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Gesundheitsförderung bei Auszubildenden -

die Anwendung des TTM-Modells im Setting des dualen Ausbildungssystems

Katrin Horns

veröffentlicht am 31.10.2010

Zusammenfassung
Während zur Gesundheitsförderung im Betrieb zahlreiche Untersuchungen und evaluierte Projekte vorliegen, wird die spezielle Zielgruppe der Auszubildenden meist jedoch nicht gesondert betrachtet. Dieser Artikel geht der Frage nach, wie man effektive Gesundheitsförderung  im Setting des dualen Ausbildungssystems anbieten kann und unternimmt den Versuch das bewährte Transtheoretische Modell der Verhaltensänderung (Prochaska, DiClemente) auf diesen spezifischen Kontext zu übertragen. Die Effektivität solcher phasenangepasster Präventionsmaßnahmen für Auszubildende muss noch wissenschaftlich nachgewiesen werden

Ausgangslage

Gemeinhin gelten junge Erwachsene als vergleichsweise gesunde Bevölkerungs-gruppe, weil schwerwiegende Krankheiten und Funktionsstörungen erst im höheren Lebensalter auftreten. Dennoch zeigen viele junge Männer und zunehmend mehr junge Frauen gesundheitsriskante Verhaltensmuster, die für einen Großteil von Krankheiten verantwortlich gemacht werden können. [1]

In einer aktuellen Studie von Kaminski, Nauerth und Pfefferle [2] wurde der Gesundheitszustand und das Gesundheitsverhalten bei 528 Auszubildenden im ersten Lehrjahr untersucht, um Ansatzpunkte für die Konzeption für zielgruppen-spezifische Präventions- und Gesundheitsförderungsstrategien im dualen System entwickeln zu können. Als Ergebnis kann festgehalten werden, dass gesundheits-gefährdende Verhaltensweisen unter den Auszubildenden weit verbreitet waren. Besonders hoch ist der Gesamtbedarf an Gesundheitsförderung und Prävention an Schulen für technische und wirtschaftliche Berufe.

Der Raucheranteil lag mit 55% weit über dem auf das Alter bezogenen durchschnittlichen Raucheranteil von 44%. [3] Für das Thema der Alkoholprävention scheint ein erhöhter Bedarf bei männlichen Jugendlichen gegeben zu sein, worauf die geschlechtsspezifischen Prävalenzraten zu riskantem Alkoholkonsum schließen lassen [4], [5]. Das Ernährungs- und Bewegungsverhalten sind zwei weitere wichtige Determinanten für die Gesundheit. Auszubildende essen unregelmäßiger und greifen sehr häufig auf kalorienreiche Snacks zurück [6]. Jugendliche reduzieren mit dem Eintritt in das Berufsleben ihre sportlichen Aktivitäten signifikant, wobei sie als wichtigsten Grund keinen Sport mehr zu treiben „zu wenig Zeit“ angaben. [7] Nicht nur die sportliche Aktivität sondern auch die Schlafdauer hat sich bei den Jugendlichen mit Eintritt in das Ausbildungs-verhältnis signifikant verringert. [8]

Die SMASH 2002 – Studie [9], die den Gesundheitszustand und das Gesundheits-verhalten von schweizerischen Jugendlichen im Alter von 16 bis 20 Jahren untersucht hat, kommt zu ähnlichen Ergebnissen wie Kaminski, Nauerth und Pfefferle.

Eine nicht zu vernachlässigende Anzahl an Jugendlichen berichtet dort von einem Hilfebedarf bei psychosozialen Problemen wie z.B. Stress oder depressive Verstimmungen. Im Bereich Tabak, Alkohol und Drogen hat sich der Bereich der Jugendlichen, insbesondere der männlichen Jugendlichen, die sich Unterstützung wünschen, nahezu verdoppelt. [10]

Aus den vorliegenden Daten zum Gesundheitszustand und dem Gesundheits-verhalten von Auszubildenden lassen sich notwendige und relevante Themen für die Prävention ableiten. In erster Linie werden das sein: riskantes Konsum-verhalten von Alkohol und Tabak, Bewegungsmangel, gesundheitsschädigende Ernährungsgewohnheiten, Schlafmangel und Stressbewältigung.

Gesundheitsförderung im dualen Ausbildungssystem als Kombination von primär- und sekundärpräventiven Maßnahmen

Präventionsmaßnahmen lassen sich auf der Ebene der Ziele grundsätzlich einteilen in Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention.

Primäre Prävention soll dann wirksam werden, wenn noch keine Erkrankung aufgetreten ist, und umfasst die Förderung der Gesundheit durch Verminderung verhaltensbedingter Risikofaktoren, durch Erhöhung der Widerstandskraft von Menschen und durch Veränderung von Umweltfaktoren, die ursächlich oder als Überträger an der Krankheitsentstehung beteiligt sind. [11] Dahingegen hat Sekundärprävention zum Ziel Krankheiten möglichst früh zu erkennen und zu behandeln während Tertiärprävention sich an PatientInnen richtet, bei denen bereits eine Krankheit manifest ist und mit dem Ziel behandelt wird eine Krankeitsverschlechterung oder Rückfälle zu verhindern. [12]

Übertragen auf den betrieblichen Bereich umfasst der primärpräventive Bereich die Vorbeugung, die Senkung des Konsumniveaus bzw. die Verhinderung von Konsum bei den Auszubildenden. Der Bereich der Sekundär- und Tertiär-prävention hat den Umgang mit Gefährdeten (z.B. riskant konsumierenden Jugendlichen), bzw. Rückfallprävention bei bereits Auszubildenden mit einem manifesten Krankheitsverhalten zum Ziel.

Sofern es im tertiärpräventiven Bereich um das Thema Sucht geht, sind hierfür in vielen Unternehmen Betriebsvereinbarungen abgeschlossen, die den Umgang mit alkoholauffälligen MitarbeiterInnen strukturiert regeln und Konsequenzen mit Hilfsangeboten kombinieren. Eine Erweiterung der Zielgruppe dieser betrieblichen Vereinbarungen auf andere Suchtformen z.B. Medikamente oder Tabak scheint nur bedingt umsetzbar.

Ausgehend von den teilweise riskanten Konsummustern bei Jugendlichen, bewegt sich betriebliche Gesundheitsförderung für Auszubildende also im Grenzbereich zwischen primärer und sekundärer Prävention.

Es ist zu überlegen, welche evaluierten und bewährten Methoden der Primär- und Sekundärprävention sich auf das betriebliche Setting für die Zielgruppe der jugendlichen Auszubildenden übertragen lassen.

Wie können verhaltensbedingte Risikofaktoren bei Jugendlichen im betrieblichen Setting verringert werden? Wie können die Schutzfaktoren von Auszubildenden gestärkt werden? Und wie können die Umweltfaktoren dahingehend geändert werden, dass sie förderlich für die Gesundheit der Jugendlichen wirken? Und letztlich: Wie können gefährdete Auszubildende rechtzeitig und wirksam erreicht werden?

Das duale Berufsausbildungssystem bietet für Jugendliche, die sich für einen Ausbildungsberuf entschieden haben, sowohl ein schulisches als auch ein betriebliches Setting [13], in dem Gesundheitsförderung geplant und umgesetzt werden kann. Diese besonderen Rahmenbedingungen müssen in der Planung für Gesundheitsförderung berücksichtigt werden, da z.B. auch der Wechsel zwischen Berufschule und Arbeitsplatz gesundheitsrelevante Aspekte beinhalten könnte. Riskantes auffälliges Verhalten der Jugendlichen wird durch wechselnde Bezugspersonen erst viel später wahrgenommen und somit kann erst zu einem viel späteren Zeitpunkt reagiert werden. In Idealfall profitieren die Auszubildenden jedoch von gleich zwei Multiplikatoren für die Vermittlung gesundheitsrelevanter Themen.

Während zur Gesundheitsförderung im Betrieb zahlreiche Untersuchungen und evaluierte Projekte vorliegen [14], wird die spezielle Zielgruppe der Auszubildenden meist jedoch nicht gesondert betrachtet. Präventionsansätze im Betrieb formulieren oft die gesamte Arbeitnehmerschaft als Zielgruppe und beziehen sich nicht speziell auf Jugendliche mit deren spezifischen Motivationen, Interessen und Risikoverhalten. Daher muss auf bewährte Konzepte in der Gesundheits-förderung von Jugendlichen zurückgegriffen werden und der Versuch unternommen werden, diese auf das spezifische Setting des dualen Ausbildungs-systems zu übertragen.

Das Transtheoretische Modell in der Gesundheitsförderung bei Jugendlichen

In verschiedenen Projekten der Prävention und Gesundheitsförderung scheint es vor allem bei Jugendlichen eine zentrale Frage zu geben: Wie motiviere ich Jugendliche zu gesundheitsgerechtem Verhalten? Wie fördere ich die Einflussnahme und Teilhabe der Jugendlichen an Projekten, die die Förderung deren Gesundheit zum Ziel haben? Es liegt nahe, den Aspekt der Motivation für gesundes Verhalten genauer zu betrachten.

In der Erforschung des Erwerbs und der Veränderung von Verhaltensweisen und Gewohnheiten hat vor allem das Transtheoretische Modell der Verhaltens-änderung (TTM) von Prochaska und DiClemente [15] unter anderem auch in der Suchtprävention große Bekanntheit erlangt.

Dieses Modell ist ein Konzept zur Beschreibung, Erklärung und Beeinflussung intentionaler Änderungsprozesse. Entwickelt wurde es aus einer Analyse zentraler Wirkmechanismen unterschiedlicher Psychotherapien sowie aus empirischen Studien mit Personen, die gesundheitsschädliche Verhaltensweisen ohne professionelle Hilfe verändert haben. Im Zentrum des Modells steht die Bereitschaft zur Veränderung von (Risiko-)Verhalten, operationalisiert durch fünf Stufen der Verhaltensänderung: Absichtslosigkeit (Precontemplation), Absichtsbildung (Contemplation), Vorbereitung (Preparation), Handlung (Action) und Aufrechterhaltung (Maintenance). [16]

Der Vorteil des TTM ist die Beschreibung der Entwicklung der Intention zu gesundheitsdienlichem Verhalten und damit auch der Möglichkeiten diesen Prozess zu fördern. Unter Berücksichtigung der Kosteneffektivität kann die optimale Technik und Dosis der Intervention für das jeweilige Entwicklungsstadium der Intention gesucht werden. [17] Aus diesem Grund scheint das TTM als Modell, das die unterschiedliche Motivationslage für Veränderungen als integralen Bestandteil hat, eine besonders gute Herangehensweise zur Planung von Gesundheitsförderungskonzepten bei Jugendlichen zu sein.

Wirksame TTM-basierte Projekte in der Prävention

In einzelnen Bereichen hat sich zwischenzeitlich das TTM als eine grundlegende Vorgehensweise bei der Interventionsplanung etabliert [18]. Die Effekte von Interventionen, die auf dem TTM basieren, wurden z.B. bei der Raucher-entwöhnung gezeigt. So konnte nachgewiesen werden, dass kurze stadienangepasste Interventionen dazu beitragen können im Modell der Verhaltensänderung eine Stufe weiter zu kommen. Da die Raucherentwöhnung, wenn sie im Stadium der Vorbereitung beginnt eine dreimal höhere Abstinenzrate aufweisen kann, als wenn der Rauchverzicht im Stadium der Absichtslosigkeit beginnt, könnte der Fortschritt um eine Stufe 75 % mehr Abstinenz bewirken. [19]

Präventive Maßnahmen für das Thema Rauchen müssen gerade für Auszubildende speziell zugeschnitten sein, da hier die Ausgangsbedingungen weit schwieriger sind, als z.B. in der Gruppe der Schüler oder Studenten: Auszubildende verfügen über ein eigenes Einkommen und haben meist die Volljährigkeit schon erreicht. Dass diesbezügliche Bemühungen bei Auszubildenden jedoch auf fruchtbaren Boden fallen könnten, lässt sich daraus ableiten, dass die Hälfte der Auszubildenden im letzten Jahr bereits einen Versuch unternommen hat, aufzuhören. [20]

Es gibt zahlreiche evaluierte Frühinterventionsprojekte, vor deren Hintergrund die Übertragung auf den betrieblichen Kontext diskutiert werden kann. [21]

So wurde z.B. in einer groß angelegten Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) von Oktober 2000 bis März 2004 das Projekt „MOVE-Motivierende Kurzintervention bei konsumierenden Jugendlichen“ durchgeführt und evaluiert. [22] Das Ziel der Studie war es, nach neuen Wegen zu suchen um riskant legale und illegale Drogen konsumierende Jugendliche möglichst frühzeitig und effektiv zu erreichen. In fünf Kommunen wurden Fortbildungen für Multiplikatoren aus der professionellen Jugendhilfe basierend auf dem TTM und der Motivierenden Gesprächsführung nach Miller und Rollnick [23] durchgeführt. Die Evaluation bezog sich unter anderem auch auf die Effektivität der Interventionen bei den Jugendlichen.

In der Diskussion der Ergebnisse lässt sich feststellen, dass das Konzept eine angemessene Zielgruppenorientierung bietet und besonders HauptschülerInnen erreicht. [24] Der Großteil der durchgeführten Interventionen bestand aus beschreibenden und klärenden Strategien, entsprechend dem Anteil der Jugendlichen, die nur eine geringe Änderungsbereitschaft aufgewiesen haben. „Diese liefern nicht sofort sichtbare Ergebnisse, tragen aber deutlich zu einer offenen und kritischen Auseinandersetzung der Jugendlichen mit ihren Konsummustern und -motiven bei.“[25]

Einen anderen Ansatz verfolgt das wissenschaftlich fundierte internetbasierte Interventionsprogramm „feelok“ (www.feelok.ch). Dieses Computerprogramm hat als Ziel, die Gesundheit und das Wohlbefinden Jugendlicher zu fördern, sowie risikoreichem Verhalten bzw. dem Suchtmittelkonsum vorzubeugen. Feelok wurde im Jahre 1999 am Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Zürich entwickelt, ist seit 2002 online und wird laufend auf Grund wissenschaftlicher Tätigkeit optimiert und erweitert. Das Programm ist primär für den schulischen Einsatz konzipiert: Lehrpersonen arbeiten mit feelok entweder im Computerraum der Schule mit der Klasse oder sie geben den Schülern/innen Aufgaben, damit diese die Inhalte der Intervention in Gruppen oder alleine zu Hause bearbeiten. Es bietet einerseits Anschauungsmaterial für den Unterricht, aber auch stadienspezifische Interventionen auf Grundlage des Transtheoretischen Modells speziell ausgerichtet für die Zielgruppe der Jugendlichen zwischen 10 und 18 Jahren.

In der Evaluation [26] konnte gezeigt werden, dass 70-80% der Jugendlichen, die in feelok gesurft haben, die Inhalte interessant und die Texte verständlich fanden. Mehr als 60% beurteilten es als nützlich, in feelok die Adressen von weiteren Hilfsmöglichkeiten zu finden und behaupten, feelok wieder zu besuchen, wenn ein Thema, das die Intervention behandelt, aktuell oder relevant wird. Die Lehrpersonen, die mit feelok gearbeitet hatten haben durchweg eine gute Meinung von der Intervention und berichten, dass die Jugendlichen ebenso positiv reagiert hätten.

Im Berufsbildungszentrum Uster, Schweiz, wurden von einer Projektgruppe aus Zürich bei einem Pretest Kurzinterventionen bzgl. Rauschtrinkens, die auf den Konzepten des TTM sowie auf der motivierenden Gesprächsführung beruhen, bei 24 BerufsschülerInnen durchgeführt [27]. Nach einem Screeningprozess wurde den Jugendlichen mit Veränderungsabsicht eine 90min Kurzintervention in der Gruppe angeboten, bei der ihr Alkoholkonsum thematisiert wurde und sie motiviert wurden, eine Verhaltensänderung bezüglich des Rauschtrinkens vorzunehmen. Drei Monate später hatten 27% der Jugendlichen ihr Rauschtrinken reduziert, wobei die Verhaltensveränderung umso größer war, je größer das Problemverhalten war. Zusammenfassend kommt die Projektgruppe zu dem Ergebnis, dass sich das Setting Berufsschule gut eignet für Kurzinterventionen bzgl. des Rauschtrinkens.

Konzeption von Präventionsmaßnahmen im dualen Ausbildungssystem unter Berücksichtigung des TTM

Bei der Adaption von wirksamen primär- und sekundärpräventiven Maßnahmen zur Gesundheitsförderung bei Auszubildenden, kann auf diverse Erfahrungen von Interventionen, die auf dem TTM basieren, zurückgegriffen werden.

Da es am schwierigsten scheint, Angebote für Jugendliche zu entwickeln, die sich in der Phase der Absichtslosigkeit, bzw. Absichtsbildung befinden – bei gleichzeitiger Annahme, dass die meisten Jugendlichen in diesen beiden Phasen anzusiedeln sind - beschränkt sich dieser Aufsatz auf Interventionen in den beiden ersten Stadien.

Für Auszubildende, die eine ausreichende Motivation für gesundheitsfördernde Maßnahmen entwickelt haben und konkrete Veränderungen bereits planen und vorbereiten, können im schulischen und beruflichen Kontext mit wenig Aufwand Angebote gemacht werden (z.B. Raucherentwöhnungskurse, Fitnessangebote etc.).

Die Bedeutung von Partizipation in der Gesundheitsförderung

Will man Gesundheitsförderung auf dem TTM aufbauen und phasenangepasste Interventionen planen, stellt sich zu Beginn die Frage, in welcher Phase sich die Zielgruppe eigentlich befindet. Die Daten der HBSC-Studie [28] („Health Behavior in School-aged Children“), die unter der Schirmherrschaft der Weltgesundheits-organisation in 41 Staaten SchülerInnen im Alter von 11, 13 und 15 Jahren zu deren Gesundheitsverhalten befragt, sind dafür zu allgemein und unspezifisch. Um ein genaueres Bild zu erhalten wird man nicht umhinkommen die Zielgruppe der Präventionsmaßnahme mit einzubeziehen und zu befragen.

Die Befragung von Jugendlichen hinsichtlich ihrer Motivationslage zur Veränderung gesundheitsgefährdender Verhaltensweisen ist gleichzeitig eine Vorraussetzung zur Konzeption von Präventionsangeboten und bereits selbst schon Prävention.

Die Bedeutung von Partizipation ist unter anderem auch in dem von A. Antonovsky entwickeltem Konzept der Salutogenese [29] beschrieben. In diesem Modell ist ein stark ausgeprägtes Kohärenzgefühl ein entscheidender Faktor für eine erfolgreiche Bewältigung allgegenwärtiger Anforderungen und Stressoren und damit für den Erhalt der Gesundheit. Das Kohärenzgefühl setzt sich aus drei Komponenten zusammen: dem Gefühl von Verstehbarkeit, dem Gefühl von Handhabbarkeit bzw. Bewältigbarkeit und dem Gefühl von Sinnhaftigkeit bzw. Bedeutsamkeit. [30]

Für die Gesundheitsförderung und Prävention besteht Relevanz dieses Modells darin, dass strukturelle und gesellschaftliche Maßnahmen, die dem Einzelnen Einflussnahme und Teilhabe an sozial anerkannten Entscheidungsprozessen (Partizipation) ermöglichen, eine viel versprechende Möglichkeit sind das Kohärenzgefühl positiv zu beeinflussen. Während das Kohärenzgefühl im Erwachsenenalter nur kurzfristig bzw. in geringem Ausmaß zu erreichen ist, ist es für Kinder und Jugendliche von besonderer Bedeutung Bedingungen zu schaffen, die eine Einflussnahme auf Entscheidungsprozesse zulassen. [31]

Betriebliche Gesundheitsförderung sollte grundsätzlich partizipativ ausgerichtet sein, d.h. die Beschäftigten sollten aktiv in die Veränderungsprozesse mit einbezogen und an ihnen beteiligt werden. [32] Damit wird unter anderem das Erfahrungswissen der Beschäftigten über gesundheitliche Verbesserungs-möglichkeiten nutzbar gemacht und zugleich die Motivation für Gesundheits-förderung und Veränderungsprozesse erschlossen.

Da das TTM umfangreiches Material liefert, um die jeweilige Phase der Verhaltensänderungsmotivation zu bestimmen, muss nur eine zielgruppen-spezifische Auswahl aus den diversen vorliegenden Fragenkatalogen getroffen werden und an die jeweiligen Rahmenbedingungen angepasst werden. [33] Denkbar ist eine Befragung im schulischen Kontext oder auch bei einer betrieblichen Eingangsuntersuchung. Die Befragung der Zielgruppe der Auszubildenden kann somit exakte Daten liefern, aufgrund derer spezifische Interventionen konzipiert und angeboten werden können.

Interventionen für die Phasen der Absichtslosigkeit und Absichtsbildung

Das Stadienmodell bietet neben Anstößen zur Planung und Evaluation von Interventionen auch Vorschläge für passende Interventionsstrategien in den jeweiligen Stufen.

Die Phase der Absichtslosigkeit ist gekennzeichnet von wenig oder keinem Problembewusstsein, keinem Interesse etwas zu verändern und der Vermeidung einer Auseinandersetzung damit [34]. Mögliche Interventionen für Personen, die sich in dieser Phase befinden sind folglich begrenzt. Dennoch hat es positive Effekte auf das Fortschreiten innerhalb der Stufen und auf die Bildung einer Veränderungsmotivation, wenn in dieser Phase Informationen gegeben werden, Beobachtungen mitgeteilt und auf Diskrepanzen hingewiesen wird. Aktives Zuhören, die Suche nach emotionalen Zugängen und das Angebot von alternativen Sichtweisen kann sich ebenfalls positive auf diejenigen Auswirken, die eigentlich gar nichts verändern wollen [35].

In der Phase der Absichtsbildung findet bereits eine bewusste Auseinander-setzung mit dem Problemverhalten statt, wenn auch noch keine konkreten Pläne gefasst sind. Noch herrscht eine starke Ambivalenz vor, Personen in dieser Phase der Verhaltensmodifikation sind interessiert, aber nicht fest entschlossen [36]. Ansatzpunkt für Interventionen ist hier die bereits begonnene Auseinandersetzung mit dem Problemverhalten. Das Pro und Kontra der Veränderung können diskutiert werden oder es kann zur Selbstbeobachtung angeregt werden um einen Anstoß in Richtung Veränderung zu geben [37].

Konzeptideen in der Gesundheitsförderung von Auszubildenden

Prävention für Jugendliche in der Phase der Absichtslosigkeit in Schule und Betrieb

Auch wenn Jugendliche bzgl. ihres Gesundheitsverhaltens noch kein Problembewusstsein entwickelt haben, können und sollen im Berufsschulunterricht die Themen Alkohol und Tabak, Bewegungsmangel, gesundheitsschädigende Ernährungsgewohnheiten, Schlafmangel und Stressprävention behandelt werden.

Es ist wichtig und wirksam den Auszubildenden Informationen zu geben, und in einem interaktiven didaktischen Rahmen gemeinsam mit den Jugendlichen alternative Sichtweisen zu diskutieren. In der Expertise zur Prävention des Substanzmissbrauchs [38] wurde die Wirksamkeit von Präventionsmaßnahmen anhand der Untersuchung qualitativ hochwertiger Reviews und Meta-Analysen beurteilt. In der Schlussfolgerung für das Handlungsfeld „Schule“ werden interaktive, auf dem Modell des sozialen Einflusses oder der Lebenskompetenz aufbauende Programme empfohlen. Alleinige Informationsvermittlung, alleinige affektive Erziehung oder anderweitige nicht-interaktive Maßnahmen werden als nicht effektiv bewertet [39].

Ebenfalls sinnvoll und effektiv ist es in dieser Phase auf interne und externe Hilfsmöglichkeiten für die Auszubildenden hinzuweisen und frühzeitig ein Kontaktangebot zu schaffen. Je nach Setting (Schule oder Betrieb) und Themengebiet sind möglicherweise andere Ansprechpersonen zuständig.

Für den betrieblichen Bereich ist in diesem Stadium eine Positionierung im Umgang mit gesundheitsrelevanten Themen sinnvoll. Betriebliche Normen, Verhaltenserwartungen und Regeln sollten besonders zu Ausbildungsbeginn den Jugendlichen vermittelt werden, da hier noch eine große Anpassungsbereitschaft besteht. Betrieblichen Umgangsregeln z.B. mit Nikotin und Alkohol können allen Auszubildenden präsentiert und im unmittelbaren Kontakt mit den Ausbildern nochmals verankert werden [40]. Dabei ist zu beachten, dass diese Informationen in sachlicher und unterstellungsfreier Form vermittelt werden um keine Widerstände zu wecken.

Die Vermittlung der betriebsinternen Normen und Regeln setzt selbstverständlich voraus, dass solche vorhanden, klar formuliert und in sich konsistent sind. Auch müssen sie durch ein Mitglied der Organisation (einen Ausbilder oder eine Führungskraft) vermittelt und inhaltlich begründet werden. Externe Fachpersonen können diese Aufgabe nicht übernehmen [41].

Erst auf Basis einer solchen anfänglichen betriebsinternen Positionierung können weitergehende Informationen und Projekte aufbauen.

Prävention für Jugendliche in der Phase der Absichtsbildung in Schule und Betrieb

Jugendliche, die sich in der Phase der Absichtsbildung befinden, weisen eine starke Ambivalenz bzgl. ihres Gesundheitsverhaltens auf. Das heißt, sie sind grundsätzlich an einer Verhaltensänderung interessiert, aber noch nicht fest entschlossen.

In Schule und Betrieb kann diese bereits begonnene Auseinandersetzung intensiviert werden, um die Argumente für eine Veränderung zu verstärken. Im schulischen Bereich kann die Diskussion über gesundheitsrelevante Themen im Rahmen des internetbasierten Programms www.feelok.de angeboten werden.

Interventionen auf dieser Ebene können zwar noch in Gruppenprozessen stattfinden, sie werden jedoch zunehmend abgelöst von Einzelkontakten mit den Auszubildenden, in denen viel individueller auf den Jugendlichen eingegangen werden kann.

An dieser Stelle sind die Kontaktfähigkeit und die Fachkompetenz der Lehrer und Ausbilder von großer Bedeutung. Kurze gezielte Interventionen, die auf den Grundsätzen der motivierenden Gesprächsführung aufbauen haben große Effekte für Personen, die einer Veränderung noch ambivalent gegenüberstehen. [42]

Dies setzt Gesprächskompetenz im Umgang mit Jugendlichen ebenso voraus wie das Bewusstsein der Bedeutung von oft nur kurzen Wortwechseln mit den Jugendlichen. Lehrer und Ausbilder müssen darin unterstützt werden, ihre Kompetenzen im Umgang mit Jugendlichen auszubauen und sich auch in dieser Richtung weiterzuqualifizieren. Dass solche Multiplikatorenschulungen effektiv sind, zeigen Erfahrungen aus dem Projekt MOVE [43].

Die Möglichkeit der Einflussnahe auf das gesundheitsrelevante Verhalten von Jugendlichen ist dort am größten, wo regelmäßiger direkter und persönlicher Kontakt mit den Auszubildenden geleistet wird. Aus diesem Grund kommt Ausbildern und Lehrern eine zentrale Bedeutung zu. Der Einsatz von externen Dienstleistern ist also eher in der Unterstützung der Multiplikatoren zu sehen, als im direkten Kontakt mit den Auszubildenden.

Wichtig für alle adressatenbezogenen Interventionen in dieser Phase ist, dass sie von geringer Dauer sind. Die Wirksamkeit von Kurzinterventionen vor allem bezüglich riskanten Alkoholkonsums ist hinreichend belegbar. [44] Lange Diskussionen oder thematische Workshops wären für Adressaten in den Stadien der Absichtslosigkeit und Absichtsbildung kontraproduktiv.

Zielgruppenspezifische Angebote zur Gesundheitsförderung können sinn-vollerweise erst dann angeboten werden, wenn eine ausreichende Anzahl von Auszubildenden das Stadium der Vorbereitung erreicht hat. Erst in dieser Phase ist die Motivationslücke überwunden und sind Erfolg versprechende Auswirkungen zu erwarten.

Schluss

Wird aus Betrieben und Schulen das Bedürfnis nach Gesundheitsförderung oder genauer nach Suchtprävention artikuliert, so geht es meist um das Thema illegale Drogen. Die Problematik des Alkohol- und Zigarettenkonsums wird für diese Zielgruppe weitgehend unterschätzt, obwohl aus den Befunden eindeutig hervorgeht, dass den alltagsrelevanten Konsummitteln in der Suchtprävention und Gesundheitsförderung mehr Beachtung geschenkt werden sollte.

Ein weiteres Hindernis in der Konzeption von Gesundheitsförderung für Auszubildende ist die implizite Annahme, die Jugendlichen sind veränderungs-bereit also in Phase Vorbereitung. Angebote werden oft zu früh gemacht und nur in geringem Ausmaß angenommen. Es lohnt sich, phasenadäquate Interventionen zu entwickeln und die Verknüpfung des Settings Schule mit dem Setting Betrieb im dualen Ausbildungssystem zu beachten.

Bei der Konzeption von Gesundheitsförderung für Auszubildende auf Grundlage des TTM kommt den Lehrern sowie den Meistern oder Ausbildungsanleitern eine bedeutende Rolle zu, da sie mit den Jugendlichen viel Kontakt haben und diese in ihrer Berufsausbildung anleiten und auch persönlich begleiten. Sie können ambivalenten Jugendlichen immer wieder Anstöße und Impulse für eine gesundheitsfördernde Verhaltensänderung geben.


[1] Vgl. Currie, C., Roberts, C., Morgan, A., Smith, R., Settertobulte, W., Samdal, O., Rasmussen, V. B (2004)

[2] Kaminski A., Nauerth A., Pfefferle P. (2008)

[3] a.a.O. S.44

[4] Vgl. Currie, C., Roberts, C., Morgan, A., Smith, R., Settertobulte, W., Samdal, O., Rasmussen, V. B (2004)

[5] Bayerisches Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (Hrsg.) (2005)

[6] Kaminski A., Nauerth A., Pfefferle P.(2008) S.70

[7] a.a.O. S.42

[8] a.a.O. S.38

[9] Narring F, Tschumper A, Inderwildi Bonivento L, Jeannin A, Addor V, Bütikofer A, Suris JC, Diserens C, Alsaker F, Michaud PA.(2003)

[10] Jeannin A. et al. (2005) S.16

[11] Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (2006) S.179

[12] a.a.o. S. 179

[13] Zur Definition des Setting-Ansatzes in der Gesundheitsförderung s. BZgA (Hg.) (2006) S.205-208

[14] Slesina W. (2008) S.51

[15] vgl. Prochaska J., Velicer W. (1997)

[16] Für eine ausführliche Modellbeschreibung siehe Prochaska J. & Velicier W. (1997)

[17] John U. et.al. (2007) S.34

[18] Keller S. (2004) S.36

[19] Prochaska J., Velicier W., Prochaska J., Johnson J. (2004)

[20] Kaminski A., Nauerth A., Pfefferle P. (2008) S.44

[21] Überblick über Frühinterventionsprojekte im deutschsprachigen Raum: Rühling E., Stich M., Hartwig C. (2004)

[22] Marzinzik K., Fiedler A. (2005)

[23] vgl. Miller W., Rollnick S. (1991)

[24] Marzinzik K., Fiedler A. (2005) S.136

[25] a.a.O. S.136

[26] Padlina (2007)

[27] Ambauen U., Haltiner E., Marmet K., Rohr U., Venzin V. (2007)

[28] Currie, C., Roberts, C., Morgan, A., Smith, R., Settertobulte, W., Samdal, O., Rasmussen, V. B (2004)

[29] Beschreibung des Konzepts in: Antonovsky A.(1979) und Antonovsky A.(1987)

[30] Siehe auch: Bengel J., Strittmatter R., Willmann H. (2001)

[31] a.a.O. S.70

[32] Slesina W. (2008) S.296

[33] zur Bewertung verschiedener Instrumente zur Erfassung der Veränderungsmotivation s. Mörsen Ch., Grüsser S. (2007)

[34] Maurischat (2001) S.13

[35] Keller (1999) Kapitel 1

[36] Maurischat (2001) S. 13

[37] Keller (1999) Kapitel 1

[38] Bühler A., Kröger Ch. (2006)

[39] a.a.O. S.103

[40] Rummel M., Rainer L., Fuchs R. (2000) S.12

[41] a.a.O. S.12

[42] Kremer G. (2003)

[43] Marzinzik K., Fiedler A. (2005)

[44] Bien T., Miller W., Tonigan J. (1993)

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Autorin
Katrin Horns
Dipl. Sozialpäd. (FH), M.A.
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Zitiervorschlag
Katrin Horns: Gesundheitsförderung bei Auszubildenden -. die Anwendung des TTM-Modells im Setting des dualen Ausbildungssystems. Veröffentlicht am 31.10.2010 in socialnet Materialien unter https://www.socialnet.de/materialien/104.php, Datum des Zugriffs 29.11.2021.


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