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Die Eignung als Rechtsbegriff in der gesetzlichen Betreuung

Eine Analyse aus Sicht von Gesetzgebung, Rechtsprechung und Sozialer Arbeit

Talha Kiziltepe

Veröffentlicht am 14.12.2018.

socialnet Materialien. Reihe 2: Akademische Abschlussarbeiten

Bachelorarbeit zur Abschlussprüfung an der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm, Fakultät Sozialwissenschaften, Studiengang Soziale Arbeit
Betreuer: Prof. Dr. jur. Thomas Beyer
Sommersemester 2018
Note: 1,3.

Zusammenfassung

Im Betreuungsrecht steht ein Aspekt stets im Mittelpunkt: die Eignung. Denn grundsätzlich darf jeder Volljährige in der Bundesrepublik Deutschland Betreuer werden. Aber wer ist geeignet eine Betreuung zu führen? Wer entscheidet darüber, ob jemand geeignet oder ungeeignet ist? Wie wird über die Eignung eines Betreuers entschieden? Welche Kriterien werden hierfür herangezogen? Was sagt das Gesetz zur Eignung?

In Auseinandersetzung mit dieser Thematik tauchen diese und viele weitere Fragen auf. Der Begriff „Eignung“ ist ein unbestimmter Rechtsbegriff, der im Gesetzestext nicht näher beleuchtet oder erläutert wird. Somit müssen Gerichte in jedem Betreuungsverfahren prüfen, ob der in Aussicht genommene zur Führung der Betreuung geeignet ist. Zudem müssen sie auch prüfen, ob der in Aussicht genommene hierfür nicht geeignet ist.

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem unbestimmten Rechtsbegriff „Eignung“, indem es diesen aus Sicht der Gesetzgebung, der Rechtsprechung und der Sozialen Arbeit analysiert. Es wird der Frage nachgegangen, welche Eignungskriterien für die Führung von Betreuungen formuliert werden. Die Fragestellungen werden auf Grundlage gegenwärtiger Fachliteratur, Kommentaren zu den Gesetzestexten und rechtskräftigen Urteilen zusammengefasst und diskutiert. Dabei werden bestimmte Gegebenheiten anhand von Fallbeispielen aus der Praxis des Verfassers erklärt.

Im Ergebnis wird deutlich, dass der Gesetzgeber die rechtliche Vertretung von Volljährigen grundsätzlich als ehrenamtliche Tätigkeit betrachtet. Nicht zuletzt deshalb wird erkennbar, dass die Eignung einer in Frage kommenden Person in jedem Einzelfall konkret festzustellen ist. Gleiches gilt, wenn die Eignung in Frage gestellt wird. Eignungskriterien oder Voraussetzungen in Form einer abgeschlossenen Berufsausbildung oder eines Studiums für die
berufliche Führung von Betreuungen sind aus Sicht des Gesetzgebers nicht vorgesehen. Des Weiteren wird jedoch deutlich, dass Sozialpädagogen/Sozialarbeiter über die Hälfte (52 %) aller Berufsbetreuer mit Hochschulabschluss darstellen, worin im Schlussteil der Arbeit eingegangen wird.

Anlagen

  1. Bachelorarbeit (pdf)

Autor
Talha Kiziltepe
Jugend- und Heimerzieher, Sozialpädagoge (B.A.) und Berufsbetreuer
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Zitiervorschlag
Talha Kiziltepe: Die Eignung als Rechtsbegriff in der gesetzlichen Betreuung. Eine Analyse aus Sicht von Gesetzgebung, Rechtsprechung und Sozialer Arbeit. Veröffentlicht am 14.12.2018 in socialnet Materialien unter http://www.socialnet.de/materialien/28346.php, Datum des Zugriffs 20.11.2019.


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