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Markus Gamper, Linda Reschke (Hrsg.): Knoten und Kanten

Cover Markus Gamper, Linda Reschke (Hrsg.): Knoten und Kanten. Soziale Netzwerkanalyse in Wirtschafts- und Migrationsforschung. transcript (Bielefeld) 2010. 424 Seiten. ISBN 978-3-8376-1311-7. 32,80 EUR, CH: 49,90 sFr.

Reihe: Sozialtheorie.
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Netze sind Fänger, Verteiler und Beweger

Die Netzwerkforschung, die heftig dabei ist, die bisherigen, traditionellen Formen der Interdisziplinarität im wissenschaftlichen, universitären Arbeiten abzulösen, geschuldet der sich immer interdependenter und entgrenzender entwickelnden (Einen?) Welt, hat, von der anglo-amerikanischen Wissenslandschaft ausgehend, ihre Fühler auch auf Forschungsdenken und Handeln in Europa und Deutschland ausgestreckt. „Wir leben in einer Wissensgesellschaft“. Dieser Slogan ist mittlerweile mit Euphorie und Skepsis in die wissenschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und massenmedialen Diskurse eingegangen (vgl. dazu: Anina Engelhardt / Laura Kajetzke, Hg., Handbuch Wissensgesellschaft. Theorien, Themen und Probleme, Bielefeld 2010, Rezension in Arbeit).

Unterschiedliche Ansätze in der deutschen Forschungslandschaft beleben im wissenschaftlichen Diskurs die Erkenntnis, dass lokale und globale Abhängigkeiten und Vernetzungen die großen, alltäglichen und gesellschaftlichen Herausforderungen darstellen - lokal (Michael Bommes / Veronika Tacke, Hrsg., Netzwerke in der funktional differenzierten Gesellschaft, VS-Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2011, in: socialnet Rezensionen, 10342.php, regional (Michael Gehler, Silvio Vietta, Hrsg.,: Europa - Europäisierung – Europäistik, Böhlau Verlag, Wien 2009, in: socialnet Rezensionen unter www.socialnet.de/rezensionen/9268.php) und global, in Theorie (siehe dazu auch: Ghodsi Hejazi, Pluralismus und Zivilgesellschaft, transcript Verlag, Bielefeld 2009, in: socialnet Rezensionen unter www.socialnet.de/rezensionen/8847.php) und Praxis (Andreas Joppich, Think Global! Projekte zum Globalen Lernen in Schule und Jugendarbeit, Verlag an der Ruhr, Mühlheim 2010). Spätestens seit die lokalen und globalen Wirtschafts- und Finanzkrisen die vermeintlichen (kapitalistischen und materialistischen) Gewissheiten der Menschen erschüttert haben, und die Unsicherheiten (vgl. dazu: Markus Holzinger / Stefan May / Wiebke Pohler, Weltrisikogesellschaft als Ausnahmezustand, Verlag Velbrück Wissenschaft, Weilerswist 2010, in: socialnet Rezensionen unter www.socialnet.de/rezensionen/9743.php) und Ungerechtigkeiten in der Welt zutage treten ließen (siehe u.a. auch: Detlef Horster, Hrsg., Welthunger durch Weltwirtschaft, Verlag Velbrück Wissenschaft, Weilerswist 2010, in: socialnet Rezensionen unter www.socialnet.de/rezensionen/9744.php).

Entstehungshintergrund und Herausgeberteam

Mit der Metapher „Knoten und Kanten“, man könnte auch sagen „Halterungen und Löcher“, hat sich an den Universitäten Trier und Mainz ein Forschungsprojekt und -verbund gebildet, um „gesellschaftliche Abhängigkeiten und soziale Netzwerke“ zu untersuchen. Mit der aus der britischen Social Anthropology stammenden „Sozialen Netzwerkanalyse“ werden die Beziehungen, Verbindungen, Interaktionen und Wirkungen von sozialen Netzen betrachtet und für die gesellschaftliche Theoriebildung und praktische Anwendung genutzt. In der wissenschaftlichen und Forschungspraxis beteiligen sich daran disziplinübergreifend Fächer wie Politikwissenschaft, Soziologie, Psychologie, Pädagogik, Ethnologie, Anthropologie, Geschichtswissenschaft und naturwissenschaftliche Disziplinen. Dass eine vernetzte Zusammenarbeit – sowohl im alltäglichen Leben, als auch in den schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit und im Lehr- und Forschungsbereich der Hochschulen – nicht selbstverständlich, aber dringend geboten ist, pfeifen mittlerweile die Spatzen von den Dächern. Die Frage also, wie Netzwerke entstehen oder sich nicht bilden und wie sie funktionieren, positiv und negativ, stellt eine entscheidende, existenzförderliche lokale und globale Herausforderung dar. Die Ansprüche daran reichen von einem ganzheitlichen Denken und Handeln des Anthropos (vgl. dazu: Werner Petermann, Anthropologie unserer Zeit, Peter Hammer Verlag, Wuppertal 2010, in: socialnet Rezensionen, www.socialnet.de/rezensionen/10567.php), bis eben zu sozialen Netzwerkanalysen, wie sie unter anderem mit dem Exzellenzcluster der Universitäten Trier und Mainz in Angriff genommen werden. Die „Knoten und Kanten“ in der Wirtschafts- und Migrationsforschung bedürfen ohne Zweifel einer besonderen Aufmerksamkeit.

Das Vorstandsmitglied im Trierer/Mainzer Forschungsprojekt „Gesellschaftliche Abhängigkeiten und soziale Netzwerke“, Markus Gamper, und die wissenschaftliche Mitarbeiterin Linda Reschke, geben in dem zu besprechenden Sammelband die Vorträge und Diskussionen der wissenschaftlichen Lehrveranstaltungen zum Thema „Soziale Netzwerkanalyse“ in den Jahren 2008 bis 2010 (und weiterhin auch für 2011 geplant) heraus. Schwerpunkt ist dabei der interdisziplinäre und interkulturelle Austausch, den sie mit dem Titel „Knoten und Kanten“ titeln. Die Auswahl der Themenbereiche „Wirtschafts- und Migrationsforschung“ begründen die Herausgeber damit, dass „ein starker Bedarf nach Verknüpfung von Theorie und Empirie innerhalb der deutschen Netzwerkforschung existiert“.

Aufbau und Inhalt

Die Texte werden gegliedert in die Kapitel „Theorie und Methode“, „Wirtschaftsforschung“ und „Migrationsforschung“, eingeführt mit dem Beitrag „Soziale Netzwerkanalyse“ durch das Herausgeberteam. Die soziologischen, psychologischen und anthropologischen Ursprünge der Forschungsmethode werden aufgezeigt und die Zusammenhänge hergestellt und insbesondere die in der anglo-amerikanischen Forschungslandschaft entwickelten Modelle diskutiert. Die Aufmerksamkeit und die Erfolge, die die Soziale Netzwerkanalyse heute weltweit genießt, seien, so die Herausgeber, bedingt durch die zunehmende Mobilität und Erreichbarkeit im globalen Wissenschaftsbetrieb, durch die Bildung von Fachorganen, die sich speziell mit der Theorie und Methodik der Netzwerkanalyse beschäftigen, durch die Entwicklung in der Computertechnologie und die Weiterentwicklung der empirischen Sozialforschung.

Im Kapitel „Theorie und Methode“ beginnt der Hamburger Ethnologe Michael Schnegg mit dem Beitrag „Strategien und Strukturen“, indem er die „Herausforderungen der qualitativen und quantitativen Netzwerkforschung“ diskutiert. Dabei schlägt er eine Forschungsstrategie vor, die dazu beiträgt, dass in einer Kombination von qualitativen und quantitativen Daten die ethnografischen Wurzeln der Netzwerkanalyse wirksam werden können und sich „nicht als alternative Perspektiven, sondern als zwei Seiten einer Medaille“ darstellen.

Der an der Universität Bielefeld Politische Soziologie lehrende Boris Holzer betrachtet die Entwicklung in der Sozialen Netzwerkanalyse von der Graphen-Theorie (Frank Haray / Robert Z. Norman) hin zur strukturalistischen und konstruktivistischen Theorie, die Erklärungen ermöglichen, „wie die Knoten und Beziehungen in Netzwerken konstituiert und stabilisiert werden“. Die dabei deutlich werdenden Irritationen und Unsicherheiten lassen sich durch die Kommunikations- und Systemtheorie“ produktiv verarbeiten.

Der Mainzer Sozialwissenschaftler Johannes Marx betrachtet „Netzwerke als Quelle sozialen Kapitals“, indem er über die kulturelle und strukturelle Einbettung von vertrauensvollen Handlungen in Netzwerken reflektiert. Der Sozialkapitalansatz könne „von einer Integration netzwerktheoretischer Überlegungen profitieren“ und damit die wissenschaftstheoretischen (aktuellen) Überlegungen auf neue Spuren bringen, gleichzeitig auch die zivilgesellschaftlich-prakitischen Ansätze und Bedürfnisse Richtung weisen.

Im zweiten Kapitel „Wirtschaftsforschung“ denkt die an der Berliner Humboldt-Universität tätige Wirtschaftssoziologin Karoline Krenn über Verflechtungen im Wirtschaftsbereich nach. Mit ihrer Analyse „Strukturbildung in der Krise“ analysiert sie „Interlocking Directorates und die Deutschland AG in der Weimarer Republik“. Sie findet dabei heraus, dass die Strukturbildungen zwischen gemeinsamen Direktoren oder Aufsichtsräten in deutschen Großunternehmen der 1920er Jahre „dort verstärkt selektiert (werden), wo Akteure durch erlernte Strategien die Möglichkeit besitzen, auch Nutzen aus unspezifischen Netzwerkpotentialen schöpfen“.

Lothar Krempel, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln, schließt mit seinem Beitrag „Die Transformation der Deutschland AG 1996 – 2006“ an die Schlussfrage von Karoline Krenn an, welche Bedingungen und Wirkungen die Entflechtungsbemühungen in der Kartellgesetzgebung für die Shareholdervalue- und Investmentbanking-Leitbilder haben. Ein neues, kapital-marktorientiertes System, bei dem das Verhältnis zwischen den Aktionären und dem Management der jeweiligen Unternehmen(sgruppen) die ursprüngliche Rolle der Unternehmenskontrolle übernommen und die verbundenen, verschachtelten und im internationalen Investment verflochtenen Kapitalbeteiligungen der großen deutschen Wirtschaftsunternehmungen (Deutschland AG) verdrängt hat, führt freilich zu weiteren, anhaltenden Konzentrationsprozessen der internationalen Konzerne.

Der Trierer Mathematiker und Soziologe Christian Marx nimmt mit seinem Beitrag „Die Mischung macht`s. Zur Bedeutung von kulturellem, ökonomischem und sozialem Kapital bei Paul Reusch während des Konzernaufbaus der Gutehoffnungshütte (1918 – 1924)“ historischen Bezug zu theoretischen Erklärungsansätzen von Unternehmensgründungen. Die Diskussion der Bedeutung von ego-zentrierten, geschäftsinternen Netzwerken, wie dies vom Vorstandsvorsitzenden der GHH praktiziert wurde, verdeutlicht die Analyseansatzpunkte für die sozialwissenschaftliche Sozialkapitalforschung und erlaubt zudem Parallelbildungen wie Abgrenzungen zu Macht- und Führungspositionen in der deutschen Industrie.

Der am Forschungszentrum Jülich tätige Michael Sander nimmt sich mit seiner Arbeit „Institutionelle und personelle Netzwerke zwischen politischen und wirtschaftlichen Akteuren im russischen Energiesektor“ die Vernetzungen und Verbindungen vor, die insbesondere bei der russischen Energiepolitik (insbesondere der Gasexporte, Gasprom) innen- wie außenpolitisch deutlich werden. Die personellen und politischen Bezüge zeigen die netzwerkstrukturellen Machtverhältnisse auf und ermöglichen so auch eine Politikanalyse.

Der ebenfalls in Trier beheimatete Michael Plattner sieht in der internationalisierten, globalen Wirtschafts- und Kapitalentwicklung einen neuen Typ Manager entstehen, den hybriden Manager. In seinem Beitrag „Mobile Eliten in der Internationalisierung multinationaler Unternehmensnetzwerke. Die Rolle hybriden sozialen Kapitals bei der Überbrückung kultureller Distanz“ zeigt er die vermittelnde Rolle des hybriden Managers auf, zwischen entsandten expatriierten und lokal angestellten Managern und Mitarbeitern in Niederlassungen eines Gastlandes. Am Beispiel der Manga-Serie „Kosaku Shima“ verdeutlicht Michael Plattner die Analysemethode und diskutiert eine Reihe von Wirkungen auf Unternehmensführung und –image, wie z. B., dass der hybride Manager das Unternehmensnetzwerk heterarchisiert.

Im dritten Kapitel „Migrationsforschung“ stellt die an der Hochschule in Regensburg lehrende Sozialwissenschaftlerin Sonja Haug mit ihrem Vortrag „Soziale Netzwerke und soziales Kapital“ Faktoren für strukturelle Integration von Migranten in Deutschland vor. Ihre Untersuchungen über die Möglichkeiten, Wirkungen und Intensität von Sozialkapital bei der Integration von Eingewanderten in der Mehrheitsgesellschaft zeigen eindrucksvoll auf, welche Bedeutung die Beziehungsnetzwerke dabei haben. Bedeutsam ist dabei die Unterscheidung zwischen herkunfts- und zielortspezifischem Sozialkapital.

Die Ethnologin an der US-amerikanischen East Carolina University in North Carolina, Christine Avenarius, fragt nach „Indikatoren für Integrationsneigung“. Am Beispiel der sozialen Netzwerkstrukturen von Immigranten aus Taiwan in den USA zeigt sie auf, dass die alltägliche und wirtschaftliche Integration der Migrantinnen und Migranten aus Taiwan ohne Aufhebens verläuft, während die soziale Integration sich weitgehend auf die eigene ethnische Gruppe beschränkt.

Tatjana Fenicia, Markus Gamper und Michael Schönhuth, alle von der Universität Trier, setzen sich mit „egozentrierten Netzwerken von (Spät-)Aussiedlern“ in ihrem Beitrag „Integration, Sozialkapital und soziale Netzwerk“ auseinander. Die anfangs massiv einsetzenden und durch restriktive und steuernde Maßnahmen später nachlassende Zuwanderung von „Deutschstämmigen“, insbesondere aus den Ländern des Warschauer Pakts, umfasst ein wichtiges Feld in der deutschen Integrationspolitik. Es wird deutlich, dass sich insbesondere die soziale Integration von Aussiedlern weitgehend familienzentriert vollzieht und mit einem Grad von ethnischer Homophilie gekennzeichnet ist.

Mit der (typischen?) Aussage – „Man braucht ja eigentlich, wenn man so große Familie hat, keine Freunde“ – reflektiert die an der Hochschule Esslingen Soziologie für die Soziale Arbeit lehrende Andrea Janßen die „Leistungsfähigkeit sozialer Netzwerke bei türkischen Migranten und Migrantinnen der zweiten Generation“. Sie bezieht sich dabei auf ein Forschungsvorhaben, das unter der Leitung von Walter Siebel in Oldenburg durchgeführt wurde. Das interessante Ergebnis, dass sich die (seitens der Politik angestrebte) Integration der betreffenden Personengruppen durch starke familiäre und ethnische Bindungen verlangsame, um so mehr, je geringer die Möglichkeiten bestehen, das vorhandene Sozialkapital in die Mehrheitsgesellschaft einzubringen.

Der Soziologe und wissenschaftliche Mitarbeiter an der Universität Bielefeld, Jan A. Fuhse, stellt in seinem Beitrag „Persönliche Netzwerke und ethnische Identität am Beispiel von italienischen Migranten in Deutschland“ fest, dass „Ethnizität weniger als Konstruktion kollektiver Identität (wirkt), denn als Kategorie, die das Verhältnis zwischen dem Innen und dem Außen sozialer Gruppen prägt“. Die Hinweise, die sich z. B. aus der Transnationalismusforschung ergeben (vgl. dazu auch: Willi Jasper, Hrsg., Wieviel Transnationalismus verträgt die Kultur? Verlag Dr. Köster, Berlin 2009, in: socialnet Rezensionen unter www.socialnet.de/rezensionen/8437.php), machen deutlich: „Wer mehr transnationale und weniger interethnische Kontakte hat, zeigt sich erstens weniger entfremdet vom Herkunftskontext und verortet sich auch subjektiv eher im Herkunfts-, als im Aufnahmekonext“.

Die Schweizer Sozialwissenschaftlerin Janine Dahinder nimmt ebenfalls die Aspekte des Transnationalismus zum Anlass, darüber zu reflektieren: „Wenn soziale Netzwerke transnational werden“. An zwei Fallbeispielen verdeutlicht sie die Aspekte von Migration, Transnationalität, Lokalität und sozialen Ungleichheitsverhältnissen. Dabei diskutiert sie weniger mögliche Konfrontationen zwischen der Transnationalismus- und der Assimilationstheorie (vgl. dazu auch: Jutta Aumüller: Assimilation. Transcript Verlag, Bielefeld 2009, in: socialnet Rezensionen unter www.socialnet.de/rezensionen/8169.php), als vielmehr „die Entkoppelung des Assimilationsbegriffs von dem nationalen Bezugsrahmen, da das Denken in `nationalen Containern` die Teilnahme an transnationalen Netzwerken nur als Zeichen einer `Desintegration` deuten kann.

Fazit

Das Leben besteht aus „Knoten und Kanten“. Wenn Netze die Knoten und die je konkreten Lebensbezüge der Menschen auch Kanten haben, dann sind Netzwerke, insbesondere wenn es sich um soziale handelt, Auffang- und Einschlussbehälter zugleich. Damit haben wir die Eckpunkte benannt, die ein gedeihliches, friedliches und humanes Zusammenleben der Menschen in Gemeinschaften und Gesellschaften ermöglichen. Die Soziale Netzwerkanalyse stellt ein Denkinstrument dar, die seit Jahrhunderten im wissenschaftlichen Diskurs immer wieder eingeforderte Überwindung der Theorie-Praxis(Empirie)-Hürde zu erreichen. Der Blick über den jeweils eigenen wissenschaftlichen Tellerrand gelingt mit den im Projekt „Gesellschaftliche Abhängigkeiten und soziale Netzwerke“ der Universitäten Trier und Mainz angestoßenen Fragestellungen, Analysen und Forschungsergebnissen, hier aufgezeigt für die Bereiche Wirtschafts- und Migrationsforschung. Wenn das Herausgeberteam feststellt, dass für die wissenschaftliche Community die Wissensfunktion des „Netzwerkanalytikers noch nicht unbedingt reputierlich für angehende Wissenschaftler“ sei, ist es ein Grund mehr, die Perspektiven, Möglichkeiten und Grenzen von gesellschaftlichen Wissens- und Handelnsnetzwerken zu reflektieren und dazu beizutragen, dass im Wissenschaftsbetrieb, wie im lokalen, regionalen und globalen Tun die Netzwerkanalyse Fuß fassen und wirksam werden kann.

Der Sammelband ist somit ein Baustein dafür, wissenschaftliches Denken und Forschen in das Gebäude einer humanen Existenz Heute und Morgen einzufügen.


Rezension von
Dipl.-Päd. Dr. Jos Schnurer
Ehemaliger Lehrbeauftragter an der Universität Hildesheim
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Zitiervorschlag
Jos Schnurer. Rezension vom 31.12.2010 zu: Markus Gamper, Linda Reschke (Hrsg.): Knoten und Kanten. Soziale Netzwerkanalyse in Wirtschafts- und Migrationsforschung. transcript (Bielefeld) 2010. ISBN 978-3-8376-1311-7. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/10555.php, Datum des Zugriffs 25.11.2020.


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