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Das Projekt „Wohnen und dann …“ aus Hannover

Verselbständigung ehemals wohnungsloser Menschen im Rahmen von Housing First

Prof. Dr. Susanne Gerull, Erik Haß, Andreas Sonnenberg

veröffentlicht am 12.06.2026 | Aufsatz


https://doi.org/10.60049/8l35guea

socialnet Materialien. Reihe 16: Wohnst Du schon oder verzweifelst Du noch?

Beitrag zum Open-Access-Buch:
Katharina Alborea, Heike Moerland, Heidi Ott, Lars Schäfer (Hrsg.), Wohnst Du schon oder verzweifelst Du noch? Angemessenes Wohnen gewährleisten. Bonn: socialnet Verlag.
ISBN: 978-3-936978-11-7
DOI: https://doi.org/10.60049/dxgy4mgc

2021 wurde in Hannover das erste zentrale Housing-First-Angebot Deutschlands mit 15 Wohnungen eröffnet. Nach drei Jahren Modellphase kann festgestellt werden, dass bei Einhaltung der Housing-First-Prinzipien auch ein zentraler Ansatz erfolgreich sein kann. Hierzu haben die überschaubare Anzahl an Wohneinheiten im Projekt sowie kontinuierliche Angebote sozialarbeiterischer Unterstützung beigetragen.

Zusammenfassung

2021 wurde in Hannover das erste zentrale Housing-First-Angebot Deutschlands mit 15 Wohnungen in einem eigens hierfür errichteten Neubau eröffnet. Die Modellphase wurde im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung zwischen der Stiftung Ein Zuhause und der Alice-Salomon-Hochschule Berlin evaluiert. Die Zielgruppe und das Unterstützungskonzept von „Wohnen und dann…“ orientiert sich eng an den international anerkannten Housing-First-Prinzipien wie bspw. der Trennung von Wohnen und Betreuung und einer Orientierung am Ansatz einer ‚Harm Reduction‘. Dabei machen die Sozialarbeiter*innen den Mieter*innen ein niedrigschwelliges und bedingungsloses Beratungs‑ und Beziehungsangebot, deren Ausgestaltung von diesen gesteuert und mitentschieden wird. Im Zusammenhang mit dem gesicherten Wohnstatus kann dies ein „Sprungbrett“ (Mieterzitat) zur Überwindung der komplexen (Multi-)Problemlagen der ehemals wohnungslosen Menschen sein. Während der dreijährigen Evaluierung betrug die Wohnstabilitätsquote 100 %, d.h. kein*e Mieter*in verlor die Wohnung aufgrund einer Kündigung seitens des Vermieters, der Sozialen Wohnraumhilfe gGmbH. Nach anfänglichen Irritationen und Konflikten mit einigen Nachbar*innen gelang auch die Integration der neuen Bewohner_innen in den Kiez. Nach drei Jahren Modellphase kann damit festgestellt werden, dass bei Einhaltung der Housing-First-Prinzipien auch ein zentraler Ansatz erfolgreich sein kann. Hierzu haben vor allem die überschaubare Anzahl an Wohneinheiten im Projekt beigetragen sowie kontinuierliche Angebote sozialarbeiterischer Unterstützung.

Verfasst von
Prof. Dr. Susanne Gerull
Professorin im Ruhestand für Theorie und Praxis der Sozialen Arbeit mit den Schwerpunkten Armut, Arbeitslosigkeit, Wohnungslosigkeit und niedrigschwellige Sozialarbeit an der Alice Salomon Hochschule Berlin
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Erik Haß
Geschäftsführer der Sozialen Wohnraumhilfe gemeinnützige GmbH (SWH), Hannover
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Andreas Sonnenberg
Vorstand des Werkheim e.V. Hannover
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Es gibt 2 Materialien von Susanne Gerull.
Es gibt 1 Materialie von Erik Haß.
Es gibt 1 Materialie von Andreas Sonnenberg.

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Buchcover

Michael Görtler, Stefan Schäfer (Hrsg.): Politische Bildung in der Sozialen Arbeit. Wochenschau Verlag (Frankfurt am Main) 2025.
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