Diskriminierungs- und rassismuskritische sowie gerechtigkeitsorientierte Perspektiven in der Sozialen Arbeit
socialnet Materialien. Reihe 2: Akademische Abschlussarbeiten
Zusammenfassung
Ausgangspunkt der Arbeit ist die Frage, wie gesellschaftliche und familiäre Machtverhältnisse die Lebensrealitäten und Handlungsmöglichkeiten betroffener Frauen beeinflussen. Im theoretischen Teil werden zentrale Begriffe wie Zwangsheirat, Migration, Diskriminierung, Rassismus und intersektionale, patriarchatskritische sowie geschlechter‑ und herkunftsbezogene Perspektiven herangezogen, um die komplexen Einflussfaktoren aufzuzeigen. Dabei wird insbesondere betrachtet, wie verschiedene Formen von Benachteiligung miteinander verschränkt sind.
Die Arbeit analysiert sowohl gesellschaftliche Zuschreibungen und rassistische Diskriminierung als auch familiären Druck, Kontrolle und patriarchale Strukturen. Dabei wird herausgearbeitet, dass gesellschaftliche und familiäre Einflussfaktoren nicht isoliert voneinander betrachtet werden können, sondern sich gegenseitig beeinflussen und verstärken. Gleichzeitig werden Handlungsspielräume und Möglichkeiten des Widerstands der betroffenen Frauen berücksichtigt.
Abschließend werden die daraus resultierenden Anforderungen an die Soziale Arbeit herausgearbeitet. Im Mittelpunkt stehen Unterstützungs-. Beratungs‑ und Interventionsmöglichkeiten sowie die Bedeutung einer rassismuskritischen, diskriminierungssensiblen und intersektionalen professionellen Haltung.
Dieser Beitrag – Diskriminierungs- und rassismuskritische sowie gerechtigkeitsorientierte Perspektiven in der Sozialen Arbeit – von Berfin Yesil ist unter der Lizenz CC BY 4.0 veröffentlicht.
Verfasst von
Berfin Yesil
B.A. Soziale Arbeit
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