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Michael Urselmann: Fundraising [...] für Nonprofit-Organisationen

Cover Michael Urselmann: Fundraising. Professionelle Mittelbeschaffung für Nonprofit-Organisationen. Haupt Verlag (Bern Stuttgart Wien) 2011. 5., Auflage. 290 Seiten. ISBN 978-3-258-07670-6. D: 39,90 EUR, A: 41,10 EUR, CH: 53,90 sFr.

Seit Erstellung der Rezension ist eine neuere Auflage mit der ISBN 978-3-658-01794-1 erschienen, auf die sich unsere Bestellmöglichkeiten beziehen.
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Thema

Dieses Buch liefert Ihnen einen systematischen Einstieg in das professionelle Fundraising. Es basiert einerseits auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu Nonprofit-Management und Fundraising. Andererseits baut es auf der jahrelangen Praxiserfahrung des Autors aus über achtzig Beratungsprojekten auf. Dank seiner didaktischen Erfahrung aus langjähriger Lehr-, Seminar- und Vortragstätigkeit gelingt es dem Autor alle wichtigen Aspekte modernen Fundraisings übersichtlich und leicht verständlich darzustellen.

Zahlreiche Beispiele, Abbildungen und Tabellen veranschaulichen praxisnah, wie Fundraising mithilfe von Planung, Controlling und Qualitätsmanagement zielorientiert gesteuert werden kann. Ein umfassender Service-Teil nennt Vertiefungsliteratur sowie Adressen von Fachverbänden und Dienstleistern in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Auch für kleinere Organisationen werden zahlreiche Tipps und Empfehlungen gegeben.

Die vorgelegte 5. Auflage aus dem Jahre 2012 zeigt die rasche Entwicklung der Materie. Die Erstauflage erschien im Jahre 1998.

Autor

Dr. Michael Urselmann ist Professor für Sozialmanagement mit dem Forschungsschwerpunkt Fundraising an der Fachhochschule Köln. Daneben berät er als freier Berater der Urselmann Fundraising Consulting GmbH zahlreiche steuerbegünstigte Organisationen im In- und Ausland in allen Fragen des Fundraising. Urselmann ist gewähltes Mitglied im Deutschen Komitee für UNICEF und Mitglied im Fachbeirat des Nachdiplomkurses Fundraising Management der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften.

Dieses Buch liefert Ihnen einen systematischen Einstieg in professionelles Fundraising. Es basiert einerseits auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu Nonprofit-Management und Fundraising. Andererseits baut es auf der jahrelangen Praxiserfahrung des Autors aus über achtzig Beratungsprojekten auf. Dank seiner didaktischen Erfahrung aus langjähriger Lehr-, Seminar- und Vortragstätigkeit gelingt es dem Autor, alle wichtigen Aspekte modernen Fundraisings übersichtlich und leicht verständlich darzustellen.

Aufbau und Inhalt

Urselmann unterteilt sein Buch in 24 Kapitel. Diese sind jedoch nicht nummeriert. Für diese Besprechung werden die Kapitel in der Reihenfolge, wie sie in der Gliederung ausgewiesen sind, durchgezählt.

Kapitel 1 enthält ein einleitendes Vorwort mit der Themenabgrenzung und der Darstellung der neuen Inhalte der 5. Auflage (mehr Praxisbeispiele, auf Einrichtungen des 2. Sektors (z.B. Schulen) erweiterter Begriff der Organisationen, die Fundraising nutzen).

Kapitel 2 geht näher auf die Definition des Begriffs „Fundraising“ ein. Urselmann wählt folgende Überschriften für seine Unterabschnitte:

  • Was ist mit „benötigte Ressourcen“ gemeint? (Es ist darauf hinzuweisen, dass Fundraising mehr meint, als nur finanzielle Mittel zu sammeln.)
  • Wer ist mit „steuerbegünstigte Organisation“ gemeint? (hier wird die Definition der Abgabenordnung wiedergegeben und erläutert)
  • Wer ist mit „Ressourcenbereitsteller“ gemeint? (Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen und öffentliche Institutionen)
  • Welche „Bedürfnisse“ haben die Ressourcenbereitsteller? (private Spender erwarten einen Rückfluss, sei es neben dem Dank, der Anerkennung oder der Information die Spendenbestätigung, die Prestigesteigerung oder die ethische Verpflichtung. Unternehmen haben dagegen unternehmerische Interessen, wie z.B. die positive Beeinflussung des Images.).
  • Was ist mit „zu möglichst geringen Kosten“ gemeint? (da der Spender eine Gegenleistung erwartet, sollte diese effektiv erbracht werden, es darf sich kein Missverhältnis ergeben.)
  • Fundraising – eine Erscheinungsform des Marketings (die Definition und weitere Darstellung in diesem Buch orientiert sich an dem Marketingansatz)
  • Fundraising – freiwillige Umverteilung von Ressourcen (ähnlich dem Steuersystem, nur eben freiwillig, umverteilt das Fundraising Mittel hin zum steuerbegünstigten Sektor)

Am Ende des Kapitels findet sich eine Literaturliste mit fünf Titeln.

Kapitel 3 widmet sich dem Relationship Fundraising. Neben dem Vertrauen ist die Kenntnis der spendensammelnden Organisation Grundlage der Tätigkeit überhaupt. In seinem Buch beschäftigt sich der Verfasser mit dem Fundraising gegenüber Privatpersonen. Für diese ist das Vertrauen in eine Institution wesentliche Basis. Deshalb widmet sich Urselmann zu nächst dem Relationship Fundraising. Urselmann gibt seinen Unterabschnitten folgende Überschrift:

  • Spenderpyramide und Upgrading
  • Spenderpyramide und Pareto-Prinzip
  • Beziehungsaufbau durch Dialog
  • Fundraising – erst säen, dann ernten

Der letzte Unterabschnitt ist überschrieben mit „Was ich in diesem Kapitel gelernt habe“. In diesem stichpunktartig geordneten Abschnitt gibt der Verfasser 13 Tipps, die das Kapitel 3 zusammenfassen (S. 31). Dieser Unteranschnitt kann zur schnellen Orientierung über den Inhalt verwendet werden. Am Ende des Kapitels nennt Urselmann acht Titel als weiterführende Literatur.

Kapitel 4 betrachtet Die Stufe der Interessenten.. In diesem Kapitel ist zu untersuchen, wie eine Organisation in der Praxis Interessenten gewinnen kann. Für dieses Kapitel benennt Urselmann die Unterabschnitte wie folgt:

  • Wer ist Interessent?
  • Gewinnung von Interessenten
  • Bindung von Interessenten

Auf den Seiten 37 – 41 gibt der Verfasser erfolgreiche Kampagnen im Bild wieder. Der Abschnitt „Was ich in diesem Kapitel gelernt habe“ (S. 43f) dient als Zusammenfassung. Darüber hinaus folgt eine Liste mit vier Titeln (Literaturhinweise).

In Kapitel 5 wird die erste Stufe des Stufenmodells betrachtet: Die Stufe der Erstspender. Der wichtigste Schritt beim Fundraising ist es, den Spender zu einer erstmaligen Spende zu animieren. Jetzt gilt es, denn Erstspender bei der Stange zu halten und eine langfristige Beziehung aufzubauen. Urselmanns Ausführungen können anhand der Überschriften für seine Unterabschnitte veranschaulicht werden:

  • Wer ist Erstspender?
  • Gewinnung von Erstspendern
  • Bindung von Erstspendern
  • Rückgewinnung von Erstspendern

Der Abschnitt „Was ich in diesem Kapitel gelernt habe“ (S. 52) dient wiederum als Zusammenfassung. Urselmann benennt vier Titel am Schluss des Kapitels zum weiterführenden Literaturstudium.

Kapitel 6 enthälteinen Exkurs: Fundraising-Software bzw. Fundraising-Datenbank. Erstspender haben sehr unterschiedliche Bedürfnisse. Es ist nur möglich, auf die spezifischen Besonderheiten einzugehen, wenn es gelingt, die beim Erstkontakt geäußerten Erwartungen und Spendermerkmale elektronisch in einer Datenbank zu erfassen. Urselmann wählt folgende Überschriften für seine Unterabschnitte:

  • Warum eine Fundraising-Datenbank?
  • Aufbau einer Datenbank
  • Pflege einer Datenbank
  • Beschaffung einer geeigneten Fundraising-Datenbank

Der Abschnitt „Was ich in diesem Kapitel gelernt habe“ (S. 61) dient als Zusammenfassung. Zuletzt nennt Urselmann vier Titel als weiterführende Literatur.

In Kapitel 7 wird die Stufe der Mehrfachspender besprochen. Wenn ein Spender zum wiederholten Mal gespendet hat, sollte sich die Organisation Gedanken darüber machen, wie er besonders bonifiziert werden kann. Hierfür führt Urselmann diverse Beispiele an.

In Kapitel 8 wird die Stufe der Dauerspender erörtert. Eine Methode zur Bindung von Dauerspendern ist, ihn in die Mailingliste regelmäßiger Nachrichten aufzunehmen. Eine weitere Möglichkeit ist, Fördermitgliedschaften in einem spendensammelnden verein zu schaffen. Urselmann nennt in den weiteren Ausführungen weitere Praxisbeispiele. Urselmann gibt den Unterabschnitten folgende Überschriften:

  • Wer ist Dauerspender?
  • Gewinnung von Dauerspendern
  • Bindung von Dauerspendern
  • Rückgewinnung von Dauerspendern

Der Abschnitt „Was ich in diesem Kapitel gelernt habe“ (S. 72) dient als Zusammenfassung. Am Ende des Kapitels nennt Urselmann fünf Titel als weiterführende Literatur.

Kapitel 9 betrifft Die Stufe der Großspender. Eine weitere wichtige Aufgabe zur Optimierung des Fundraisings besteht darin, aus den Spendern Großspender zu identifizieren. Es ist bekannt, dass 20% der Spender 80% der Einnahmen ausmachen. Diese Großspender bedürfen einer besonderen Betreuung. Urselmann betrachtet die verschiedenen Aspekte in folgenden Unterabschnitten:

  • Wer ist Großspender?
  • Gewinnung und Bindung der High Donor
  • Gewinnung und Bindung der Major Donor
  • Steuerliche Überlegungen zu Großspendern
  • Großspendergewinnung durch Capital Campaign

Diese Kapitel, das sich über 14 Seiten erstreckt, gehört zu den lesenswerten Hauptkapiteln des Buches. Es werden mehrere veranschaulichende Beispiele angeführt. Abschließend nennt Urselmann zehn Titel zum weiteren Literaturstudium. Im Abschnitt „Was ich in diesem Kapitel gelernt habe“ (S. 89) werden zusammenfassend die Inhalte stichpunktartig wiederholt.

Kapitel 10 lautet: Die Stufe der Testamentsspender. An der Spitze der Spenderpyramide stehen die Testamentsspender. Mit dem Potenzial und den Besonderheiten dieses Fundraisingfelds befasst sich Urselmann auf den Seiten 91 bis 104. Urselmann wählt folgende Überschriften für seine Unterabschnitte:

  • Wer ist Testamentsspender?
  • Das Potenzial für Testamentspenden
  • Gewinnung von Testamentsspendern
  • Bindung von Testamentsspendern
  • Rückgewinnung von Testamentsspendern

Am Ende des Kapitels nennt Urselmann acht Titel als weiterführende Literatur. Die Zusammenfassung auf S. 104 f ist eine stichpunktartige Wiederholung des Stoffes.

In Kapitel 11 geht es um die Fundraising-Kommunikation. Es gilt der Grundsatz: „Kein Fundraising ohne Dialog“ (S. 107). In dem 11. Kapitel werden die verschiedenen Kommunikationskanäle und weitere Aspekte des Themas betrachtet. Mit ausführlichen Beispielen und einer breit angelegten Analyse werden wesentliche Ausführungen auf den Seiten 107 – 125 gegeben. Urselmann wählt folgende Überschriften für seine Unterabschnitte:

  • Abgrenzung von Werbung und Öffentlichkeitsarbeit
  • Abgrenzung von klassischer Werbung und Direktwerbung
  • Persönliches Gespräch
  • Event
  • Haus- und Straßensammlung
  • Telefon
  • Mailing
  • Internet
  • Fernsehen
  • Radio
  • Printmedien
  • Multi-Channel-Fundraising

Am Ende des Kapitels finden sich fünfundzwanzig weiterführende Literaturquellen. Im Abschnitt „Was ich in diesem Kapitel gelernt habe“ (S. 128) werden zusammenfassend die Inhalte stichpunktartig wiederholt.

In Kapitel 12 werden Aspekte des Online-Fundraisings besprochen. Dem Internet kommt derzeit und in Zukunft eine bedeutsame Rolle auf allen Stufen der Spenderpyramide zu. Etwa sind die Themen „Portale“ und „Suchmaschinen“ gesondert zu erörtern. Bei den Portalen können gemeinnützige Spendensammler ihre Vorhaben präsentieren und um Spenden bitten. Der Gewinnung und Bindung Spendern im Internet widmen sich weitere Ausführungen. Urselmann wählt folgende Überschriften für seine Unterabschnitte:

  • Gewinnung und Bindung von Interessenten im Internet
  • Gewinnung und Bindung von Spendern im Internet
  • Gewinnung und Bindung von Dauerspendern im Internet
  • Gewinnung und Bindung von Großspendern im Internet
  • Gewinnung und Bindung von Testamentsspendern im Internet

Am Ende des Kapitels nennt Urselmann acht Titel als weiterführende Literatur. Wiederum erfolgt eine Zusammenfassung im Abschnitt „Was ich in diesem Kapitel gelernt habe“ (S. 146 f).

Kapitel 13 bespricht Fundraising-Instrumente. Neben den bisher betrachteten Kanälen sind spezielle Instrumente des Fundraisings zu besprechen. Urselmann widmet jedem Instrument einen eigenen Unterabschnitt:

  • Affinity Credit Card
  • Bußgeldmarketing
  • Lotterien und Tombolas
  • Anlassspenden

Am Ende des Kapitels folgen neun Titel als Literaturhinweis.

Kapitel 14 widmet sich der Zukunft des Fundraisings. Traditionelle Instrumente wie die Haustür- und Straßensammlung und die kirchliche Kollekte sind in den letzten Jahren durch eine systematische Mailingaktionen ergänzt worden. Es gab eine deutliche Verschiebung und Erweiterung der Aktivitäten. Neu ist eine starke Betonung des Relationship Fundraisings. Urselmann betrachtet die zukünftige Entwicklung in folgenden Unterabschnitten:

  • Die Bedeutung eines zukunftsträchtigen Instrumenten-Mixes
  • Wachstumspotenziale in der Spitze der Spenderpyramide
  • Das Internet als zentraler Kommunikationskanal des Fundraisings
  • „Integriertes“ Fundraising

Urselmann schließt das Kapitel mit einer Literaturliste mit vier Titeln. Im Abschnitt „Was ich in diesem Kapitel gelernt habe“ (S. 164 f) werden zusammenfassend die Inhalte stichpunktartig wiederholt.

In Kapitel 15 geht es um das Fundraising-Management. Hinter erfolgreichem Fundraising steht ein systematisches Vorgehen. Nach dem Freiburger Managementmodell nach Peter Schwarz u.a. kann die Planung, das Qualitätsmanagement und das Controlling betrachtet werden. Die Vorgehensweise kann in eine normative Phase, ein strategisches und ein operatives Planen, ein Organisieren und Kontrollieren unterteilt werden. Auf zwei Seiten stellt der Verfasser diese Vorgehensweise vor.

Kapitel 16 widmet sich der Planung im Fundraising. Für das Fundraising-Management ist die Planung der erste wichtige Schritt. Zu den einzelnen Erfordernissen nehmen die S. 189 – 185 ausführlich Stellung. Urselmann stellt seine theoretischen Überlegungen in folgenden Unterabschnitten dar:

  • Warum Planung?
  • Was ist Planung?
  • Normative Grundlagen?
  • Strategische Fundraising-Planung
  • Operative Fundraising-Planung
  • Planung unbedingt schriftlich

Am Schluss des Kapitels führt Urselmann sieben Titel als Literatur an. Im Abschnitt „Was ich in diesem Kapitel gelernt habe“ (S. 188f) werden zusammenfassend die Inhalte stichpunktartig wiederholt.

Controlling im Fundraising wird in Kapitel 17 besprochen. Der nächste Schritt im Fundraising-Management ist das Controlling, hierunter versteht man die Steuerung der Fundraising-Maßnahmen. Zu den Inhalten dieses Schrittes führt Urselmann folgende Unterabschnitte an:

  • Was ist Controlling?
  • Strategisches Fundraising-Controlling
  • Operatives Fundraising-Controlling

Neben der klassischen SWOT-Analyse stellt er das Instrument der PEST-Analyse vor, welche das politische, ökonomische, soziale und technologische Umfeld berücksichtigt (S. 191). Dieses Umfeld ist einem raschen stetigen Wandel unterworfen. Zum operativen Fundraising-Controlling stellt er einen Satz üblicher Kennzahlen vor (S. 193 f). Auf den S. 194 – 196 stellt Urselmann geeignete Kennzahlen des Fundraisings vor (bezogen auf die Spenderpyramide: Wanderungsverhalten zwischen den Stufen der Spenderpyramide, Umwandlungsquoten von Einzel- und Mehrfachspender, Kosten zur Gewinnung eines Erstspenders usw. und bezogen auf die Kommunikationskanäle: Response Quoten – zeitlich gestaffelt, Durchschnittsspende, Return on Investment usw.). Eine weitere Kennzahl, die Spender erfahren möchten, ist die Verwaltungskostenquote. Hierzu gibt es Definitionen und Angrenzungen des Instituts der Wirtschaftsprüfer (1995) und des DZI. Auf den Seiten 201 – 203 erörtert Urselmann diese wichtigen Angrenzungen. Am Ende des Kapitels nennt der Verfasser Einschränkungen, die sich für einen Vergleich von Verwaltungskostenquoten ergeben (große – kleine Organisationen, mit öffentlichen Zuschüssen ausgestatte Organisation – privat finanzierte Organisationen usw.). Am Ende des Kapitels nennt Urselmann fünf Titel als weiterführende Literatur. Der Abschnitt „Was ich in diesem Kapitel gelernt habe“ (S. 204) dient als Zusammenfassung.

In Kapitel 18 geht es um das Qualitätsmanagement im Fundraising. Dieses Kapitel widmet sich einen wichtigen Thema: dem Qualitätsmanagement im Fundraising. Urselmann erörtert Fragen der Leistungs-, Struktur- und Prozessqualität. Er stellt verschieden Modelle zur Messung der Qualität vor. Er nennt 8 Schritte, die für eine Prozessoptimierung empfehlenswert sind (S. 213 f). Auf den S. 215 – 217 findet sich ein Auszug aus einem Qualitätshandbuch, in dem Flussdiagramme für die einen Arbeitsschritt widergegeben werden. Urselmann betrachtet folgende Themen in den Unterabschnitten dieses Kapitels:

  • Was ist Qualitätsmanagement?
  • Leistungsqualität im Fundraising
  • Strukturqualität im Fundraising
  • Qualitätsmanagementsystem TQE

Am Ende folgt ein Unterabschnitt zum Benchmarking im Fundraising. Bei dieser Methode vergleichen sich Organisationen anhand von Kennzahlen. Urselmann stellt kurz (S. 221 f) die gängigsten Ansätze vor. Der Abschnitt „Was ich in diesem Kapitel gelernt habe“ (S. 222f) dient als Zusammenfassung. Am Ende des Kapitels stellt Urselmann dreizehn Titel zum weiterführenden Literaturstudium vor.

Kapitel 19 betrachtet Aspekte der Organisation im Fundraising. In diesem Kapitel folgen Überlegungen zur Aufbauorganisation. Urselmann unterteilt seine Ausführungen in folgende Unterabschnitte:

  • Was ist Organisation?
  • Aufbauorganisation im Fundraising

Am Ende des Kapitels nennt Urselmann neben der Zusammenfassung (Lessons Learned) fünf Titel zum weiteren Literaturstudium.

Kapitel 20 lautet: Führung im Fundraising. Damit sich alle Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen nach allen Kräften dafür einsetzen, die gemeinsamen Ziele effektiv und effizient zu erreichen, bedarf es einer unternehmerischen Führung. Urselmanns Ausführungen folgen in folgenden Unterabschnitte:

  • Was ist Führung?
  • Förderung der Leistungsbereitschaft der Fundraiser
  • Förderung der Leistungsfähigkeit der Fundraiser

Am Ende des Kapitels nennt Urselmann sieben Titel als weiterführende Literatur. Darüber hinaus findet sich eine kurze Zusammenfassung (was ich gelernt habe, S. 238).

Kapitel 21 beschäftigt sich mit der Innovation im Fundraising. In diesem Kapitel spricht der Verfasser in erster Linie neue technische Möglichkeiten, die sich durch das Internet und die Mobiltelefonie bieten, an. Urselmann listet eine Reihe innovativer Praxisbeispiele auf. Aber auf im traditionellen Fundraising gibt es interessante Beispiele, wie z.B. die Restgeldkampagne für Urlaubsreisende, die ihre Münzen im Flugzeug zugunsten eins gemeinnützigen Zwecks spenden können (S. 243). Oder das in Hamburg ins Leben gerufenen Spendenparlament (S. 244) oder ein Kollektensammelgerät, das mit der EC-Karte funktioniert (S. 245). Als weiterführende Literatur zu diesem Kapitel nennt Urselmann zwei Titel.

Am Endes des Buches wird in zwei Kapiteln der gesamte Prozess der Fundraising-Organisation (Aufgaben der Planung, des Controllings, des Qualitätsmanagements, der Führung und Innovation) verdeutlicht.

Kapitel 22 enthält ein Erstes Beispiel für Fundraising-Management. Ein kleiner (fiktiver) Kinderhilfeverein erbittet eine Bestandsaufnahme mit einem Blick auf zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten. Urselmann zeigt das mögliche Vorgehen, in dem zunächst eine SWOT-Analyseangewandt wird. Die Ergebnisse werden vorgestellt. Es werden ein Leitbild und ein strategischer Maßnahmenplan in fünf Jahresschritten entwickelt. Für diese fünf Jahre erfolgt ein grober Geschäftsplan. Darüber hinaus leitet er einen Plan zur operativen Umsetzung ab.

Kapitel 23 enthält ein Zweites Beispiel für Fundraising-Management. Eine mittelgroße (fiktive) katholische Entwicklungshilfeorganisation erbittet ebenfalls eine Bestandsaufnahme und eine Empfehlung für ein zukunftsträchtiges Fundraisingkonzept. Neben der SWOT-Analyse werden das soziale und politische Umfeld (PEST-Analyse) betrachtet. Es folgt wieder eine strategische und eine operative Planung (über 5 Jahre). Konkret wird ein Stiftungsprojekt analysiert.

24. Weitere Informationsquellen zum Fundraising. In diesem Kapitel werden wichtige Informationen für den Fundraiser aufgelistet.

  • Ausbildungsmöglichkeiten im Fundraising (1 Seite)
  • Weiterbildungsmöglichkeiten im Fundraising (¼ Seite)
  • Fundraising-Fachzeitschriften (¼ Seite)
  • Informationsquellen im Internet (¼ Seite)
  • Wichtige Adressen für Fundraiser (3 ½ Seiten)

Am Schluss des Buches ist ein Anhang angefügt. In diesem Anhang finden sich:

  • Abbildungsverzeichnis (2 Seiten)
  • Tabellenverzeichnis (½ Seite)
  • Abkürzungsverzeichnis (1 Seite)
  • Stichwortverzeichnis (2 ½ Seiten)

Fazit

Urselmanns Buch ist ein Grundlagenwerk im Fundrainsg, dass von Martin Gubser, dem ehemaligen Vizepräsident des Schweizerischen Fundraising Verbands als „Klassiker“ bezeichnet wurde.

Herauszustellen ist die wissenschaftlich fundierte und trotzdem lesbare Sprache.

Darüber hinaus enthält das Buch wertvolle und praxisnahe Tipps, die einem Fundraiser die tägliche Arbeit erleichtern.

Die systematische Gliederung des Werks in (leider nicht durchnummerierte) 24 Kapitel ermöglicht einen Einstieg auch für den Anfänger im Selbststudium. Wer sich nur für einen einzelnen Aspekt interessiert, kann schnell auf den entsprechenden Abschnitt zugreifen.

Die Wiederholung der wesentlichen Inhalte am Ende eines jeden Kapitels (Lessons Learned) und die jeweiligen Literaturvorschläge ermöglichen einen punktuellen Zugriff. Die Literaturhinweise werden sicher auch von Studenten, die eine wissenschaftliche Arbeit zu einem speziellen Thema verfassen möchten, häufig und gern benutzt werden.

Der „Urselmann“ gehört in das Bücherregal jedes Fundraisers im deutschsprachigen Raum.

Das Buch lohnt sich auch deshalb, weil die Anschaffungskosten (39,90 €) in einem guten Verhältnissen zu den Kosten eines Fundraising-Seminars stehen.


Rezensent
Prof. Dr. Friedrich Vogelbusch
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Zitiervorschlag
Friedrich Vogelbusch. Rezension vom 17.03.2014 zu: Michael Urselmann: Fundraising. Professionelle Mittelbeschaffung für Nonprofit-Organisationen. Haupt Verlag (Bern Stuttgart Wien) 2011. 5., Auflage. ISBN 978-3-258-07670-6.

Seit Erstellung der Rezension ist eine neuere Auflage mit der ISBN 978-3-658-01794-1 erschienen, auf die sich unsere Bestellmöglichkeiten beziehen. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/12696.php, Datum des Zugriffs 23.07.2017.


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