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Möglichkeiten und Grenzen der Internetnutzung bei Senioren

Eine empirische Studie

Marko Hembach

Veröffentlicht am 02.05.2002.

socialnet Materialien. Reihe 2: Akademische Abschlussarbeiten

Diplomarbeit, vorgelegt am 16. November 2001 Heinrich Heine Universität Düsseldorf, Erziehungswissenschaftliches Institut bei Prof. Dr. Bernhard Dieckmann.

Zusammenfassung der Diplomarbeit

Die Möglichkeiten und Grenzen der Internetnutzung im Alter darzustellen, auf dem Hintergrund, dass bisher kaum wissenschaftliche Erkenntnisse darüber vorliegen, war das Anliegen dieser Studie. Um einen interpretatorischen Zugang zu den Chancen des Internet im Lebensalltag von Senioren zu ermöglichen, wurden kreative Anregungen, Äußerungen und Erfahrungen bereits "ans Netz angeschlossener" Nutzer mit Hilfe einer internetgestützten Befragung erhoben. Dabei kam ein überwiegend standardisierter Fragebogen zum Einsatz. Darüber hinaus konnten freie Erfahrungsberichte von einigen der Teilnehmer an der Befragung in die Auswertung mit einbezogen werden.

Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass mit der steigenden Erfahrung der Senioren das Internet zunehmend kompetent und sinnvoll für deren alltäglichen Bedürfnisse nach Information, Kommunikation und Erleichterung von Anforderungen genutzt wird. Sie eignen sich selbständig auch tiefergehende Kenntnisse über das Internet an. Überraschend ist das Ausmaß an Selbständigkeit im Umgang mit den notwendigen technischen Geräten und an Kenntnissen über das Internet, das Senioren vorweisen. Die in der Literatur beschriebenen Zugangsbarrieren bei Älteren verlieren bei den erfahrenen Nutzern an Bedeutung. Sie sind fähig, sich mit den Herausforderungen des Internet zu arrangieren und Kompetenzen zu entwickeln, Schwierigkeiten selbständig oder mit der Hilfe von Freunden, Bekannten und Familienangehörigen zu handhaben.

Weiterer Forschungsbedarf besteht vor allem für die methodisch-didaktische Gestaltung seniorengerechter Schulungskonzepte. In der Praxis ist der Bedarf an Erkenntnissen über Motivationen, über Besonderheiten beim Lernen im Alter, über bedürfnisorientierte und interessengeleitete Nutzung des Internet und über die sinnvolle Integration des Mediums der Zukunft in den Lebensalltag von Senioren hinreichend vorhanden. Die ältere Generation als Ganzes in den gängigen Einrichtungen der Erwachsenenbildung zu berücksichtigen und darüber hinaus weitere kreative Konzepte zu entwickeln und wissenschaftlich zu begleiten, beschreibt die zukünftigen Aufgabenfelder, der sich die Wissenschaft auch im Hinblick auf den Bedeutungswandel des Alters stellen muss.

Inhaltsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

  1. Einleitung
  2. Bedingungen und Dimensionen des Phänomens „Alter(n)“
    1. Begriffdiskussion: Allgemeine Bemerkungen zu den Begriffen „Alter“ und „Altern“
    2. Relevante Altersbilder
    3. Die Altersstruktur der Bundesrepublik Deutschland
      1. Zur heutigen Situation
      2. Annahmen zur zukünftigen Entwicklung der Altersstruktur
      3. Relevante Folgen der demographischen Entwicklung
  3. Voraussetzungen im Alter
    1. Das Alter als Entwicklungsprozess
    2. Lernen und Kompetenz im Alter
      1. Bedingungsfaktoren der geistigen Leistungsfähigkeit im Alter
      2. Lernen im Alter
      3. Ausgewählte Ergebnisse zur Kompetenz im Alter
        1. Zur körperlichen Kompetenz im Alter
        2. Zur Alltagskompetenz
        3. Zur Bedeutung der Sozialkontakte im Alter
          1. Die Berufsaufgabe: Veränderungen im Bereich der Sozialkontakte
          2. Zur Bedeutung familiärer Beziehungen, Freundschaften und Nachbarschaftskontakten
    3. Senioren und Neue Medien
      1. Einige Bemerkungen zum Stichwort „Senioren in der Informationsgesellschaft“
        1. Zum Begriff der „Informationsgesellschaft“
        2. Senioren in der Informationsgesellschaft
      2. Charakterisierung des Mediums Internet
        1. Das Konzept Internet, eine Erfolgsstory
        2. Die einzelnen Dienste des Internet
          1. Das World Wide Web (WWW)
          2. Elektronische Post (E-Mail)
          3. Newsgroups und Online-Foren
          4. Chat
          5. Weitere alltagspraktische Dienste im Internet
        3. Möglichkeiten und Grenzen der Information
        4. Möglichkeiten und Grenzen der Kommunikation
      3. Relevante Erkenntnisse zur Medien- und Techniknutzung bei Senioren
        1. Technik als Hilfsmittel zur Erhaltung der Kompetenz im Alter
        2. Problemfelder: Benutzerfreundlichkeit, Zugang und Akzeptanz
        3. Vereinsamung und das Sicherheitsproblem
      4. Zusammenfassung des Forschungsstandes zur Internetnutzung im Alter
      5. Resümee und einige Schlussfolgerungen: Chancen und Probleme der Internetnutzung im Alter
  4. Methode
    1. Fragestellung
      1. Aktueller Forschungsstand
      2. Übergeordnete Fragestellungen
      3. Hypothesen
    2. Untersuchungsplan
      1. Die Zielgruppe
      2. Erhebungsmethode
      3. Messinstrument
        1. Inhalt und Struktur
        2. Pretest
    3. Durchführung der Untersuchung
    4. Datenauswertung
    5. Stichprobenbeschreibung
      1. Alter
      2. Geschlecht
      3. Schulabschluss und Beruf
      4. Bundesland und Größe der Region
      5. Lebende Angehörige und Angehörige im eigenen Haushalt
  5. Senioren im Netz
    1. Rahmenbedingungen der Internetnutzung
      1. Eigener Zugang und Ort der Internetnutzung
      2. Bisherige Erfahrung, Häufigkeit und Dauer der Internetnutzung
      3. Aneignung der Internetkenntnisse
    2. Internetkenntnisse bei Senioren
      1. Bekanntheitsgrad der einzelnen Dienste im Internet
      2. Hilfe bei Schwierigkeiten mit dem Internet
    3. Möglichkeiten und Grenzen der Internetnutzung im Alter
      1. Das Internet als Informationsplattform
      2. Das Internet als Kommunikationsmittel
      3. Weitere Dimensionen: Unterhaltung und Anregung durch die Internetnutzung
      4. Partizipation der älteren Generation
      5. Zweckmäßige Internetnutzung
      6. Die Bedeutung des Ehrenamtes
      7. Probleme mit der Internetnutzung
        1. Datensicherheit
        2. Kosten
        3. Sprachprobleme
        4. Weitere Schwierigkeiten
  6. Diskussion und Ausblick
  7. Zusammenfassung

Literaturverzeichnis

Anhang

A Tabellenanhang

B Glossar der verwendeten Internetbegriffe

C Untersuchungsmaterial

Anlagen

  1. vollständige Diplomarbeit (pdf)

Autor
Marko Hembach
E-Mail Mailformular


Zitiervorschlag
Marko Hembach: Möglichkeiten und Grenzen der Internetnutzung bei Senioren. Eine empirische Studie. Veröffentlicht am 02.05.2002 in socialnet Materialien unter http://www.socialnet.de/materialien/70.php, Datum des Zugriffs 11.12.2019.


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