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Digitale Ungleichheit als organisationales Phänomen

Potenziale einer organisationspädagogischen Perspektive auf eine digitalisierte Soziale Arbeit

Dr. Linda Maack, Leoni Vollmar

veröffentlicht am 07.11.2025 | Aufsatz


https://doi.org/10.60049/irenr129

socialnet Materialien. Reihe 15: #BlickVomTellerrand. Die Bezugsdisziplinen der Sozialen Arbeit und ihre Perspektiven auf die Digitalisierung

Beitrag zum Open-Access-Buch:
Daniela Cornelia Stix, Julius Späte, Helene Schammer (Hrsg.), #BlickVomTellerrand. Die Bezugsdisziplinen der Sozialen Arbeit und ihre Perspektiven auf die Digitalisierung. Bonn: socialnet Verlag.
ISBN: 978-3-936978-09-4
DOI: https://doi.org/10.60049/zi3shvq3

Die Betrachtung digitaler Ungleichheit in der Sozialen Arbeit wird bislang stark auf das Verhältnis von technischen zu individuellen Möglichkeiten verengt. Der Beitrag zeigt hingegen auf, wie auch Organisationen digitale Ungleichheit (re-)produzieren und eine organisationspädagogische Perspektive zu einem multiperspektivischen Verstehen digitaler Ungleichheit im Kontext Sozialer Arbeit beitragen kann.

Zusammenfassung

Organisationen der Sozialen Arbeit lassen sich als Ausdruck pädagogischen Handelns unter Bedingungen gesellschaftlicher Transformationsprozesse begreifen. Diese Transformationen sind wesentlich durch soziale Differenz- und Ungleichheitsverhältnisse strukturiert, die in organisationalen Kontexten nicht nur wirksam sind, sondern auch durch diese mitgestaltet werden. Digitale Ungleichheit tritt hierbei zunehmend als relevante gesellschaftliche Dynamik hervor, die neue Anforderungen an die Soziale Arbeit stellt. Im Zuge der Digitalisierung verändern sich die Handlungsspielräume von Adressat:innen grundlegend, etablierte Mechanismen sozialer Positionierung werden verschoben. Während aktuelle Perspektiven auf digitale Ungleichheit in der Sozialen Arbeit meist das Verhältnis individueller Merkmale zu technischen Zugängen fokussieren, geraten organisationale Bedingungen dabei oft nur als Kontextfaktoren in den Blick. Eine organisationspädagogische Perspektive hingegen legt offen, dass digitale Ungleichheit auch als Resultat und Ausdruck spezifischer organisationaler Strukturbedingungen zu verstehen ist, die selbst von sozio-technischen Entwicklungen beeinflusst und transformiert werden. Der Beitrag entfaltet dieses Spannungsfeld und zeigt auf, welches theoretische und analytische Potenzial in einer organisationspädagogischen Perspektive für die systematische Auseinandersetzung mit digitaler Ungleichheit in der Sozialen Arbeit liegt.

Verfasst von
Dr. Linda Maack
Postdoc am Arbeitsbereich für Organisationspädagogik an der Freien Universität Berlin
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Leoni Vollmar
PreDoc am Arbeitsbereich für Organisationspädagogik an der Freien Universität Berlin
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