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Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGAs) in der Psychotherapie

Bezugspunkt für die Soziale Arbeit?

Prof. Dr. Jan Tietmeyer, Prof. Dr. Matthias Hoenen

veröffentlicht am 07.11.2025


https://doi.org/10.60049/payjnyof

socialnet Materialien. Reihe 15: #BlickVomTellerrand. Die Bezugsdisziplinen der Sozialen Arbeit und ihre Perspektiven auf die Digitalisierung

Beitrag zum Open-Access-Buch:
Daniela Cornelia Stix, Julius Späte, Helene Schammer (Hrsg.), #BlickVomTellerrand. Die Bezugsdisziplinen der Sozialen Arbeit und ihre Perspektiven auf die Digitalisierung. Bonn: socialnet Verlag.
ISBN: 978-3-936978-09-4
DOI: https://doi.org/10.60049/zi3shvq3

Es wird untersucht, wie die Funktionen digitaler Gesundheitsanwendungen (DiGAa) für die Soziale Arbeit genutzt werden können. Hierzu wird eine qualitative Inhaltsanalyse des Funktionsumfangs aller DiGAs des Bereichs Psyche vorgenommen. Die Funktionen werden mit den Zielen der Sozialen Arbeit abgeglichen (Partizipation, Koproduktion, Passgenauigkeit, Lebensweltorientierung und Empowerment).

Zusammenfassung

Die Nutzung digitaler Anwendungen im Gesundheitssystem ist im Vergleich zur Sozialen Arbeit weit fortgeschritten. So können Patient:innen in der Primärversorgung digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) mit nachgewiesener Wirkung erhalten. Die Aufgaben und Handlungsfelder der Sozialen Arbeit und des Gesundheitssystems überschneiden sich im Bereich der psychischen Erkrankungen. Daher wird in diesem Beitrag untersucht, welche Funktionen DiGAs bieten und wie sich diese für die Soziale Arbeit nutzbar machen lassen. Hierzu wird eine qualitative Inhaltsanalyse des Funktionsumfangs aller DiGAs des Bereichs Psyche vorgenommen. Anschließend werden die extrahierten Funktionen mit den grundlegenden Zielen/​Prozessen der Sozialen Arbeit abgeglichen (Partizipation, Koproduktion, Passgenauigkeit, Lebensweltorientierung und Empowerment). Die Funktionen der DiGAs sind kompatibel mit den grundsätzlichen Herangehensweisen der Sozialen Arbeit. Da die DiGAs eigenständig und selbstgesteuert genutzt werden können, hat die Anwendung einen hohen partizipativen Charakter. DiGAs können auch eine vermittelnde Funktion im Arbeitsbündnis einnehmen und das Arbeitsbündnis stützen. Insbesondere die Koproduktion wird durch die Funktionen Monitoring, Individualisierungen, Kontaktmöglichkeit und Motivation gefördert. Durch die Nutzung von DiGAs könnte ein synergetischer Nutzen für die Aufgaben der Sozialen Arbeit und das Gesundheitswesen entstehen. Für die Soziale Arbeit könnten DiGAs an soziale Problemstellungen adaptiert und entsprechende Anwendungen entwickelt werden.

Verfasst von
Prof. Dr. Jan Tietmeyer
Professor für Innovationen in der Sozialen Arbeit Hochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen
Lehrbeauftragter der Hochschule Fulda und der FOM Hochschule
Website
Mailformular
ORCID: https://orcid.org/0009-0002-1238-4390

Prof. Dr. Matthias Hoenen
Psychologischer Psychotherapeut
Mailformular
ORCID: https://orcid.org/0000-0002-5791-9486
Google Scholar Profil

Es gibt 5 Materialien von Jan Tietmeyer.
Es gibt 1 Materialie von Matthias Hoenen.

Zitiervorschlag
Tietmeyer, Jan und Matthias Hoenen, 2025. Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGAs) in der Psychotherapie [online]. socialnet Materialien. Bonn: socialnet, 07.11.2025 [Zugriff am: 06.12.2025]. https://doi.org/10.60049/payjnyof

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