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Jürgen Ebert: Erwerb eines professionellen Habitus [...] (Soziale Arbeit)

Cover Jürgen Ebert: Erwerb eines professionellen Habitus im Studium der sozialen Arbeit. Georg Olms-Verlag (Hildesheim) 2012. 341 Seiten. ISBN 978-3-487-14749-9. D: 28,80 EUR, A: 29,70 EUR.

Hildesheimer Schriftenreihe zur Sozialpädagogik und Sozialarbeit - Band 20.
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Thema

In Anbetracht gegebener (gesellschafts-) politischer Prozesse (ein Stichwort: Aktivierung) und sozialstruktureller Verwerfungen (ein Stichwort: Exklusion) steht auch die Professionalisierung der Sozialen Arbeit vor neuen Herausforderungen. Die Hochschulen müssen dies bei der Entwicklung ihrer Curricula reflektieren und berücksichtigen.

Professionelles Handeln setzt eine reflexive und kritische Haltung voraus, wie auch an anderer Stelle und wiederholt herausgearbeitet wurde (vgl. www.socialnet.de/rezensionen/7771.php). Um eine solche Haltung auszubilden, bedarf es nicht nur der zielgerichteten Gestaltung der Curricula. Die vorliegende Studie nimmt die Auswirkungen dieser Veränderungen auf die Haltungen der Novizinnen und Novizen Sozialer Arbeit in den Blick. Die Ergebnisse zeigen, dass informelle Lernprozesse ebenso wie das Lebensumfeld der Studierenden für die Entwicklung eines professionellen Habitus von Bedeutung sind.

Autor

Dr. Jürgen Ebert ist Erzieher, Diplom-Sozialpädagoge und Diplom-Pädagoge: Nach der Ausbildung zum Erzieher war Ebert zunächst in der stationären Jugendhilfe in verschiedenen Kinderheimen und Jugendwohnungen tätig. Dem Studium der Sozialpädagogik schloss sich eine langjähriges Engagement im Arbeitsfeld der Sozialen Gerontologie in einer Hamburger Sozialstation an, und nach dem Studium der Erziehungswissenschaft war Ebert in der Flüchtlingssozialarbeit tätig und dort am Aufbau einer unabhängigen Beratungsstelle für Flüchtlinge bei der Nordelbischen Landeskirche in Hamburg beteiligt. Seit Sommersemester 2000 lehrt er als Lehrkraft für Besondere Aufgaben an der Fachhochschule Hildesheim.

Mit der vorliegenden Schrift, die in den von Udo Wilken und Friedhelm Vahsen herausgegebenen „Hildesheimer Schriften zur Sozialpädagogik und Sozialarbeit“ als 20. Band erschienen ist, promovierte Ebert 2011 an der Universität Hildesheim bei Wolfgang Schröer.

Aufbau und Inhalt

Die Veröffentlichung ist in neun Kapitel gegliedert.

Grundlegendem (1. zu „Profession und Professionalität“, 2. zu „Professionelle[m] Handeln in der Sozialen Arbeit“ insbesondere am Beispiel des Konzepts reflexiver Professionalität [Bernd Dewe und Hans-Uwe Otto], des Kompetenzmodell von Maja Heiner und des Professionalitätsverständnisses der sog. „Züricher Schule“ [Sylvia Staub-Bernasconi, Ruth Brack, Kasper Geiser und Werner Obrecht]) folgen Darlegungen zum Habituskonzept (3. Kapitel) und professionellen Habitualisierungen (4. Kapitel) im Anschuss an Pierre Bourdieu.

Im 5. und 6. Kapitel erläutert Ebert seine eigene Studie: Da das Studium der Sozialen Arbeit von den Studierenden verlange, sich einen akademischen und einen professionellen Habitus anzueignen, will Ebert den „Blick auf Anlässe und Situationen in der Studienzeit“ lenken, in dem dieser doppelte Habitualisierungsprozess bewältigt wird. Sein Ziel ist es, diese die Aneignungsprozesse zu rekonstruieren: „Welche positiven und negativen Überraschungen haben dazu geführt, dass es zu einer Veränderung der Denk-, Wahrnehmungs- und Handlungsmuster kam? Wie ist der Einfluss von Lehrinhalten, Lernkultur, Lernorganisation (d. h. zeitliche Bindung an das Studium), Lehrkultur (d. h. unterschiedliche Lehrstile) zu bewerten? Lassen sich hieraus Schlüssel für die strukturelle und inhaltliche Ausgestaltung des Studiums der Sozialen Arbeit ziehen“ lauten seine die Untersuchung leitenden Fragen. In einem zweiten Schritt geht Ebert der Frage nach, welche Konsequenzen sich hieraus für die Organisation des Studiums ergeben könnten, ob es „möglich ist, im Studium Situationen und Anlässe zu schaffen, die geeignet sind, die Diskrepanzen zwischen den Erwartungshaltungen der Studierenden an den Stadium und den späteren Beruf mit den realen Anforderungen der beruflichen Tätigkeit zu kontrastieren, damit dieser der Reflexion zugänglich werden“ (S. 128f).

Mittels narrativer (Experten-) Interviews befragte Ebert vier BA-Absolventinnen und zwei Absolventen von Hochschulen aus dem norddeutschen Raum nach dem Modell von Fritz Schütze, die dem Erzählstimulus folgen, zu erzählen, „wie Sie auf die Idee gekommen sind, Soziale Arbeit zu studieren und wie es dann weiterging“ (ein Interview musste wegen einer schleppenden Interviewsituation abgebrochen werden); die verbliebenen fünf Befragten befanden sich alle zum Zeitpunkt des Interviews im Berufspraktikum. Die Auswertung erfolgte nach den Grundsätzen einer Grounded Theory; der Autor nimmt eine ausführliche und textnahe Ergebnispräsentation (S. 141 – 249) vor.

Im Rahmen seiner theoretischen Einordnung (7. Kapitel) identifiziert der Autor drei habitualisierte Dispositionen

  1. Selbstbestimmung, Selbstorganisation und Kooperation – zum Beispiel: „Im Studium ist Frau F bemüht, ihr eigenes Erkenntnisinteresse zu verfolgen. Die Werte, die Frau F in ihrem Studierverhalten zeigt, lassen sich als selbstbestimmt und interessengeleitet charakterisieren“ (S. 253); und: „Handlungsleitend ist für sie der Grundsatz, Menschen zu unterstützen zu unterstützen, ein autonomes und selbstbestimmtes Leben zu führen“ (S. 254);
  2. Individuelle Autonomie und Selbstverwirklichung – zum Beispiel: „Herrn B geht es darum, Menschen zu ermöglichen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Statt auf der Zusammenarbeit mit anderen (wie im ersten „Typ“, PUW) liegt sein Schwerpunkt aber darauf, Menschen anzuregen, in sich selbst die Möglichkeiten zur Gestaltung des eigenen Lebens aufzudecken“; und: „Der hohe Wert, den Herr B der Selbstbestmmung einräumt, äußert sich im Studium, indem Herr B restriktive Anwesenheitskontrollen und fremdbestimmte Leistungsnachweise ablehnt. (…) Politische Arbeit und Privatleben sind für Herrn B nahezu identisch“ (S. 258); und
  3. Streben nach Anerkennung – zum Beispiel: „Während Frau A zu einem frühern Zeitpunkt ihres Studiums eine Karriere an der Hochschule ins Auge fasst, geht es Frau E aber darum, sich in ihrem beruf weiterzuqualifizieren“ (S. 261); und: Frau E (ausgebildete Sozialassistentin, sie „meidet nach Möglichkeit Veranstaltungen, diue die theoretischen Bezüge in den Vordergrund stellen“ [S. 262f], ihr geht es „vornehmlich darum, Inhalte zu vertiefen, die ihre Handlungskompetenzerweitern“ [S. 268]) ist „überrascht, dass ihr Bestreben, im Beruf voranzukommen, ihren ursprünglichen Stratus, den sie an ihrem alten altern Arbeitsplatz innehat, aufhebt. Sie wird als Studierende von ihren Kollegen und Vorgesetzten mit anderen Augen wahrgenommen und macht die Erfahrung, dass neue Kenntnisse, die sie im Studium erworben und in der Praxis umsetzen möchte, nicht auf Akzeptanz stoßen“ (S. 267).

Abschließend (8. Kapitel) bilanziert der Autor die „Habitusbildung im Studium der Sozialen Arbeit“ (S. 271); hier kommen unter anderem kritische Beurteilungen der in eine BA/MA-Struktur gepressten Studienbedingungen (S. 281ff) und die Relevanz von Praxis (S. 288ff) zur Sprache; in einer (kurzen) „Relationierung von Theorie und Praxis im Studium“ (9. Kapitel) formuliert Ebert unter anderem (in Kreisen der Hochschullehrerinnen und -lehrern nicht unbedingt Unbekanntes):

  • „Eine substantielles Funktion für den Erwerb eines professionellen Habitus kommt den Veranstaltungen zu, in denen die Studierenden aufgefordert werden, Theorie und Praxis in Relation zueinander zu setzen“; solche Lehrveranstaltungen, in denen das „neu angeeignete Wissen auch praktisch erprobt wird, sind für diesen Prozess von Relevanz“.
  • Ferner: „Studierende, die bereits eine Ausbildung in einem sozialen Beruf absolviert haben und über berufliche Erfahrungen im Feld der Sozialen Hilfen verfügen, haben häufig Probleme, den Wert von Theorien für den beruflichen Alltag zu erkennen und stellen generell die Praxistauglichkeit des Studiums infrage. Andererseits unterstellen Hochschullehrer dieser Gruppe eher ein Desinteresse an der Vertiefung theoretischer Grundlagen“ (S. 299).
  • Und: „Ein offener Dialog innerhalb der Hochschule darüber, wie Praxiserfahrungen von Studierenden für die Lehrveranstaltungen relevant werden können und wie bei ‚Praktikern? Interesse an Theorie geweckt werden kann, ist dringend geboten“ (S. 300).

Zielgruppe

Der vorliegende Band ist insbesondere jenen Hochschullehrerinnen und -lehrern zu empfehlen, die einen (selbst-) kritischen Blick auf ihre Lehrpraxis und ihre seinerseits habitualisierten Blicke auf und Erwartungen an die Studierenden werfen wollen und sich dabei externe Anregungen „abholen“ möchten.

Diskussion

Zunächst wird zu sagen sein, dass die Publikation als typische Dissertation den Gepflogenheiten einer wissenschaftlichen Arbeit dieser Qualität formal wie argumentativ zu entsprechen hat. Das führt notwendigerweise auch zu Einschränkungen, insbesondere in Bezug auf die „Lesefreundlichkeit“: Damit erklärt sich zum Beispiel ein relativ langer „Vorspann“ (1. bis 4. Kapitel), bis Jürgen Ebert zur Sache kommen kann. Die hier erwähnten drei Professionalitätskonzepte und das Habituskonzept Bourdieus sind sauber ausgearbeitet und dargelegt, durchaus auch geeignet, diese zu bilanzieren und ggfs. auch theoretisch interessierten Studierenden zu empfehlen.

Die Studie selbst bestätigt Eindruck des hochschulischen Alltags und präsentiert nichts grundsätzlich Neues (was nicht als Kritik verstanden werden muss und soll); zu ähnlichen Befunden gelangen auch schon Roland Becker-Lenz und Silke Müller (Der professionelle Habitus in der Sozialen Arbeit: Grundlagen eines Professionsideals, Bern 1990) bzw. Peter Schallberger und Alfred Schwenderer (Studienwahlmotive bei angehenden Studierenden der Sozialen Arbeit; in: neue Praxis 6/2008: 609-630: sowie Peter Schallberger: Habituelle Prädispositionen auf Seiten der Studierenden und die Gestaltung von Studiengängen der Soziale Arbeit; in: Becker-Lenz, R., u. a. (Hg.), Professionalität Sozialer Arbeit und Hochschule. Wissen, Kompetenz, Habitus und Identität im Studium Sozialer Arbeit, Wiesbaden 2012, S. 69-84). Ähnlich können die Teilbefunde der Untersuchungen von Friedhelm Ackermann und Dietmar Seeck (Der steinige Weg zur Fachlichkeit. Handlungskompetenz in der Sozialen Arbeit, Hildesheim 1999; bzw.: Soziale Arbeit in der Ambivalenz von Erfahrung und Wissen. Motivation - Fachlichkeit – Berufliche Identität: Ergebnisse einer qualitativ-empirischen Untersuchung; in: neue praxis 1/1999, S. 7-22) und Werner Thole und Ernst-Uwe Küster (Sozialpädagogische Profis. Beruflicher Habitus, Wissen und Können von PädagogInnen in der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit, Opladen 1997; bzw.: Erfahrung und Wissen. Deutungsmuster und Wissensformen von Diplompädagogen und Sozialpädagogen in der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit; in: Zeitschrift für Pädagogik 6/1996, S. 831-851; oder: Die MitarbeiterInnen. Könnte Jugendarbeit auch „‘n Maurer machen“? In: Kiesel, D., Scherr, A., und Thole, W. [Hg.], Standortbestimmung Jugendarbeit, Schwalbach 1998, S. 199 – 223) gelesen werden.

Natürlich: Es handelt sich doch um eine schmale Basis (fünf Expert/inn/en), fokussiert auf einen zudem engen Raum („norddeutsche Hochschulen“: da wird – rein statistisch – nicht einmal jede vierte Hochschule erreicht, geschweige denn „abgebildet“ worden sein). Damit werden nur Details zum Diskurs beigetragen und nicht unbedingt qualitativ Neues formuliert. Darauf verweisen auch die Schlussfolgerungen, die Jürgen Ebert einbringt, zum Beispiel:

  • Die Diskussionskultur in den Lehrveranstaltungen „muss gestärkt werden. Hierfür ist es notwendig, dass bestimmte Veranstaltungsgrößen nicht überschritten werden, im Zuge der Bologna-Reform wurde auch das zahlenmäßige Verhältnis von Lehrenden zu Lernenden verändert. Das hat zur Folge, dass für mehr Studierende weniger Lehrkapazitäten zur Verfügung stehen“ (S. 317f).
  • „Das wechselseitige Verhältnis von Lehrenden und Studierenden zueinander spielt in mimetischen Lernprozessen eine entscheidende Rolle. Ist es von gegenseitigem Interesse getragen …, kann eine Lernatmosphäre entstehen, die eine Orientierung an Vorbildern begünstigt, den Studierenden gleichzeitig aber auch die Möglichkeit gibt, sich von Vorbildern zu lösen (to disidentitify) und sie zu hinterfragen“ (S. 318).
  • Die Interviews machen auch deutlich, wie wichtig für Studierende informelle Strukturen im Studium sind, die sie selbst ausfüllen können. Die Relevanz solcher informeller sozialer „Orte“, z. B. die eines Studierenden-Café (S. 291ff) zeigt sich dann, wenn in ihnen „im Austausch mit anderen Studierenden und ihren Lebensentwürfen eine kulturelle Sensibilität erworben (wird), die Voraussetzung ist für die Akzeptanz und Offenheit gegenüber anderen Lebensentwürfen“ (S. 320).

Hochschullehrerinnen und -lehrer werden hier in der Regel nur sagen können: „Ja, so ist es!“ – auch wenn es unter anderem doch eher fraglich bleibt, ob das in den Fallrekonstruktion bei drei von fünf Befragten identifizierte (besondere) gesellschaftspolitische Engagement (bei Herrn B z. B. durch dessen Einbindung in autonome Kontexte begründet) als repräsentativ für die Studierendenschaft und die Novizinnen und Novizen der Sozialen Arbeit anzusehen ist

Fazit

Trotz der vorgebrachten kritischen Hinweise handelt es sich bei dem vorliegenden Band um in der Dichte der Fallskizzen interessantes Material zur Reflexion eigener Lehrpraxis und -erfahrungen (siehe dazu die Empfehlung zur Zielgruppe) vor allem im Umgang mit denen eigenen blinden Flecken in Bezug auf den Zugang zu disparaten Studierendengruppen, die sich ihrerseits (und nicht nur die Studierenden) in einer zunehmend verschulteren Hochschule zurecht zu finden haben.


Rezensent
Prof. Dr. Peter-Ulrich Wendt
Hochschule Magdeburg/Stendal
Homepage www.PUWendt.de
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Zitiervorschlag
Peter-Ulrich Wendt. Rezension vom 03.04.2013 zu: Jürgen Ebert: Erwerb eines professionellen Habitus im Studium der sozialen Arbeit. Georg Olms-Verlag (Hildesheim) 2012. ISBN 978-3-487-14749-9. Hildesheimer Schriftenreihe zur Sozialpädagogik und Sozialarbeit - Band 20. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/13706.php, Datum des Zugriffs 21.07.2017.


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