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Ressourcenorientiertes Arbeiten mit Menschen mit psychischer Beeinträchtigung – Herausforderungen für die Soziale Arbeit

Katharina Zotz

Veröffentlicht am 18.09.2017.

socialnet Materialien. Reihe 2: Akademische Abschlussarbeiten

Bachelorarbeit zur Abschlussprüfung an der Hochschule Darmstadt Fachbereich Soziale Arbeit
Erstreferentin: Prof. Dr. Angelika Groterath
Zweitreferent: Prof. Dr. Eberhard Nölke
Sommersemester 2017
Note: 1,0.

Zusammenfassung

Die Menschen dazu zu befähigen, selbstständig mit Schwierigkeiten und Krisen umzugehen, gilt als Maxime der Sozialen Arbeit. Ihre Kompetenzen und Lebensbedingungen werden zur Bewältigung herangezogen, um immer wieder aktivierbar zu sein. Die Menschen sollen nicht von der Hilfe abhängig gemacht werden, sondern in die Lage versetzt werden, ein selbstbestimmtes und eigenständiges Leben zu führen.

In zahlreichen Konzepten sozialer Einrichtungen und Dienste heißt es, die Arbeit sei an den Ressourcen oder den Bedürfnissen des einzelnen orientiert. Jedoch ist dies nicht immer in der Praxis vorzufinden. Wo das Prinzip der Ressourcenorientierung nicht mit Inhalten gefüllt ist, geht der Grundgedanke verloren und es ist nur eine Floskel, die sich die Vereine auf die Fahne schreiben.

Vor allem in der psychiatrischen Versorgung neigen die Fachkräfte dazu, die Klienten bzw. Klientinnen oder die Patienten bzw. Patientinnen anhand ihrer psychischen Erkrankung zu definieren. Sie nehmen schnell Zuschreibungen vor, was die Menschen aufgrund der psychischen Störung nicht können, ohne dies zwingend bei den Menschen festgestellt zu haben. Diese Stigmatisierung kann dazu führen, dass sie dieses Verhalten zeigen. Der defizitorientierte Blick kann dann die Chronifizierung der Erkrankung begünstigen.

Die professionelle Unterstützung von Menschen mit psychischer Beeinträchtigung ist daher gefragt, den Fokus von den Defiziten auf die Ressourcen zu richten. Das bedeutet nicht, die Problemlagen der Personen zu verleugnen, sondern sie auf ihr Handwerkszeug zur Problembewältigung aufmerksam zu machen.

Alle Beteiligten sollten sich dabei fragen,

„wer ein Defizit als Defizit oder eine Ressource als Ressource definiert. Ist es die Fachperson oder der Betroffene selbst oder vielleicht sein soziales Umfeld?“ (Knuf 2016, S. 26)

Infolgedessen befindet sich Soziale Arbeit im Spannungsfeld der medizinisch-naturwissenschaftlichen Defizitorientierung und der pädagogisch-geprägten Ressourcen-orientierung.

Daher befasst sich diese Arbeit konkret mit Ressourcenorientiertem Arbeiten und legt dabei den Fokus auf Menschen mit psychischer Beeinträchtigung. Es sollen sowohl Handlungsmethoden erläutert werden, als auch auf Problematiken und Hindernisse für die Arbeit eingegangen werden.

Quelle: Knuf, A. (2016): Basiswissen: Empowerment und Recovery. 5., erw. Auflage. Köln: Psychiatrie Verlag.

Anlagen

  1. Bachelorarbeit (pdf)

Autorin
Katharina Zotz
B.A. Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin
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Zitiervorschlag
Katharina Zotz: Ressourcenorientiertes Arbeiten mit Menschen mit psychischer Beeinträchtigung – Herausforderungen für die Soziale Arbeit. Veröffentlicht am 18.09.2017 in socialnet Materialien unter http://www.socialnet.de/materialien/27895.php, Datum des Zugriffs 17.12.2017.


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