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Gereon Heuft, Andreas Kruse u.a.: Lehrbuch der Geronto­psychosomatik und Alterspsychotherapie

Rezensiert von Kinie Hoogers, 01.02.2001

Cover Gereon Heuft, Andreas Kruse u.a.: Lehrbuch der Geronto­psychosomatik und Alterspsychotherapie ISBN 978-3-497-01536-8

Gereon Heuft, Andreas Kruse, Hartmut Radebold: Lehrbuch der Gerontopsychosomatik und Alterspsychotherapie. Ernst Reinhardt Verlag (München) 2006. 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. 379 Seiten. ISBN 978-3-497-01536-8. 34,90 EUR.
Weitere Informationen bei DNB KVK GVK.

Seit Erstellung der Rezension ist eine neuere Auflage mit der ISBN 978-3-497-01795-9 erschienen, auf die sich unsere Bestellmöglichkeiten beziehen.

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Einführung in das Thema

Psychosomatische Aspekte alter Menschen fanden bisher in der Fachliteratur kaum Beachtung, es sei denn in Zusammenhang mit als spezifisch für das Alter geltenden Bereichen wie Pflegebedürftigkeit, Sterben.

Psychotherapie für Menschen über 50 wird – aus den verschiedensten Gründen – vielfach noch als wenig sinnvoll erachtet.

In der Jahrzehnte langen Arbeit der drei Autoren, sowohl klinisch als auch empirisch, hat sich gezeigt, dass es notwendig – und sinnvoll – ist, sich in beiden Fachgebieten mit älteren Menschen als einer Klientel zu befassen, welche eigene Charakteristika aufweist und eines auf sie ausgerichteten Konzeptes bedarf. So soll etwa in der Psychosomatik die Biografie besonders einbezogen werden; in der Psychotherapie müssen zwar keine neuen Konzepte entwickelt, die bestehenden aber für diese Altersgruppe auf ihren sinnvollen Gebrauch hin kritisch betrachtet bzw. weiter entwickelt werden.

Begriffe wie Gesundheit und Krankheit müssen in diesem Kontext beispielsweise definiert werden vor dem Hintergrund von Altern und Alter als Teil des Lebensprozesses.

Hintergrund und Vorgeschichte

Gerold Heuft, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie und Leiter der Klinik und Poliklinik für Psychosomatik und Psychotherapie der Universität Münster, war an der Entwicklung eines Konzeptes einer Entwicklungspsychologie des Lebenslaufes beteiligt, auf deren Basis schwerpunktmäßig die in diesem Lehrbuch vorgestellten allgemeine und spezielle Gerontopsychosomatik erarbeitet wurde. An einer fundierten Qualitätssicherung in der Psychotherapie interessiert, führte er eine inzwischen preisgekrönte Praktikabilitätsstudie zur Qualitätssicherung in der Alterspsychotherapie durch unter Leitung von Prof. Dr. Rolf D. Hirsch (Bonn).

Andreas Kruse, Diplompsychologe und Direktor des Instituts für Gerontologie der Universität Heidelberg, arbeitet seit über zehn Jahren in Forschung und Lehre mit Heuft zusammen und brachte Erkenntnisse der Sozialen Gerontologie, insbesondere Konzepte der Mehrdimensionalität und der Kompetenz, ein in die Gerontopsychosomatik.

Hartmut Radebold, Facharzt für Psychiatrie und Neurologie sowie Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, hat mehr als 30 Jahre Erfahrung in der psychoanalytischen Behandlungs- und Forschungspraxis bei Älteren. Er war von 1976 bis Ende der 90-er Jahre Inhaber des Lehrstuhls für Klinische Psychologie (später mit dem Zusatz: "unter Berücksichtigung des höheren und hohen Alters") an der Universität/Gesamthochschule Kassel und in dieser Funktion Mit-Initiator und Motor der dort durchgeführten, wegweisenden Forschungsarbeiten zu den Themen Psychodynamik, Psychotherapie und Psychoanalyse im Rahmen der "Interdisziplinären Arbeitsgruppe für Angewandte Soziale Gerontologie".

Die Autoren gehen davon aus, dass für ältere Menschen im Grunde keine neuen Psychotherapie-Verfahren entwickelt werden müssen, sondern dass über Psychoanalyse und kognitiv-behavioralen Verfahren hinaus eine Therapieschulen übergreifende Sicht der Alters-Psychotherapie zu realisieren sei.

Das vorliegende Buch ist "als weiterführendes Lehrbuch das erste seiner Art für die Gerontopsychosomatik und die Behandlungsmöglichkeiten der Alterspsychotherapie."(S. 15) Es werden die Fachkenntnisse der Weiterbildungen für die entsprechenden Fachärzte (Psychiatrie und Neurologie sowie Psychotherapeutische Medizin) bzw. zum Psychologischen Psychotherapeuten vorausgesetzt.

Knapp 40 anonymisierte Behandlungsbeispiele, überwiegend aus dem eigenen Erfahrungsbereich der Autoren, illustrieren die beschriebenen Inhalte.

Inhalt und Gliederung

In der Einleitung wird in einer kurzen soziologischen Abhandlung die Bevölkerungsentwicklung in den EU-Ländern beschrieben und anhand der Darstellung veränderter Lebensphasen heiratender Frauen ausgeführt, wie sich im Laufe des letzten Jahrhunderts speziell diese Phasen geändert haben.

Im ersten Kapitel werden die Bereiche der Gerontopsychosomatik beschrieben, die Bedeutung des Einbeziehens von normalen körperlichen Alterungsprozessen dargelegt und der Einfluss der Gesundheitspolitik auf die klinische Arbeit hervorgehoben.

Im zweiten Kapitel wird zuerst anhand verschiedener Parameter Stellung genommen zum weithin angenommenen Zusammenhang zwischen Alter und körperlicher sowie psychischer Erkrankung. Dabei werden die intra- und interpersonellen Unterschiede durch Ergebnisse verschiedener Studien dokumentiert.

Mittels Längsschnitt-Studien wird die Bedeutung von subjektiven Belastungen und erlebter Unterstützung bei der Bewältigung von "Entwicklungsaufgaben" im Lebenslauf belegt, ein Zusammenhang mit aktuellen psychogenen Störungen, insbesondere depressiven Verstimmungen, festgestellt und die Validität der durch Lebenslauf-Befragungen gewonnenen Daten diskutiert.

Verschiedene Modelle der Entwicklungspsychologie (Halbkreis- und Stufen-Modelle) werden diskutiert und ein anderes vorgestellt, das vier Entwicklungsdimensionen beinhaltet, welche in verschiedenen Lebensphasen, jeweils von einem "Organisator" gesteuert, eine dynamische Beziehung zu einander und zur Selbst-Identität unterhalten. Hier wird die Spirale als Grundmuster genannt.

Als Stärken werden Daseins- und Fachkompetenz beschrieben, als Schwäche wird die zunehmende Verletzbarkeit des Organismus gesehen. Es besteht aber trotz dieser Schwäche die Chance einer persönlichen Weiterentwicklung, wobei zwischen Altern und Reifung unterschieden wird.

Der medizinische Subjekt-Begriff wird eingeführt und dient als Grundlage für ein psychosomatisches Verständnis von Gesundheit im Alter. Biologisches Altern als überwiegend schwächende Dimension, psychologisches Altern mit Risiken und Chancen und soziales Altern als überwiegend gesellschaftliches determinierter Vorgang unter Betonung der jeweiligen individuellen Unterschiede in vorhandenen Potentialen und Risikofaktoren bilden den letzten Aspekt der Auseinandersetzung mit Stärken und Schwächen im Alter.

Kompetenz im Alter wird aufgeschlüsselt in zwei Polaritäten: der objektive und der subjektive Aspekt sowie die personen-orientierte und die umwelt-orientierte Perspektive mit dem Schwerpunkt beim zweiten Paar. Im Lebensrückblick erhalten sowohl belas-tende als fördernde Erfahrungen Bedeutung für die Deutung der Vergangenheit und für die Zukunftsperspektive.

Im dritten Kapitel werden unter der Überschrift "Allgemeine Gerontopsychosomatik psychischer Störungen" psychische Störungen im Alter, der Aktualkonflikt als momentaner Anlass Hilfe zu suchen sowie Belastungs- und Anpassungsstörungen behandelt. Ferner werden die depressiven Erkrankungen im Alter systematisch dargestellt und es wird der Unterschied zwischen Trauer und Depression beschrieben. Es folgen die Differenzierung zwischen Demenz und Depression, Suizidalität im Alter und verschiedene Störungen. Die Abschnitte enthalten Fallbeispiele und grafische Darstellungen sowie die Systematisierung nach dem ICD-10-Code. Schließlich werden kurz die Bedeutung der Religiosität und die Gewalt gegen Ältere dargestellt.

Im vierten Kapitel wird anhand verschiedener somatischer, Organ bezogener Störungen, psychogener und Ess-Störungen sowie der Bereiche Schmerz, Bewegungsapparat, Sexualität, Schlaf und Gleichgewicht die "Spezielle Psychosomatik" abgehandelt. Hierzu gehören auch die Demenz und die Zahnheilkunde. Schließlich wird auf spezielle Begutachtungsfragen eingegangen.

Das kurze fünfte Kapitel handelt von der Bewältigung körperlicher Erkrankungen; es wird auf die umfangreiche Coping-Literatur verwiesen.

Im sechsten Kapitel, Alternspsychotherapie, wird der Begriff "Psychotherapie" unter dem Aspekt der Übertragung auf den Alterssektor erläutert. Es folgt eine Übersicht über die Entwicklung der Alternspsychotherapie in den USA seit 1950. Dabei werden Tendenzen, Behandlungskonzepte und Defizite beschrieben. Für den deutschsprachigen Raum gibt es eine Übersicht anhand verschiedener Phasen ab ca. 1960 mit den derzeitigen Schwerpunkten bis einschließlich 2000.

Die Gründe für die eher zögerliche Entwicklung werden sowohl auf einer eher kognitv / rationalisierenden Ebene (Problematik des Dritten Reiches, der 68er "Trau‘ keinem über 30"-Jugendideologie) als von der Sicht der Behandler aus (vorhandene Altersbilder, umgekehrte Alterssituation Therapeut-Patient) analysiert. Es folgt ein Abschnitt über die Diskrepanz zwischen Behandlungsbedarf und Versorgungsrealität, in der u. a. dargelegt wird, welchen Schwierigkeiten Ältere und überweisende Ärzte erleben, wenn um eine Psychotherapie für über 60-Jährigen nachgesucht wird. Die Merkmale derzeitiger Patienten über 60 werden unter dem Vorbehalt, es lägen nur wenig Datenmaterial vor, beschrieben.

Es folgt die Darstellung der schwierigen Position des Therapeuten, dessen professionelle Kompetenz, ein tragender Teil psychotherapeutischer Behandlung, u. U. durch die größere Erfahrungskompetenz der Patienten, der mangelnden eigenen Lebenserfahrung (und damit der möglichen Empathie) und fehlende Kenntnisse geschwächt erscheint. Die speziellen Übertragungsproblemen werden geschildert und mit etlichen Fallbeispielen konkretisiert. Gerontophobie als möglicherweise hemmender Faktor und die Tatsache der oft belastenden politischen Biografie der jetzt Alten sowie Abwehr-Reaktionen folgen.

Das Formulieren von Therapiezielen allgemein und bei den Grundverfahren (Psychoanalyse, Kognitive Verhaltenstherapie, Gesprächstherapie, Systemische und Gestalttherapie) ist Inhalt des nächsten Abschnittes. Die Besonderheiten von Diagnose leitenden Fragen unter verschiedenen Perspektiven verdeutlichen noch einmal die Eigenständigkeit der Alterspsychotherapie und leiten über zu konkreten Empfehlungen für das Behandlungsverfahren, bei denen die Bedeutung des biografischen Aspektes durch die Bezugnahme auf Entwicklungsaufgaben als Strukturmerkmal beim Erstgespräch betont wird. Auch hier verdeutlichen Fallbeispiele das zu Vermittelnde. Die nun folgenden Kriterien für Indikation und Prognose der Behandlung sowie die Behandlungsplanung weisen auf das Typische der Alternspsychotherapie hin.

Anhand sehr ausführlicher Fallbeispielen werden nun die Grundverfahren dargestellt; es folgen die klassischen und weitere Behandlungsmethoden. Im Abschnitt über den Behandlungsverlauf werden die speziellen Probleme dieser Altersgruppe noch einmal zusammenfassend dargelegt. Nun folgt die Beschreibung von weiteren wichtigen psychotherapeutischen Aufgaben, z. B. in Zusammenhang mit Suizid, Sucht, Demenz und langfristig Erkrankten.

Die Frage grundsätzlicher Modifikationen vs. Beibehaltung bestehender Therapieverfahren wird diskutiert mit dem Ergebnis, dass es kaum einer Veränderung bedarf, um der Zielgruppe gerecht zu werden.

Ferner werden die stationäre Situation, empfehlenswerte Behandungsbedingungen, die Angehörigen, medizinische Objekte, Psychopharmaka und wichtige Kooperationen abgehandelt.

Die letzten Abschnitte wenden sich den Therapeuten zu: Ihre eigene Psychohygiene, die Beschreibung erreichbarer Erfolge und die Forderung nach Weiterbildungen, Supervision und nach Balintgruppenarbeit runden dieses Kapitel ab.

Das siebte Kapitel bietet einen Überblick über verschiedene Studien zur Erfolgskontrolle von Therapieverfahren und deren Ergebnisse.

Dem schließt sich das achte Kapitel an, in dem die Forderung nach Qualitätssicherung in der Alterspsychotherapie erhoben und eine Einteilung vorgestellt wird, bei der die bekannten drei Qualitäten angewendet werden. Die Bildung von Qualitätszirkeln wird empfohlen. Es folgt die ausführliche Beschreibung des Aufbaus einer "Psychotherapie-Basis-Dokumentation", deren Struktur in einer Übersicht systematisch dargestellt wird.

Im neunten Kapitel schließlich wird eine Vernetzung gemeindenaher gerontopsychosomatischer Behandlungskonzepte als Erfolg versprechendes Modell beschrieben, deren Struktur anschaulich abgebildet ist. Bisherige Erfahrungen, etwa an der Memory Clinic in Essen, belegen einerseits die Möglichkeit und andererseits die Berechtigung solcher Einrichtungen.

Eine sehr umfangreiche Literaturliste, in der auch neueste Veröffentlichungen aufgeführt sind, schließt das Buch ab.

Zielgruppen

Mediziner (Allgemeinmedizin, Geriater, Internisten, Fachärzte für Psychotherapeutische Medizin bzw. Psychotherapie und Psychiatrie), Psychologen, Psychotherapeuten in Praxis, Aus- und Weiterbildung

Einschätzung und Fazit

Das Lehrbuch bietet einen ausführlichen, sehr fundierten Überblick über den aktuellen Stand in der Psychosomatik und Psychotherapie älterer und alter Menschen. Die besonderen Aspekte dieser Altersgruppen werden, ausgehend von der allgemeinen Psychosomatik und Psychotherapie, so schlüssig und begründet heraus gearbeitet, dass diejenigen, die sich beruflich mit alten Menschen und ihrer speziellen Problematik befassen wollen, hier Anreize und Ermutigung finden, diesen Vorsatz kompetent um zu setzen. Insofern wird es seinem eigenen Anspruch gerecht.

Hier ist eine Jahrzehnte lange wissenschaftliche und klinische Erfahrung dokumentiert worden, wobei die noch bestehenden Defizite und Vorbehalte ausdrücklich benannt und entsprechende Desiderate formuliert werden.

Wichtig ist die Auseinandersetzung mit den Begriffen "Gesundheit und Krankheit im Alter" zum besseren Einschätzung und zu adäquater Behandlung.

Es fällt auf, dass für das sechste Kapitel die dynamische Formel Alternspsychotherapie gewählt wurde, während sonst von Alterspsychotherapie die Rede ist.

Das Buch beschränkt sich – im Bereich der Psychotherapie – nicht auf nur einige Konzepte, sondern bietet die Möglichkeit, sich auch anderen zu öffnen, auch wenn diese hier nur kurz beschrieben werden: durch weiterführende Literatur ist ein intensiveres Studium möglich. Um sich da besser zurecht zu finden, wäre allerdings eine kapitel- bzw. themenbezogene Einteilung der schätzungsweise über 600 Literaturangaben empfehlenswert gewesen. Trotzdem – oder deshalb – fällt auf, dass ein Spätwerk von Erik H. Erikson nicht aufgeführt worden ist: Erikson, Erikson und Kivnick (1986), Vital Involvement in Old Age. The Experience of Old Age in Our Time. Dies tut aber der Qualität des Ganzen keinen Abbruch.

Rezension von
Kinie Hoogers
Diplom-Pädagogin
Fortbildungen in der Altenpflege, Gerontologische und altenpflegerische Forschung

Es gibt 10 Rezensionen von Kinie Hoogers.

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Zitiervorschlag
Kinie Hoogers. Rezension vom 01.02.2001 zu: Gereon Heuft, Andreas Kruse, Hartmut Radebold: Lehrbuch der Gerontopsychosomatik und Alterspsychotherapie. Ernst Reinhardt Verlag (München) 2006. 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. ISBN 978-3-497-01536-8. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/1.php, Datum des Zugriffs 18.05.2022.


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