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Menschenrechtsverletzungen im deutschen Asyl- und Aufenthaltsgesetz – Gegenhegemoniale Perspektiven für eine menschenrechtsorientierte Soziale Arbeit mit geflüchteten Menschen

Sophie Brzezinski

Veröffentlicht am 14.09.2017.

socialnet Materialien. Reihe 2: Akademische Abschlussarbeiten

Bachelorarbeit zur Abschlussprüfung an der Fachhochschule Bielefeld, Fachbereich Sozialwesen, Studiengang Soziale Arbeit
Erstleserin: Prof. Dr. Melanie Plößer
Zweitleserin: Prof. Dr. Cornelia Muth
Sommersemester 2017
Note: 1,0.

Zusammenfassung

Seit 2015 finden im Zuge von Kriegs- und Verfolgungssituationen in anderen Ländern vermehrt Zuzüge geflüchteter Menschen nach Deutschland statt. Die Politik, die Gesellschaft und die Soziale Arbeit reagieren seitdem mit bestimmten Mustern und Praxen auf die Anliegen, die sich dadurch für geflüchtete Menschen in Deutschland und auch für den Umgang mit neuen Bedarfen ergeben. Grundrechte, Menschenrechte und Menschenrechtskonventionen kollidieren hierbei oft mit dem deutschen Aufenthalts- und Asylrecht, die die Grundlage des Aufenthalts und des Lebens geflüchteter ausländischer Mitbürger*innen in Deutschland bilden. Die Soziale Arbeit nimmt dabei eine Schlüsselfunktion ein: Sie hat in Theorie und Praxis den Anspruch eine Menschenrechtsprofession zu sein, beziehungsweise eine Menschenrechtsorientierung nachzuweisen. Kritisch betrachtet ist jedoch erkennbar, dass vor allem Praxen der Sozialen Arbeit deutlich von Grundsätzen der Menschenrechte abweichen, statt diese zu verfolgen und gar zu unterstützen. Vor allem im Bereich der Sozialen Arbeit mit geflüchteten Menschen sind Menschenrechtsverletzungen offenkundig sichtbar und zeigen auf, dass die Menschenrechtsorientierung der Sozialen Arbeit einer Stärkung bedarf. Mandatswidrige Forderungen wie das Mitwirken bei Abschiebungen und die Nicht-Bezugnahme auf die Wahrung der Menschenrechte bei menschenrechtswidrigen, rechtlichen Einschränkungen oder Praxen zuungunsten geflüchteter Menschen sind nur einige Beispiele für Herausforderungen, die sich für die Menschenrechtsorientierung der Sozialen Arbeit mit geflüchteten Menschen ergeben. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich deshalb mit der Frage nach bestehenden menschenrechtsverletzenden Gesetzgebungen und der Frage nach der Stärkung der Menschenrechtsorientierung in der Sozialen Arbeit mit geflüchteten Menschen.

In der Arbeit wird anhand von Gegenüberstellungen von Paragraphen des Asyl- und Aufenthaltsgesetzes und Menschenrechten sowie Praxiserfahrungen der Autorin verdeutlicht, inwieweit die Gesetzgebung Menschenrechte verletzt und wie die Soziale Arbeit mit diesen Problematiken umzugehen versucht. Dabei werden Theorie und Praxis der Sozialen Arbeit kritisch betrachtet und im Anschluss auf der Basis Antonio Gramscis Theorie der Gegenhegemonie handlungsorientiert neue Perspektiven für eine Stärkung der Menschenrechtsorientierung der Sozialen Arbeit mit geflüchteten Menschen herausgearbeitet und vorgestellt.

Anlagen

  1. Bachelorarbeit (pdf)

Autorin
Sophie Brzezinski
Sozialarbeiterin (B.A.)
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Zitiervorschlag
Sophie Brzezinski: Menschenrechtsverletzungen im deutschen Asyl- und Aufenthaltsgesetz – Gegenhegemoniale Perspektiven für eine menschenrechtsorientierte Soziale Arbeit mit geflüchteten Menschen. Veröffentlicht am 14.09.2017 in socialnet Materialien unter http://www.socialnet.de/materialien/27890.php, Datum des Zugriffs 20.10.2017.


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