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Tilman Jens: Freiwild. Die Odenwaldschule

Cover Tilman Jens: Freiwild. Die Odenwaldschule - Ein Lehrstück von Opfern und Tätern. Gütersloher Verlagshaus Verlagsgruppe Random House GmbH (Gütersloh) 2011. 192 Seiten. ISBN 978-3-579-06744-5. D: 17,99 EUR, A: 18,50 EUR, CH: 27,90 sFr.
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Thema

Im Jahr 2010 erschütterten zahlreiche Missbrauchsfälle in der Odenwaldschule aus der Vergangenheit die Öffentlichkeit. Die Odenwaldschule galt seit ihrer Gründung in den ersten Dekaden des letzten Jahrhunderts als Vorzeigeinternat der reformpädagogischen Bewegung. Die Missbrauchsfälle, die im Frühjahr 2010 Schlagzeilen machten, ereigneten sich während der Amtszeit des Schulleiters Gerold Becker, der von 1969 bis 1985 die Odenwaldschule leitete. Ehemalige Missbrauchsopfer hatten sich bereits in den 90iger Jahren an den damaligen Schulleiter gewandt. Doch ihren Berichten folgten keine Reaktionen und Konsequenzen, obwohl sie wohl durchaus glaubwürdig waren. Offensichtlich wurde um den Ruf und das Image des Vorzeigeinternats gefürchtet. Erst mit einem weiteren Wechsel der Schulleitung und dem 2010 anstehenden 100. Geburtstag der Odenwaldschule sowie den zu diesem Zeitpunkt schon bekannt gewordenen Missbrauchsfällen in anderen Internaten (z. B. Caniuskolleg in Berlin oder das Internat Salem in Baden-Württemberg) wurden betroffene Ehemalige lauter und wandten sich an die Medien. Erst jetzt war die Zeit offenbar reif, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen. Ein Prozess, der bis heute nicht abgeschlossen ist und zu anderen Veröffentlichungen, aber auch einer Reihe von Fernsehberichten geführt hat und aktuell führt.

Die bekannt gewordenen Missbrauchsfälle durch den Schulleiter Gerold Becker und weitere Lehrer an Schülern und Schülerinnen sind so zahlreich, dass es sich nicht um tragische Einzelfälle handeln kann. Vielmehr wird eine systematische sexuelle Ausbeutung der anvertrauten Kinder und Jugendlichen, nicht nur durch den Schulleiter in den 70iger Jahren, vermutet. Die Odenwaldschule sowie andere prominente Einrichtungen, in denen ebenfalls zahlreiche Missbrauchsfälle publik wurden, verdienen eine besondere Betrachtung, weil sie als geschlossene Systeme zu werten sind, in denen offensichtlich das Risiko für die betreuten Jungen und Mädchen, Opfer sexualisierter Gewalt durch Mitarbeiter/innen zu werden, besonders hoch ist.

Autor

Der Autor, Tilman Jens, war selber in den 70iger Jahren Schüler der Odenwaldschule und danach Zivildienstleistender dort. Er ist freier Autor, der zahlreiche Fernseh-Dokumentationen produziert hat und insbesondere für die Kulturmagazine der öffentlich-rechtlichen Sender arbeitet. Auch gibt es von ihm verschiedene Buchveröffentlichungen.

Entstehungshintergrund

Aus der biographischen Verbundenheit mit der Odenwaldschule und dem Bekanntwerden der Missbrauchsfälle, insbesondere in den 70iger Jahren, als Tilman Jens dort selbst Schüler war, ist sein Anliegen dieser Veröffentlichung, eine möglichst genaue Klärung der damaligen Ereignisse zu liefern. Wichtig ist Tilman Jens eine Verortung der zahlreichen Missbrauchsfälle im damaligen gesellschaftlichen Zeitgeist und in der (reform-) pädagogischen Atmosphäre des Internats. Dazu hat der Autor zahlreiche Interviews mit Opfern und Tätern geführt um die Situation zu rekonstruieren und Erklärungen zu finden. Tilman Jens selber führt in seinem Buch aus, dass er ursprünglich über den Missbrauch des Missbrauchs, „falsche Verdächtigungen“ und „über die Treibjagd, denen sich nun manch altgedienter Mitarbeiter ausgesetzt sieht“ schreiben wollte. Im Zuge seiner Recherchen und seiner Gespräche mit ehemaligen Schüler/innen und Lehrer/innen und seinem Eintauchen in die Vergangenheit zeigte sich jedoch, dass eine „eindeutige Parteinahme“ nicht möglich war und er seine Meinung, beispielsweise zur Frage der Entschädigung, ändern musste.

Aufbau und Inhalt

I. Im Paradies. Am Beispiel des Fliegenden Klassenzimmers von Erich Kästner und insbesondere der Figur des Internatslehrers Doktor Johann Bökh wird den Ausführungen ein literarisches Beispiel für eine Internatsschule vorangestellt. Die Lebenssituationen und Persönlichkeiten der Schüler und Lehrer, die Atmosphäre an der Schule, Menschliches und Tragisches werden skizziert, bevor der Autor beschreibt, wie er 1971 als 17-Jähriger in Kontakt mit der Odenwaldschule kam. Begeistert war er von der Idee einer Schule mit anderen Strukturen, weniger Hierarchie, einem anderem Selbstverständnis und anderem Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern, interessengeleitetem Lernen und Lerninhalten als das im damals üblichen Gymnasium der Fall war. Es folgen eine Beschreibung des Alltags, des Umfeldes, des Selbstverständnisses der Schule sowie eine erste Darstellung der pädagogischen Qualitäten und der Persönlichkeit des damaligen Schulleiters Gerold Becker unter Außerachtlassung seines jahrelangen sexuellen Missbrauchs von Schüler/innen.

II. In der Hölle. Der damalige Schulleiter Gerold Becker steht im Mittelpunkt dieses Kapitels sowie die Aufdeckung seiner Machenschaften und der Skizzierung des Skandals, der 2010 damit ausgelöst wurde. Die meisten und schwersten Vorwürfe durch ehemalige Schüler/innen galten ihm, richten sich aber auch gegen andere Lehrer. In Auszügen werden einzelne Fallbeispiele aufgezeigt. Ausführlicher widmet sich Tilman Jens den ehemaligen Schüler/innen, die es bis heute als positiv empfinden, auf dieser Schule gewesen zu sein, obwohl sie bereits während ihrer Schulzeit um die Neigungen des Schulleiters wussten bzw. entsprechende direkte eigene Missbrauchserfahrungen gemacht haben. Demgegenüber gestellt werden die Reaktionen, Verharmlosungen, Bagatellisierungen und Leugnungen des todkranken Beckers den Opfern gegenüber bei gleichzeitigen Schilderungen seiner hervorragenden pädagogischen Qualitäten. Tilman Jens geht in diesem Kapitel auch der Frage nach, was sie als Schüler damals gewusst haben und warum sie geschwiegen haben, damals wie dann auch 1999.

III. Vibratoren statt Kanonen

In diesem Kapitel setzt sich der Autor mit den 70iger Jahren auseinander. Zitiert werden prominente Zeitgenossen von damals, (zum Teil selber ehemalige Schüler/innen der Odenwaldschule), insbesondere mit Aussagen zur Sexualität, auch von und mit Kindern. So wird dem damaligen Zeitgeist zugeschrieben, dass Pädosexualität bzw. Pädophilie damals nicht geächtet wurden, so wie es heute der Fall ist. Heftige Debatten um den § 218, die zunehmende Legalisierung der Homosexualität, die sexuelle Revolution sind Stichworte, die der Autor bei der Darstellung des Zeitgeistes aufgreift. Durchflochten werden die Ausführungen mit Einblicken in das Verhalten von zwei Lehrern, die nicht nur mit ihren Schüler/innen zusammenwohnten, sondern auch gemeinsam Urlaube und Segeltörns mit einigen ausgewählten Schüler/innen unternahmen. Insbesondere bei einem dieser Lehrer war die pädosexuelle Neigung und sein entsprechendes Verhalten mehr als augenfällig. Dennoch hat er mehrere Schulleitungen überstanden und er konnte jahrzehntelang unbeschadet im Internat unterrichten und mit Kindern und Jugendlichen leben. Thematisiert wird auch die Chancenlosigkeit betroffener Kinder, in der Schule Gehör zu finden.

IV. Sündenböcke

Da die Taten verjährt sind, wird es keine juristischen Möglichkeiten der Widergutmachung geben. Da sich Gespräche zwischen den Gremien der Schule und betroffenen Ehemaligen seit 2008 relativ ergebnislos hingeschleppt haben, nutzt insbesondere ein ehemaliger Schüler im Frühjahr 2010 das anstehende 100jährige Jubiläum der Odenwaldschule, weit reichende Forderungen, auch hinsichtlich einer Neuausrichtung der Schule zu stellen und den Medien ausführliche Darstellungen über den Missbrauch und die beteiligten Lehrer zu geben. Der Autor greift den Fall dieses ehemaligen Schülers auf um geradezu akribisch darzulegen, dass die Erinnerungen der Opfer nicht unbedingt der Wahrheit entsprechen und nach seiner Ansicht das Opfer die Medien und Öffentlichkeit zu seiner Profilierung nutzt. Auch eine kleine Exkursion in wissenschaftliche Erklärungen der Gedächtnisleistungen im Zusammenhang mit Stress- oder Traumaerlebnissen wird unternommen. Der Autor vermutet, dass die fehlende Möglichkeit der juristischen Aufarbeitung dazu führt, dass andere Schuldige ausgemacht werden müssen um Satisfaktion zu erhalten und dass symbolisch auch die „bestraft“ werden sollen, die zum Wegsehen und Schweigen beigetragen haben. So ähnlich verhält es sich seiner Ansicht nach auch mit dem ehemaligen Schulleiter und Nachfolger von Becker. Auch den beiden externen Juristinnen, die eine Expertise über die zurückliegenden Ereignisse erstellten, bescheinigt Tilman Jens unsachgemäße Klärung und eine unausgewogene Arbeit.

V. Verschwörungstheorien

In diesem Kapitel setzt sich der Autor mit der Vermutung einiger anderer Journalisten auseinander, die Odenwaldschule sei von einer Gruppe Pädosexueller in den 60iger Jahren quasi übernommen worden. Ihre abgeschiedene Lage hat sowohl die Übernahme wie die Ereignisse ermöglicht, meinen die Befürworter der Verschwörungstheorie. Tilman Jens versucht seinerseits darzulegen, dass es sich nicht um eine gemeinschaftliche Strategie gehandelt haben kann. Und ebenso wird ein Zusammenhang zwischen der Reformpädagogik, der Landerziehungsheimbewegung und dem sexuellen Missbrauch vom Autor vehement in Abrede gestellt.
Schließlich widmet Tilman Jens auch dem langjährigen Lebensgefährten des Schulleiters Gerold Becker, dem bekannten Pädagogen Hartmut von Hentig, einige Ausführungen.
Zum Schluss stellt er Überlegungen an, inwiefern die Schule die Schüler/innen, die Opfer wurden, entschädigen kann und setzt sich mit der Frage auseinander, wie die Schule den Weg zu einer Neuorientierung und zu einem neuen Leitbild finden kann. Das geht nicht ohne die weitere Aufbereitung der Vorkommnisse in der Geschichte des Internats.

VI. Dank und Anmerkung in eigener Sache

VII. Literatur

Diskussion

Der Veröffentlichung von Tilman Jens sind andere von ehemaligen Schüler/innen der Odenwaldschule gefolgt und diverse Reportagen im Fernsehen ausgestrahlt worden. Eines ist mit Sicherheit als Schlussfolgerung festzuhalten: Die sexualisierte Gewalt gegen Schülerinnen und Schüler durch Lehrer an dieser Schule über Jahrzehnte hatte System. Wie auch in anderen vergleichbaren Einrichtungen. „Geschlossene“ Systeme tragen offensichtlich ein erhöhtes Risiko für die in ihnen lebenden Mädchen und Jungen, Opfer sexualisierter Gewalt durch Lehrer/innen bzw. Mitarbeiter/innen zu werden. Geschlossene Systeme sind von strukturellen Bedingungen gekennzeichnet, die (sexuelle) Übergriffe durch Fürsorgepersonen gegenüber Kindern und Jugendlichen begünstigen, setzen sich die Leitungsverantwortlichen und PädagogInnen nicht genau mit diesen Faktoren auseinander und ergreifen Maßnahmen für einen verbesserten Schutz der ihnen anvertrauten Mädchen und Jungen. Damit wirken Einrichtungen wie die Odenwaldschule wie eine Einladung an Pädosexuelle, an solchen Orten ihren Wirkungskreis zu suchen und mit ihren manipulativen Strategien dafür zu sorgen, dass sowohl Opfer, aber auch nicht direkt betroffene Kinder und Jugendliche, andere PädagogInnen oder weitere Personen aus dem Umfeld der Schule das Geschehen tabuisieren und nicht nach außen tragen.

Es ist nachvollziehbar, dass ehemalige Schüler/innen das Bedürfnis haben zu ergründen, welche Vorwürfe ihre Berechtigung haben, wie viel man selber wusste, ohne direkt Opfer zu sein, und welche Dynamik dazu führte, dass alle am Geschehen Beteiligten über Jahrzehnte geschwiegen haben. Auch, welche Entwicklung Mitschüler/innen genommen haben, die zu Leidtragenden der sexualisierten Gewalt wurden.

Verständlich ist zudem, dass ehemalige Schüler/innen der Odenwaldschule, die sich über Jahrzehnte als begünstigt definierten, weil sie diese „einzigartige“ Reformschule mit ihrem für die 70iger Jahre fast revolutionärem Konzept besuchen konnten, in besonderer Weise mit den jetzt publik gewordenen Abgründen einer vermeintlich fortschrittlichen Pädagogik bestürzt sind.

Als schwierig erweist es sich allerdings, wenn ein ehemaliger Schüler, wie Tilman Jens mit dem Anspruch antritt, mit dieser Veröffentlichung zur Klärung der Vorkommnisse beitragen zu wollen. Beim sexuellem Missbrauch in pädagogischen Einrichtungen verhält es sich vergleichbar mit dem sexuellen Missbrauch in Familien: Alle, ob direkt oder indirekt, sind potentiell Betroffene an dem Geschehen und sind ambivalent hinsichtlich ihrer Parteinahme für die Opfer oder/und Täter. Es gehört zu den Strategien der Täter, alle im Umfeld zu manipulieren und damit die Wahrnehmung eben auch zu „vernebeln“. Tatsächliche Aufklärung, eine Differenzierung von angemessenen Maßnahmen und Überreaktionen ist nur durch externe Fachleute und ihre Beratung zu leisten. Denjenigen im System fehlt dazu die notwendige Distanz und Außensicht.

Und genau diese Ambivalenz kennzeichnet das Buch von Tilman Jens. Er greift, nicht nur mitfühlend, die Schicksale von Opfern auf, sondern neigt gleichzeitig zu wesentlich mehr Empathie für die nach seiner Ansicht zu Unrecht beschuldigten Lehrer und zu Bagatellisierungen und Rechtfertigungen für die der Taten überführten Lehrer. Dies zeigt sich an einer stellenweise für den aufmerksamen Leser kaum auszuhaltenden Rhetorik. Immerhin handelt es sich bei den Opfern um Mitschüler/innen! Trotz allen Wissens um die Vorgänge in der Odenwaldschule und der Verurteilung des Verhaltens der beschuldigten Lehrer wird der Schulleiter Gerold Becker in den Ausführungen immer wieder als charismatische Figur fortschrittlicher Pädagogik dargestellt und seine an den Schüler/innen ausgelebte Pädosexualität als persönliches tragisches Einzelschicksal („die Tragik eines begabten Mannes, der mit seiner Triebstruktur nicht fertig wurde“) interpretiert und mit dem Zeitgeist der 70iger Jahre begründet. So verwundert es nicht, dass jeder Zusammenhang eines solchen Verhaltens mit der Reformpädagogik sowie einer gewissen Systematik des vielfachen sexuellen Missbrauchs von Schüler/innen durch mehrere Lehrer an Abrede gestellt wird.

Viele der Darstellungen im Buch sind Beispiele für die Strategien der Täter, ohne dass diese Tatsache Berücksichtigung erfährt. So führt Tilman Jens beispielsweise aus, dass die Aufarbeitung der Taten der Täter nicht so schmerzhaft wäre, wenn sie nur eindimensionale Schurken gewesen wären. Täter sind in aller Regel keine eindimensionalen Schurken und können sich sehr wohl in das Erleben von Kindern hineinversetzen. Pädosexuelle suchen Beziehungen mit Kindern, auch Sex, aber nicht nur. Das gerade macht es ja Mädchen und Jungen so schwer, nein zu sagen. Zuwendung, Verständnis, Vergünstigungen, die Ermöglichung von Regelüberschreitungen, das Gefühl etwas Besonderes zu sein etc. sind ja gerade die Strategien, die Täter bei Mädchen und Jungen anwenden. So auch einige der fortschrittlichen Pädagogen der Odenwaldschule unter dem Deckmantel der Reformpädagogik und liberalen Aufbruchstimmung der 70iger Jahre. Das Unrechtsbewusstsein, den Opfern geschadet zu haben, fehlt sowohl dem Schulleiter wie den anderen des Missbrauchs bezichtigten Lehrern.

Fazit

Die Veröffentlichung ist ein beredtes Beispiel dafür, dass Mitbetroffene an einem Geschehen wie dem sexuellen Missbrauch durch Lehrer an Schüler/innen, keine ausreichende Distanz entwickeln können, um den Anspruch auf sachgerechte Klärung der Ereignisse einlösen zu können. Dies gilt auch für Schüler wie Tilman Jens, die augenscheinlich selber nicht missbraucht wurden, aber eben mitbetroffen sind, weil zum Missbrauch auch Manipulationen anderer Kinder und Jugendlicher, der Kollegen und Kolleginnen, der Eltern, weiterer Bezugspersonen etc. gehören. Des Weiteren ist die Veröffentlichung ein Lehrstück für Täterstrategien und auch der nachhaltigen Wirkungen, die sie auf Kinder und Jugendliche haben. Der Anspruch auf tatsächliche Klärung wird nur partiell eingelöst und der Leser stößt auf zahlreiche Widersprüche. Zuweilen ist die Lektüre fast unerträglich, weil Tilman Jens rhetorisch gewandt die Verharmlosungen, Leugnungen und Bagatellisierungen, insbesondere des Schulleiters Gerold Becker unterstützt und gleichzeitig für die Opfer, die immerhin seine Mitschüler/innen waren, ein gerüttelt Maß an Empathie fehlen lässt. Zwischenzeitlich gibt es weitere Veröffentlichungen, auch filmischer Art, in denen weitere Erkenntnisse zusammengetragen sind.

Die Veröffentlichung wird ihrem Anspruch nicht gerecht und ist nur für diejenigen interessant, die im oben beschriebenen Sinne einen Einblick in Täterstrategien oder Interpretationen und Wertungen von Mitbetroffenen gewinnen wollen.


Rezension von
Martina Huxoll-von Ahn
Stellv. Geschäftsführerin Deutscher Kinderschutzbund Bundesverband e.V.
Homepage www.dksb.de
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Zitiervorschlag
Martina Huxoll-von Ahn. Rezension vom 26.09.2011 zu: Tilman Jens: Freiwild. Die Odenwaldschule - Ein Lehrstück von Opfern und Tätern. Gütersloher Verlagshaus Verlagsgruppe Random House GmbH (Gütersloh) 2011. ISBN 978-3-579-06744-5. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/11110.php, Datum des Zugriffs 24.11.2020.


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ISSN 2190-9245

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