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Autorengruppe Bildungsberichterstattung (Hrsg.): Bildung in Deutschland 2012

Cover Autorengruppe Bildungsberichterstattung (Hrsg.): Bildung in Deutschland 2012. Ein indikatorengestützter Bericht mit einer Analyse zur kulturellen Bildung im Lebenslauf. W. Bertelsmann Verlag GmbH & Co. KG (Bielefeld) 2012. 343 Seiten. ISBN 978-3-7639-0317-7. D: 49,90 EUR, A: 51,30 EUR.

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Thema

Der vorliegende und nunmehr vierte Bericht der Autorengruppe thematisiert im Schwerpunkt das forschungsmethodisch ausgesprochen sperrige Feld der kulturellen Bildung. In den drei vorangehenden Bildungsberichterstattungen dieser Reihe dominierten bislang Befunde und bilanzierende Einschätzungen zu Bildungsaufgaben und Handlungsfeldern, welche sich auf Grundlage von Empirie, etwa Beteiligungsstatistiken und Kompetenzmessverfahren, auch international vergleichend und methodisch relativ sicher erfassen lassen. Obwohl bereits vor Jahren in der Grundlegung der Sequenz das Festhalten an einem komplexen und nicht nur auf die „Kernfächer“ und deren Erträge im Lebenslauf fokussiertem Bildungsverständnis betont wurde, blieb das Einlösen einer Berichterstattung über Stellenwert, Erträge und Bedeutung von kultureller Bildung im Lebenslauf über viele Jahre weitgehend offen.

Mit Blick auf die in dieser Reihe durchgehend als Orientierungshilfe herangezogenen Landkarte der Bildungsorte und Lernwelten in Deutschland wirkten Bereiche kultureller Bildung, besonders in non-formaler Bildung und informellem Lernen, weitgehend wie terra incognita, was wiederum dem pädagogischen Personal dieser Arbeitsfelder die Beteiligung am politischen Bildungsdiskurs erschwerte. Die schon traditionellen Legitimationsprobleme kultureller Bildungsangebote nahmen in mehrfacher Hinsicht zu, da in den bildungspolitischen Leitlinien von Standortsicherung und employability utilitaristische Züge dominierten, welche durch den Fokus der Bildungsberichterstattung auf empirisch gesicherte Befunde verstärkt wurden. Die Hintergründe der besonderen Forschungsprobleme einer fundierten Einbindung der pädagogischen Handlungsfelder kultureller Bildung im Lebenslauf waren und sind zwar durchgehend Thema wissenschaftlicher und pädagogischer Expertise, allein die Kommunikation dieser Forschungsprobleme im Rahmen der Bildungsberichterstattung war relativ schwach entwickelt, was wiederum Verkürzungen und Missverständnisse begünstigte. Mit der thematischen Einbindung der kulturellen Bildung im Lebenslauf wird nunmehr im vierten Berichtband von der Autorengruppe Bildungsberichterstattung im Rahmen des etablierten Standardformates Bildung in Deutschland ein bedeutendes bildungspolitisches Signal wider die Verkürzung von Bildung gesetzt.

Herausgeber

Unter Federführung des Deutschen Institutes für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) koordinierte die Autorengruppe mit dem Sprecher Horst Weishaupt (DIPF) einen Apparat aus etwa einhundert namentlich genannten Expertinnen und Experten aus wissenschaftlichen Einrichtungen und Statistischen Ämtern an (u.a. DIPF, DJI, HIS, SOFI, Destatis, STlÄ, BIBB, DIE, IAB, KMK, TNS Infratest Sozialforschung, Zentrum für Kulturforschung …) . Das Schwerpunktthema kulturelle/musisch-ästhetische Bildung im Lebenslauf wurde zudem durch die Expertise von Karl Ermert, Susanne Keuchel und Eckart Liebau unterstützt.

Aufbau und Inhalt

Auch im vierten Bericht ist das logisch und funktional überzeugende Format beibehalten worden. Ausgerichtet am Lebenslauf, übersichtlich und vorbildlich strukturiert, zusammenfassende Thesen und Handapparate als Arbeitshilfen bietend sowie ein Schwerpunktthema vertiefend verhandelnd und in Gesamtbilanzierungen mündend, bietet auch dieser Bildungsbericht eine kompakte Übersicht. Durch Beibehaltung des Formates lassen sich bei paralleler Lektüre vorangegangener Berichte Entwicklungen besonders leicht identifizieren.

Nach Vorwort und Hinweisen für Leserinnen und Leser sowie einem Glossar, welches neben den relevanten Abkürzungen auch eine Zuordnung nationaler Bildungsgänge zur ISCED 97 (int. Klassifikationssystem für Bildungsgänge), eine vereinfachende Landkarte zu den Bildungsorten und Lernwelten in Deutschland sowie territoriale und institutionelle Abkürzungen erklärend ausweist, beginnt der eigentliche Bericht.

Nach der Einleitung mit Erläuterungen zur Ausrichtung und intendierten Funktion bietet eine Übersicht zentraler Ergebnisse Orientierungen und Hilfen für eilige Leserinnen und Leser. Auf neun Seiten werden zentrale Trends ausgewiesen; hervorhebenswert erscheint die Aufforderung zur Weiterentwicklung von Lernlandschaften einschließlich der gezielten Förderung von Kompetenzen, um diese zukünftig ertragreicher nutzen zu können. Bereits am Ende dieser Übersicht erfolgt eine Bündelung bildungspolitischer Hausforderungen: Ausbau und Personalqualifizierung in der frühkindlichen Bildung, Ausbau und Weiterentwicklung der Ganztagsschulangebote im Sinne von Lern- und Lebenswelten, Neukonzeptionierung des Übergangssystems mit implizierter Kritik an Dysfunktionalitäten, fehlenden wirklichen Perspektiven für benachteiligte Jugendliche und prognostiziertem steigendem Förderbedarf sowie deutlichen Verweisen auf den Gestaltungsbedarf der (noch zu oft fehlenden) Schnittstellen zwischen Berufsausbildung und Hochschule vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, steigender Anforderungen wissensbasierter Erwerbsarbeit sowie dem anhaltenden Trend nach höheren Abschlüssen.

Der Abschnitt A Bildung im Spannungsfeld veränderter Rahmenbedingungen informiert in kurz und prägnant aufbereiteten Basisinformationen über Trends und Risikopotentiale gesamtgesellschaftlicher Entwicklung.

In Abschnitt B Grundinformationen zu Bildung in Deutschlandwird besonders die Frage der Sicherstellung der Bildungsversorgung thematisiert. Betont werden der Anpassungsbedarf der Bildungsinfrastruktur sowie die Versorgung mit hinreichenden personellen und finanziellen Ressourcen. Dies bezieht sich auf öffentliche ebenso wie auch auf den voranschreitenden Anteil an Einrichtungen in freier bzw. privater Trägerschaft. Einer Erweiterung der Angebote aus Nutzersicht stehen soziale Disparitäten und offene Zukunftsfragen gegenüber. Thematisiert werden auch Geschlechterdisparitäten und soziale Herkunft in Verbindung mit Bildungsbeteiligung vor dem Hintergrund des Ziels der Hebung des Bildungsstandes der gesamten Bevölkerung. Trotz leichter Verbesserungen in den Kennzahlen der Personen mit Migrationshintergrund besteht weiterhin großer Gestaltungsbedarf im Hinblick auf Kompatibilisierungen und Anerkennungen von im Ausland erbrachten Abschlüssen sowie in tragfähigen Strategien breitenwirksamer Erhöhungen in der Bildungsbeteiligung.

Abschnitt C Frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung präzisiert die vorherigen Aussagen mit Detailblicken auf Familie als Bildungsort und die Angebote frühkindlicher Pädagogik. Besonders angemahnt wird der evidente Ausbaubedarfs des U3-Angebotes. Die weiteren Passagen weisen u.a. aus, dass die Einbindung von Kindern mit Migrationshintergrund verhalten Kompensationswirkungen zeigt, der Bedarf für qualifiziertes Personal deutlich steigt und trotz Inklusion über drei Prozent aller Kinder beim Übergang in die Schule direkt in Förderschulen eingeschult werden. Im Gesamtbild der Bilanzen frühkindlicher Angebote dominiert Skepsis; hervorgehoben werden neben offenen Fragen starke regionale Varianzen und weitreichende Professionalisierungsdefizite des Personals.

In Abschnitt D Allgemeinbildende Schule und non-formale Lernwelten im Schulalter tritt als Leittrend die Auflösung der traditionellen Hauptschule hervor. Insgesamt scheint die Landschaft allgemeinbildender Schulen sowohl in öffentlicher als auch in freier Trägerschaft durch Optionen pädagogischer Gestaltung zu gewinnen. Hoch widersprüchlich wirken die politischen Trends einer Verkürzung der Schulzeit angesichts des individuellen Strebens nach höheren Abschlüssen. Verhaltene Leistungsverbesserungen scheinen sich abzuzeichnen, wobei jedoch die klassischen Probleme des bildungspolitischen Dreisatzes, der Koordination von Kindern und Jugendlichen, qualifiziertem Personal und (erreichbaren und qualitativ gesicherten) Angeboten, vor dem Hintergrund der sozialen Wandlungsprozesse weiterhin als Entwicklungsaufgabe zu betrachten sind.

Abschnitt E Berufliche Bildung verweist auf die anhaltende Konstanz der drei großen Ausbildungssektoren: Duales Ausbildungssystem, Schulberufssystem und Übergangssystem – mit der ebenso anhaltenden Konstanz der Strukturprobleme dieser drei Systeme trotz mittlerweile einsetzendem Fachkräftemangel in einigen Berufsfeldern. Dramatisch erscheint der enorme Anstieg nicht ausbildungsadäquater Beschäftigung auf zwei Fünftel der Ausbildungsabsolventen ebenso wie die steigenden Einkommensspreizungen sowie die starke Benachteiligung ostdeutscher Jugendlicher bei der Arbeitsmarkteinmündung. Die Befunde weisen aus, dass die Problematik des Ausbildungsplatzmangels noch keinesfalls als gelöst betrachtet werden kann. Klärungs- und Justierungsbedarf besteht hinsichtlich der Konkurrenzen zwischen den Bildungswegen duale Berufsausbildung und Hochschule sowie grundsätzlich darin, dass die bisherige bildungspolitische Strategie eine quantitativen Ausweitung der Ausbildungsplätze zwingend der Flankierung durch Beseitigung von Zugangsbarrieren und wirksamer qualitativer Verbesserungen besonders auch im Hinblick auf branchenspezifische Fachkräfteprognostik und Einmündung in den Arbeitsmarkt bedarf.

In Abschnitt F Hochschule weist der Bericht aus, dass auch weiterhin die Anzahl der Studienanfängerinnen und Studienanfänger stark ansteigen wird. Durch den politischen Kurs der Förderung von Exzellenzhochschulen werden soziale Segregationen fortgeschrieben. Der Bologna-Prozess scheint in Fachhochschulen besser als in Universitäten, mit relativ hohen Abbruchquoten in den ba-Studiengängen, zu gelingen. Die Übergänge und Kapazitäten in Master-Programme werden derzeit nicht als problematisch indiziert und verweisen auf universitäre Stärken. Im Hinblick auf die Berufseinmündung sind allmähliche Steigerungen in den Akzeptanzen des Arbeitsmarktes zu konstatieren, wobei allerdings Absolventen mit Bachelor bei ihrem Berufseinstieg ein z.T. deutlich geringeres Einkommen beziehen und nach wie vor in Konkurrenz zu Absolventen mit traditionellen Abschlüssen stehen. In der Gesamtbilanz des Bildungssegmentes Hochschule wird herausgestellt, dass Hochschule weiterhin mit steigenden Nachfrageverhalten konfrontiert wird. Der politische Zielwert von vierzig Prozent Studierender einer jeden Jahrgangskohorte wird aber im Rahmen der gegenwärtigen personellen und finanziellen Ressourcen nicht zu erreichen sein. Offen bleiben zentrale Fragen von Hochschulentwicklung; hierbei wird auch auf die zwingende Notwendigkeit der Annäherung der Systeme von Hochschule und beruflicher Bildung verwiesen. Gebrochen bleiben die Einschätzungen zu den Wirkungen der Bologna-Reformen auch aus Sicht Studierender.

Abschnitt G Weiterbildung und Lernen im Erwachsenenalter weist im Vergleich zu den vorangegangenen Berichten eine sozial differenziertere Struktur auf. In den Befunden tritt hervor, dass die betriebliche Weiterbildung weiterhin unterrepräsentiert ist, starke Rückläufe in der jüngsten Altersgruppe zu verzeichnen sind und sich weitere Verfestigungen sozialer Segregationen in den Beteiligungen abzeichnen. Neben erheblichen Differenzen zwischen Branchen zeichnet sich eine Verschiebung der betrieblichen Weiterbildungsziele ab. Vor dem Hintergrund des Fachkräftebedarfs steigt die Bedeutung der Gesundheitsförderung. Die Weiterbildungsangebote für ältere Beschäftigte bleiben trotz politischer Proklamationen eng begrenzt und konzentrieren sich weitgehend auf Großbetriebe weniger Branchen. Signifikant ist das Weiterbildungsinteresse Hochqualifizierter (akademischer Abschluss), wobei auch hier erhebliche branchenspezifische Differenzen zu verzeichnen sind. In den Perspektiven wird für die Weiterbildung die Tendenz einer anhaltenden Stagnation konstatiert. Ausdrücklich erfolgen Verweise auf die gesamtgesellschaftlichen Risikopotentiale und den massiven politischen Neujustierungs- und Regulierungsbedarf im gesamten Segment.

ln Abschnitt H Kulturelle/musisch-ästhetische Bildung im Lebenslauf wird der Schwerpunkt dieses Berichtes entfaltet. Die erläuternde Auseinandersetzung mit Legitimations-, Forschungs- und Strukturfragen nimmt relativ viel Raum ein. Die Bedeutung der kulturellen und musisch-ästhetischen Bildung im Lebenslauf besonders auch in und für die Bildungslandschaft in Deutschland wird besonders hervorgehoben, zugleich aber auch betont, dass bislang als Folge eines noch zu oft kaum belastbaren Datenmaterials in der Aussageführung häufiger nicht die Präzision anderer Bildungsfelder geboten werden kann. Auf gut zwanzig Seiten werden lebenslaufsbezogene Indikatoren herangezogen, um über Angebote und ihre Ausrichtung, Personal, Bildungsbeteiligung und institutionelle Akteure zu informieren. Der strukturell im Handlungsfeld kultureller und musisch-ästhetischer Bildung fest verankerte Freigeist konfrontiert seriöse Bildungsforschung mit der Problematik, dass Aussagen nur über das möglich sind, was gesicherte Daten- und Befundlagen ausweisen. Dies führt zu spürbaren Begrenzungen, was jedoch von der Autorengruppe durchgehend offen kommuniziert und in den Perspektiven sogar nochmals hervorgehoben wird. „Im Gegensatz zu der großen Bedeutung, die non-formale und informelle Kontexte für die musisch-ästhetischen Aktivitäten von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen haben, steht die unzureichende Datenlage. … Unzureichende Informationen bestehen sowohl über die inhaltlichen Angebote in den non-formalen und informellen Bereichen und die von ihnen erreichten differenzierten Nutzergruppen als auch über deren Wirkungen; dies gilt für alle Altersgruppen“ (S.198).

Abschnitt I Wirkungen und Erträge von Bildung bilanziert und pointiert die Befunde dieses Berichtes zu den Unterthemen Bildung, Wirtschaft und Arbeitsmarkt, individueller Nutzen von Bildung und Chancengleichheit. Neben den schon länger bekannten Befunden, dass Bildung Chancen der sozialen und ökonomischen Selbstbestimmung fördert, dies jedoch geschlechterdifferenziert zu betrachten ist, belegt der Bericht erneut die Risikoexponierung Bildungsbenachteiligter im Hinblick auf Armut und Gesundheit ebenso wie unter dem Schlagwort der intergenerationalen Mobilität Probleme der Vererbung von Exklusions- und Segregationsrisiken angerissen werden.

Abschnitt T beinhaltet einen umfangreichen Anhang mit Tabellen, in dem auf über einhundertzwanzig Seiten im Lay-out vereinheitlichte Tabellen und Grafiken ausgewiesen werden.

Diskussion

Die Bildungsberichterstattung der Autorengruppe ist und bleibt ein Standard für alle an Bildungsentwicklung Interessierten. Trotz der konsequent und nachvollziehbar ausgewiesenen Unschärfen in den Aussagen zum Schwerpunkt dieses Berichtes bleibt die Souveränität in der Aufbereitung der enormen Daten ebenso hervorzuheben wie die vorbildliche Nutzerfreundlichkeit. Mit der überfälligen Thematisierung des Feldes von kultureller Bildung hat die Autorengruppe ein markantes bildungspolitisches Signal gesetzt. Herauszustellen ist, dass dieses Signal sowohl auf Bildungspolitik als auch auf die Akteure im Feld der kulturellen Bildung zielt; denn wer nicht nachvollziehbar ausweist, wofür Personal und Sachmittel verwendet werden sollen, wird von seriöser Bildungsforschung auch keine präzisen Antworten für Standortbestimmungen erwarten können. Damit ist für die Akteure der kulturellen Bildung ein erheblicher Professionalisierungsdruck offenkundig. Statt der derzeit noch (zu) weit verbreiteten Chiffren im Sinne einer Förderung der ganzen und allseitigen Persönlichkeit in den Legitimationsmustern ist mehr nachvollziehbare Klarheit gefordert. Bei allen Protesten, die angesichts dieser Forderung, von vielen Akteuren ausgehen dürften, bleibt daran zu erinnern, dass gerade auch als Folge solider wissenschaftlich fundierter Bildungsberichterstattungen anderen Bildungsbereichen und ihren Akteuren bei durchaus vergleichbarer Ausgangsproblematik eben diese pädagogische Professionalisierung bislang bereits wesentlich weiter führender gelungen ist, was wiederum zu deutlich mehr Präzision in der Bestimmung von Strukturproblemen und in der wissenschaftsbasierten Bewertung von Handlungsstrategien führte. Damit spiegeln die scheinbaren Schwächen des Schwerpunktes in diesem Bericht eigentlich letztlich nur die Schwächen von Bildungspolitik und pädagogischer Praxis in der kulturellen Bildung, in pointierter Zuspitzung: Gewohnte Mittelvergabe an Akteure, welche noch zu oft ohne aktuelle pädagogisch-professionelle Standards agieren.

Fazit

Die Berichte der Autorengruppe sind unverzichtbare Eckpunkte in der Standortbestimmung unseres Bildungssystems. Gerade dieser Bericht zeigt zudem, dass Bildungsberichterstattung stets auch reflexiv zu lesen und zu deuten ist, was im Sinne von Bildung und Erziehungswissenschaft einen besonderen, aufklärenden Anspruch an Kritik und Selbstkritik für alle verantwortlich Handelnden im Bildungsgeschehen beinhaltet und sich eben nicht auf die simplifizierenden Populismen eines „wir Guten hier unten in der Praxis gegen die da oben“ reduzieren lässt.


Rezensent
Prof. Dr. Dirk Plickat
Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbuettel Fachbereich Fakultät Handel und Soziale Arbeit. Nach langjähriger eigener pädagogischer Praxis in Jugendhilfe und Schule als Erziehungswissenschaftler in Hochschule in Schnittfeldern von Schule, Kinder- und Jugendhilfe sowie beruflicher Bildung (auch historisch und vergleichend) tätig
Homepage www.fh-wolfenbuettel.de/cms/de/fbs/not_in_menu/pers ...
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Zitiervorschlag
Dirk Plickat. Rezension vom 08.02.2013 zu: Autorengruppe Bildungsberichterstattung (Hrsg.): Bildung in Deutschland 2012. Ein indikatorengestützter Bericht mit einer Analyse zur kulturellen Bildung im Lebenslauf. W. Bertelsmann Verlag GmbH & Co. KG (Bielefeld) 2012. ISBN 978-3-7639-0317-7. vgl. www.bildungsbericht.de. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/13640.php, Datum des Zugriffs 26.03.2019.


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