Leadership-Monitor 2025: Richtungsweisende Erkenntnisse
11.11.2025 | Cläre McDaniel | 2 Minuten Lesezeit
Der Leadership-Monitor 2025 von HR WORKS beleuchtet die Rolle verschiedener Führungsstile und deren Einfluss auf Fluktuation und Mitarbeiter:innenzufriedenheit, mit besonderem Fokus auf die Sozialwirtschaft. Die Studie zeigt, dass kooperative Führung und eine aktive HR-Abteilung entscheidend zur Mitarbeiterbindung und positiven Unternehmenskultur beitragen.
Inhalt- Kooperative Führung und ihre Vorteile
- Autoritäre Führung und Fluktuation
- Rolle von HR als Veränderungstreiber
- Förderung von Frauen in der Führung
- Fazit und Bedeutung für die Sozialwirtschaft
Der aktuelle Leadership-Monitor 2025 von HR WORKS liefert tiefgehende Einsichten zu den Führungsstilen in deutschen Unternehmen und deren Auswirkungen. Diese Untersuchung stellt besonders den Vergleich zwischen kooperativer und autoritärer Führung in den Mittelpunkt, was für Organisationen im sozialen Sektor von Bedeutung ist.
Kooperative Führung und ihre Vorteile
Die Studie belegt, dass kooperative Führung, die auf Mitbestimmung und eigenverantwortliches Handeln setzt, deutlich positiver wahrgenommen wird als der autoritäre Stil. Fast 65 % der Befragten bewerten kooperative Führungskräfte als effektiver, was in der Sozialwirtschaft wichtig ist, da hier der Mensch im Mittelpunkt steht und partizipative Ansätze unerlässlich sind.
Autoritäre Führung und Fluktuation
Ein autoritärer Führungsstil wird als signifikanter Treiber für Mitarbeiterfluktuation identifiziert. Ein Drittel der Befragten hat aufgrund autoritärer Führung bereits den Arbeitgeber gewechselt. In der Sozialwirtschaft, wo Fachkräfte händeringend gesucht werden, kann eine solche Fluktuation erhebliche Auswirkungen auf die Organisationen und die Qualität der pädagogischen oder pflegerischen Arbeit haben. Die Studie unterstreicht, dass empathisches und unterstützendes Verhalten entscheidend für die langfristige Mitarbeiterbindung ist.
Rolle von HR als Veränderungstreiber
HR-Abteilungen spielen eine Schlüsselrolle bei der Förderung einer wertschätzenden Führungskultur. Der Leadership-Monitor zeigt, dass dort, wo HR aktiv in Führungsfragen mitgestaltet, die Mitarbeiterzufriedenheit um bis zu 85% steigt. In der Sozialwirtschaft können HR-Teams dazu beitragen, eine Kultur der Zusammenarbeit und des Vertrauens zu etablieren, die nicht nur zur Zufriedenheit, sondern auch zur Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden beiträgt.
Förderung von Frauen in der Führung
Der Bericht hebt hervor, dass insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) Frauen in Führungsrollen stärker fördern als große Konzerne. In der Sozialwirtschaft, wo Diversität oft gelebte Praxis ist, sollten diese Erkenntnisse dazu beitragen, Gleichstellung weiter voranzutreiben.
Fazit und Bedeutung für die Sozialwirtschaft
Der Leadership-Monitor 2025 liefert Anregungen, wie Führungskräfte in der Sozialwirtschaft ihre Mitarbeiter:innen besser unterstützen und binden können. Eine verstärkte HR-Einflussnahme und der Einsatz kooperativer Führungsansätze könnten helfen, die hohe Fluktuation zu reduzieren, was angesichts der stetig steigenden Nachfrage nach qualifiziertem Personal in der Branche von entscheidender Bedeutung ist.
Für soziale Organisationen bleibt die Erkenntnis, dass nicht nur die individuelle Führungskraft, sondern die gesamte Führungs- und Unternehmenskultur entscheidend für eine qualitativ hochwertgie Arbeit sind. Ein verstärkter Fokus auf kooperative Strukturen und die strategische Rolle von HR-Abteilungen kann außerdem dazu beitragen, das Arbeitsumfeld zu verbessern und den Herausforderungen der Zukunft gewachsen zu sein.

