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Martina Hasseler: Prävention und Gesundheitsförderung in der Pflege

Cover Martina Hasseler: Prävention und Gesundheitsförderung in der Pflege. Ein konzeptioneller Ansatz. Juventa Verlag (Weinheim) 2011. 192 Seiten. ISBN 978-3-7799-1981-0. 24,95 EUR, CH: 37,90 sFr.

Reihe: Gesundheitsforschung.
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Thema

Mit diesem Buch legt Martina Hasseler eine wichtige Übersichtsarbeit zum Themenfeld Prävention und Gesundheitsförderung in der Pflege vor. Es ist ihr ein Anliegen einerseits immer wieder auf die gestiegene gesundheitspolitische Bedeutung von Prävention und Gesundheitsförderung in pflegerischen Berufen hin zu weisen und andererseits feststellen zu müssen, dass die Umsetzung in vielen Bereichen unzureichend ist.

Aufbau und Inhalt

Vor dem Hintergrund einer umfangreichen Literaturrecherche rezipiert und ordnet sie in den ersten drei Kapiteln die vorliegenden Konzeptionen, Praxisansätze und Forschungsergebnisse zum Themenbereich Prävention /Gesundheitsförderung in der Pflege. Ihre Analysen beziehen sich auf deutschsprachige und vermehrt auf englischsprachige Literatur.
Es ist ein Dilemma pflegewissenschaftlicher Literaturrecherchen, dass viele pflegerische Ansätze und Forschungsergebnisse aus der englischsprachigen Literatur sich nicht auf deutsche Verhältnisse übertragen lassen, da die Stellung der Pflege im Gesundheitswesen in den jeweiligen Ländern zu unterschiedlich ist. Das bezieht sich besonders auf Beispiele aus dem ambulanten Bereich. Nichtsdestoweniger bekommt der Leser / die Leserin besonders im Kapitel 3 viele hilfreiche Anregungen wie Prävention und Gesundheitsförderung in pflegerischen Handlungsfeldern erfolgreich umgesetzt werden könnte, würden unsere gesetzlichen Grundlagen dieses zulassen. Besonders hervorzuheben ist hier auch der Exkurs zum Thema Prävention und Gesundheitsförderung von Menschen mit Behinderungen. Die Autorin belegt hier sehr eindrücklich die Notwendigkeit von Gesundheitsförderung mit einer bisher sehr vernachlässigten Zielgruppe.

Auf der konzeptionellen Ebene (Kap. 4) bietet das Buch nicht viel Neues. Hier werden sowohl die theoretischen Grundlagen aus den Gesundheitswissenschaften als auch bisherige konzeptionelle Ansätze einer spezifisch pflegerischen Perspektive nur sehr kurz abgehandelt. Das ist schade, da speziell für die Lehre im Studium und für die Ausbildungen eine konzeptionelle Weiterentwicklung des Themenfeldes Gesundheitsförderung in der Pflege hilfreich wäre.

Fazit

Das Buch ist zu empfehlen für alle, die sich wissenschaftlich mit dem Themenbereich Gesundheitsförderung / Prävention in der Pflege befassen. Sie bekommen hier über die gründliche Literaturrecherche und die übersichtliche Aufbereitung viele hilfreiche Anregungen.

Auf der Durchführungsebene, auf der es um die Fragen geht:

  • Wie und wo wird in Deutschland Gesundheitsförderung und Prävention durchgeführt?
  • Welche konzeptionellen Schritte könnten die Pflegeberufe in dieser Hinsicht weiterbringen?

bleiben in dem Buch viele Fragen offen.


Rezension von
Prof. Dr. Marianne Brieskorn-Zinke
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Zitiervorschlag
Marianne Brieskorn-Zinke. Rezension vom 14.12.2011 zu: Martina Hasseler: Prävention und Gesundheitsförderung in der Pflege. Ein konzeptioneller Ansatz. Juventa Verlag (Weinheim) 2011. ISBN 978-3-7799-1981-0. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/12512.php, Datum des Zugriffs 11.07.2020.


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