Die Sensorische Integrationstheorie nach Ayres
Eine systematische Literaturanalyse des Transferpotenzials auf frühkindliche Entwicklungskontexte in Kindertageseinrichtungen
socialnet Materialien. Reihe 2: Akademische Abschlussarbeiten
Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Potenziale eines theoretischen Transfers der Sensorischen Integrationstheorie (SI-Theorie) nach Ayres auf das Handlungsfeld der Kindertageseinrichtung (Kita). Ziel der Untersuchung ist es, die Prämissen der SI-Theorie im Kontext der Kita zu analysieren, um deren Mehrwert für die frühkindliche Entwicklungsbegleitung zu explorieren. Methodisch basiert die Arbeit auf einer systematischen Literaturanalyse innerhalb eines theoretisch-konzeptionellen Forschungsdesigns. Als Bezugs‑ und Anwendungsrahmen dienen drei Qualitätsdimensionen des Systems Kita: Raumkonzeption und Bildungsumwelten, Interaktions‑ und Bildungspraxis sowie Inklusion und Teilhabe. Die Ergebnisse weisen die SI-Theorie als valides Steuerungsinstrument zur Förderung frühkindlicher Entwicklungsprozesse aus. Dabei werden drei zentrale Potenziale identifiziert: Ein Drei-Areale-System fungiert als räumliche Stütze, die neuronale und sensorische Bedürfnisse adressiert. Ein prozedurales Verständnis ermöglicht es pädagogischen Fachkräften, die theoretischen Prämissen gezielt in die Interaktions‑ und Bildungspraxis zu integrieren. Schließlich wird eine neuronale Sensibilität als Beitrag zur Inklusion definiert, die Barrierefreiheit als Passung zwischen Umweltreizen und individuellem neuronalen Bedarf versteht. Die Untersuchung fungiert somit als erkenntnistheoretische Brücke zwischen den Theoriebereichen.
Verfasst von
Justin Willmes
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