Was will der Saboteur?
Abwehr, Wiederholung, Übertragung: Zum Verhältnis von Psychoanalyse und Kritischer Psychologie anhand eines Fallbeispiels
socialnet Materialien. Reihe 14: Kritische Psychologie, Psychotherapie und emanzipatorische Praxis
Zusammenfassung
Anhand eines Fallbeispiels von Loetz und Müller (2023) werden Gemeinsamkeiten von und Unterschiede zwischen Psychoanalyse und Kritischer Psychologie herausgearbeitet. Die Kritische Psychologie übernimmt von Freud Konzepte der Abwehr und des Unbewussten, distanziert sich aber von seiner Triebtheorie, seiner konservativen Gesellschaftstheorie und seiner Tendenz, aktuelle neurotische Konflikte in reduktionistischer Weise aus frühen Kindheitserfahrungen zu erklären. Stattdessen betont sie die Relevanz von aktuellen Bedingungen und Machtverhältnissen. Das Fallbeispiel handelt von einer Studentin, die im Studium scheinbar unerklärliche Lernprobleme hat und die sich regelmäßig durch verpasste Rückmeldefristen und versäumte Mietzahlungen in ernste Schwierigkeiten bringt. Der Aufsatz argumentiert, dass für eine Erklärung sowohl gesellschaftliche Verhältnisse als auch biografische Dimensionen berücksichtigt werden müssen, insbesondere Phänomene der Wiederholung und Übertragung.
Verfasst von
Michael Zander
Hochschullehrer
Professur „Disability Studies, Inklusion, Psychologie“ am Fachbereich Angewandte Humanwissenschaften der Hochschule Magdeburg-Stendal
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Zitiervorschlag
Zander, Michael, 2024.
Was will der Saboteur? [online]. socialnet Materialien.
Bonn: socialnet, 09.12.2024 [Zugriff am: 07.02.2026].
https://doi.org/10.60049/h5u10x2a2
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