Peter Cubasch: Lachen verbindet
Rezensiert von Prof. (em) Dr. Herbert Effinger, 19.01.2011
Peter Cubasch: Lachen verbindet. Breuer & Wardin (Bergisch-Gladbach) 2010. 160 Seiten. ISBN 978-3-939621-73-7. D: 29,80 EUR, A: 30,80 EUR, CH: 44,80 sFr.
Thema
Beschreibungen und Anleitungen zum Einsatz von Humor und Lachen für die bessere Alltagsbewältigung
Autor und Entstehungshintergrund
Peter Cubasch ist von Haus aus Sport- und Musikpädagoge und Psychotherapeut. Er arbeitet als IMAGO-Paartherapeut, Dozent und als Lach- und Atemlehrer. Seit 2002 ist er Leiter des Lach- und Atemforums Austria. Über seine Arbeit als Psychotherapeut stieß er auf den „Weg des Lachens“. Bei Madan Kataria in Indien, den Begründer des Lach- oder Hasya-Yoga absolvierte er eine Ausbildung zum Lachyoga-Lehrer und stellte fortan das Lachen in den Mittelpunkt seiner therapeutischen Arbeit. In dem Buch hat er seine eigenen Erfahrungen mit dem therapeutischen Lachen aufgeschrieben und ein kleines Handbuch verfasst dem eine Audio-CD mit kurzen Erläuterungen und praktischen Übungen für den Alltag beiliegt.
Aufbau und Inhalt
Das Buch ist in 26 kurze Kapitel gegliedert, die jeweils mit interessanten Fotos und Schaubildern illustriert sind.
Nach einem kurzen Vorwort von Heiner Uber und einer kurzen Einleitung beschreibt der Autor seinen Weg zum Lachen und seine Erkenntnisse über den Zusammenhang von Humor, Witz, Lachen, Atmung und Lebensfreude. Zunächst schildert er die Unterschiedlichen Formen des Lachens und Lächelns sowie die Funktion des Lachens in verschiedenen Lebenssituationen. Dabei geht er auch auf die „dunklen Seiten des Lachens“ ein, berichtet vom Stand der Lachforschung und dem Erkenntnisstand über den Zusammenhang von Lachen und Gesundheit. Zum Ende des Buches erläutert er dann die Funktionsweise des Lachyoga und sein Konzept des Lach- und Atemtrainings (LAT). Zur Untermauerung der Wirkungsweise dieses Konzeptes kommen einige Stimmen von TeilnehmerInnen aus seinen Lachgruppen zu Wort.
Diskussion
Der Autor trägt in seinem Buch den aktuellen Kenntnisstand über die Bedeutung und Funktion des Lachens für das menschliche Leben zusammen. Dabei werden sowohl wissenschaftliche Erkenntnisse als auch philosophisch literarische Quellen herangezogen. Dem Autor geht es allerdings weniger darum, sich mit dem Für und Wider dieser Quellen auseinanderzusetzen als vielmehr sein Botschaft von den befreienden, sozialen und gesundheitlichen Funktionen des Lachens an die Leser zu erläutern. Das gelingt ihm in einer kurzweiligen und auf das wesentliche konzentrierten Art. Neue Erkenntnisse für jene, die sich schon zuvor mit der Humorliteratur und Lachforschung befasst haben enthält dieses Büchlein nicht.
Fazit
Jene, die sich darüber informieren möchten, was Lachyoga ist, sich aber noch nicht so richtig trauen zu einer der vielen Lachyoga-Gruppen zu gehen, finden hier einen guten, theoretisch hinterfütterten Einstieg zu einem für die meisten menschen wahrscheinlich recht ungewöhnlichen Weg zu mehr Lebensfreude und zur Verbesserung sozialer Beziehungen und Befindlichkeiten.
Rezension von
Prof. (em) Dr. Herbert Effinger
Diplomsozialpädagoge (DBSH, Supervisor (DGSv), Case Management Ausbilder (DGCC), Professor für Sozialarbeitswissenschaft/Sozialpädagogik an der Evangelischen Hochschule Dresden
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