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Tim Lukas: Kriminalprävention in Großsiedlungen

Cover Tim Lukas: Kriminalprävention in Großsiedlungen.. Wirkungen baulicher und sozialer Maßnahmen am Beispiel der randstädtischen Neubaugebiete Marzahn Nord und Gropiusstadt. Duncker & Humblot (Berlin) 2010. 315 Seiten. ISBN 978-3-428-13405-2. 35,00 EUR, CH: 48,00 sFr.

Max-Planck-Institut für Ausländisches und Internationales Strafrecht : Schriftenreihe des Max-Planck-Instituts für Ausländisches und Internationales Strafrecht, Freiburg i. Br. - K, Kriminologische Forschungsberichte - Band K 152.
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Thema

Großsiedlungen waren in den 60er Jahren der Inbegriff wohnungs- und städtebaulichen Fortschritts. Auf wenig Raum - vielleicht auch mit nicht gerade teueren Baumaterialen - also auch einer mittelmäßigen Bausubstanz - wurde ein für breite Bevölkerungsschichten erschwinglicher Wohnraum geschaffen. Dies mag in der kapitalistisch verfassten Bundesrepublik genauso gegolten haben wie im sozialistischen Wohnungsbau. Auch haben sicher die Plattenbauten in den Zentren der ehemaligen DDR auf Grund ihrer Mischung auch eine andere Integrationswirkung entfaltet, als dies für die Großsiedlungen im Westen galt. Diese waren auch immer besetzt mit einer Bevölkerungsschicht, die in nicht ganz sicheren bis prekären sozioökonomischen Verhältnissen lebte, bestenfalls auf einem niedrigen Niveau als integriert galt.

Inzwischen wissen wir mehr über die strukturellen Wirkungen solcher Quartiere auf das Verhalten und die Bewusstseinslage der Bewohnerschaft; vor allem machen wir uns Gedanken über die Folgen spezifischer städtebaulicher Gestaltungsmomente. Wie wirkt ein Quartier städtebaulich auf die Integration seiner Bewohnerschaft, und befördert ein depriviertes Quartier auch abweichendes Verhalten?

Autor

Dr. Tim Lukas ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Soziologie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Zuvor hat er als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Kriminologie des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht das international vergleichende Forschungsprojekt "Crime Prevention Carousel. Sharing Good Practice in Crime Prevention" koordiniert.

Entstehungshintergrund

Das Buch entstand aus dem oben genannten Forschungsprojekt heraus und ist zugleich von der Philosophischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität als Dissertation angenommen worden.

Aufbau

Das Buch ist in zehn große Kapitel untergliedert:

  1. Einleitung
  2. Theoretische Grundlagen
  3. Städtebau und Kriminalitätsfurcht
  4. Strategien der städtebaulichen Kriminalprävention
  5. Instrumente der Stadtentwicklung als Mittel der städtebaulichen Kriminalprävention
    Exkurs: Entstehungsbedingungen randstädtischer Großsiedlungen in Ost- und Westdeutschland
  6. Beschreibung der Untersuchungsgebiete
  7. Umfang, Struktur und Entwicklung der Kriminalität
  8. Maßnahmen der Kriminalprävention
  9. Das EU-Projekt "Cirme Prevention Carousel - Sharing Good Practice in Crime Prevention" - Die Berliner Studie
  10. Schlussbetrachtung

Im Anhang findet man dann noch neben einer ausführlichen Literaturliste Tabellen und Abbildungen sowie den Fragebogen, der der Untersuchung zu Grunde lag.

Inhalt

Dreh- und Angelpunkt dieser Arbeit sind die Ergebnisse der Berliner Studie, die in Gropiusstadt und Marzahn-Nord als zwei randständigen Großsiedlungen durchgeführt wurde.

In seiner Einleitung stellt der Autor seine Arbeit vor. Dabei beschreibt er die Fragestellung des Projekts: "Wie erfolgreich sind bauliche und soziale Maßnahmen in Hinblick auf die Gewährleistung von Ordnung und Sicherheit? Sind Stadterneuerungsprogramme dazu geeignet, sowohl den Grad der subjektiven Verunsicherung als auch das Niveau der kriminellen und nicht-kriminellen Devianz in Wohngebieten zu reduzieren? Und inwieweit haben strukturelle Interventionen einen Einfluss auf die allgemeine Wohnzufriedenheit im Quartier?" (4).

In einem weiteren Kapitel setzt sich Lukas mit den theoretischen Grundlagen auseinander, die seine Arbeit leiten, geht auf die klassische Unterscheidung von primärer, sekundärer und tertiärer Prävention ein, um dann auf die theoretischen Zusammenhänge von sozialen Strukturen und Kriminalität zu kommen. Dabei spielen die Theorie der sozialen Desorganisation, die Anomietheorie sowie die aus Chicagoer Schule kommenden Ansätze der Theorie der Subkultur und der Kulturkonflikte eine zentrale Rolle. Ebenso diskutiert er Zusammenhänge zwischen Kriminalität und Tatgelegenheiten und untermauert seine Überlegungen mit theoretischen Ansätzen wie dem Routine-Activity-Ansatz oder der Rational-Choise-Theorie.

Dass städtebauliche Gestaltung auch mit einer subjektiv empfundenen Kriminalitätsfurcht zu tun hat, diskutiert Lukas in einem weiteren Kapitel. Ob auf einer persönlich-biographischen Ebene Menschen mit Opfererlebnissen bereits konfrontiert waren, ob die Mechanismen sozialer Kontrolle auf einer Mesoebene versagen, weil es an der sozialen Organisation von Quartieren mangelt oder ob auf einer gesellschaftlichen Ebene Kriminalitätsfurcht durch Massenmedien erzeugt wird: es geht immer um die Frage der Diskrepanz zwischen den objektiven Bedingungen von Sicherheit und dem subjektiven Gefühl der Unsicherheit.

Aber auch die raumstrukturellen Bedingungen des Wohnviertels tragen zu dieser Unsicherheit bei, wie Lukas an Hand einiger Forschungsergebnisse belegt.

Gibt es Strategien städtebaulicher Kriminalprävention? Dieser Frage geht Lukas in einem weiteren Kapitel nach. Dazu liegen uns bereits klassische Studien der Chicago School vor. Bereits Jane Jacobs hat in ihrer Arbeit über "Tod und Leben großer amerikanischer Städte" auf die Mängel einer Stadtplanung verwiesen, die auch abweichendes Verhalten reproduziert. Nach einer ausführlichen Diskussion dieser und anderer Forschungsarbeiten kommt der Autor zu einer Kritik der städtebaulichen Kriminalprävention. Dabei ist sicher ein wichtiger Punkt die trennscharfe Abgrenzung von Kontext- oder Quartierseffekten von anderen Rahmenbedingungen des Verhaltens, wie die der Biographie, der psychosozialen Dispositionen, der Familienverhältnisse und Sozialisationsbedingungen u. ä.

In seinem Kapitel über die Instrumente der Stadtentwicklung als Mittel der städtebaulichen Kriminalitätsprävention stellt Lukas zunächst die Konzepte der Niederlande und Großbritannien vor, um dann auf die städtebauliche Kriminalprävention in Deutschland einzugehen. Eine zentrale Frage dieses Kapitels ist dabei, inwieweit die unterschiedlichen städtebaulichen Förderprogramme eine kriminalpräventive Wirkung entfalten. Dabei werden vor allem die Maßnahmen des Programms Soziale Stadt gewürdigt, die u. a. eine höhere Sicherheit im öffentlichen Raum anstreben.

In einem Exkurs geht der Autor auf die Entstehungsbedingungen randstädtischer Großsiedlungen in Ost- und Westdeutschland ein. Warum dieses Kapitel nicht früher - eher zu Beginn der Arbeit - angesiedelt ist und warum es vor allem ein Exkurs ist, ist angesichts der Bedeutung dieser Bedingungen für das Thema nicht ganz transparent. Gleichwohl geht Lukas auf die besondere Situation der Entstehung und der Probleme der Struktur und ihrer Bewohnerschaft ein.

Es folgt dann die Beschreibung der beiden Untersuchungsbiete, Marzahn-Nord und Gropiusstadt, die auch mit Bildern und einigen Statistiken unterlegt wird. Die Untersuchungsgebiete werden von ihrer Baustruktur und ihrer sozialen Infrastruktur her analysiert, ebenso wird ihre sozio-demographische Entwicklung durchleuchtet und mit empirischem Material dargestellt.

Umfang, Struktur und Entwicklung der registrierten Kriminalität wird dann in einem weiteren Kapitel dargestellt - zunächst auf Deutschland insgesamt bezogen, dann auf Berlin, um dann auf die Untersuchungsgebiete einzugehen.

Die Gemengelage unterschiedlicher Maßnahmen der Kriminalprävention in Berlin, bestehend aus situationsbezogenen und sozialintegrativen Maßnahmen, macht es schwer von einem einheitlichen Konzept zu sprechen. Dabei beklagt der Autor, dass den genuin kriminalpräventiven Maßnahmen die Ressourcen entzogen werden und eher auf quartiersbezogene Ansätze gesetzt wird. Dies ist sicher diskussionswürdig, zumal erst die Mischung aus beidem zu wirklichen Effekten führen kann. Die beschriebene Prävention durch bauliche Maßnahmen wird von Lukas mit Bildern unterlegt, Prävention durch soziale Maßnahmen werden eher dem Programm Soziale Stadt zugeschrieben, das auf Quartiersmanagement setzt.

Schließlich wird das EU-Projekt "Crime Prevention Carousel. Sharing Good Practice in Crime Prevention - Die Berliner Studie" vorgestellt, aus dem die Arbeit hervorgeht.

Nach der Beschreibung der empirischen Methoden und Schritte diskutiert Lukas dann die Wohnzufriedenheit in den beiden Untersuchungsgebieten, insbesondere das soziale Klima im Stadtteil, die Umzugsneigung als Indikator für Wohnzufriedenheit und Domizilbindung sowie die Nachbarschaftsverhältnisse. Dabei werden die beiden Untersuchungsgebiete verglichen.

Für die Integration in den Stadtteil wird dann auch das Vertrauen in die Institutionen beleuchtet. Vertrauen in das Gewaltmonopol und Vertrauen in die Durchsetzungsmacht dieses Monopols etwa als Indikator für ein bestimmtes Sicherheitsgefühl werden in dem Zusammenhang relevant. Es geht aber auch um das Vertrauen in die Gesundheitsversorgung und in andere Institutionen im Stadtteil.

Weitere Überlegungen zur kriminellen Viktimisierung gehen der Frage nach, wie und vor allem wo man Opfer wird - allermeist im eigenen Wohngebiet. Dabei wird die Problemwahrnehmung der betroffenen Bürger von zentraler Bedeutung sein. Die Problemwahrnehmung korrespondiert möglicherweise mit den Problemen im Stadtteil, die für beide Stadtteile erhoben wurde. Die dabei verwendete Liste der Kategorien widerspiegelt all das, was man aus anderen Quartieren ähnlicher Prägung auch kennt.

Problemwahrnehmungen haben auch etwas mit Unsicherheitsgefühlen zu tun und Lukas geht davon aus, dass man diese Gefühle mittlerweile genauso wichtig nehmen muss wie die tatsächlichen Sicherheitsmängel und Unsicherheitsfaktoren. Auch hier werden die Stadtteile mit einander verglichen.

In einer Zusammenfassung der überprüften Zusammenhänge gibt der Verfasser noch einmal einen Überblick über die Fragestellung und die Resultate.

In seiner Schlussbetrachtung resümiert Lukas noch einmal die Ergebnisse der Studie und die theoretische und analytische Essenz städtebaulicher Kriminalprävention. Zwar lassen sich einerseits gerade in den Großsiedlungen der 60er und 70er Jahre Zusammenhänge zwischen der städtebaulichen Gestaltung und dem daraus erwachsenden Verhalten nachweisen. Andererseits gehen soziale Benachteiligungen der Bewohner, ihre sozialräumliche Segregation und andere raumbezogene Probleme einher mit einem Komplex anderer sozialer Probleme, die zwar mit den strukturellen Bedingungen des Sozialraums der Großsiedlungen korrespondieren und dennoch nicht trennscharf von den städtebaulichen Merkmalen des Quartiers trennbar sind.

Das macht auch integrierte Handlungskonzepte in der Kriminalitätsprävention schwierig, wenngleich sie allenthalten entwickelt werden.

Wichtiger ist auf der praktischen Ebene vielleicht die Erkenntnis, dass bauliche Maßnahmen im Endeffekt dann eine kriminalpräventive Wirkung entfalten, wenn ihre Gestaltung auch mit Fachkräften der Kriminalprävention begleitet wird.

Auch das große Thema Unsicherheit hängt offensichtlich sehr stark mit der städtebaulichen (Um-)gestaltung der Quartiere zusammen. Dabei spielt sicher auch die sozialräumliche Verortung in nachbarschaftliche Kommunikationszusammenhänge für das Vertrauen in den Alltag des Quartiers eine wichtige Rolle.

Diskussion

Kriminalprävention auf kommunaler Ebene als multidisziplinäre Aufgabe erfordert integrierte Handlungskonzepte. Auch wenn man davon ausgeht, dass die Kommune der "Ort des Geschehens" ist und wenn man die sozialpolitische Rolle der Kommunen in der Verbesserung der Lebens- und Handlungsbedingungen ihrer Bewohnerschaft sieht, wird deutlich, wie wichtig die Kommunen als Integrationsräume sind. Und Großsiedlungen sind Teile von Kommunen. Ihre städtebauliche Gestaltung, ihre Anbindung an den Kernort, ihre Infrastruktur sind kommunal beeinflussbare und gestaltbare Bedingungen von Verhalten, von Bewusstseinsbildung und von dem Verständnis, das dort Kinder und Jugendliche entwickeln können von der Welt und von sich selbst.

Und trotzdem gelingt es uns nicht - und das macht auch diese Arbeit deutlich - die klare Verantwortlichkeit solcher strukturellen Bedingungen für abweichendes Verhalten zweifelsfrei zu begründen. Bei allem, was in dieser Arbeit zusammengetragen wurde an theoretischem Wissen über abweichendes Verhalten und Kriminalität und über den Zusammenhang von Wohnumfeldbedingungen und Verhalten; Lukas geht doch sehr verhalten mit diesen Ergebnissen in seiner Begründung städtebaulicher Kriminalitätsprävention um. Seine sehr gründliche empirische Recherche gibt einerseits einige Hinweise auf empirische Zusammenhänge, lässt aber dann doch letztlich die Frage offen, welche Quartiers- oder Kontexteffekte es jetzt aber auch genau sind, die zu kriminellem Verhalten führen.

Fazit

Eine sehr differenziert angelegte Studie, die tiefer geht, als die Begründungen so mancher kriminalpräventiver Maßnahmen auf kommunaler Ebene - auch so mancher integrierter Handlungskonzepte. Sie ist allen anzuraten, die sich konzeptionell mit dem Zusammenhang von Städtebau und Verhalten auseinandersetzen.


Rezensent
Prof. Dr. Detlef Baum
Professor em. Arbeits- u. Praxisschwerpunkte: Gemeinwesenarbeit, stadtteilorientierte Sozialarbeit, Soziale Stadt, Armut in der Stadt Forschungsgebiete: Stadtsoziologie, Stadt- und Gemeindeforschung, soziale Probleme und soziale Ungleichheit in der Stadt
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Zitiervorschlag
Detlef Baum. Rezension vom 04.02.2011 zu: Tim Lukas: Kriminalprävention in Großsiedlungen.. Wirkungen baulicher und sozialer Maßnahmen am Beispiel der randstädtischen Neubaugebiete Marzahn Nord und Gropiusstadt. Duncker & Humblot (Berlin) 2010. ISBN 978-3-428-13405-2. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/10674.php, Datum des Zugriffs 21.09.2019.


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ISSN 2190-9245

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