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Ullrich Bauer, Anke Reinisch u.a. (Hrsg.): Prävention für Familien mit psychisch kranken Eltern

Cover Ullrich Bauer, Anke Reinisch, Miriam Schmuhl (Hrsg.): Prävention für Familien mit psychisch kranken Eltern. Bedarf, Koordination, Praxiserfahrungen. Springer VS Verlag für Sozialwissenschaften (Wiesbaden) 2012. 192 Seiten. ISBN 978-3-531-18088-5. 34,95 EUR.

Reihe: Gesundheit und Gesellschaft.
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Thema

Die Familien psychisch kranker Menschen sind, zumindest zeitweilig in Akutphasen der Erkrankung, oftmals jedoch auch dauerhaft, hoch belastet. Die Auswirkungen einer psychischen Erkrankung beeinflussen das gesamte Familiensystem. Durch die mittlerweile verstärkte Beachtung dieser systemischen Sichtweise entstanden in den letzten Jahren in zahlreichen Städten und Regionen präventive Hilfekonzepte für die betroffenen Familien und deren Kinder. So gibt es vermehrt Angebote und Projekte, die entwickelt und bereitgestellt werden, um Präventivarbeit zu betreiben. Dabei geht es vor allem darum, die Resilienz der Kinder zu stärken, Entwicklungsrisiken zu minimieren und insgesamt einer durch die oben benannte Belastung drohenden eigenen Erkrankung vorzubeugen.

Herausgeber

  • Prof. Ullrich Bauer ist Soziologe und Professor für Sozialisationsforschung am Institut für Pädagogik der Fakultät für Bildungswissenschaften an der Universität Duisburg-Essen.
  • Dr. Anke Reinisch ist Dipl.-Gesundheitswissenschaftlerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Pädagogik der Fakultät für Bildungswissenschaften an der Universität Duisburg-Essen.
  • Miriam Schmuhl ist Gesundheitswissenschaftlerin MPH und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Kanu-Projekt an der Fakultät für Bildungswissenschaften an der Universität Duisburg-Essen.

Entstehungshintergrund

Die Herausgeber des Buches wollen nach eigenem Bekunden das gesamte Familiensystem von psychisch erkrankten Menschen in den Blick nehmen. Fokussiert werden sollen dabei insbesondere die Belastungen der Kinder psychisch kranker Eltern, wobei dies aus unterschiedlichsten Perspektiven geschieht. Der gemeinsame Bezugsrahmen dieser Blickwinkel ist das in der Region Bielefeld und Gütersloh verankerte Kanu-Projekt für Kinder psychisch erkrankter Eltern. Dieses Projekt ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziell gefördertes Modellprojekt. Es handelt sich um ein Präventionsprojekt, welches aus insgesamt vier Modulen (Eltern-Kind-Familiengespräche, Gruppenangebote für Kinder/Jugendliche, Elterntraining und Patenschaften) besteht. Es ist eng an die Erwachsenenpsychiatrie angebunden (Akquise der TeilnehmerInnen und praktische Durchführung der Angebote über die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Evangelischen Krankenhauses Bielefeld). Die wissenschaftliche Begleitung und Evaluation des Projektes wird von der Forschungsgruppe rund um Professor Ullrich Bauer (einer der Herausgeber dieses Buches) geleistet.

Aufbau

Bei diesem Buch handelt es sich um eine Zusammenstellung einzelner Aufsätze verschiedener Autorinnen und Autoren, die aus unterschiedlichen Blickwinkeln die Thematik „Familien mit einem psychisch kranken Elternteil“ beleuchten.

Inhalt

Zunächst erläutern die Herausgeber in einem Vorwort die Entstehung des Buches und ihre Intention: Aufgrund des Entstehungszusammenhangs werden neben themeneinführenden Aufsätzen und der Skizzierung verschiedener Betroffenenperspektiven insbesondere das Kanu-Projekt und die dort bisher gemachten Erfahrungen vorgestellt. "Kanu – Gemeinsam weiterkommen" ist ein durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Präventionsprojekt für bislang nicht selbst psychiatrisch diagnostizierte Kinder im Alter zwischen sechs und vierzehn Jahren, die mit einem ihrerseits wiederrum diagnostizierten Elternteil zusammenleben oder regelmäßigen Kontakt pflegen. Hierbei muss bei den psychisch erkrankten Eltern entweder die Diagnose einer affektiven (ICD-10 F 3X) oder einer schizophrenen (ICD-10 F2X) Erkrankung vorliegen.

Der erste BeitragMeine Erfahrungen als psychisch kranke Mutter“ aus der Feder von Ulrike Schwank nimmt authentisch die Betroffenenperspektive ein. Dabei beschreibt die Autorin skizzenhaft ihre Erfahrungen vom Zeitpunkt des Ausbruchs der eigenen Erkrankung in den 1990er Jahren als Mutter einer damals siebenjährigen Tochter bis hin zu ihrer aktuellen Lebenssituation. Diese Erfahrungen setzt sie in Bezug auf die damals für sie persönlich nicht vorhandenen oder unzureichenden professionellen Hilfen für sie als Mutter. Auch arbeitet sie in ihrem Beitrag wünschenswerte Reaktionen und Angebote seitens öffentlicher Institutionen heraus, die ihr und ihrem Kind damals aus rein subjektiver Sicht hätten helfen können.

Der zweite BeitragUnterstützung für Kinder psychisch kranker Eltern: Liebe, Entlastung, Trauer – ein Erfahrungsbericht“ stammt von Christian Kloß. Der Autor berichtet aus der Betroffenenperspektive von seinen persönlichen Erfahrungen als 11-jähriges Kind eines psychisch kranken Vaters, der sich das Leben nahm und einer Mutter, bei der er wenig später das erste Mal deren Zwangseinweisung miterleben musste. Auch hier wird, ähnlich wie im ersten Beitrag, ein subjektiver Erfahrungsbericht mit der Analyse der in den 1990er Jahren eben kaum vorhandenen Hilfen für Familien mit psychisch kranken Eltern, hier aus Sicht des betroffenen Kindes, verknüpft. Neben den aus professioneller Sicht zweifelsohne mittlerweile anerkannten Unterstützungsbedarfen für Kinder und Jugendliche von psychisch kranken Eltern appelliert der Autor in seinem Artikel auch dafür, Unterstützungsmöglichkeiten für erwachsene Kinder anzubieten, da diese wechselseitig wertvoll sind: Erstens als Hilfeleistung für die Betroffenen, um die in der Kindheit gemachten Erfahrungen und damit verbundenen Belastungen zu bearbeiten und zweitens, um als professionelle Helfer einen "wertvollen Einblick in die Welt der Kinder" zu erhalten, die so reflektiert eben nur ein erwachsener Mensch mitteilen kann.

Im dritten Beitrag Kinder psychisch kranker Eltern: Lebenssituation und Entwicklungsrisiken“ präsentiert das Autorenteam Julia Griepenstroh, Dieter Heitmann und Sonja Hermeling unter Bezugnahme verschiedener Studienauswertungen zum Themenkreis psychisch kranke Eltern und ihre Kinder eingangs eine theoretische Zusammenschau. Neben der Epidemiologie psychischer Erkrankungen bei Erwachsenen und Kindern sowie etwaiger Zusammenhänge von genetischen Faktoren bei der Entstehung von psychischen Störungen benennen die AutorInnen beispielsweise Resilienz- und Schutzfaktoren. Unter Zuhilfenahme von insgesamt zweiundzwanzig im Rahmen des Kanu-Projektes geführten Familieninterviews werden desweitern die Belastungen der interviewten Kinder und Jugendlichen, die ihrerseits allesamt Eltern haben, welche zum Erhebungszeitpunkt die Diagnose einer affektiven psychischen Störung hatten, analysiert.

Im vierten BeitragKinder psychisch kranker Eltern – die Perspektive der (Erwachsenen-) Psychiatrie“ reflektieren die Autoren Klaus-Thomas Kronmüller und Martin Driessen die Rolle der Angehörigen eines psychisch kranken Menschen im Kontext seiner psychiatrischen Behandlung. Neben einem kurzen historischen Abriss, der die deutlichen Veränderungen in Bezug auf die Einbeziehung der Angehörigen seit der Psychiatriereform verdeutlicht, sprechen die beiden Autoren u.a. Empfehlungen für die psychosoziale Praxis aus, die insbesondere für die Kinder als Angehörige psychisch kranker Eltern die Etablierung nachhaltiger Hilfen bewirken könnten.

Der fünfte BeitragFamilienorientierung in der psychiatrischen Behandlung“ von Riki van den Broek, Marite Pleininger-Hoffmann, Carmen Leichsenring-Driessen und Michael Leggemann beschreibt die Angebote und die praktische Arbeit aus familienorientierter Sicht in der Akutpsychiatrie Gilead IV des Evangelischen Krankenhauses Bielefeld. Fundiert wird diese Darstellung durch zwei kurze Fallbeispiele aus dem Klinikalltag. Abschließend weist das Autorenteam auf die Notwendigkeit der Erweiterung dieses Angebotes insbesondere für die Kinder als Angehörige psychisch kranker Menschen hin. Durch die Implementierung des Kanu-Projektes in das Klinikangebot wurde dieser Notwendigkeit nun Rechnung getragen.

Der sechste BeitragKinder psychisch kranker Eltern – die Perspektive der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie“ der beiden Autorinnen Eva Dirks und Nina Heinrichs beleuchtet einerseits die etwaigen Einflussfaktoren aufgrund einer psychischen Erkrankung der Eltern auf die Entstehung, Diagnose und Behandlung psychischer Störungen bei Kindern. Andererseits dokumentiert der Artikel die Erfahrungen der beiden Psychologinnen im Rahmen ihrer Arbeit in der psychotherapeutischen Hochschulambulanz für Kinder und Jugendliche an der Universität Bielefeld sowie im Rahmen dessen die Entstehung des Kontaktes und die Zusammenarbeit im Kanu-Projekt.

Der siebte BeitragDer Spagat zwischen Prävention und Intervention und die Bedeutung von verlässlicher Kooperation für Kinder in Familien mit einem psychisch kranken Elternteil – Ein Beitrag aus Sicht des Jugendamtes“ von Anke Berkemeyer beschreibt eingangs die konkrete Entwicklung der Kooperation zwischen Jugendhilfe und (Erwachsenen-)Psychiatrie in Bielefeld aus Sicht des Jugendamtes. Darüber hinaus dokumentiert die Autorin die bisher gemachten Erfahrungen im Rahmen des Kanu-Projektes und entwirft einen Ausblick auf weitere notwendige Handlungsweisen, die letztlich eine nachhaltig gelingende Kooperation zwischen beiden Systemen unterstützt.

Im achten BeitragDie Bedeutung ehrenamtlicher Patenschaften für die Unterstützung von Kindern psychisch erkrankter Eltern – Die Perspektive des Kinderschutzbundes“ bietet Sybille Kunz-Hassan einen kurzen Überblick über die beim Deutschen Kinderschutzbund (DKSB) des Ortsverbandes (OV) Bielefeld geleistete Arbeit mit ehrenamtlichen Helfern in einzelnen Projekten. Konkret beschreibt die Autorin das Konzept eines Patenschaftmodells für Kinder psychisch kranker Eltern in ihrer Institution. Das vorgestellte Patenschaftmodell ist ein Baustein im Kanu-Projekt, welches im Kooperationsverbund der Fakultät für Bildungswissenschaften der Universität Duisburg-Essen, der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Evangelischen Krankenhauses Bielefeld und des Jugendamtes der Stadt Bielefeld durchgeführt wird. Hierbei hat der DKSB OV Bielefeld als weiterer Kooperationspartner die Rolle der Akquise und Betreuung von ehrenamtlichen Patinnen und Paten für das Kanu-Projekt übernommen, da vor Ort bereits seit 2002 generell Erfahrungen mit Patenschaftmodellen gemacht werden.

Der neunte BeitragDas Präventionsprojekt für Kinder psychisch erkrankter Eltern "Kanu - Gemeinsam weiterkommen“ des Autorinnenduos Anke Reinisch und Miriam Schmuhl stellt das Modellprojekt "Kanu - Gemeinsam weiterkommen" vor, auf das sich letztlich alle Buchbeiträge rekurrieren. Neben den Kooperationspartnern und der Zielgruppe sowie den Rahmenbedingungen werden die einzelnen Module des Präventionsprojektes samt theoretischer Unterfütterung und methodischer Vorgehensweise vorgestellt.

Im zehnten BeitragDas Kanu-Projekt: Erste Erfahrungen zur Durchführung des Angebots“ berichten Julia Griepenstroh und Janine Thome von den bisher gemachten Erfahrungen im Projektverlauf. Neben Erfolgen werden auch Probleme bei der praktischen Umsetzung der Module benannt und die aufgrund dessen erforderlichen Modifikationen beschrieben.

Der elfte BeitragDas Kanu-Projekt: Erfahrungsbericht einer teilnehmenden Mutter“ bietet in Form eines abgedruckten Interviews die Bewertung der Angebote aus Sicht einer Nutzerin des Kanu-Projektes. Interviewer sind Miriam Schmuhl und Dieter Heizmann.

Im zwölften BeitragKinder psychisch erkrankter Eltern in der Perspektive der professionellen Hilfesysteme – Ergebnisse einer Bedarfserhebung in OWL“ von Ullrich Bauer und Miriam Schmuhl wird die konkrete Versorgungssituation insbesondere von psychisch kranken Eltern und ihren Kindern anhand einer institutionellen Befragung in Ostwestfalen-Lippe analysiert. Hiernach spricht das Autorenteam notwendige Handlungsempfehlungen für die bessere Versorgung der besagten Zielgruppe aus.

Der dreizehnte und letzte Beitrag in diesem Buch „Mögliche Finanzierungswege für den Transfer von Präventionsprojekten in die Regelversorgung“ stammt von Rolf Mertens. Der Mitarbeiter des Landschaftsverbandes Rheinland stellt eine Reihe von Finanzierungsmöglichkeiten aus öffentlicher Hand nebst den dazugehörenden gesetzlichen Grundlagen für Präventionsprojekte zum Themenkreis "Kinder und ihre psychisch kranken Eltern" vor. Zu guter Letzt bietet er einen Ausblick auf notwendige Veränderungsprozesse, um diese Präventionsangebote in die Regelfinanzierung überführen zu können.

Diskussion

Neben einem einführenden Artikel zum Forschungsstand und dem regional bezogenen Bedarfserhebungsbericht sowie einem Ausblick auf Finanzierungsmöglichkeiten für ähnliche Projektvorhaben liegt bei allen versammelten Buchbeiträgen als gemeinsamer Bezug das "Kanu-Projekt – gemeinsam weiterkommen" zugrunde. Vielschichtig werden aus Sicht der Erwachsenenpsychiatrie, des Jugendamtes, des DKSB usw. fachlich adäquat Expertenwissen und konkrete Erfahrungen aus der Praxis diskutiert. In einigen Beiträgen kommen die Betroffenen selbst zu Wort und schildern die Auswirkungen einer psychischen Erkrankung teilweise recht eindringlich. Aus diesem breit gefächerten Betrachtungsfokus ergeben sich wichtige Hinweise auf die subjektiven Problemlagen, den konkreten Hilfebedarf der Betroffenen sowie die Konsequenz daraus für die jeweilige Praxistätigkeit bzw. die notwendigerweise zu installierenden professionellen Hilfsangebote. Es ergibt sich somit durch die Sammlung der verschiedenen fachlich-professionellen Betrachtungen in Verbindung mit den subjektiven Erlebnisberichten ein multiperspektivisches Gesamtbild, in dem die Betroffenen selbst als ExpertInnen in eigener Sache gehört und mit einbezogen werden. Das Kanu-Projekt ist auf breite Füße gestellt, die Kooperationspartner kommen in Einzelbeiträgen zu Wort. Das Projekt selbst – sozusagen das Herzstück des Buches – wird im neunten Beitrag vorgestellt. An dieser Stelle wäre m.E. eine Platzierung des Beitrags beispielsweise unmittelbar nach dem Artikel zum Forschungsstand für den Leser und die Leserin eingängiger, um die dann nachfolgenden Berichte der Kooperationspartner ob ihrer Rolle im Kanu-Projekt besser nachvollziehen zu können. Überhaupt hätte eine kurze einführende Darstellung der Projektentstehung, der Anbahnung der Kooperationen und die Vorstellung der beteiligten Kooperationspartner sicherlich einen besseren Gesamtüberblick, insbesondere für diejenigen LeserInnen, die mit den regionalen Bedingungen nicht vertraut sind, ergeben. Die Relevanz der Thematik " (Präventiv-)Arbeit mit Kinder/Familien von psychisch erkranken Menschen" zeigt sich beispielsweise daran, dass das Kanu-Projekt sich gemeinsam mit dem Aachener AKisiA-Projekt (Auch Kinder sind Angehörige) im Jahr 2011 den 1. Preis beim Landeswettbewerb Gesundes NRW geteilt hat. Jedes weitere Projekt ähnlicher Art wirkt als Desiderat, jede weitere gelungene Kooperation zwischen Theorie und Praxis kann ihrerseits durch evidenzbasierte Auswertungen zur dauerhaften Implementierung und somit flächendeckenden Versorgung der Zielgruppe beitragen. Das Kanu-Projekt ist – ähnlich wie das Hamburger CHIMPs-Projekt (Children of mentally ill parents) sehr eng an die stationäre Psychiatrie angebunden, das AkisiA-Projekt hingegen eher niederschwellig konzipiert. Letztlich sollten jedoch alle Eltern und deren Kinder – also diejenigen, die stationär psychiatrisch und diejenigen, die etwa "nur" ambulant psychotherapeutisch behandelt werden – notwendige Hilfen abrufen können. Dieser konzeptionelle Aspekt der zweifelsohne notwendigen Angebote und deren Zugangsarten ist sicherlich ebenfalls beachtenswert, wird in dieser Publikation jedoch nicht reflektiert.

Fazit

Den drei Herausgebern ist es gelungen, ihr im Vorwort postuliertes Vorhaben umzusetzen, "mit diesem Buch […] einen Blick auf das Leben von Kindern psychisch erkrankter Eltern aus unterschiedlichen Perspektiven" zu werfen.

Insgesamt sind alle Artikel in diesem Buch sehr praxisnah und gut lesbar geschrieben. Deutlich wird bei allen Beiträgen die hohe Praxisrelevanz. Durch die von der Universität Duisburg-Essen betriebene Projektinitiierung und wissenschaftliche Begleitung kann insgesamt von einer gelungenen Theorie-Praxis-Verzahnung gesprochen werden. Somit richtet sich das Buch an all jene, die direkt im psychosozialen Bereich mit psychisch kranken Menschen und ihren Familien arbeiten oder selbst ein ähnliches Projekt ins Leben rufen möchten. Es bleibt zu wünschen, dass die mittlerweile vielerorts initiierten wichtigen Projekte nun auch bald in die Regelfinanzierung überführt werden können.


Rezensentin
Dipl. Sozialpädagogin Christina K. Göttgens
Promoviert zurzeit zum Thema „Evaluation von präventiven Hilfen für Kinder psychisch kranker Eltern: Grundpositionen, Diskurse und Konzepte. Eine sozialpädagogische Analyse.“ Diese Dissertation wird an der Fakultät für Bildungswissenschaften der Universität Duisburg-Essen bearbeitet und betreut.
Homepage www.goettgens.bplaced.net


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Zitiervorschlag
Christina K. Göttgens. Rezension vom 22.01.2013 zu: Ullrich Bauer, Anke Reinisch, Miriam Schmuhl (Hrsg.): Prävention für Familien mit psychisch kranken Eltern. Bedarf, Koordination, Praxiserfahrungen. Springer VS Verlag für Sozialwissenschaften (Wiesbaden) 2012. ISBN 978-3-531-18088-5. Reihe: Gesundheit und Gesellschaft. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/13430.php, Datum des Zugriffs 27.06.2019.


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ISSN 2190-9245

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