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Herausforderungen für SozialarbeiterInnen und PädagogInnen bei der Arbeit mit Sinti und Roma

Giacomo Di Ventura

veröffentlicht am 08.08.2022

socialnet Materialien. Reihe 2: Akademische Abschlussarbeiten

Bachelorarbeit zur Abschlussprüfung an der Fachhochschule Bielefeld, Fachbereich Sozialwesen, Studiengang Soziale Arbeit
Erstleser: Prof. Dr. phil. Claus Melter
Zweitleserin: Prof. Dr. phil. Yüksel Ekinci
Sommersemester 2022
Note: 1,0

Zusammenfassung

„Bettler ohne eigenes Land“, „Wahrsager“, „Sozialschmarotzer“, „bunte Röcke und wallende Kleider“: Den meisten Menschen aus der deutschen Mehrheitsgesellschaft kommt bei diesen und vielen weiteren, meist negativ konnotierten Attributen wahrscheinlich sofort das Wort „Zigeuner“ [1] in den Kopf, ohne gar zu wissen, dass dies eine rassistische Fremdbezeichnung ist, die der größten und gleichzeitig unbeliebtesten Minderheit Europas viel Kummer und Leid verursacht hat. Gemeint sind Sinti und Roma [2]. Bis heute leiden sie, obwohl sie in ihren Herkunftsländern teils seit mehreren Jahrhunderten ansässig und Teil der Gesellschaft sind, unter ungleichen Teilhabechancen, Diskriminierung, Verfolgung und Rassismus, welcher eine genauso alte und bis heute andauernde Tradition hat. Hier zeigen sich auf verschiedenen Ebenen vielerlei Aufgabenfelder und Herausforderungen, in denen es sich für die Soziale Arbeit und die Pädagogik, mit all ihren Aufgaben in einer kulturell so vielfältigen Gesellschaft wie der bundesrepublikanischen, professionell zu verhalten gilt, um Benachteiligungen und Ungleichheiten entgegenzuwirken.

Diese Arbeit befasst sich mit ebendiesem Bedarf für AkteurInnen der Sozialen Arbeit und der Pädagogik. Dabei wird zunächst auf die Geschichte und die Verfolgung der Minderheit in Deutschland sowie deren vielfältige Auswirkungen eingegangen, um daraufhin die damit in Zusammenhang stehende aktuelle Lage und soziale Situation der Sinti und Roma in Deutschland zu veranschaulichen. Im Anschluss wird die Rolle staatlicher Institutionen, Behörden, Organisationen und der Sozialen Arbeit in Vergangenheit und Gegenwart beleuchtet, um abschließend die Bedeutung und die Herausforderungen der dargelegten, komplexen Zusammenhänge für SozialarbeiterInnen und PädagogInnen zu erarbeiten. Als Angehöriger der Minderheit, Aktivist und angehender Sozialarbeiter, hat diese Arbeit für den Verfasser einen enormen persönlichen Stellenwert.


[1] Hier in Anführungszeichen, um sich von der Verwendung des Begriffes und der Reproduktion rassistischer Sprache zu distanzieren und seine Konstrukthaftigkeit deutlich zu machen. Der Verfasser umschreibt den Begriff im Laufe der Arbeit – außer in direkten Zitaten und Originalbezeichnungen – als Z-Wort, Z. oder Z.-[…].

[2] Als Angehöriger der Minderheit verzichtet der Verfasser in dieser Arbeit auf eine gegenderte Schreibweise, da diese im Romanes nicht existiert und die Eigenbezeichnungen „Sinti“ und „Roma“ alle Geschlechter inkludiert.

Verfasst von
Giacomo Di Ventura
Sozialarbeiter (B.A)
Tätigkeitsschwerpunkte: Antidiskriminierungs- und Aufklärungsarbeit
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Es gibt 1 Materialie von Giacomo Di Ventura.

Zitiervorschlag
Di Ventura, Giacomo, 2022. Herausforderungen für SozialarbeiterInnen und PädagogInnen bei der Arbeit mit Sinti und Roma [online]. socialnet Materialien. Bonn: socialnet, 08.08.2022 [Zugriff am: 28.09.2022]. Verfügbar unter: https://www.socialnet.de/materialien/29537.php

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