungen der 1970er-Jahre in der Bundesrepublik Deutschland interpretieren (Haupt 2023, S. 136 ff.).

In „Antipädagogik“ formulierte von Braunmühl eine grundlegende Kritik an der Verwissenschaftlichung und Akademisierung der Pädagogik. Er beschrieb den Einfluss pädagogischer Expert:innen als „Erziehungsideologie“, die gesellschaftliche Sichtweisen auf Kinder präge und zur Aufrechterhaltung eines hierarchischen Machtgefüges beitrage (Braunmühl 2006 [1975], S. 14–19). Ziel seiner Kritik war das Ende des Erziehens.

Das in der „Antipädagogik“ entwickelte Programm verstand von Braunmühl als antipädagogische Aufklärung (a.a.O., S. 9–10). Es zielte darauf, den Widerspruch zwischen sozialwissenschaftlichen Erkenntnissen und dem pädagogischen Erziehungsanspruch offenzulegen (a.a.O., S. 21–60 und 109–130) und insbesondere Eltern sowie Berufspädagog:innen dazu zu bringen, die Notwendigkeit von Erziehung grundsätzlich zu hinterfragen (a.a.O., S. 221–246).

In späteren Werken differenzierte von Braunmühl seine Position. Bereits in „Die Gleichberechtigung des Kindes“ unterschied er zwischen Pädagogik im Allgemeinen und Sozialpädagogik im Besonderen und betonte, dass sich antipädagogische Kritik nicht gegen sozialpädagogisches Denken richte, sondern gegen pädagogische Ideologie (Braunmühl, Kupfer und Ostermeyer 1976, S. 12).

Diese Differenzierungen setzten sich in den folgenden Schriften fort. Während von Braunmühl zunächst praktische Ableitungen antipädagogischer Theorie anderen überlassen wollte, lassen sich in späteren Arbeiten zunehmend Hinweise auf konkrete Handlungsorientierungen finden, etwa im Kontext familialer Beziehungen (Braunmühl 1976, S. 51–56).

Mit „Zeit für Kinder“ versuchte von Braunmühl, antipädagogisches Denken für ein breiteres Publikum aufzubereiten, und verzichtete bewusst auf formalwissenschaftliche Darstellungsweisen (Braunmühl 2010 [1979], S. 9). In diesem Zusammenhang entwickelte er sein Denken weiter und rückte die gemeinsame Befreiung von Erwachsenen und Kindern von der Erziehungsideologie stärker in den Mittelpunkt (a.a.O., S. 160–169).

In späteren Schriften, insbesondere in „Der heimliche Generationenvertrag“ (Braunmühl 1986), thematisierte von Braunmühl das historisch gewachsene Machtverhältnis zwischen Erwachsenen und Kindern und interpretierte Erziehung als über Generationen hinweg reproduziertes System wechselseitiger Hörigkeit (a.a.O., S. 7–12 und 19–44). Die Überwindung dieses Verhältnisses verstand er als Voraussetzung für ein freieres Verhältnis zwischen den Generationen (a.a.O., S. 139–248).

In seinem Spätwerk verlagerte von Braunmühl den Schwerpunkt zunehmend auf psychopädagogische Fragestellungen und sprach von einer anti-psychopädagogischen Aufklärung, die auf die Befreiung der Psyche und die Freisetzung des Verstandes ziele (Braunmühl 1990, S. 136 und 117–144). Zugleich setzte er sich kritisch mit Fehlentwicklungen antipädagogischer Praxis auseinander und thematisierte Missverständnisse und Missbräuche der Antipädagogik (Braunmühl 1997).

4 Wirkungsgeschichte

Ekkehard von Braunmühls Werk und insbesondere seine Streitschrift „Antipädagogik“ gelten als zentrale Bezugspunkte des antipädagogischen Denkens im deutschsprachigen Raum. Er wird als einer der wichtigsten Vertreter dieser Denktradition verstanden, wobei sein Hauptwerk als eines der Schlüsselwerke der Antipädagogik angesehen wird (Klemm 1992, S. 10; Fricke 2002, S. 1; Haupt et al. 2023, S. 20).

Die Thesen der Antipädagogik wurden in den pädagogischen Debatten der 1970er- und 1980er-Jahre aufgegriffen und diskutiert (Glötzner 1976; Klemm 1992, S. 10). Sie nahmen Einfluss auf das Erziehungsverständnis in der Bundesrepublik Deutschland (Wehren 2020, S. 39) und fanden insbesondere bei zahlreichen Praktiker:innen des pädagogischen Feldes Anklang (Haupt 2023, S. 134). Darüber hinaus bildete die Antipädagogik einen theoretischen Anker für eine breitere Gesellschaftskritik, insbesondere in anarchistischen Kreisen (Klemm 1987).

In der erziehungswissenschaftlichen Diskussion wurden antipädagogische Ansätze zwar wahrgenommen, jedoch weitestgehend abgelehnt (Haupt 2023, S. 134). Die wissenschaftliche Rezeption bezog sich dabei häufig auf von Braunmühls Werk, ohne dessen Positionen zu übernehmen. Von Braunmühl selbst konstatierte bereits 1988 ein Umdenken innerhalb der Pädagogik sowie eine insgesamt verbesserte gesellschaftliche Grundstimmung zugunsten der Rechte von Kindern und Jugendlichen. Dabei erkannte er zumindest indirekt auch einen Einfluss antipädagogischen Denkens auf diese Entwicklungen (Braunmühl 2006 [1988], S. 256; auch Schluß 2007, S. 41).

Wenngleich die erziehungswissenschaftliche Rezeption überwiegend ablehnend blieb, hatte von Braunmühl als Person in begrenztem Maße Einfluss auf gesellschaftspolitische Entwicklungen. So wird festgehalten, dass er vor der Änderung des § 1631 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) im Jahr 2000 beratend tätig gewesen sei. Damit wurde ein zentraler Aspekt seiner Kritik an Erziehung – das Züchtigungsrecht von Erwachsenen gegenüber Kindern – rechtlich abgeschafft (Weimann 2020, S. 9). Insgesamt prägte von Braunmühl mit seiner Forderung nach Gleichberechtigung von Kindern und Erwachsenen die Kinderrechtsbewegung in der Bundesrepublik Deutschland. Seine Gedanken inspirierten insbesondere in den 1980er- und 1990er-Jahren zahlreiche Initiativen, die sich für die Selbstbestimmung von Kindern und Jugendlichen sowie gegen Erziehungszwang einsetzten (a.a.O., S. 10).

Auch in der Gegenwart lassen sich Überschneidungen zwischen antipädagogischen Ideen und neueren Erziehungsparadigmen feststellen. So berufen sich Vertreter:innen der sogenannten intensiven Elternschaft bisweilen auf von Braunmühls Ansätze (Knauf 2019, S. 11 f.).

5 Würdigung und Kritik

Trotz dieser Wirkung war von Braunmühls Werk einer breiten Kritik ausgesetzt. Diese richtete sich überwiegend gegen die antipädagogische Argumentation insgesamt und weniger gegen von Braunmühl als Person, wenngleich seine eigenwillige Argumentationsweise als befremdlich beschrieben wurde (Oelkers und Lehmann 1990, S. 19).

Ein zentraler Vorwurf lautet, dass die deutsche Antipädagogik polemisch und von tief sitzenden Widersprüchen gekennzeichnet sei. So werde der Erziehung als Programm einerseits unterstellt, für die Unfreiheit der Gesellschaft und die psychischen Schäden der Individuen verantwortlich zu sein, andererseits werde Erziehung als Aushandlungsprozess als belanglos dargestellt (Lehmann und Oelkers 1987, S. 109).

Winkler (1985, S. 66–70) zeigt zudem, dass die Antipädagogik nicht allein Widerspruch in der Polemik gegen die Pädagogik sei, sondern auch in sich inkonsistent, da sie unreflektiert klassische pädagogische Ideen reproduziere – allerdings ohne deren theoretische Tiefe. Darüber hinaus bleibe die antipädagogische Kritik auf einem flachen Reflexionsniveau und blende ethisch-reflexive Dimensionen pädagogischen Handelns weitgehend aus.

Dies lasse sich in einem zentralen Widerspruch antipädagogischer Argumentation zuspitzen: Die Ablehnung der Erziehung werde im Namen der Vernunft vorgetragen, Vernunft sei jedoch selbst das entscheidende Erziehungsziel. Damit könne man nicht zugleich Erziehung abschaffen und Vernunft reklamieren, wenn durch Erziehung Vernunft erst möglich werden solle (Oelkers und Lehmann 1990, S. 115).

Neben diesen fachwissenschaftlichen Einwänden sind auch kritische Stimmen aus weniger naheliegenden Kontexten zu konstatieren. Besonders brisant erscheint in diesem Zusammenhang der im Rückblick auf die Pädophilenbewegung der 1970er- und 1980er-Jahre gegen die deutsche Antipädagogik gerichtete Vorwurf, antipädagogische Argumentationsmuster seien in hohem Maße anschlussfähig für pädophile Forderungen gewesen und hätten diskursive Bedingungen begünstigt, unter denen sexueller Kindesmissbrauch möglich wurde (Göttinger Institut für Demokratieforschung 2015, S. 55–62).

Obwohl von Braunmühl wiederholt Selbstkritik äußerte und Fehlentwicklungen innerhalb antipädagogischer Praxis anerkannte, setzte er sich in seinen Büchern nicht dezidiert und konstruktiv mit der erziehungswissenschaftlichen Kritik auseinander. Vielmehr bescheinigte er dieser einen Mangel an Einsicht in die Notwendigkeit antipädagogischer Aufklärung (Braunmühl 2006 [1988], S. 262–266).

Neuere Beiträge diagnostizieren eine Fortschreibung antipädagogischer Argumentationsmuster und werfen entsprechenden Ansätzen weiterhin eine ideologisch geprägte und theoretisch unreflektierte Haltung vor, die für die notwendige ethische Begründung pädagogischer Praxis blind bleibe und von Verunsicherungen Erwachsener im Umgang mit Kindern getrieben sei (Drerup 2025).

Unabhängig von der überwiegend kritischen Rezeption kann Ekkehard von Braunmühl mit seinem Werk als ein wichtiger Impulsgeber für erziehungswissenschaftliche und gesellschaftliche Debatten der 1970er- und 1980er-Jahre gelten. Seine radikale Infragestellung von Erziehung, pädagogischer Autorität und generationsbezogenen Machtverhältnissen zwang Pädagogik und Erziehungswissenschaft dazu, eigene Selbstverständlichkeiten zu reflektieren und ihre normativen Voraussetzungen explizit zu machen. In diesem Sinne bestand die Bedeutung der Antipädagogik weniger in ihrer theoretischen Anschlussfähigkeit als in ihrer provokativen Funktion, etablierte Denk- und Handlungsmuster sichtbar zu machen und zur Auseinandersetzung herauszufordern.

6 Quellenangaben

Braunmühl, Ekkehard von, 1976. Das Kind der Familie. In: Ekkehard von Braunmühl, Heinrich Kupffer und Helmut Ostermeyer, Hrsg. Die Gleichberechtigung des Kindes. Frankfurt am Main: Fischer, S. 11–56. ISBN 978-3-436-02385-0

Braunmühl, Ekkehard von, 1986. Der heimliche Generationenvertrag. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt. ISBN 978-3-499-17999-0

Braunmühl, Ekkehard von, 1990. Zur Vernunft kommen: Eine Anti-Psychopädagogik. Weinheim: Beltz. ISBN 978-3-407-34036-8

Braunmühl, Ekkehard von, 1996. Offener Brief von E. v. Braunmühl an Hubertus von Schoenebeck vom 13. Mai 1996 [online]. Berlin: Mike Weimann [Zugriff am: 26.08.2025]. Verfügbar unter: http://www.miwe.org/fmk/sonstige.htm#Ekke1

Braunmühl, Ekkehard von, 1997. Was ist antipädagogische Aufklärung? Missverständnisse, Missbräuche, Misserfolge der radikalen Erziehungskritik. Bonn: Kid. ISBN 978-3-929386-27-1

Braunmühl, Ekkehard von, 2006 [1975]. Antipädagogik: Studien zur Abschaffung von Erziehung. Leipzig: Tologo. ISBN 978-3-9810444-3-0

Braunmühl, Ekkehard von, 2007 [1984]. Musterkind: Tagebuch eines minderjährigen Menschen. Leipzig: Tologo. ISBN 978-3-9810444-6-1

Braunmühl, Ekkehard von, 2010 [1979]. Zeit für Kinder. 2. Auflage. Leipzig: Tologo. ISBN 978-3-9810444-2-3

Braunmühl, Ekkehard von, Heinrich Kupffer und Helmut Ostermeyer, 1976. Vorwort. In: Ekkehard von Braunmühl, Heinrich Kupffer und Helmut Ostermeyer, Hrsg. Die Gleichberechtigung des Kindes. Frankfurt am Main: Fischer, S. 7–9. ISBN 978-3-436-02385-0

Drerup, Johannes, 2025. Befreiung aus der Kindheit? Zur Kritik neuer Varianten der Antipädagogik. In: LIMINA: Grazer theologische Perspektiven [online]. 8(1), S. 82–100 [Zugriff am: 18.11.2025]. doi:10.25364/17.8:2025.1.6

Fricke, Jürgen, 2002. Was bedeutet Antipädagogik? In: Jan Bretschneider und Hans-Günther Eschke, Hrsg. Lexikon freien Denkens – 02. Ergänzungslieferung 2002. Neu-Isenburg: Lenz. ISBN 978-3-933037-16-9

Glötzner, Johannes, 1976. Braunmühls pädagogische Denkanstöße. In: vorgänge [online]. 24(6), S. 95–96 [Zugriff am: 06.11.2025]. Verfügbar unter: https://www.humanistische-union.de/publikationen/​vorgaenge/​24-vorgaenge/​publikation/​braunmuehis-antipaeda-gogische-denkanstoesse/

Göttinger Institut für Demokratieforschung, 2015. Abschlussarbeit zum Forschungsprojekt: Umfang, Kontext und Auswirkungen pädophiler Forderungen innerhalb des Deutschen Kinderschutzbundes. Göttingen: Deutscher Kinderschutzbund

Haupt, Selma, 2023. Antipädagogik als Krisensymptom: Zur Rezeption radikaler Erziehungskritik in der Erziehungswissenschaft der 1970er und 1980er Jahre. In: Jahrbuch für Historische Bildungsforschung [online]. 28, S. 133–150 [Zugriff am: 06.11.2025]. doi:10.25658/​51bk-az65

Haupt, Selma Susann Hofbauer, Felix Schreiber und Katharina Vogel, 2023. Wie radikal ist noch normal? Zum Verhältnis von etablierter Erziehungswissenschaft und pädagogischer Radikalität. In: Susann Hofbauer, Felix Schreiber und Katharina Vogel, Hrsg. Grenzziehungen und Grenzbeziehungen des Disziplinären [online]. Bad Heilbrunn: Klinkhardt, S. 17–25 [Zugriff am: 17.11.2025]. PDF e-Book. ISBN 978-3-7815-6042-0. doi:10.25656/01:28099

Klemm, Ulrich, 1987. „…das einzige Kriterium der Pädagogik ist und bleibt allein – die Freiheit“: Versuch einer Ortsbestimmung anarchistischer Pädagogik. In: Zeitschrift für Entwicklungspädagogik [online]. 10(2), S. 2–8 [Zugriff am: 26.06.2025]. doi:10.25656/01:23593

Klemm, Ulrich, 1992. Zwanzig Jahre Antipädagogik und Kinderrechtsbewegung: Genese und Bilanz. In: Ulrich Klemm, Hrsg. Quellen und Dokumente der Antipädagogik. Frankfurt am Main: dipa, S. 9–39. ISBN 978-3-7638-0183-1

Knauf, Helen, 2019. Die intensive Elternschaft als neues Paradigma für die Erziehung in Familien? In: Soziale Passagen [online]. 11, S. 175–190 [Zugriff am: 18.11.2025]. doi:10.1007/s12592-019-00322-4

Kupffer, Heinrich, 1974. Antipsychiatrie und Antipädagogik: Erziehungsprobleme in der „totalen Institution“: In: Die Deutsche Schule. 66, S. 591–604. ISSN 2699-5379

Lehmann, Thomas und Jürgen Oelkers, 1987. Liberalismus, Ideologiekritik und Antipädagogik. In: Zeitschrift für Pädagogik [online]. 27(1), S. 105–125 [Zugriff am: 17.11.2025]. doi:10.25656/01:14138

Mannoni, Maud, 1987. „Scheißerziehung“: Von der Antipsychiatrie zur Antipädagogik. Frankfurt am Main: Athenäum. ISBN 978-3-610-04692-7

Oelkers, Jürgen und Thomas Lehmann, 1990. Antipädagogik: Herausforderung und Kritik. Weinheim: Beltz. ISBN 978-3-407-34034-4

Reh, Sabine, 2024. Pathologien und Pathologisierung: Bemerkungen zur Geschichte eines Konzeptes im Diskurs über Schulen. In: Ralf Mayer, Ralf Parade und Steffen Wittig, Hrsg. Schule und Pathologisierung. Weinheim: Beltz Juventa, S. 23–49. ISBN 978-3-7799-7112-2

Schluß, Henning, 2007. Erziehung zur Freiheit? Zur vermeintlich paradoxen Beziehung von Erziehungszielen und Erziehungsverhältnissen. In: Die Deutsche Schule [online]. 99(1), S. 37–49 [Zugriff am: 06.11.2025]. doi:10.25656/01:27285

Wehren, Sylvia, 2020. Erziehung – Körper – Entkörperung: Forschungen zur pädagogischen Theorieentwicklung. Bad Heilbrunn: Julius Klinkhardt. ISBN 978-3-7815-2387-6

Weimann, Mike, 2020. Antipädagogische Aufklärung. In: Netzwerk Spiel/​Kultur Prenzlauer Berg e.V., Hrsg. Jahresbericht 2020 [online]. Berlin, S. 7–15 [Zugriff am: 09.09.2025]. Verfügbar unter: https://www.netzwerkspielkultur.de/

Winkler, Michael, 1985. Das Pädagogische an der Antipädagogik. In: Zeitschrift für Pädagogik [online]. 31(1), S. 65–76 [Zugriff am: 18.11.2025]. doi:10.25656/01:14338

7 Literaturhinweise

Böhm, Annette und Ekkehard von Braunmühl, 1994. Gleichberechtigung im Kinderzimmer: Der vergessene Schritt zum Frieden. Düsseldorf: Patmos. ISBN 978-3-491-50012-9

Braunmühl, Ekkehard von, 1996. Offener Brief von E. v. Braunmühl an Hubertus von Schoenebeck vom 13. Mai 1996 [online]. Berlin: Mike Weimann [Zugriff am: 26.08.2025]. Verfügbar unter: http://www.miwe.org/fmk/sonstige.htm#Ekke1

Dobstadt, Michael und Ekkehard von Braunmühl 1996. Die Privatsekte ‚Freundschaft mit Kindern-Förderkreis‘ hat mit Antipädagogik etwa so viel zu tun wie der Weltkonzern ‚Scientology-Church‘ mit Wissenschaft [online]. Berlin: Mike Weimann [Zugriff am: 26.08.2025]. Verfügbar unter: http://www.miwe.org/fmk/sonstige.htm#Ekke1

Krüger, Heinz-Hermann und Karin Bock, 2020. Von der politischen Aktion zur kritischen Erziehungswissenschaft Die Kinderladenbewegung als biographischer Streifzug. In: Karin Bock, Nina Göddertz, Franziska Heyden und Miriam Mauritz, Hrsg. Zugänge zur Kinderladenbewegung. Wiesbaden: Springer VS, S. 265–295. ISBN 978-3-658-24188-9

Winkler, Michael, 2020. Langer Nachklang: Die Kinderladenbewegung als elementarpädagogische Alternative und ihre gesellschaftlichen Wirkungen. Ein Vorwort zu Palm und Winkler 1996: Der Kinderladen. Nicht frei von subjektiver Vergewisserung. In: Karin Bock, Nina Göddertz, Franziska Heyden und Miriam Mauritz, Hrsg. Zugänge zur Kinderladenbewegung. Wiesbaden: Springer VS, S. 71–90. ISBN 978-3-658-24188-9

Wolff, Reinhart, 2020: Die ersten Kinderläden Praxiserfahrungen und pädagogische Konzeptionen. In: Karin Bock, Nina Göddertz, Franziska Heyden und Miriam Mauritz, Hrsg. Zugänge zur Kinderladenbewegung. Wiesbaden: Springer VS, S. 27–42. ISBN 978-3-658-24188-9

Verfasst von
Dr. Jörg Raeder
Er lehrt an einer Fachschule für Sozialwesen in Dresden und forscht zu Gewalt, Fußballfankulturen und Bildungsprozessen über die Lebensspanne.
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