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„Hätte ich die App von Anfang an gehabt, ich glaub, ich wäre so froh gewesen“

Potenziale und Barrieren bei der Implementierung digitaler Anwendungen in der häuslichen Pflege

Annika Hudelmayer, Dr. Johanna Schütz

veröffentlicht am 07.11.2025


https://doi.org/10.60049/ad1m3dvb

socialnet Materialien. Reihe 15: #BlickVomTellerrand. Die Bezugsdisziplinen der Sozialen Arbeit und ihre Perspektiven auf die Digitalisierung

Beitrag zum Open-Access-Buch:
Daniela Cornelia Stix, Julius Späte, Helene Schammer (Hrsg.), #BlickVomTellerrand. Die Bezugsdisziplinen der Sozialen Arbeit und ihre Perspektiven auf die Digitalisierung. Bonn: socialnet Verlag.
ISBN: 978-3-936978-09-4
DOI: https://doi.org/10.60049/zi3shvq3

Obwohl digitalen Angeboten in der häuslichen Pflege große Potenziale zugeschrieben werden, sind sie noch wenig verbreitet. Der Artikel beleuchtet die Herausforderungen und Chancen digitaler Lösungen und untersucht Umsetzungsstrategien im digitalen und analogen Kontext. Er fordert die Soziale Arbeit auf, sich aktiv an der Entwicklung und Bekanntmachung dieser Angebote mitzuwirken.

Zusammenfassung

Angesichts des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels gilt der Einsatz digitaler Technologien in der Pflege älterer Menschen als vielversprechend. Dennoch werden digitale Angebote in der Zielgruppe bisher kaum genutzt.

In einer Interviewstudie wurde eine marktreife Pflege-App von 16 pflegenden Angehörigen über mehrere Monate genutzt. Dabei wurden mit ihnen jeweils zwei leitfadengestützte Interviews durchgeführt, die mit der qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz ausgewertet wurden.

Die Ergebnisse zeigen, dass trotz positiver Bewertungen der App die Nutzung gering ist. Hauptgründe sind mangelndes Wissen über digitale Angebote und Unsicherheiten über deren Funktionalität und Qualität. Frühzeitige Information über digitale Anwendungen und die aktive Einbindung der Sozialen Arbeit in die Entwicklung und Implementierung dieser Technologien werden als Möglichkeiten diskutiert, digitale Angebote im Kontext Angehörigenpflege bekannter zu machen. Es wird die Notwendigkeit betont, Vertrauen in digitale Angebote zu schaffen, um die Akzeptanz zu erhöhen. Insgesamt wird die Rolle der Sozialen Arbeit als entscheidend für die erfolgreiche Integration digitaler Lösungen in den Pflegealltag hervorgehoben.

Verfasst von
Annika Hudelmayer
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Bayerisches Zentrum Pflege Digital der Hochschule Kempten
Website
Mailformular
ORCID: https://orcid.org/0009-0005-1552-8304

Dr. Johanna Schütz
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Bayerisches Zentrum Pflege Digital der Hochschule Kempten
Abteilungsleitung „Informelle Pflege & Forschungsdaten“
Website
Mailformular
ORCID: https://orcid.org/0000-0002-0274-2919
Google Scholar Profil

Es gibt 1 Materialie von Annika Hudelmayer.
Es gibt 1 Materialie von Johanna Schütz.

Zitiervorschlag
Hudelmayer, Annika und Johanna Schütz, 2025. „Hätte ich die App von Anfang an gehabt, ich glaub, ich wäre so froh gewesen“ [online]. socialnet Materialien. Bonn: socialnet, 07.11.2025 [Zugriff am: 08.12.2025]. https://doi.org/10.60049/ad1m3dvb

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