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Soziale Arbeit im Kapitalismus – Möglichkeiten und Grenzen der Selbstorganisation von Adressat:innen?

Isabelle Theopold

veröffentlicht am 19.02.2025


https://doi.org/10.60049/rx4dmguz

socialnet Materialien. Reihe 2: Akademische Abschlussarbeiten

Bachelorarbeit zur Erlangung des akademischen Grades Bachelor of Arts im Studiengang Soziale Arbeit an der Hochschule Bielefeld
Erstgutachter:in: Prof. Dr. M. Plößer
Zweitgutachter:in: Prof. Dr. C. Rademacher
Wintersemester 2024/25
Note: 1,0

Die Soziale Arbeit bewegt sich im Spannungsfeld zwischen individueller Unterstützung und gesellschaftlicher Kontrolle. In einer kapitalistischen Gesellschaft ist sie zugleich Instrument der Integration und Reproduktion sozialer Verhältnisse. Diese Arbeit untersucht, welche Möglichkeiten und Grenzen die Selbstorganisation von Adressat:innen in diesem Kontext hat. Anhand theoretischer und praxisnaher Herangehensweisen wird herausgearbeitet, inwiefern alternative Ansätze der Selbstorganisation der Adressat:innen zur klassischen Sozialarbeit bestehen und welche Herausforderungen sie mit sich bringen.

Zusammenfassung

Die Arbeit untersucht die Soziale Arbeit im Kapitalismus und fragt nach den Möglichkeiten und Grenzen der Selbstorganisation von Adressat:innen. Zunächst werden die Grundzüge des Kapitalismus dargestellt, um die Einbindung der Sozialen Arbeit in die bestehenden Produktionsverhältnisse zu verstehen. Es wird aufgezeigt, dass Soziale Arbeit historisch eng mit der kapitalistischen Produktionsweise verknüpft ist und sich im Spannungsfeld zwischen individueller Hilfe und gesellschaftlicher Kontrolle bewegt. Anschließend wird die Entwicklung des Sozialstaats analysiert. Hier zeigt sich, dass Soziale Arbeit einerseits soziale Absicherung schafft, andererseits aber auch zur Reproduktion von Arbeitskraft und gesellschaftlicher Ordnung beiträgt. Im nächsten Schritt betrachtet die Arbeit die Adressat:innen Sozialer Arbeit und diskutiert das Spannungsverhältnis zwischen Hilfe und Kontrolle. Es wird herausgearbeitet, dass Soziale Arbeit auch dazu beiträgt, gesellschaftliche Normen durchzusetzen. Schließlich werden die Möglichkeiten und Grenzen der Selbstorganisation von Adressat:innen untersucht. Dabei werden zwei Konzepte näher analysiert: das Community Organizing nach Saul Alinsky und die „Sozialarbeit von unten“ nach Karam Khella. Beide Ansätze bieten Potenzial zur Selbstermächtigung, stoßen aber an systemische Grenzen. Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass Soziale Arbeit durch ihre Einbindung in den Kapitalismus systemisch begrenzt ist. Eine nachhaltige Selbstorganisation von Adressat:innen ist nur möglich, wenn sie mit einer gesellschaftlichen Veränderung verbunden wird.

Verfasst von
Isabelle Theopold
Sozialarbeiterin
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Zitiervorschlag
Theopold, Isabelle, 2025. Soziale Arbeit im Kapitalismus – Möglichkeiten und Grenzen der Selbstorganisation von Adressat:innen? [online]. socialnet Materialien. Bonn: socialnet, 19.02.2025 [Zugriff am: 06.03.2026]. https://doi.org/10.60049/rx4dmguz

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