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„Wir sind es uns wert“?! – Weibliches Schönheitshandeln zwischen Privatheitsideologie und Erfolgsdruck

Lisa Kwiatkowski

Veröffentlicht am 27.05.2019.

socialnet Materialien. Reihe 2: Akademische Abschlussarbeiten

Bachelorarbeit zur Abschlussprüfung an der FH-Bielefeld, Fachbereich Sozialwesen, Bachelor-Studiengang Soziale Arbeit
Erstleserin: Prof. Dr. phil. Claudia Rademacher
Zweitleserin: Prof. Dr. phil. Melanie Plößer
Sommersemester 2018
Note: 1,0.

Zusammenfassung

Zusammengefasst zeigt die Bachelorarbeit auf, dass sich weibliches Schönheitshandeln zwischen dem Motiv des Wohlfühlens und der Erlangung von Erfolg und Anerkennungseffekten bewegt. Die Arbeit beginnt mit einer Einführung in die Geschlechtersoziologie und der sozialen Konstruktion von Geschlecht (Kapitel 1) und beschäftigt sich anschließend mit der Frauenrolle in der Bundesrepublik Deutschland vom späten 19. Jahrhundert bis zu aktuellen neuen Weiblichkeitsanforderungen (Kapitel 3). Das vierte Kapitel widmet sich zentral dem „Projekt Körper“, dem Körper als Geschlechtskörper und der Darstellung von Geschlecht, insbesondere dem weiblichen Körper. Darauf aufbauend folgt das fünfte Kapitel „Schönheit und Schönheitshandeln“. In den Ausführungen wird deutlich, wie sich das hegemoniale Schönheitshandeln, orientiert an den Aspekten „Natürlichkeit als Leistung“ sowie „Anschein von Absichtslosigkeit“ und Authentizität, in die Ideologien neoliberal-kapitalistischer Gesellschaften einpasst. Im weiteren Verlauf der Arbeit werden die sogenannte Privatheitsideologie und die Aufdeckung des Schönheitshandelns als erfolgsorientiertes Handeln beleuchtet. Auch geht es darum, wie weibliche Schönheitspraxen und die Beschäftigung mit dem eigenen Körper und der Schönheit dazu beitragen, die traditionellen Geschlechterverhältnisse zu stabilisieren. Im sechsten Kapitel erfolgt eine – an den vorher erarbeiteten Theoriekontext anknüpfende – Diskursanalyse zu einem Werbespot des Kosmetikherstellers L’Oréal. Der für den Titel der Arbeit verwendete Slogan der Marke L’Oréal Paris „Wir sind es uns wert“ steht dabei exemplarisch für eine Privatheitsideologie, die ihren Ausdruck unter anderem in Aussagen wie ‚Ich mache mich für mich selbst schön‘ findet.

Anlagen

  1. Bachelorarbeit (pdf)

Autorin
Lisa Kwiatkowski
Sozialarbeiterin B.A.
E-Mail Mailformular


Zitiervorschlag
Lisa Kwiatkowski: „Wir sind es uns wert“?! – Weibliches Schönheitshandeln zwischen Privatheitsideologie und Erfolgsdruck. Veröffentlicht am 27.05.2019 in socialnet Materialien unter http://www.socialnet.de/materialien/28814.php, Datum des Zugriffs 20.11.2019.


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