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Karl-Albrecht Immel, Klaus Tränkle: Aktenzeichen Armut

Cover Karl-Albrecht Immel, Klaus Tränkle: Aktenzeichen Armut. Globalisierung in Texten und Grafiken. Peter Hammer Verlag (Wuppertal) 2011. 203 Seiten. ISBN 978-3-7795-0357-6. D: 19,90 EUR, A: 20,50 EUR, CH: 28,90 sFr.
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„Wir werden von einer Flut von Daten regelrecht erschlagen„…,

weil in der sich immer interdependenter und entgrenzender entwickelnden (Einen?) Welt die Zustandsberichte zur Lage des Lebensraums Erde immer unübersichtlicher und auch für informationskompetente Menschen kaum mehr durchschaubar präsentiert werden. Der Verdacht ist nicht von der Hand zu weisen, dass Statistiken „geschönt“ und zugunsten der Herausgeber „passend gemacht“ werden; und zwar nicht nur von inoffiziellen, sondern auch von offiziellen, nationalen und internationalen Organisationen. Die Glaubwürdigkeit von Weltdaten, die Auskunft über die politischen, ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Menschen auf der Erde geben, ist dann anzuzweifeln, wenn Prognosen und der Wille zur Durchsetzung auseinander driften, oder gar nicht der Versuch unternommen wird, sie in Einklang zu bringen.

In der globalisierten Welt gelten die von den Vereinten Nationen im Jahr 2000 proklamierten Millenniumsziele als Richtschnur und anzustrebende Entwicklungsmaßnahmen für eine gerechtere, friedlichere und humanere Welt. In der Auseinandersetzung darüber, ob und wie die Ziele bis zum Jahr 2015 erreicht werden können – nämlich die Armut in der Welt bis dahin zu halbieren, das Recht auf Bildung für alle Menschen durchzusetzen, freiheitliche Lebensformen zu ermöglichen, die Geschlechtergerechtigkeit zu garantieren, die Kindersterblichkeit zu reduzieren, Gesundheitsvorsorge auszubauen, den Umweltschutz zu verbessern und eine globale Partnerschaft zu fördern – als wichtige Herausforderungen für die Menschheit. Ob diese Zielvorgaben überhaupt angesichts der imponderabilen Welt erreichbar sind und wenn ja, bis zu welcher Intensität, wird im internationalen Diskurs äußerst kontrovers betrachtet. Während Daten, etwa vom Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) oder von anderen internationalen Organisationen, direkt in die Diskussionen und Begründungen einfließen, werden andere statistische Berichte, die meist den eher euphorischen Angaben widersprechen, ignoriert oder als nicht relevant verworfen. Fachleute und Laien aber sind darauf angewiesen, seriöse und objektiv ermittelte Daten zur Verfügung zu haben und manipulierte als solche erkennen zu können.

Entstehungshintergrund und Autoren

„Globale Trends – Daten zur Weltentwicklung“ liegen in unterschiedlichen Zusammenhängen vor; etwa die seit 1986 von der Stiftung Entwicklung und Frieden (SEF) und vom Institut für Entwicklung und Frieden der Universität Duisburg-Essen (INEF) in unregelmäßigen Abständen herausgegebenen Daten zur Weltsituation, und die alljährlich vom New Yorker Worldwatch Institute „Zur Lage der Welt“ (siehe dazu: www.socialnet.de/rezensionen/10494.php) vorgelegten Analysen. Die Fülle der Informationen, spezifischen Darstellungen und Berichte machen es meist den in der politischen, lokalen und globalen Arbeit und in der schulischen und Erwachsenenbildung Tätigen schwer, Erkenntnisse zu gewinnen und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen. Zusammenfassende, schnell lesbare und vergleichbare Darstellungen, bei denen Informationen, Daten und Schaubilder in prägnanter Form präsentiert werden, sind deshalb hilfreiche Materialien.

Der entwicklungspolitische Journalist, der bereits mit seinem Buch „Tatort Eine Welt“ (2007, 978-3779501541) die Aufmerksamkeit der Eine-Welt-Engagierten gefunden hat, legt zusammen mit dem Stuttgarter Grafiker Klaus Tränkle ein Kompendium zu Globalisierung und Entwicklungspolitik vor, um etwas „Ordnung im Dschungel entwicklungspolitisch relevanter Daten zu schaffen“. Den Autoren gelingt es, in knapp und prägnant gefassten Informationen zu den wichtigsten Fragen der Globalisierung aussagekräftige und für die Informations-, Aufklärungs- und Bildungsarbeit direkt verwendbare Grafiken zu liefern.

Aufbau und Inhalt

Das Buch ist in 13 Kapitel gegliedert. Im ersten Teil werden zum Aspekt des „zweifelhaften Nutzen(s) der Millenniumsziele“ Bestandsaufnahmen zum Skandal des Hungers in der Welt vorgenommen, in Beispielen die weiteren Fragen des Millenniumsvorhabens thematisiert und die Erwartungshaltungen und allzu euphorischen Programmatiken der Entwicklungshilfe kritisch hinterfragt.

Der entwicklungskritische, alternative Slogan „Eine andere (bessere) Welt ist möglich“ wird im zweiten Kapitel mit der Frage „Eine Welt – aber welche?“ mit den Wirklichkeiten des „Durchfluss-Wachstums-Denkens“ (Brundtland-Bericht) konfrontiert und der Forderung nach der Etablierung des ökologischen Fußabdrucks komplettiert.

Im dritten Kapitel geht es um den Neoliberalismus und den scheinbar unverzichtbaren und unaufhaltsamen kapitalistischen Entwicklungen, den Ursachen der Wirtschafts- und Finanzkrisen, dem globalen Tourismus und der digitalen Kluft der Informations-, Energie- und Kommunikationsströme.

Das vierte Kapitel betrachtet die Daten, wie sie sich durch die Bevölkerungsvermehrung, der Urbanisierung und Wohnverhältnisse in den Slumgebieten der Erde ergeben.

Im fünften Teil wird nach den Bedingungen der Ernährung der Menschen gefragt, der Zusammenhang von Nahrungsmitteln und Industrieprodukten dargestellt, die Risiken der Gentechnik aufgezeigt und Land Grabbing als neues Problem der Sachnahme der Menschen problematisiert.

Das sechste Kapitel fragt nach „Gesundheit – ein Vorrecht der Reichen?“, indem in den einzelnen Bereichen die globale Situation bei der Versorgung mit sauberem Wasser, die Industrialisierungsaspekte von abgefülltem Trinkwasser, die unterschiedlichen Gesundheitssysteme, Arzneimittelversorgung und Kindersterblichkeit dargestellt wird.

Die wichtigen Aspekte von Bildung und Arbeit werden im siebten Kapitel aufgezeigt, mit Analphabetismus, Brain Drain, Jugendarbeitslosigkeit, Ausbeutung und Entlohnung .

Im achten Teil geht es um die Umwelt, mit Energieverbrauch, Emissionen, Klimakatastrophen, Mobilisierung, Übernutzung der Meere, Entwaldungen, Bodenerosionen, Biodiversität, usw.

Die Unordnung der Weltmärkte und die außer dem neoliberalen Ruder geratenen globalen Finanzmärkte werden im neunten Kapitel dargestellt; ebenso die Schuldenproblematik im zehnten Teil.

„Rüstung, Krieg und Terror“ sind Thema im elften Kapitel. Um die unzulängliche Situation der Anerkennung und Durchsetzung der Menschenrechte, mit Geschlechterungerechtigkeit, Kinderarbeit und Migrationsbewegungen, geht es im zwölften Kapitel; und schließlich im 13. Kapitel um die unterschiedlichen Entwicklungen in den Weltregionen, mit dem „Armenhaus Afrika“, den aufsteigenden Mächten China und Indien, Lateinamerika als dem Kontinent der Gegensätze, den Entwicklungen in der arabischen Welt und den Lebensbedingungen der Menschen in den ärmsten Ländern der Welt.

Fazit

Die textliche, statistische und grafische Bestandsaufnahme der aktuellen Lage in der (Einen?) Welt stellt ohne Zweifel ein ausgezeichnetes Kompendium für alle diejenigen bereit, die sich in der Schule, im Studium, in der Erwachsenenbildung und in der alltäglichen politischen Arbeit mit den Fragen auseinandersetzen, warum es für die Menschen lokal und global so schwierig erscheint zu verwirklichen, was in der Präambel der von den Vereinten Nationen am 10. Dezember 1948 proklamierten Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte zuvorderst vorausgesetzt wird, nämlich dass „die Anerkennung der allen Mitgliedern der menschlichen Familie wohnenden Würde und ihrer gleichen und unveräußerlichen Rechte die Grundlage der Freiheit, der Gerechtigkeit und des Friedens in der Welt bildet“.

Die Bedeutsamkeit einer gerechten EINEN WELT wird zwar in zahlreichen, vermehrt publizierten Analysen und Aufforderungen zum Perspektivenwechsel betont; doch die wachsende Unübersichtlichkeit und Bewertbarkeit von Entwicklungen Hier und Heute macht es (auch) notwendig, zusammenfassende und eingängige Informationen über die Entwicklung der Menschheit in ihrem Lebensraum Erde zur Hand zu haben.

Literatur:

Im Internet-Rezensionsdienst von socialnet erhält diese Literatur eine besondere Aufmerksamkeit. Einige ausgewählte Besprechungen zum Themenbereich „Gerechte Eine Welt“ wird hier noch einmal aufgeführt:

  • John Holloway, Die Welt verändern, ohne die Macht übernehmen, 2002, in: socialnet Rezensionen, Rezension
  • Peter Jüngst, „Raubtierkapitalismus“? Globalisierung, psychosoziale Destabilisierung und territoriale Konflikte, 2004, Rezension
  • Wolfgang Mayrhofer, u.a., Hrsg., Globalisierung und Diffusion, 2005, http://www.socialnet.de/rezensionen/5879.php">Rezension
  • Jacob A. Goedhart, Über-Leben, 2006, Rezension
  • Karl Georg Zinn, Wie Reichtum Armut schafft. Verschwendung, Arbeitslosigkeit und Mangel, 2006, Rezension
  • Michael Stürmer, Welt ohne Weltordnung. Wer wird die Erde erben?, 2006, Rezension
  • Le monde diplomatique, Hrsg., Atlas der Globalisierung, 2007, Rezension; sowie Edition Le Monde diplomatique, Die Globalisierungsmacher. Konzerne, Netzwerke, Abgehängte, 2007
  • Jost Hermand, die Utopie des Fortschritts, 2007, Rezension
  • Heiner Bielefeldt, Menschenrechte in der Einwanderungsgesellschaft. Plädoyer für einen aufgeklärten Multikulturalismus, 2007, Rezension
  • Ulrich Beck, Weltrisikogesellschaft. Auf der Suche nach der verlorenen Sicherheit, 2007, Rezension
  • Christoph Zöpel, Politik mit 9 Milliarden Menschen in Einer Weltgesellschaft. Eine Orientierung in Worten und Zahlen, 2008, Rezension
  • Petra C. Gruber, Hrsg., Nachhaltige Entwicklung und Global Governance. Verantwortung, Macht, Politik, 2008, Rezension
  • Heinrich-Böll-Stiftung / Silke Helfrich, Hrsg., Wem gehört die Welt? Zur Wiederentdeckung der Gemeingüter, 2009, Rezension
  • Eva Hartmann, u.a., Hrsg., Globalisierung. Macht und Hegemonie. Perspektiven einer kritischen Internationalen Politischen Ökonomie, 2009, Rezension
  • Jörn Rüsen / Henner Laass, Hrsg., Interkultureller Humanismus. Menschlichkeit in der Vielfalt der Kulturen, 2009, Rezension
  • Jörn Rüsen, Hrsg., Perspektiven der Humanität. Menschsein im Diskurs der Disziplinen, 2010, Rezension
  • Matthias Horx, Das Buch des Wandels. Wie Menschen Zukunft gestalten, 2009, Rezension
  • Frank Ettrich u.a., Hrsg., KRISE und ihre Bewältigung. In Wirtschaft, Finanzen, Gesellschaft, Medien, Klima, Geschichte, Moral, Bildung und Politik, 2010, Rezension
  • Jean Ziegler, Der Hass auf den Westen. Wie sich die armen Völker gegen den wirtschaftlichen Weltkrieg wehren, 2009, Rezension
  • Ulrich Groeber, Die Entdeckung der Nachhaltigkeit, 2010, Rezension
  • Oskar Negt, Der politische Mensch. Demokratie als Lebensform, 2010, Rezension
  • Jeremy Rifkin, Die empathische Zivilisation. Wege zu einem globalen Bewusstsein, 2010, Rezension
  • Wilhelm Berger, u.a., Hrsg., Kulturelle Dimensionen von Konflikten, 2010, Rezension
  • Andreas Fischer, Hrsg., Die soziale Dimension der Nachhaltigkeit. Beziehungsgeflechte zwischen
  • Nachhaltigkeit und Benachteiligtenförderung, 2010, Rezension
  • Christoph Broszies, u.a., Hrsg., Globale Gerechtigkeit. Schlüsseltexte zur Debatte zwischen Partikularismus und Kosmopolitismus, 2010, Rezension
  • Ulrich Grober, Die Entdeckung der Nachhaltigkeit. Kulturgeschichte eines Begriffs, 2010, Rezension
  • Christoph Antweiler, Mensch und Weltkultur. Für einen realistischen Kosmopolitismus im Zeitalter der Globalisierung, 2010,Rezension
  • Josef Nußbaum, u.a., Hrsg., Unser kleines Dorf. Eine Welt mit 100 Menschen, 2010, Rezension
  • Anne-Christin Schondelmayer, Interkulturelle Handlungskompetenz. Entwicklungshelfer und Auslandskorrespondenten in Afrika; eine narrative Studie, 2010, Rezension
  • Alfred Holzbrecher, Hrsg., Interkulturelle Schule. Eine Entwicklungsaufgabe, 2011, Rezension
  • Harald Heinrichs, u.a., Hrsg., Nachhaltige Gesellschaft? Welche Rolle für Partizipation und Kooperation?, 2011, Rezension
  • Peter M. Senge, u.a., Die notwendige Revolution. Wie Individuen und Organisationen zusammenarbeiten, um eine nachhaltige Welt zu schaffen, 2011, Rezension
  • Elinor Ostrom, Was mehr wird, wenn wir teilen. Vom gesellschaftlichen Wert der Gemeingüter, 2011, Rezension
  • Jeremy Rifkin, Die dritte industrielle Revolution. Die Zukunft der Wirtschaft nach dem Atomzeitalter, 2011, Rezension
  • Joachim Radkau, Die Ära der Ökologie. Eine Weltgeschichte, 2011, Rezension
  • Shadia Husseini de Araújo, Jenseits vom „Kampf der Kulturen“. Imaginative Geographien des Eigenen und des Anderen in arabischen Printmedien, 2011, Rezension
  • Jan Morris, Wer regiert die Welt? Warum Zivilisationen herrschen oder beherrscht werden, 2011, Rezension
  • Harald Kleinschmidt, Migration und Integration. Theoretische und historische Perspektiven, 2011, Rezension
  • Dirk Lange, Hrsg., Entgrenzungen. Gesellschaftlicher Wandel und politische Bildung, 2011, Rezension

Rezensent
Dipl.-Päd. Dr. Jos Schnurer
Ehemaliger Lehrbeauftragter an der Universität Hildesheim
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Zitiervorschlag
Jos Schnurer. Rezension vom 13.12.2011 zu: Karl-Albrecht Immel, Klaus Tränkle: Aktenzeichen Armut. Globalisierung in Texten und Grafiken. Peter Hammer Verlag (Wuppertal) 2011. ISBN 978-3-7795-0357-6. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/12450.php, Datum des Zugriffs 23.10.2019.


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