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Unterstützung älterer Menschen nach einem Schlaganfall durch die Soziale Arbeit

Unterstützungsmanagement und psychosoziale Betreuung in der nachstationären Versorgung. Eine Rahmenkonzeption für den Sozialen Dienst einer Krankenkasse

Katrin Török

veröffentlicht am 19.03.2015

socialnet Materialien. Reihe 2: Akademische Abschlussarbeiten

Masterarbeit an der Hochschule Esslingen, Fakultät Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege, Studiengang Master Soziale Arbeit
Erstprüferin: Prof. Dr. Sabine Schneider
Zweitprüfer: Prof. Dr. Thomas Heidenreich.

Zusammenfassung

Soziale Arbeit bei einer Krankenkasse stellt ein für die öffentliche Wahrnehmung weitgehend unbekanntes Handlungsfeld dar, obwohl Bedürfnisse und Bedarfe von erkrankten Menschen eine hohe Passung mit dem aufweisen, was Soziale Arbeit leisten kann.

Darüber hinaus erweist sich der Zugang zur sozialpädagogischen/sozialarbeiterischen Beratung über eine Krankenkasse für potentielle Ratsuchende als erheblich niedrigschwelliger als beispielsweise gesondert zur psychosozialen Betreuung eine Beratungsstelle aufzusuchen. Auf diese Art und Weise wird sozialpädagogische Unterstützung, quasi auf Rezept, gerade den Menschen zugänglich, die z.B. aus Scham oder Nicht-Wissen keine Beratung aufsuchen würden.

Ziele dieser Masterthesis

Ziel der Masterthesis ist die Entwicklung einer Konzeption die Unterstützung von Menschen nach einem Schlaganfall durch die Soziale Arbeit. Die entsprechenden Mitarbeiter/innen sind bei einer Krankenkasse angestellt.

Die Leitfrage lautet:

  • Wie kann eine Rahmenkonzeption des Sozialen Dienstes einer Krankenkasse aussehen, die sich auf die Unterstützung einer Teilgruppe der „älteren Menschen nach einem Schlaganfall“ richtet?

Die Antwort auf die Leitfrage ergibt sich aus der Klärung einer Reihe von Unterfragen:

  • Was ist Gegenstand der Sozialen Arbeit insbesondere im Gesundheitswesen?
  • Welche Bedürfnisse haben ältere Menschen nach einem Schlaganfall sowie deren Angehörige?
  • Welchen Beitrag leistet die Soziale Arbeit im Gesundheitswesen derzeit in der Unterstützung und Versorgung älterer Menschen nach einem Schlaganfall?
  • Wie kann die Methode „Case Management“ in die Unterstützung der Zielgruppe integriert werden? Wo liegen Chancen, wo die Risiken?
  • Was muss beachtet werden, damit die Unterstützung und Versorgung für die primären Akteur/innen Betroffene/r – Sozialarbeiter/in – Krankenkasse möglichst „erfolgreich“ bezeichnet werden kann?

Aufbau der Arbeit

Das einleitende Kapitel macht deutlich, in welchem Kontext sich Soziale Arbeit im Gesundheitswesen bewegt. Das Thema „Gesundheit“ weist eine hohe Anschlussfähigkeit an sozialarbeiterisches Handeln auf, jedoch scheint sowohl die theoretische Auseinandersetzung als auch die praktische Umsetzung nach wie vor hohes Entwicklungspotential aufzuweisen. Das Handlungsfeld „Sozialer Dienst einer Krankenkasse“ in der Unterstützung von „älteren Menschen nach einem Schlaganfall“ stellen sich in der Erschließung dieses Entwicklungspotentiales als bedeutsam dar.

Teil II legt das theoretische Gerüst des Verständnisses Sozialer Arbeit fest. Dabei wird Bezug genommen auf die Theorie Sozialer Probleme von Silvia Staub-Bernasconi. Daraus ergeben sich Aussagen zu Aufgaben und Zielen Sozialer Arbeit, die sich auf das spezifische Handlungsfeld „Gesundheitswesen“ übertragen lassen.

Ausgangspunkt für die Überlegungen zu Inhalten und Rahmenbedingungen einer professionellen Unterstützung von Menschen nach einem Schlaganfall bildet Teil III. An dieser Stelle werden Situation und Bedürfnisse von Menschen nach einem Schlaganfall sowie deren Angehöriger beschrieben. Grundlage dafür bildet eine Literaturrecherche, deren Methodik in Teil I dargestellt ist. Die Relevanz des Themas „Schlaganfall“ wird auch unter quantitativen Aspekten verdeutlicht.

Teil IV stellt klar, was im Verständnis Staub-Bernasconis professionelles Handeln ausmacht. Ihre „professionellen Handlungsschritte“ bilden eine Orientierung für eine professionelle Problem- und Ressourcenanalyse. Des Weiteren sind Arbeitsweisen und Handlungsarten aufgeführt, die Soziale Arbeit zur Lösung Sozialer Probleme heranzieht. Sodann wird das „Angebot“ professioneller Sozialer Arbeit mit den Bedürfnissen von Schlaganfallpatient/innen gegenübergestellt, um Rückschlüsse auf deren „Passgenauigkeit“ zu ziehen. Sowohl aus Sicht der Sozialen Arbeit als auch aus Sicht der Klient/innen kann von einer weitgehend „erfolgreichen“ Interaktion ausgegangen werden. Enthalten ist eine Übersicht bereits bestehender Beratungs-, Betreuungs-, Versorgungskonzepte, die nach Möglichkeiten den Einsatz sozialarbeiterischer Kompetenzen beinhalten. Auf der aktuellen Entwicklung von „Case Management“ liegt besondere Aufmerksamkeit. Die Möglichkeiten ihres Einsatzes werden beschrieben und kritisch reflektiert. Dieser Teil zielt darauf, das Entwicklungspotential Sozialer Arbeit in diesem spezifischen Handlungsfeld abzubilden und daraus Rückschlüsse zur angekündigten Konzeptionsentwicklung zu ziehen.

Abschließend wird in Teil V eine Rahmenkonzeption zur Unterstützung von Menschen nach einem Schlaganfall durch den Sozialen Dienst einer Krankenkasse entwickelt. Die Erkenntnisse aus den vorhergehenden Teilen fließen in die Konzeptionsentwicklung ein.

Anlagen

  1. Masterarbeit (pdf)

Autorin
Katrin Török
Sozialpädagogin (M.A.)
Referentin im Bereich Versorgungsmanagement (GKV)
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Zitiervorschlag
Katrin Török: Unterstützung älterer Menschen nach einem Schlaganfall durch die Soziale Arbeit. Unterstützungsmanagement und psychosoziale Betreuung in der nachstationären Versorgung. Eine Rahmenkonzeption für den Sozialen Dienst einer Krankenkasse. Veröffentlicht am 19.03.2015 in socialnet Materialien unter https://www.socialnet.de/materialien/216.php, Datum des Zugriffs 05.03.2021.


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