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Co-Abhängigkeit als vielschichtige soziale Herausforderung erkennen, verstehen und behandeln

Angehörige im Fokus

Linda Theurich

veröffentlicht am 26.07.2021

socialnet Materialien. Reihe 2: Akademische Abschlussarbeiten

Bachelorarbeit zur Abschlussprüfung an der Hochschule Zittau/Görlitz, Fakultät Sozialwissenschaften, Studiengang Soziale Arbeit
Erstgutachterin: Prof. Dr. phil. Ulrike Gräßel
Zweitgutachter: Prof. Dr. phil. Torsten Linke
Sommersemester 2021
Note: 1,0.

Zusammenfassung

Wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge wirkt sich eine Suchterkrankung nicht nur auf die suchtkranke Person, sondern auch auf ihr soziales Umfeld aus. Viele Angehörige müssen sich dauerhaft mit der Abhängigkeit des/der Suchtkranken auseinandersetzen. Oft haben sie den Wunsch, unbedingt helfen zu wollen. Das ist eine normale, menschliche und verständliche Reaktion, jedoch auch eine enorme Belastung, welche möglicherweise negative Folgen mit sich bringt. Die Suchtkrankheit entwickelt ihre eigene Dynamik, welche alle Beteiligten erfassen kann. Obwohl Angehörige von suchtkranken Menschen zunächst Hilfe für den Suchtkranken/die Suchtkranke suchen, sind sie meist selbst stark belastet, übernehmen bestimmte Rollen und können eine individuelle Problematik bis hin zur Co-Abhängigkeit entwickeln. Dann brauchen auch sie Hilfe. In der professionellen Suchtkrankenhilfe werden Angehörige von Suchtkranken meist (nur) in den Rehabilitationsprozess einbezogen, um die Wirksamkeit der Suchtbehandlung zu erhöhen. Wichtig ist jedoch, dass ihre eigenen, spezifischen Belastungen und Bedürfnisse berücksichtigt werden, denn oft sind sie selbst beratungs- und behandlungsbedürftig. Entsprechend brauchen auch sie, besonders wenn sie co-abhängig sind, Unterstützungs- und Hilfsangebote.

In dieser Bachelorarbeit wird das Thema Co-Abhängigkeit als vielschichtige soziale Herausforderung ganzheitlich betrachtet. Angehörige von suchtkranken Menschen werden in den Fokus gerückt, indem ihre Belastungen und Bedürfnisse betont sowie Unterstützungs- und Hilfsmöglichkeiten betrachtet werden. Da Co-Abhängigkeit eine vielschichtige und soziale Herausforderung ist, muss diese besonders in der Sozialen Arbeit Beachtung finden. Entsprechend wird dargestellt, an welcher Stelle die Soziale Arbeit bereits an die Thematik anknüpft sowie in Zukunft anknüpfen kann und sollte. Ziel der Bachelorarbeit ist es, eine Sensibilität für das Thema Co-Abhängigkeit zu schaffen, denn nur, wer die Betroffenheit erkennt, kann diese auch verstehen und behandeln.

Anlagen

  1. Bachelorarbeit (pdf)

Autorin
Linda Theurich
Staatlich anerkannte Sozialarbeiterin
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Zitiervorschlag
Linda Theurich: Co-Abhängigkeit als vielschichtige soziale Herausforderung erkennen, verstehen und behandeln. Angehörige im Fokus. Veröffentlicht am 26.07.2021 in socialnet Materialien unter https://www.socialnet.de/materialien/29293.php, Datum des Zugriffs 22.09.2021.


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