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Die Sensorische Integrationstheorie nach Ayres

Eine systematische Literaturanalyse des Transferpotenzials auf frühkindliche Entwicklungskontexte in Kindertageseinrichtungen

Justin Willmes

veröffentlicht am 25.03.2026 | Bachelorarbeit


https://doi.org/10.60049/dz1gqlrk

socialnet Materialien. Reihe 2: Akademische Abschlussarbeiten

Bachelorarbeit im Studiengang B.A. Sozialpädagogik und Inklusion an der IU Internationalen Hochschule
Erstgutachterin: Prof. Dr. Gwendolin Bartz
Zweitgutachterin: Anna Schäfer
Wintersemester 2025/26
Note: 1,0

Obwohl die neuronale Formbarkeit in der frühen Kindheit als anerkannt gilt, bleibt ihre Berücksichtigung in der pädagogischen Praxis oft deskriptiv. Die Arbeit leistet einen Beitrag, indem sie durch den Transfer der Sensorischen Integrationstheorie auf das Feld der Kindertageseinrichtungen eine Perspektive eröffnet, die die Funktion des Nervensystems für die Entwicklungsförderung konkretisiert.

Zusammenfassung

Die vorliegende Arbeit untersucht die Potenziale eines theoretischen Transfers der Sensorischen Integrationstheorie (SI-Theorie) nach Ayres auf das Handlungsfeld der Kindertageseinrichtung (Kita). Ziel der Untersuchung ist es, die Prämissen der SI-Theorie im Kontext der Kita zu analysieren, um deren Mehrwert für die frühkindliche Entwicklungsbegleitung zu explorieren. Methodisch basiert die Arbeit auf einer systematischen Literaturanalyse innerhalb eines theoretisch-konzeptionellen Forschungsdesigns. Als Bezugs‑ und Anwendungsrahmen dienen drei Qualitätsdimensionen des Systems Kita: Raumkonzeption und Bildungsumwelten, Interaktions‑ und Bildungspraxis sowie Inklusion und Teilhabe. Die Ergebnisse weisen die SI-Theorie als valides Steuerungsinstrument zur Förderung frühkindlicher Entwicklungsprozesse aus. Dabei werden drei zentrale Potenziale identifiziert: Ein Drei-Areale-System fungiert als räumliche Stütze, die neuronale und sensorische Bedürfnisse adressiert. Ein prozedurales Verständnis ermöglicht es pädagogischen Fachkräften, die theoretischen Prämissen gezielt in die Interaktions‑ und Bildungspraxis zu integrieren. Schließlich wird eine neuronale Sensibilität als Beitrag zur Inklusion definiert, die Barrierefreiheit als Passung zwischen Umweltreizen und individuellem neuronalen Bedarf versteht. Die Untersuchung fungiert somit als erkenntnistheoretische Brücke zwischen den Theoriebereichen.

Verfasst von
Justin Willmes
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