Internalisierter Rassismus bei den Kindern und Jugendlichen
Caroline Manfouo Ngnimpa
veröffentlicht am 11.08.2025 | Bachelorarbeit
Zusammenfassung
Internalisierter Rassismus ist ein erlerntes Phänomen, das tief in die Identitätsbildung und das Selbstwertgefühl eingreift. In einer Gesellschaft, in der Weißsein als Norm gilt, erfahren Kinder aus marginalisierten Gruppen oft Ablehnung ihrer Hautfarbe, Sprache oder Kultur.
Besonders gefährlich wirkt internalisierter Rassismus, bei dem betroffene Kinder stereotype Vorstellungen über sich selbst übernehmen. Dies kann ihr Selbstwertgefühl, ihre Identität und psychische Gesundheit massiv beeinträchtigen. Der schulische und gesellschaftliche Alltag ist für viele Kinder of Color von Ausgrenzung geprägt. Früh verinnerlichen sie, dass sie „anders“ oder „weniger wert“ seien. Pädagogische Fachkräfte stehen vor der Herausforderung, rassistische Strukturen zu erkennen, sensibel zu handeln und Schutzräume zu schaffen.
Schulen spielen eine ambivalente Rolle: Sie bieten Bildung, aber reproduzieren auch Diskriminierung durch einseitige Lehrpläne und fehlende Diversität. Medien verstärken stereotype Bilder, was zu Anpassungsverhalten wie Namensänderungen führen kann. Internalisierter Rassismus äußert sich in Rückzug, Aggression oder Depression. Daher sind frühzeitige Prävention und Intervention essenziell – z.B. durch rassismuskritische Bildung, vielfältige Lehrkräfte und sichere Räume. Die Gesellschaft muss Verantwortung übernehmen, damit Kinder lernen: „Du bist gut, so wie du bist.“
Verfasst von
Caroline Manfouo Ngnimpa
Erzieherin (OGS)
Sozialarbeiterin im Anerkennungsjahr (ambulante flexible Familienhilfe)
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