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Gotthard Breit, Peter Massing (Hrsg.): Soziale Milieus

Cover Gotthard Breit, Peter Massing (Hrsg.): Soziale Milieus. Wochenschau Verlag (Frankfurt am Main) 2010. 158 Seiten. ISBN 978-3-89974-606-8. 21,80 EUR.

Zeitschrift: Politische Bildung. Beiträge zur wissenschaftlichen Grundlegung und zur Unterrichtspraxis - Jg. 43,2.
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Thema und Konzeption

Im Oktober 2006 erregte sich der damalige Arbeitsminister Franz Müntefering heftig über den Begriff „Unterschicht“, weil er bestimmte Teile der Gesellschaft stigmatisiere und allenfalls für „lebensfremde Soziologen“, nicht aber für die Politik oder die gesellschaftliche Debatte einen Gebrauchswert besitze. Schon damals reagierten Vertreter der Wissenschaft eher gelassen mit dem Hinweis, dass nicht der Begriff, sondern die Wirklichkeit die Ursache von Stigmatisierung sei. Viele Sozialwissenschaftler fühlten sich zudem zu Unrecht an den Prager gestellt, weil Schicht- und Klassenmodelle ohnehin seit den 1980er Jahren erheblich an Bedeutung eingebüßt haben und im Rahmen der Sozialstrukturanalyse zunehmend vom Milieu- und Lebensstilkonzept abgelöst wurden. Auf begrifflicher Ebene hat sich für den perspektivlosen Teil der Gesellschaft zudem der Terminus „Prekariat“ durchgesetzt. Selbst in der Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung, die seinerzeit der indirekte Auslöser der Debatte war, kam der Begriff „Unterschicht“ überhaupt nicht vor; dort war die Rede vom „abgehängten Prekariat“.

Rund vier Jahre später ist eine Nummer der Zeitschrift „Politische Bildung“ (Heft Nr. 2/2010) erschienen, die dem Thema „Soziale Milieus“ gewidmet ist. Seitens der Herausgeber wird der Begriff zu Beginn der Einleitung definiert als eine „Basisdifferenzierung der Gesellschaft auf der Grundlage von Wertorientierungen (…), Lebensstilen (…) und sozialen Lagen.“ (S. 5) Damit ist umrissen, dass nicht nur der Begriff, sondern auch der Inhalt des Zeitschriftenbandes deutlich weiter gespannt ist als die Debatte um den unterprivilegierten und zunehmend perspektivlosen Teil der Gesellschaft. Der Schwerpunkt liegt sogar erkennbar auf „politischen Milieus“, oder genauer: auf der politischen Wirksamkeit sozialer Milieus. So geht es in den fünf Fachbeiträgen

  • zum einen um den historischen Wandel politischer Milieus in Deutschland von der Kaiserzeit bis zum wiedervereinigten Deutschland (Oscar W. Gabriel);
  • zum Zweiten um die Konsequenzen, die sich aus der Schwächung traditioneller sozialer Milieus für die beiden „großen“ Volksparteien SPD und Union ergeben (Klaus Detterbeck);
  • zum Dritten um den sozialen Strukturwandel in der DDR und die Entwicklungen seit den Wendejahren 1989/90 (Michael Hofmann).
  • Der vierte Aufsatz analysiert anhand ausgewählter Politikfelder (Familienpolitik, Pflegereform 2008, Aktivierung der „neuen Alten“) die Wirkung jüngerer demografischer Wohlfahrtsstaatspolitik auf unterschiedliche soziale Milieus (Diana Auth).
  • Der abschließende fünfte Beitrag nimmt mittels sechs empirischer Studien die soziale und politische Situation von Migranten in Deutschland in den Blick (Peter Massing).

Neben den fünf Aufsätzen versammelt das Heft einen unterrichtspraktischen Teil, der Materialien und didaktische Hinweise für ein Unterrichtsvorhaben zum Thema „Können Kinder aus ihren Milieus herauskommen?“ bereitstellt, unter anderem mit Texten zum sozialen Brennpunkt Berlin-Neukölln oder den gesellschaftlichen Codes deutscher Eliten. Ferner beinhaltet der Zusatzteil zwei Buchbesprechungen, ein Forum mit zwei Beiträgen (Herausforderungen für die politische Bildung in Chile sowie Präsentation eines politikdidaktischen Kompetenzmodells), ein aktuelles Thema zum Stichwort „Hartz IV“ sowie einen Tagungsbericht zu den „Beutelsbacher Gesprächen vom 22. bis 24. Februar 2010 in Bad Urach“.

Herausgeber, Autoren und Zielgruppe

Das Heft richtet sich – dem Profil der Zeitschrift entsprechend – in erster Linie an Politik- und Sozialkundelehrer; es dürfte aber auch für eine studentische Klientel und für alle im Bereich der politischen Bildung aktiven Personen von grundlegendem Interesse sein. Sowohl Herausgeber wie Autoren sind allesamt Fachwissenschaftler für Politikdidaktik, Politikwissenschaft oder Soziologie an deutschen oder internationalen Universitäten.

Aufbau und Inhalt

Theoretischer Ausgangspunkt des Bandes ist zum einen die (eingangs bereits erwähnte) nachlassende Bedeutung der Begriffe „Klasse“ und „Schicht“ für die Sozialstrukturanalyse, die noch in den 1970er Jahren das maßgebliche Instrumentarium waren, seit Beginn der 1980er Jahre aber zunehmend vom Milieu- und Lebensstilkonzept abgelöst wurden. Zum Zweiten wird darauf verwiesen, dass beide Ansätze inzwischen nicht mehr als sich gegenseitig ausschließende Modelle betrachtet werden, sondern als wechselseitige Ergänzung und komplementäre Konzepte mit unterschiedlichen Erklärungsperspektiven. Folglich tauchen in den Fachbeiträgen – auch darauf machen die Herausgeber in ihrer Einleitung aufmerksam – gelegentlich mehrere Konzepte auf. Der gewählte Zeitschriftentitel signalisiert aber zweifellos eine gewisse analytische Präferenz für das Milieukonzept.

Den beiden ersten Aufsätzen liegt in analoger Weise die Beobachtung zugrunde, dass das schwache Abschneiden der beiden „großen“ Volksparteien bei der Bundestagswahl 2009 besonders auf den nachlassenden Einfluss traditioneller Milieubindungen zurückzuführen ist. Oscar W. Gabriel geht es in seinem Beitrag „Politische Milieus. Individualisierung und der Wandel der Strukturen des Parteienwettbewerbs“ (S. 9–23) vor allem um den „langfristigen Wandel der gesellschaftlichen Grundlagen des Parteienwettbewerbs in Deutschland“ (S. 10). Er zeichnet dazu die geschichtliche Dimension sozialer Milieu- und Parteienentwicklung in Deutschland vom Kaiserreich über die Weimarer Republik, die Bundesrepublik bis zum wiedervereinigten Deutschland nach und kommt zu dem Ergebnis, dass die im 19. Jahrhundert entstandenen Konfliktlinien zwar noch vorhanden sind und auch neueren Milieuanalysen als Grundlage dienen, dass eine klare Zuordnung sozialer Milieus zu großen politischen Lagern aber nicht mehr existiert. Auch wenn die Parteienidentifikation seit 1990 gleichbleibend bei gut 60 Prozent liegt, rekrutieren die beiden Volksparteien ihre Wähler inzwischen aus ähnlichen Wählersegmenten.

Klaus Detterbeck untersucht in seinem ähnlich konzipierten Aufsatz die „Veränderung sozialer Milieus und die Krise der Volksparteien“ (S. 24–37). Die Schärfe gesellschaftlicher Konflikte und weltanschaulicher Grabenkämpfe habe sich zunehmend in Richtung von Verteilungs- und Umverteilungsfragen entwickelt und damit auch zu einer Schwächung der politischen Wirksamkeit sozialer Milieus geführt. Zwar seien Gewerkschaftszugehörigkeit bzw. regelmäßiger Kirchgang noch immer die eindeutigsten Indikatoren für ein bestimmtes Wahlverhalten, aber dieser harte Kern der Stammwählerschaft ist geschrumpft. Detterbeck macht eine dreifache Krise – eine elektorale, eine organisatorische sowie eine governmentale Krise – der Volksparteien aus: Hatten die beiden Volksparteien 1957 noch einen gemeinsamen Stimmenanteil von über 80 Prozent, den sie auch bis zur Wiedervereinigung halten konnten, so waren es bei der Bundestagswahl 2009 nur noch 56,8 Prozent. Hinzu kommt der drastische Mitgliederschwund, der vor allem die SPD überproportional trifft. Seit 1992 hat die SPD 40 Prozent, die CDU 26 Prozent ihrer Mitglieder verloren. Und schließlich habe die Fragmentierung des Parteiensystems (5-Parteien-System) zu einer Unübersichtlichkeit von Wählervotum und Regierungsbildung beigetragen, die die jahrzehntelange Gewohnheit fester Koalitionsabsprachen oder absoluter Mehrheiten einzelner Parteien auf Länderebene in Zukunft eher unwahrscheinlich mache. Hinzu kommt die geschwächte Position der Volksparteien bei Koalitionsbildungen gegenüber den kleineren Parteien. Vor dem Hintergrund, dass es wenig Indizien gibt, die in näherer Zukunft auf eine Trendumkehr deuten, erwartet Detterbeck einen zunehmend offenen Wählermarkt und Wahlkämpfe, die von einer kurzfristigen Themenagenda beherrscht und deren Erfolg von der Zugkraft der jeweiligen Spitzenkandidaten abhängig sein wird.

Der Beitrag von Diana Auth („Demographische Wohlfahrtsstaatspolitik und ihre Auswirkungen auf soziale Milieus“, S. 51–65) kommt zu der kritischen Schlussfolgerung, dass sich die wohlfahrtsstaatlichen Maßnahmen in jüngerer Zeit vor allem positiv auf Mittel- und Oberschichtenmilieus auswirken, während sie an den Unterschichtenmilieus häufig vorbei gehen; und so zu einem weiteren Auseinanderklaffen der Gesellschaft beitragen. Festgemacht werden die Entwicklungen anhand dreier Politikfelder: Während die Pflegereform 2008 (u.a. Stärkung der häuslichen Pflege, Dynamisierung des Pflegegeldes, Förderung der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf) eine Entlastung quer durch alle sozialen Milieus bedeute und die Unterschichtenmilieus zumindest von der Leistungserhöhung am stärksten profitieren, sind die Nutznießer beim Versuch der wohlfahrtsstaalichen Mobilisierung der „neuen Alten“ (Modellprogramm „Generationenübergreifende Freiwilligendienste“) hauptsächlich gut qualifizierte Männer und Frauen aus traditionellen Mittel- und Oberschichtenmilieus. Im Bereich der Familienpolitik und ihrer veränderten Ausrichtung haben die Maßnahmen (Elterngeld, steuerliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten, Ausbau frühkindlicher Betreuungsplätze) zwar einerseits eine Modernisierung des Geschlechterverhältnisses zur Folge (höhere Väterbeteiligung und frühere Rückkehr von Frauen ins Erwerbsleben), doch die Profiteure sind in ganz überdurchschnittlichem Maße Familien mit hohen und mittleren Einkommen. Insgesamt lasse sich daher in den untersuchten Politikfeldern, so das Fazit von Diana Auth, kein Abbau sozialer Ungleichheit beobachten, eher schon die Verfestigung oder gar Verschärfung sozialer Gegensätze.

Unter dem Titel „Systembruch und Milieus“ untersucht Michael Hofmann im vierten Beitrag die „Geschichte und Entwicklung sozialer Strukturen in Ostdeutschland“ (S. 38–50). In der Gründungsphase der DDR, so Hofmann, bildete sich – verglichen mit der jungen Bundesrepublik – eine völlig andere Sozialstruktur heraus. Charakteristisch für die ersten 15 Jahre war vor allem – bedingt durch das Abwandern alter Eliten und einer gewaltigen Bildungsanstrengung – die Etablierung einer neuen Führungsschicht in Verwaltung, Sicherheitsorganen, Kultur, Wirtschaft und Politik. Die sozialistischen Bildungsaufsteiger rekrutierten sich hauptsächlich aus den Reihen der Facharbeiter und Vertriebenen, die die Integrationsangebote gerne annahmen. Die Entwicklung verschaffte dem System viele loyale staats- und parteitreue soziale Lebenswelten. Mitte der 1960er Jahre kam die Mobilität der DDR zum Erliegen; das sozialistische Establishment rekrutierte sich fast nur noch aus sich selbst heraus; die Chance auf Integration und Aufstieg schrumpften erheblich. Gegen die neuen modernen Lebenswelten, die seit den 1970er Jahren vor allem aus dem Westen kamen, konnte sich das System nicht völlig abschotten, blockierte sie aber nach Kräften. Nach der friedlichen Revolution 1989/90 kehrte dann die soziale Mobilität nach Jahrzehnten soziokultureller Erstarrung zurück. Allerdings war sie für die meisten Ostdeutschen gleichbedeutend mit einem sozialen Abstieg. Das industrielle Arbeitermilieu, das größte und rhetorisch hofierte Sozialmilieu der DDR, brach gleichsam weg. Zwar sind inzwischen auch in Ostdeutschland moderne (dienstleistungsorientierte) Arbeitnehmermilieus entstanden, doch unterscheidet sich die Sozialstruktur noch immer erheblich von der westdeutschen. Nach Hofmann ist der Osten „(noch) nicht in der modernen Mittelschichtgesellschaft angekommen“ (S. 48).

In seinem Beitrag „Zur politischen und gesellschaftlichen Lage von Migrantinnen und Migranten in Deutschland“ referiert Peter Massing (S. 68–81) Ergebnisse mehrerer, in jüngerer Zeit erschienener empirischer Untersuchungen. Von den insgesamt 82,1 Millionen Einwohner Deutschlands besitzen laut Statistischem Bundesamt (2010; Zahlen bezogen auf das Jahr 2008) 15,6 Millionen oder 19 Prozent einen Migrationshintergrund. Davon sind 8,9 Prozent Ausländer; 10,1 Prozent sind deutsche Staatsbürger. Massing kann dabei mit einigen überraschenden Zahlen aufwarten. So zeigen entgegen vieler Vermutungen und Befürchtungen zwei von der Bertelsmann Stiftung in Auftrag gegebene und 2009 veröffentlichte Studien („Demokratie und Integration in Deutschland“ sowie eine repräsentative Allensbach-Umfrage), dass Demokratie als Staatsform bei Migranten ähnlich hoch akzeptiert wird wie bei Einheimischen – und dass es auch nur wenig Unterschiede zwischen den Herkunftsgruppen gibt. Allerdings sinkt die Akzeptanz mit Dauer des Aufenthalts in Deutschland. Mit der Studie zur „Lage der Integration in Deutschland“ des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung (2009), die erstmals den Anspruch erhebt, einen Index zur Messung von Integration mit Hilfe von 15 Indikatoren entwickelt zu haben, verbindet sich allerdings das Ergebnis: Die Herkunft entscheidet über den Integrationserfolg. Während Personen aus EU-Ländern (ohne Südeuropa) am besten integriert seien, zeigten sich bei der Gruppe mit türkischem Hintergrund die größten Integrationsmängel. Den Zusammenhang von Bildung und Migration verdeutlicht Massing anhand der PISA-Studie 2000 und dem Bildungsbericht 2006. Demnach gebe es große Unterschiede im Bildungsniveau zwischen Personen mit und ohne Migrationshintergrund und zwar sowohl bei allgemeinen Schul-, wie auch bei beruflichen Bildungsabschlüssen. In keinem anderen Land seien außerdem die Unterschiede im Qualifikationsniveau so stark wie in Deutschland. Allerdings zeigen Migranten aus der ersten und zweiten Generation höhere Bildungsaspirationen als Schüler mit vergleichbaren Voraussetzungen ohne Migrationshintergrund. Die SINUS-Studie stellt vor allem die Potenziale, und weniger die Defizitperspektive von Migrantenmilieus in den Mittelpunkt. Hierzu zählt, dass 61 Prozent nach eigenen Angaben über einen international bunt gemischten Freundeskreis verfügen; und Wissen und Bildung für 74 Prozent wichtige Werte seien. Insgesamt zeigen die Studien, so Massing, dass Migranten in Deutschland keine homogene Gruppe darstellen. Die Mehrheit lebt allerdings gern in Deutschland und fühlt sich integriert. Leistungsbereitschaft und Interesse an Bildung und gesellschaftlichem Aufstieg sind stärker ausgeprägt als bei Personen ohne Migrationshintergrund. Unterschiede gibt es beim ermittelten Politikinteresse: Während die Bertelsmann-Studie ein geringeres Interesse als bei Einheimischen registriert, stellt die SINUS-Studie ein höheres Politikinteresse fest. Werte und Einstellungen von Migranten lassen demzufolge keine Gefährdung der Demokratie erwarten. Allerdings ist offen, welche Auswirkungen langfristig ihre soziale Lage, vor allem bei benachteiligten, unterschichtigen oder bildungsfernen Milieus zur Folge haben wird.

Diskussion

Bei aller gelungenen Zusammenschau der Beiträge kommt jedoch die eingangs erwähnte Diskussion zu kurz: Kein einziger Beitrag widmet sich exklusiv den Problemen der „Neuen Unterschicht“ bzw. des „abgehängten Prekariats“. Lediglich in einigen unterrichtspraktischen Materialen werden die zentralen, damit verbundenen Probleme angesprochen: etwa dass viele Hartz IV-Empfänger mittlerweile selbst für ihre Kinder keine Aufstiegsperspektive mehr erkennen wollen; dass sich in keinem OECD-Land zwischen 1995 und 2005 die Schere zwischen Arm und Reich so stark geöffnet hat wie in Deutschland; dass die Angst vor dem sozialen Abstieg inzwischen bis tief in die traditionellen Mittelschichtenmilieus reicht; und dass der Bildungserfolg nirgendwo so sehr von der sozialen Herkunft abhängt wie in Deutschland. Den abgedruckten Beiträgen lässt sich dieses Defizit freilich nicht anlasten; sie sind allesamt auf einem soliden wissenschaftlichen Niveau, flüssig lesbar, argumentieren schlüssig und münden in plausibel abgeleitete Schlussfolgerungen.

Zu erwähnen ist an dieser Stelle außerdem die etwas verwirrende Praxis des Verlages, die Fachaufsätze des Zeitschriftenheftes (d.h. ohne didaktische Teile des Heftes) mit kurzem zeitlichen Abstand in Form einer eigenständigen Buchpublikation erneut aufzulegen [vgl. Gotthard Breit / Peter Massing (Hrsg.): Soziale Milieus. Politische und gesellschaftliche Lebenswelten in Deutschland, Wochenschau Verlag (Schwalbach/Ts.) 2011. 112 Seiten. ISBN 978-3-89974-645-7. 9,80 EUR]. Wenngleich auf dieses Vorgehen im Zeitschriftenheft ausdrücklich hingewiesen wird, dürften unliebsame Doppelbestellungen wohl häufiger die Folge sein.

Fazit

Sieht man von der partiellen Vernachlässigung der genannten Debatte ab, so fällt das Resümee freilich positiv aus: Der Zeitschriftenband versammelt durchweg interessante, instruktive und informative Beiträge, die um zahlreiche nützliche Zusatzmaterialien ergänzt werden; und so wohl vor allem für Politik- und Sozialkundelehrer den größten praktischen Nutzen abwerfen dürften.


Rezension von
Dr. rer. pol. Thomas Schölderle
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Zitiervorschlag
Thomas Schölderle. Rezension vom 20.06.2011 zu: Gotthard Breit, Peter Massing (Hrsg.): Soziale Milieus. Wochenschau Verlag (Frankfurt am Main) 2010. ISBN 978-3-89974-606-8. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/10800.php, Datum des Zugriffs 04.12.2021.


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