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Silke Heimes: Schreiben im Studium

Cover Silke Heimes: Schreiben im Studium. Das PiiP-Prinzip : Mit 50 Tipps von Studierenden für Studierende. UTB (Stuttgart) 2011. 128 Seiten. ISBN 978-3-8252-3457-7. D: 9,90 EUR, A: 10,20 EUR, CH: 15,90 sFr.

Reihe: UTB S (Small-Format).
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Thema

Jeder Studierende wird im Laufe des Studiums mindestens eine schriftliche Arbeit anfertigen und vorlegen müssen. Aber auch in vielen Ausbildungsberufen wird eine schriftliche Ausarbeitung verlangt. Ratgeberliteratur dafür gibt es genügend, hier liegt nun ein Band einer sowohl wissenschaftlich als auch belletristisch Schaffenden vor. Was ist zu tun, damit die eigene schriftliche Arbeit erfolgreich ist? Welche Techniken gibt es, um die eigene Schreibkompetenz zu entwickeln? Was ist formal zu beachten? All diese Fragen beantwortet die Autorin in Ihrem Buch. Und sie hat noch mehr zu bieten: ein griffiges, leicht erlern- und anwendbares Konzept, um wissenschaftliche Arbeiten zu erstellen.

Autorin

Silke Heimes ist Professorin für Kunsttherapie an der Internationalen Hochschule in Calw, Autorin und Poesietherapeutin. Sie ist Gründerin und Leiterin des Instituts für Kreatives und Therapeutisches Schreiben in Mühlthal. Neben zahlreichen Fachpublikationen gibt es auch belletristische Werke der Autorin, im Januar 2011 etwa hat sie den Irseer-Pegasus-Preis gewonnen. Sie hat außerdem einen Lehrauftrag für kreatives Schreiben an der Hochschule Darmstadt.

Aufbau

Der vorliegende Band ist in sieben Kapitel gegliedert nebst Literaturverzeichnis und Sachwortregister. Gliederung und Struktur sind sehr gut nachvollziehbar, das strukturierte Inhaltsverzeichnis sowie das Sachwortregister erlauben ein gezieltes Nachlesen. Wichtige Aussagen sind durch graue Schattierung hervorgehoben und am Ende eines jeden Kapitels noch einmal zusammengefasst. Zwei kleine Emoticons, von der Autorin liebevoll Helfer genannt, erleichtern das Auffinden wichtiger Stellen: ein Smiley kennzeichnet positive Strategien, die unbedingt befolgt werden sollten und ein „trauriger Smieley“ soll vor Fehlern bewahren.

Inhalt

Im ersten Kapitel gibt die Autorin einen kleinen Einblick in die Entstehungsgeschichte des Buches. Aus der eigenen beruflichen Praxis und den persönlichen Interessensgebieten – der Liebe zum Schreiben – ist dieses Büchlein hervorgegangen. Aber auch auf Wunsch vieler Seminarteilnehmer von Frau Heimes, die gerne Hinweise zum Nachlesen in schriftlicher Form haben möchten. Ganz im Sinne Ciceros vertritt die Autorin die These: „Schreiben lernt man durch schreiben.“ Und der wohl wichtigste Tipp in diesem Kapitel, der zukünftige Autor möge vor Anfertigung seiner eigenen Arbeit andere Haus-, Bachelor- und Masterarbeiten lesen – übrigens gleichzeitig der Spitzenreiter der fünfzig Tipps von Studierenden.

Die Kapitelüberschrift des zweiten Kapitels ähnelt dem Buchtitel: Das PiiP-Prinzip. Hier wird der Leser nun vertraut gemacht mit der wissenschaftlichen Methode des Schreibens nach Heimes und erhält eine komplette Anleitung zum Anfertigen einer eigenen wissenschaftlichen Arbeit. Zunächst führt die Autorin aus, wie wichtig die richtige Themenwahl ist. Um Studierende dabei zu unterstützen stellt sie Kreativitätstechniken vor wie etwa Brainstorming, Mindmapping und Clustering, um die Arbeit vorzubereiten. Anschließend gilt es, sich zu entscheiden. Zu entscheiden für die Themenwahl, den Titel und eine vorläufige Gliederung. Der Kern der Arbeit sollte sich in vier bis fünf Sätze zusammen fassen lassen.

Im dritten Kapitel geht es um Geduld und Ermutigung, der Titel lautet: „Werden Sie Ihr eigener Schreibcoach“. Es ist essentiell sich selbst zu motivieren und besonders wichtig einen realistischen Zeitplan zu erstellen. Auch in diesem Kapitel vermittelt Heimes weiter Kreativitätsübungen, genauer gesagt kreative Schreibübungen. Alle Übungen sind bei entsprechender Durchführung sehr gut geeignet, um den Prozess des Schreibens zu begünstigen und den Schreibfluss aufrecht zu erhalten.

Im vierten Kapitel widmet sich Heimes den handwerklichen Dingen. In „Handwerk Schrieben“ geht‘s um technische Grundlagen, etwa wie viele Zeilen hat eine Normseite oder wie viele Anschläge pro Zeile sind Standard. Aber auch die Wichtigkeit der Gliederung wird anschaulich deutlich.

Das fünfte Kapitel „Lernen am Modell“ zeigt je eine Gliederung einer aus Sicht der Autorin gelungenen Haus- oder Seminararbeit, einer Bachelor sowie einer Masterarbeit. Im sechsten Kapitel hat die Autorin ein Ranking erstellt und fünfzig Tipps „Aus der Praxis für die Praxis“ zusammengetragen.

Im siebten Kapitel, kurz „Merkblätter“ überschrieben, finden sich Checklisten, Übungen und Hinweise für das Anfertigen einer wissenschaftlichen Arbeit.

Zielgruppe

Für Studierende aller Fachrichtungen eine gut geeignete Einstiegslektüre.

Fazit

Der vorliegende Band hat durchaus seine Berechtigung im Dschungel der Ratgeberliteratur zum wissenschaftlichen Schreiben. Das Buch ist gut strukturiert und aufgebaut, es liest sich angenehm und flüssig. Es ist ein guter Ratgeber für alle, die eine wissenschaftliche Arbeit anfertigen wollen und Orientierung suchen und das Preis-Leistungsverhältnis ist sehr gut.


Rezensent
Andreas Ploog
Politikwissenschaftler, M.A.
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Zitiervorschlag
Andreas Ploog. Rezension vom 01.04.2011 zu: Silke Heimes: Schreiben im Studium. Das PiiP-Prinzip : Mit 50 Tipps von Studierenden für Studierende. UTB (Stuttgart) 2011. ISBN 978-3-8252-3457-7. Reihe: UTB S (Small-Format). In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/11107.php, Datum des Zugriffs 21.10.2018.


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