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Arne Schäfer, Matthias D. Witte u.a.: Kulturen jugendlichen Aufbegehrens

Rezensiert von Mag.a Dr.in Marianne Forstner, 28.06.2011

Cover Arne Schäfer, Matthias D. Witte u.a.: Kulturen jugendlichen Aufbegehrens ISBN 978-3-7799-1756-4

Arne Schäfer, Matthias D. Witte, Uwe Sander: Kulturen jugendlichen Aufbegehrens. Jugendprotest und soziale Ungleichheit. Juventa Verlag (Weinheim ) 2011. 220 Seiten. ISBN 978-3-7799-1756-4. 19,00 EUR. CH: 28,90 sFr.
Reihe: Jugendforschung.

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Thema

In diesem Buch wird dem Thema Formen und Kulturen jugendlichen Aufbegehrens und Jugendprotest im 21. Jahrhundert nachgegangen. Der Sammelband eröffnet einen Zusammenhang zwischen Jugendprotest und sozialer Ungleichheit und beleuchtet in seiner historischen Untersuchung den Wandel des Phänomens Jugendprotest. Es werden sowohl theoretische Überlegungen zur Entstehung, aber auch zum Verlauf und zu seinen Ausdrucksformen dargelegt. Diverse Länderstudien aus den USA, Lateinamerika, Frankreich, Griechenland, Palästina und Deutschland untersuchen die unterschiedlichen Formierungen von jugendlichem Protest und behandeln seine soziokulturellen Zusammenhänge. Darüber hinaus wird auch der Frage nachgegangen, in wie weit Erfahren sozialer Ungleichheit das Protestverhalten beeinflusst.

AutorIn oder HerausgeberIn

Die HerausgeberInnen dieses Sammelbandes Arne Schäfer, Matthias D. Witte und Uwe Sander vereinen verschiedene Beiträge unterschiedlicher AutorInnen zum Thema Jugendprotest in einem Sammelband. Dr. Arne Schäfer ist Jugendbildungsreferent im Salvador-Allende-Haus in Oer-Erkenschwick, Prof. Dr. Matthias D. Witte ist Professor für Pädagogik des Abenteuers und für Jugendforschung am Institut für Sportwissenschaften und Motologie an der Philipps-Universität Marburg und Prof. Dr. Uwe Sander ist Professor für Medienpädagogik und Jugendforschung an der Universität Bielefeld.

Entstehungshintergrund

Basierend auf einer im Jahr 2007 durchgeführten Studie mit jungen ProtestteilnehmerInnen im Rahmen des G8-Gipfels in Heiligendamm im Alter von 15 bis 27 Jahren erweiterten die AutorInnen diesen Sammelband um weitere 11 Beiträge und ergänzen somit das aufgeworfene Thema „Kulturen jugendlichen Aufbegehrens“.

Aufbau

Dieser Sammelband vereinigt in Summe 12 Beiträge zur angeführten Thematik, die in vier Kapitel inklusive ausführlicher Einleitung unterteilt sind.

Zuerst wird in der Einleitung der Herausgeber in die Thematik eingeführt und ein erster Überblick eröffnet, der sich wiederum in drei Überschriften und Themenblöcke gliedert.

1. Schäfer, Arne; Witte, Matthias, D. & Sander, Uwe: Einleitung: Jugendprotest und soziale Ungleichheit zu Beginn des 21. Jahrhunderts (S. 7 – 25):

  • Globalisierung und die Spaltung der Gesellschaft – Schlaglichter auf einen kontroversen Diskurs (S. 7 – 10)
  • Kulturen jugendlichen Aufbegehrens vor dem Hintergrund sozialer Ungleichheit (S. 10 – 16)
  • Aufbau des Buches (S. 16 – 19)

Folglich unterteilt sich dieser Sammelband in drei weitere Kapitel, die hier angeführt werden und inhaltlich im nächsten Abschnitt zusammengefasst dargelegt werden.

2. Geschichte des Jugendprotestes vor dem Hintergrund sozialer Ungleichheit (S. 25 – 49)

  • Weinhauer, Klaus: Urbane Jugendproteste, Jugendbanden und soziale Ungleichheit seit dem 19.Jahrhundert. Vergleichende und transnationale Perspektiven auf Deutschland, England und die USA (S. 25 – 48)
  • Freu, Norbert: „1968“ als globale Revolte der Jugend (S. 49 – 58)

3. Theoretische Grundlegungen (S. 59 – 118)

  • Herkenrath, Mark: Protest, Ungleichheit und Theorien der sozialen Bewegungen (S. 59 – 72)
  • Terpe, Sylvia: Über Ungerechtigkeit, die Schwierigkeit kollektiven Aufbegehrens und die jugendliche (Neu-)Erfindung von Protest (S. 73 – 86)
  • Niekrenz, Yvonne & Junge, Matthias: Jugendprotest als situative Vergemeinschaftung (S. 87 – 98)
  • Ziegler, Holger: Ungerechtigkeit, Empörung und Protest – Eine Capabilities Perspektive (S. 99 – 118)

4. Jugendprotest und soziale Ungleichheit in internationaler Perspektive (S. 119 – 226)

  • Ottersbach, Markus: Jugendprotest und soziale Ungleichheit (S. 119 – 136)
  • Liebel, Manfred: Soziale Ungleichheit und Jugendprotest in Lateinamerika (S. 137 – 150)
  • Grumke, Thomas: Die etwas andere Rebellion. Rechtsextremismus als Jugendprotest in den USA (S. 151 – 164)
  • Grekoppulou, Paraskevi: „Wir sind ein Bild von der Zukunft“ – Soziale Ungleichheitsstrukturen und Jugendproteste in Griechenland zu Beginn des 21. Jahrhunderts (S. 165 – 186)
  • Möller, Renate; Sander, Uwe; Schäfer, Arne; Villányi, Dirk & Witte, Matthias D.: „Die Globalisierung reißt die Welt noch weiter auseinander“ – Globalisierungskritischer Jugendprotest in Deutschland (S. 187 – 212)
  • Rebenstorf, Hilke: Jugendprotest und soziale Ungleichheit in Palästina (S. 213 – 226)

Inhalt

In der Einleitung wird basierend auf den Zusammenbruch der Finanzmärkte im Jahr 2008 auf die fragilen wirtschaftlichen und damit einhergehenden sozialen Verhältnisse in einer globalisierten Welt hingewiesen. Die positive Stimmung der 1990er Jahre vertreten durch beispielsweise Francis Fukuyama (1992) im Sinne einer neoliberalen Marktwirtschaft habe aber auch KritikerInnen auf den Plan gerufen. So wird in diesem Abschnitt die globalisierungskritische „Gruppe Lissabon“ mit ihrem Gründer Ricardo Petrella ebenso angeführt, wie auch die Kritiken von Jeremy Rifkin mit seinem Buch „Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft“ (1995), wo dieser Spaltungstendenzen der Bevölkerung „in eine Elite hochqualifizierter Wissensarbeiter“ und in „eine immer breiter werdende Schicht von Dauerarbeitslosen“ beschreibt (Schäfer et al. 2011, S. 9).

Weiters wird hier auch auf das Buch „Die Globalisierungsfalle“ (1996) der beiden Autoren Hans-Peter Martin und Harald Schumann hingewiesen, wo ebenfalls Globalisierungskritik geäußert wird. Schließlich werden die Thesen aufgeworfen, die durch diese Ansätze dargelegt wurden, dass „der Siegeszug des globalen Kapitalismus (1.) weltweit die soziale Ungleichheit verschärft, (2.) die Weltbürger in Gewinner und Verlierer spaltet und (3.) aus den gesellschaftlichen Desintegrationsprozessen ein enormes Konfliktpotential resultiert“ (Schäfer et al. 2011, S. 10).

Zusätzlich wird beginnend mit dem Anführen der Tagung der Welthandelsorganisation in Seattle 1999, wo aktiv demonstriert wurde, mit einer Auflistung die globalisierungskritischen Bewegung in Nordamerika und Westeuropa nachgezeichnet und ein Zusammenhang zwischen einerseits Empörung über soziale Ungleichheit aber auch eigene Betroffenheit jugendlichen Protestes und der Teilnahme an öffentlichen Protestaktionen aufgezeigt.

Einerseits werden Studien angeführt, die rechtextremistische Ausformungen jugendlichen Protestes in Russland nachweisen konnten, wohingegen andererseits westlicher Jugendprotest davon eher durch „eine nationalistische Kapitalismus- und Globalisierungskritik“ charakterisiert sei (Schäfer et al. 2011, S. 12).

Auch auf die Zusammenschlüsse von Kindern und Jugendlichen in Asien, Afrika und Südamerika, die für legalisierte Kinderarbeit kämpfen, wird in diesem Abschnitt hingewiesen. Zusätzlich finden die französischen Banlieus, wo hohe Arbeitslosigkeit, Diskriminierung und Rassismus zu den Alltagserfahrungen zu zählen scheinen, mit ihren gewalttätigen Protestaktionen Jugendlicher Erwähnung. Aber auch auf die Protestaktionen französischer SchülerInnen und Studenten und Studentinnen und Eltern im Jahr 2006 wird hingewiesen.

Im Kapitel Geschichte des Jugendprotestes vor dem Hintergrund sozialer Ungleichheit (S. 25 – 49) geht zunächst der Historiker Klaus Weinhauer mit seinen sozial- und kulturgeschichtlichen Überlegungen zu urbanen Jugendbanden und Jugendprotesten in Deutschland, England und den USA auf Konfliktsituationen ein, die auf einer sozialen Ungleichheit einer Industrie- und Konsumgesellschaft hervorgingen.

Weinhauer beleuchtet die „Rolle staatlicher Kontrollinstitutionen für den Umgang mit Jugendprotesten“ (Schäfer et al. 2011, S. 17) und legt seine Diagnose für Deutschland als „autoritär-repressiv“, für England mit „liberal-tolerant“ und den USA mit schwach zentralstaatlich fest (Weinhauer 2011, S. 26). Der erste Teil seines Aufsatzes beleuchtet die Entwicklungen im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts bis in die Zwischenkriegszeit, wo er „territorial orientierte Konflikte in Arbeiter- /Unterschichtsvierteln analysiert“ (ebenda, S. 27). Er zeichnet das Bild Gruppen Jugendlicher und junger Erwachsener aus der ArbeiterInnen- und Unterschicht nach, die sich in Banden bzw. Gangs organisierten. „Diese Zusammenschlüsse waren (auch) Reaktionen auf soziale Ungleichheit und damit einhergehend auf gesellschaftliche Normen, Werte und Zuschreibungen sowie Verhaltensanforderungen in ihren Stadtvierteln“ (Weinhauer 2011, S. 27). Weinhauer beschreibt auf mehreren soziologischen Erklärungsebenen, wie nach dem zweiten Weltkrieg die Jugenddelinquenz und auch Gangzusammenschlüsse wieder an Bedeutung gewannen.

Nach Weinhauer könne erst ab der Mitte des 20. Jahrhunderts von „Jugendprotest“ gesprochen werden könne. Dies begründet er mit der Entwicklung der „Massenkonsumgesellschaft“ (S. 28), wo die sozialen ProtestträgerInnen nun weniger einer eindeutigen Schicht zugeschrieben werden konnten, weiters mit der Verlängerung der Adoleszenzphase und der metaphorischen Zuschreibung TrägerIn gesellschaftlichen Wandels für die Jugend (ebenda, S. 28). Schließlich wird der Forschungsstand zu diesem Thema beleuchtet. Auch auf die Studentenrevolten der 1968er-Jahre wird im Beitrag von Frei eingegangen. Er beleuchtet die zeitgeschichtlichen Umstände, die eine Revolte begünstigten. So nimmt Frei Bezug auf die aufkeimenden Proteste gegen die in den USA herrschende Rassendiskriminierung, die Gruppierungen der RAF in Deutschland, die studentischen Proteste in Italien, die auf die Fabriken übergingen und die antistalinistischen Proteste hinter dem Eisernen Vorhang. Der Beitrag kann mit folgendem Zitat zusammengefasst werden: „Es ging um nichts Geringeres als um eine bessere Welt. Es ging um die Freiheit der Unterdrückten, um gesellschaftliche Teilhabe aller, um ein mehr an Demokratie“ (Frei 2011, S. 53)

Im Kapitel Theoretische Grundlegungen (S. 59 – S. 118) nimmt zunächst Mark Herkenrath zum Thema Protest, Ungleichheit und Theorien der sozialen Bewegung auf das Phänomen Jugendproteste Bezug. Er zeichnet ein Bild der massenmedialen Berichterstattung über Jugendproteste und deren ProtagonistInnen nach, wobei Herkenrath konstatiert, dass verkürzte und einseitig klischeehafte Beschreibungen der TeilnehmerInnen an Protestaktionen vorherrschen würden. Die Berichterstattung sei dabei gegenüber neuer Forschungen über die TeilnehmerInnen an Protestaktionen resistent und behaupte noch immer, dass sich um wenig integrierte AußenseiterInnen oder politisch wenig gebildete Gutmenschen handle. Der Beitrag Herkenraths beschäftigt sich mit den verschiedenen sozialpsychologischen Erklärungsansätzen zum Phänomen Protest. Ventilfunktion, Frustrations-Aggressions-These, der Ressourcenmobiliserungsansatz und das das „Political-Process“-Modell aber auch die Theorie der „New Social Movements“ werden angeführt.

Im Beitrag von Sylvia Terpe befasst sich die AutorIn mit den Themen Ungerechtigkeit, der Schwierigkeit kollektiven Aufbegehrens und der jugendlichen (Neu-)Erfindung von Protest. Sie geht dabei den Fragen nach, warum gerade Jugendliche „dazu neigen, ungerechte Verhältnisse weniger zu erdulden, sondern diese durch ihr eigenes Handeln aktiv zu verändern suchen“ (Terpe 2011, S. 73). Die Autorin konstatiert jedoch auch, dass laut Forschungsergebnissen, die Zahl der Beteiligten an Protestaktionen historisch immer schon gering war, „dass die große Mehrheit der Menschen den sozialen Spannungen und Problemen ihrer Zeit tatenlos gegenübersteht und Protest eher die Ausnahme denn die Regel ist“ (Terpe 2011, S. 75).Weiters geht die Autorin in ihrem Beitrag auf die verschiedenen Momente des Wahrnehmens von Ungerechtigkeit ein uns stellt die Behauptung auf, dass erst dann protestierend agiert werde, wenn die Missstände als menschlich verursacht eingeschätzt würden. Zusätzlich zeichnet Terpe das Bild von der abstrakten Zusammenhangsebene hin zu den konkreten AkteurInnen von Protest und subsummiert, dass seit der Aufklärung, der Mensch mit neuen Phänomenen konfrontiert sei, mit einer Vorstellungswelt, wo Schicksaal und Bestimmung aus dem Gedankenrepertoire am Verschwinden seien. Jugendlicher Protest sei vor allem durch zunehmende Präkarisierung aber auch Naturereignisse mit großem Schaden zu erklären und im Besonderen durch eine klare Zukunftsorientierung, nach dem Motto: „Es zahlt sich aus, für eine bessere Welt zu kämpfen“.

Niekrenz und Junge wiederum gehen in ihrem Beitrag Jugendprotest als situative Vergemeinschaftung auf das innewohnende Vergemeinschaftungstendenz der Jugendprotestkultur ein. Sie führen Themen wie „gefühlte Bindung“ und die „Gegnerschaft gegen einen Dritten“ unter Verweis auf Simmel (1968) ebenso an, wie die „Zusammengehörigkeit“ als treibende Momente für jugendlichen Protest (Niekrenz & Junge 2011, S. 88). Zusätzlich gehen die AutorInnen der Behauptung nach, dass „Protest für Jugendliche einen emotionalen Eigenwert habe“ (S. 89). Auch die Theorien Durkheims (1981) über Protest im Sinne einer Religionssoziologie finden neben den Theorien Yangs (2000), wonach Protest identitätsstiftende Funktion habe, Beachtung. Schließlich subsummieren die AutorInnen ihre Thesen mit dem Satz: „Postmoderne Vergemeinschaftungen sind fragmentarische, momenthafte Episoden unter Rückgriff auf Emotionen. Die Emotionen signalisieren eine Abkehr von der Abstraktheit und Kälte über Makroprozesse (vgl. Kraemer 1997) regulierten Gesellschaft“ (Niekrenz & Junge 2011, S. 94).

Im Beitrag Holger Zieglers setzt sich der Autor mit dem seiner Meinung nach zentralen Moment von Protesten, dem Gefühl der Empörung, auseinander. So wirft Ziegler die These auf, dass sich Protest auf moralische Sachverhalte bezögen, um aber verlautbart zu werden „eine[r] spezifische[n] Realfreiheit“, der „Capability for Voice“ bedürfe (S. 99). Diese „Fähigkeit, das Vermögen zum Widerspruch“ sei eines der wesentlichsten Momente dafür, ob es zu Protest komme oder ob geschwiegen und mit Anpassung reagiert werde. Ziegler erläutert in weiterer Folge den Zusammenhang des Bildungsniveaus und der Protestbereitschaft. So sei der Anteil zu Protestaktionen in verschiedenster Form bereiten Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Abitur (Matura) deutlich höher als jener, deren höchster Bildungsabschluss der Hauptschulabschluss sei. Die Möglichkeit sich Gehör zu verschaffen sei so ein wesentliches Moment für Jugendprotest, wie dieser öffentlich wahrgenommen werde, sei wiederum Auslegungssache der Gesellschaft (S. 107). Die Möglichkeit zu Protest wiederum, Widerspruch artikulieren zu können, hänge laut Ziegler von den solche Praktiken begünstigenden sozialen Strukturen ab, die wiederum schichtspezifisch eher in den höheren Bildungsschichten zu finden seien. Der Autor schließt letztendlich seinen Beitrag damit, dass der Vorwurf der Nichtteilnahme, des Nichtnutzens von Widerspruch, der gegen untere Gesellschaftsschichten laut werde, selbst wieder eine Ungerechtigkeit darstelle, „die ihrerseits Anlass zur Empörung und mithin zu Protest“ geben sollte (Ziegler 2011, S. 111).

Im Kapitel Jugendprotest und soziale Ungleichheit in internationaler Perspektive widmet sich im ersten Beitrag Markus Ottersbach dem Thema Jugendprotest und soziale Ungleichheit in Frankreich. Ottersbach konstatiert, dass seiner Ansicht nach die Ausschreitungen Jugendlicher in den französischen Banlieus sehr wohl als eine Form des Protestes gegen Ausgrenzung und Präkarisierung von EinwanderInnen zu verstehen sei und nicht, wie es teilweise in den Medien und von den verantwortlichen PolitikerInnen kolportiert wurde, als Gewaltakte, die zu unterbinden seien. Ottersbach zeichnet in Folge die Protestbewegungen der letzten 30 Jahre in den Vororten Frankreichs nach und beleuchtet die sozialen Hintergründe, die von Stigmatisierung und Ausgrenzung der EinwanderInnen bis hin zur realen Präkarisierung durch hohe Arbeitslosigkeit und mangelnde Schulbildung reichen. „Vor dem Hintergrund der andauernden problematischen Situation haben die Jugendlichen inzwischen eigene Maßnahmen entwickelt, um ihren Alltag zu bewältigen“ (Ottersbach 2011, S. 132). So fügt der Autor in seinem Fazit an, dass vor allem Vernetzung und Partizipation als integrationspolitische Maßnahmen von Nöten seien, um die berechtigten Proteste geeignet zu beantworten.

Manfred Liebel analysiert in seinem Beitrag soziale Ungleichheit und Jugendprotest in Lateinamerika. Zuerst liefert Liebel einen historischen Überblick über die Entwicklungen der sozialen Ungleichheit in Lateinamerika und nimmt besonders auf die Situation Jugendlicher und junger Erwachsener Bezug. Die steigende Armut, Ausgrenzung bestimmter ethnischer Gruppen und die prekäre Lebenswelt vieler Kinder und Jugendlicher und junger Erwachsener in Lateinamerika sind laut Liebel tragende Momente einer Protestkultur. Anders als in Europa seien die Protestaktionen gegen politische und soziale Missstände in Lateinamerika primär von Angehörigen ärmerer Schichten getragen (S. 140). Die jugendlichen Protestformen dienen laut Liebel daneben auch dem reinen Überleben in den harten Lebensumständen und sind anders als in Europa zu bewerten. Auch Bewaffnung und Gewalt Jugendlicher werden laut dem Autor zu den Protestformen gezählt. Aber auch Hip-Hop-Gruppen und Graffities können zur jugendlichen Protestbewegung gezählt werden. Auch geht der Autor auf die Zusammenschlüsse von Kindern ein, die sich aktiv für legalisierte Kinderarbeit einsetzen. Schließlich resümiert Liebel, dass „Protestbewegungen in Lateinamerika zu einem erheblichen Teil von Jugendlichen getragen oder mitgetragen [werden], die unter Bedingungen der Armut leben“ (S. 147). Armut sei aber nicht der einzige oder ausschließliche Moment für jugendlichen Protest, sondern vielmehr ein Paket an „Paradoxien und Spannungen [.], denen Jugendliche in den heutigen lateinamerikanischen Gesellschaften gegenüberstehen“ (ebenda, S. 147). Es gäbe zwar einen größeren Zugang zu Bildung, aber einen geringeren Zugang zu Erwerbsarbeit, ein vermeintliches höheres Maß an Entscheidungsfreiheit, das aber nur schwer zu realisieren sei.

Grumke Thomas wiederum untersucht in seinem Beitrag „Die etwas andere Rebellion“ Formen und Hintergründe des rechtsextremen Jugendprotestes in den USA. Seit dem Jahr 2000 sei die Anzahl rechtextremistischer Gruppen in den USA um über 50 % auf nun 926 gestiegen. Grumke führt anschließend die möglichen Gründe für das Phänomen Rechtsextremismus als Jugendprotest in den USA auf der Makro- und Mikroebene an. Auf der Makroebene sieht er in Bezug auf verschiedene andere AutorInnen (Eisenstadt 1998; Rucht 1994; Lipset 1996 und Hofstadter 1967) vor allem den zentralen Begriff des „Feindes“ als Moment der Radikalisierung ausschlaggebend (Grumke 2011, S. 153). So sei in Bezug auf Scheuch und Klingemann (1967) Rechtsextremismus eine „Pathologie moderner Gesellschaften“ (ebenda, S. 153). Das moderne am Rechtsextremismus sei vor allem sein Gebrauch moderner Kommunikationstechnologien und Propagandamethoden, während er in seiner Ideologie „grundsätzlich antimodern“ sei (S. 154). Es handle sich beim amerikanischen Rechtsextremismus um eine militante Ideologie mit modernen Kommunikationsmustern, womit er „traditionell und anti-traditionell zugleich [sei]“ (Grumke 2011, S. 154). Weiters nimmt Grumke in seinem Beitrag auf die Untersuchungen Durkheims (1973) Bezug und beschreibt eine zunehmende Individualisierung und Auflösung gesellschaftlich verpflichtender Normen in den USA, was vom Individuum mehr autonome Handlungsfähigkeit erfordere. Diese Selbstwahrnehmungsfähigkeit sei aber durch immer schneller werdende Wandlungsprozesse erschwert, aber auch durch Statusinkonsistenzen und –unsicherheiten. Grumke erklärt in seiner Abhandlung Rechtsextremismus als umgeformte Wertekultur des Protestes, wo Rassismus, Antisemitismus mit Regierungsfeindlichkeit verbunden werden (S. 157). Er subsummiert seine Thesen mit der „angry white men-Hypothese“, die auf dem Hintergrund einer institutionellen Desintegration, Politikverdrossenheit und prekärer Arbeits-und Lebensbedingungen anfällig für rechtsextrem binäre Codierungen zu sein scheinen. Auf der Mikroebene wiederum bezieht sich Grumke auf die Theorien von Georg Simmel (1989), wonach der Mensch ein Unterschiedswesen sei. Aber der Autor bezieht sich auch auf die Annahmen Bergers und Luckmanns (1967), wonach soziale Konstruktion auf verschiedenen Ebenen ablaufe, Wirklichkeit konstruiert sei, so auch der Feindmythos, der als hilfreiche Konstruktion im Rechtsextremismus aufrechterhalten werde (Grumke 2011, S. 159). So rebelliere der Fanatiker „nicht gegen die Ungerechtigkeit des bestehenden Systems, sondern gegen dessen [zugeschriebene] Schwäche“ (Grumke 2011, S. 161) und so werde „die heterophile Gegenwart der USA“ verachtet (Grumke 2011, S. 162). Auch unter diesem Motto, das Land zurück zu erobern, würden immer wieder auch Jugendliche AnhängerInnen rechtsextemer Gruppen.

Der Beitrag von Paraskevi Grekopoulou nimmt auf die Jugendproteste in Griechenland zu Beginn des 21. Jahrhunderts Bezug. Er konstatiert eine Mischung aus hoher Jugendarbeitslosigkeit und verschwindender Arbeitsplätze, bei gleichzeitiger hoher Durchlässigkeit des Bildungssystems und Stagnation des sozialen Aufstieges der Jugend im Vergleich zur Elterngeneration. „Noch nie gab es in der Geschichte Griechenlands eine formal so gut ausgebildete junge Generation, der so wenige Mobilitätswege offen standen“ (Grekopoulou 2011, S. 167). Anders als beispielsweise in Lateinamerika sind vor allem auch jene Jugendliche mit guten Bildungsabschlüssen von Arbeitslosigkeit betroffen. Flexibilisierungstendenzen und wachsende Unsicherheiten gingen laut dem Autor vor allem zu Lasten der Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Auch Befristungssysteme der Beschäftigungsverhältnisse bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen seien als Belastungsfaktoren zu werten, die zu den jugendlichen Protestwellen im Jahr 2008 beigetragen hätten (Grekopoulou 2011, S. 179). Jedoch reichten nach Ansicht des Autors die oben angeführten Aussagen zur Erklärung der Jugendproteste in Griechenland nicht aus, wenn er meint: „Alle Instrumentarien der griechischen sozialen Sicherungssysteme benachteiligen die Jüngeren und verstärken ihrerseits die Problemlagen, die aus dem Arbeitsmarkt resultieren“ (ebenda, S. 179). Schließlich kommt der Autor zu dem Fazit, dass die Maßnahmen des EU-Entschuldungspaketes im Rahmen der Finanzkrise zu einer weiteren Prekarisierung der Jugendlichen und jungen Erwachsenen beitragen werden.

Schließlich befasst sich der vorletzte Beitrag von Möller, Sander, Schäfer, Villányi und Witte dieses Sammelwerkes mit dem Titel „Die Globalisierung reißt die Welt noch weiter auseinander“ mit globalisierungskritischem Jugendprotest in Deutschland. Sie stellen in ihrem Beitrag die Ergebnisse einer Untersuchung zu den Beweggründen der Teilnahme von Jugendlichen im Jahr 2007 an den Protesten in Heiligendamm dar und beantworten damit die Frage, welche unterschiedlichen Motivstrukturen von juvenilen AktivistInnen unterscheidbar seien. Aber auch die Frage, welchen sozialen Hintergrund die ProtestteilnehmerInnen hatten, wird versucht zu klären. Es werden in weiterer Folge ein Überblick über die verschiedenen qualitativ-quantitativen Forschungen und im Besonderen die Forschungsergebnisse des Zentrums für Kindheits- und Jugendforschung der Universität Bielefeld dargelegt. Wichtige Ergebnisse waren, dass beispielsweise 42,5 % der TeilnehmerInnen an den Demonstrationen im Rahmen des G8-Gipfels StudentInnen waren, 24,7 % SchülerInnen, 7,5 % In Berufsausbildung standen, 7 % gerade einen Übergangsjob hatten, 7,7 % eine Arbeitsplatz, 5,6 % arbeitslos waren. Auch bei den Schulabschlüssen der Eltern der DemonstrantInnen waren jene mit Hochschulabschluss mit 47 % am häufigsten vertreten, neben jenen Eltern, deren höchster Abschluss eine Lehre ist. Bei den Motivstrukturen, warum die jungen Menschen bei der Demonstration teilnahmen, konnten 8 Gruppen zusammengefasst werden, die hier kurz angeführt werden: Gemeinsam gegen gesellschaftliche globale Missstände vorgehen (13,6 %); mit Gewalt gegen Staatsgewalt und Alltagsfrust (11,8 %); Demonstrieren als Erlebnis- und Spaßfaktor (8,1 %); Neugierde durch Informationsquellen Medien und Schule (5, 0 %); Externe Motivation durch Freunde (4,7 %); Demonstrieren als Ausdruck kollektiven Widerstandes (4,6 %); nationalistische und protektionistische Motive (3,9 %) und Fremdsteuerung (3,3 %).

Im letzten Beitrag von Hilke Rebensdorf wird das Phänomen Jugendprotest und soziale Ungleichheit in Palästina behandelt. Die Autorin behandelt den für Palästina spezifischen gesellschafts-politischen Rahmen für jugendlichen Protest. Einerseits stelle in Palästina die Gruppe der Jugendlichen die größte Bevölkerungsgruppe dar, andererseits sei die Einzigartigkeit der Hintergründe im Umstand zu sehen, dass „es keinen souveränen palästinensischen Staat mit entsprechende Institutionen“ gäbe (Rebensdorf 2011, S. 214). Weiters wird die Erste Infada, als politische Protestbewegung auch der Jugend beschrieben und der Frage nachgegangen, ob ab dem Jahr 2000 die sogenannte Zweite Infada beschrieben werden könne und diese noch andauern werde. Rebensdorf erklärt die Hintergründe und Bedingungszusammenhänge für die beiden Infadas und resümiert schließlich: „ Die Re-Installierung klassischer Patronage- und Klientelsysteme, Nepotismus und Willkür der Sicherheitsorgane, sowohl israelischer als auch palästinensischer, förderte Ungleichheitsstrukturen zutage und neue Verantwortliche“ (Rebensdorf 2011, S. 223). So richtete sich in der Zusammenfassung der Autorin der Protest in der Zweiten Infada „gegen zwei Fronten: gegen Israel sowieso, aber auch gegen Auswüchse der eigenen Führung“ (ebenda, S. 223). Schließlich bezweifelt Rebensdorf, ob es sich bei diesem Protest um eine klassische Form des Jugendprotestes handle und vermutet, ob nicht die palästinensische Jugend im Sinne eines Machtkampfes etablierter Kräfte missbraucht werde.

Diskussion

Dieses Buch nähert sich dem Thema Kulturen jugendlichen Aufbegehrens auf verschiedenen Ebenen. Jugendprotest wird in seinen verschiedenen Facetten beleuchtet und untersucht. Soziologische Theorien werden mit qualitativ-quantitativen Studien in Verbindung gebracht, und das breite Feld der Forschungen in diesem Bereich wird beleuchtet. Sowohl ein historischer Teil zur Entwicklung juveniler Proteststrukturen und als auch ein aktueller Blick auf jugendliches Aufbegehren im internationalen Vergleich ergänzen das Bild.

Besonders spannend erscheint der Rezensentin der Beitrag zu Empörung und Protest von Holger Ziegler (S. 99 – 118), da letztendlich die von ihm beschriebene „Capability of Voice“-Theorie in Bezug auf Bovin (2009), gleichzeitig einen Appell an alle im pädagogischen Feld arbeitende Fachkräfte aber auch Eltern und Erziehungsberechtigte mitliefert, der hier folgender Maßen mit eigenen Worten zusammenfasst lauten könnte: „Befähigt (eure) Kinder, die zukünftige Generation, ihre Stimme zu erheben, aufzubegehren und für sich und ihre Bedürfnisse einzustehen, um soziale Umverteilung zu ermöglichen!“ Jugendprotest kann somit als aus kritisch-emanzipatorischer Perspektive als wesentliches, wünschenswertes Moment der menschlichen Entwicklung gesehen werden und sollte damit einen legitimen gesellschaftlichen Rahmen erhalten.

Da diesem Sammelband ein abschließendes Schlusswort fehlt, sei hier ein Versuch eines Nachwortes seitens der Rezensentin erlaubt:

Kinder und Jugendliche sollen im Sinne eines Paradigmas mit Appellcharakter kritisch-emanzipatorisch erzogen und gefördert werden, um ihre Stimmen erheben zu können, unabhängig ihres tatsächlich erworbenen Bildungsabschlusses und ihren sozialen Schichtzugehörigkeit, damit sie selbstwirksam ihre Umwelt- und Lebensbedingungen mitgestalten können. Jugendprotest kann somit ein gesellschaftlich wirksames Phänomen darstellen, dass früh geübt, mündige BürgerInnen ihre Mündigkeit erhalten lässt, Ohnmacht verhindern hilft und womöglich eine „bessere Welt“ mit sozialer Gerechtigkeit fördern kann.

In diesem Sinne sei an unser Jugend gerichtet: „Empört euch weiter und breiter!“

Fazit

Dieses Buch spannt einen breiten Bogen der Betrachtungsweisen jugendlichen Aufbegehrens und diskutiert dieses Phänomen aus unterschiedlichen soziologischen und historischen Blickwinkeln. Das umfangreiche Material wird unter Bezug auf unterschiedliche Studien ergänzt. Für wissenschaftlich interessierte LeserInnen erscheint somit das vorliegende umfangreich und mehrdimensional dargelegte Werk äußerst lesenswert.

Für LeserInnen außerhalb eines wissenschaftlichen Diskursrahmens jedoch erscheint das Werk vermutlich zu wenig prägnant, da beispielsweise die Ergebnisse am Ende nicht zusammengefasst werden. Wer sich darüber hinaus psychodynamische Erklärungsansätze erwartet hätte, ist mit vorliegende Sammelwerk nicht ausreichende bedient.

Literatur

Einleitung:

    Fukuyama, F. (1992): Das Ende der Geschichte. München: Kindler.
  • Martin, H.P & Schumann, H. (1996): Die Globalisierungsfalle. Der Angriff auf Demokratie und Wohlstand. Reinbek: Rowolth.
  • Rifkin, J. (1995): Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft. Frankfurt a. M. und New York: Campus

Theoretische Grundlegung:

  • Durkheim, E. (1981): Die elementaren Formen des religiösen Lebens. Frankfurt a. Main: Suhrkamp.
  • Kraemer, K. (1997): Der Markt der Gesellschaft. Zu einer soziologischen Theorie der Marktvergesellschaftung. Opladen: Westdeutscher Verlag.
  • Simmel, G. (1968): Soziologie. Untersuchungen über die Formen der Vergesellschaftung. Berlin: Dunckner & Humboldt.
  • Yang, G. (2000): Achieving Emotions in Collective Action: Emotional Processes and Movement Mobilization in the 1989 Chinese Student Movement. In: The Sociological Quarterly 41, S. 493 - 614.

Jugendprotest und soziale Ungleichheit in internationaler Perspektive:

  • Berger, P. & Luckmann, T. (1967): The Social Construction of Reality. Doubleday-Anchor: Garden City Eisenstadt, S. (1998): Die Antinomien der Moderne. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.
  • Hofstadter, R. (1967): The Paranoid Style in American Politics and Other Essays. New York: Vintage Books.
  • Lipset, S.M. (1996): American Exceptionalism. A Double-Edged Sword. New York: W.W. Norton.
  • Rucht, D. (1994): Modernisierung und neue soziale Bewegungen. Frankfurt a. M.: Campus.
  • Scheuch, E.K. & Klingemann, H. D. (1967): Theorie des Rechtsradikalismus in westlichen Industriegesellschaften. In: Hamburger Jahrbuch für Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik, 12, Tübingen: Moor. S. 11-29.
  • Simmel, G. (1989): Über sociale Differenzierung: sociologische und psychologische Untersuchungen. In: Dahme, H. J. (Hg.) (1989): Simmel–Gesamtausgabe, Band 2. Frankfurt a. M.: Suhrkamp. S. 109–295.

Rezension von
Mag.a Dr.in Marianne Forstner
Lehrende und Lehrgangseiterin FHOÖ, Lehrgang Sozialpädagogik und Erlebnispädagogik, Supervisorin und Mal- und Gestaltungstherapeutin
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Es gibt 14 Rezensionen von Marianne Forstner.

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Zitiervorschlag
Marianne Forstner. Rezension vom 28.06.2011 zu: Arne Schäfer, Matthias D. Witte, Uwe Sander: Kulturen jugendlichen Aufbegehrens. Jugendprotest und soziale Ungleichheit. Juventa Verlag (Weinheim ) 2011. ISBN 978-3-7799-1756-4. Reihe: Jugendforschung. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/11497.php, Datum des Zugriffs 08.12.2022.


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