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Soziale Problemlagen in postkommunistischen Ländern am Beispiel der Ukraine

Marina Lutz

Veröffentlicht am 31.08.2017.

socialnet Materialien. Reihe 2: Akademische Abschlussarbeiten

Bachelorarbeit zur Abschlussprüfung an der Hochschule Darmstadt Fachbereich Gesellschaftswissenschaften und Soziale Arbeit
Erstreferentin: Prof. Dr. Angelika Groterath
Zweitreferent: Anna Demchenko, MA Soziale Arbeit
Sommersemester 2016
Note: 1,3.

Zusammenfassung

Die Ukraine stand, wie alle ehemaligen Mitgliedsstaaten der Sowjetunion, mit deren Auflösung vielfältigen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen gegenüber. Um diese zu bewältigen, haben die ehemals kommunistischen Länder unterschiedliche Wege genommen. Der Transformationsprozess von einer kommunistischen Sowjetrepublik zu einer stabilen Demokratie verlief in der Ukraine besonders problematisch und führte schließlich zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung im Osten des Landes.

Die Ukraine befindet sich derzeit in einer politischen und wirtschaftlichen Krise mit ungewissem Ausgang. Daraus erwachsen ist eine Vielzahl von Sozialen Problemen, die sich in ihrer Art und in ihrem Ausmaß von denen westlicher Länder unterscheiden. Da die Sozialen Probleme einer Gesellschaft nicht von einem externen Standpunkt aus festgelegt werden, sondern nur von der Gesellschaft selbst, orientiert sich diese Arbeit an den Problemen, die die ukrainische Bevölkerung benennt. Zentrale Probleme, die hierbei herausgearbeitet wurden, sind die instabile politische Lage, die kriegerische Auseinandersetzung in der Ostukraine, sowie wirtschaftliche Probleme und Armut.
Das Augenmerk wird immer darauf gelegt, was diese Probleme für die Bevölkerung bedeuten. Ein Großteil derer ist von vielerlei Einschränkungen in ihrem Alltagsleben betroffen, etwa durch den Krieg im Osten der Ukraine oder durch Armut.

Bei der Entstehung von Sozialen Problemlagen spielt die sowjetisch-kommunistische Vergangenheit der Ukraine eine tragende Rolle. Gleiches gilt für den schwierigen Weg der Transformation, den die Ukraine nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion einschlug. Zudem befindet sich die Ukraine in einem Spannungsfeld zwischen Ost und West, zwischen Russland und Europa. Bisher gelangt weder eine gänzliche Abspaltung von Russland noch eine Integration in die europäische Union. Mit dem Euromaidan entlud sich diese Spannung zunächst friedlich, später gewaltsam. Die Ukraine leidet nun insbesondere unter der Spaltung des Landes und dem Krieg im Donbass. Diese komplexen Entstehungsprozesse der aktuellen sozialen Problemlagen werden in den ersten Kapiteln verdeutlicht.

Neben der Frage, welche Sozialen Probleme in der Ukraine vorhanden sind, beschäftigt sich diese Arbeit auch mit Lösungsansätzen und Wegen aus der Krise. Der Staat kann seinen Beitrag dazu leisten, indem er zeitnah Reformen einleitet, die das wirtschaftliche und politische System stabilisieren und die Korruption bekämpfen. Auch der ukrainischen Zivilgesellschaft wird hierbei Beachtung geschenkt. Diese zeigte sowohl mit der Orangenen Revolution als auch mit dem Euromaidan ihre Organisationsfähigkeit, ihr Engagement und, dass sie gewillt war, den Weg in Richtung Europa fortzusetzen. Auch die Soziale Arbeit, eine in der Ukraine noch sehr junge Fachrichtung, wird näher ins Auge gefasst.

Anlagen

  1. Bachelorarbeit (pdf)

Autorin
Marina Lutz
Sozialarbeiterin B.A.
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Zitiervorschlag
Marina Lutz: Soziale Problemlagen in postkommunistischen Ländern am Beispiel der Ukraine. Veröffentlicht am 31.08.2017 in socialnet Materialien unter http://www.socialnet.de/materialien/27886.php, Datum des Zugriffs 21.11.2017.


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