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Wolfgang Hellmann, Susanne Eble et al. (Hrsg.): Lexikon Krankenhausmanagement

Rezensiert von Prof. Dr. Friedrich Vogelbusch, 08.01.2014

Cover Wolfgang Hellmann, Susanne Eble et al. (Hrsg.): Lexikon Krankenhausmanagement ISBN 978-3-86216-094-5

Wolfgang Hellmann, Susanne Eble, Bernd Halbe, Clarissa Kurscheid, Daniel Wichelhaus (Hrsg.): Lexikon Krankenhausmanagement. medhochzwei Verlag GmbH (Heidelberg) 2012. 122 Seiten. ISBN 978-3-86216-094-5. 24,95 EUR.
Reihe: Gesundheitswesen in der Praxis.

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Herausgeber und Herausgeberinnen

Prof. Dr. habil. Wolfgang Hellmann ist Wissenschaftlicher Leiter der Weiterbildungen MHM® / MBA für Krankenhausärzte und HNM® - Kooperative Versorgungsstrukturen im demographischen Wandel gestalten. Zudem ist er Autor und Herausgeber zahlreicher Publikationen zum Management in Krankenhäusern und sektorübergreifenden Versorgungseinrichtungen.

Seit 2004 leitet Frau Susanne Eble das Gesundheitsmanagement der Berlin Chemie AG. Sie ist stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes Managed Care e.V. in Berlin.

Dr. Bernd Halbe ist als Berater für Krankenhäuser, Apotheken, Ärzte und Zahnärzte bei der Umsetzung unterschiedlichster Kooperationsformen tätig und besitzt als Fachanwalt eine eigene Kanzlei.

Prof. Dr. Clarissa Kurscheid ist Studiendekanin an der Hochschule Fresenius Köln. Seit 2005 berät sie die Stadt Zürich mit Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung und ist zudem Projektmanagerin beim Integrierten Versorggungsprojekt „Gesundes Kinzigtal“.

Prof. Dr. Dr. Daniel Wichelhaus ist seit 2005 Geschäftsführer der Hannover School of Health Management GmbH und seit 2009 Professor an der FH Hannover Fakultät IV Wirtschaft.

Autoren

Dr. Hartmut Münzelist tätig als Rechtsanwalt für Medizin- sowie Arbeitsrecht mit dem Schwerpunkt Krankenhausrecht. Er berät und vertritt nach eigenen Angaben Kliniken und ist Lehrbeauftragter an der Heinrich-Heine Universität in Düsseldorf.

Thema

Das Buch „Lexikon Krankenhausmanagement“ beinhaltet eine kurze und prägnante Übersicht

zu den wichtigsten Begriffen zum Krankenhausmanagement, der Betriebswirtschaftslehre und dem angrenzenden wichtigsten Rechtsbegriffen und beschäftigt sich hierbei insbesondere, wie der Untertitel vermuten lässt, mit dem Gesundheitswesen in der Praxis.

Wie auch Hellmann im Vorwort benannte, richtet sich dieses Lexikon in erster Linie an Ärzte, Mitarbeiter aus Pflege und Verwaltung, sowie Studierende der Medizin und des Gesundheitsmanagements.

Aufbau und nhalt

Neben dem einleitenden Vorwort und abschließenden Herausgeber- und Autorenverzeichnis gliedert sich das Buch in insgesamt vier Kapitel, welche von unterschiedlichen Autoren geschrieben wurden.

Mit dem Vorwort leitet Hellmann das Lexikon ein und weist darauf hin, dass sich das Krankenhaus als solches in einem Umbruch befindet. Durch den demographischen Wandel, Personalmangel und der Notwendigkeit zu Kooperationen, werden neue Unternehmensstrategien notwendig, mit denen sich neben der Krankenhausleitung auch alle Mitarbeiter in den verschiedenen Fachbereichen auseinanderzusetzen hätten und hier unter anderem auch mit dem Wissen um die Fachbegriffe zu Krankenhausmanagement, Betriebswirtschaft und Recht. Dies im Austausch mit den Patienten verständlich anwenden zu können, sei für eine optimale Patientenversorgung unabdingbar. Das Lexikon soll diese Lücke füllen und eine Auswahl der wichtigsten Begriffe für den Dialog im Krankenhaus aufzeigen. Hierbei soll der Schwerpunkt im Krankenhausmanagement liegen. Über grundlegender Definitionen des Gesundheitsmanagements hinaus sollen weitere aktuell diskutierte Begriffe wie das „Patientenhaus“ und die „Generation Y“ berücksichtigt werden. Die Darstellung wird ergänzt durch praktische Hinweise, welche Definitionen einen Bezug zu aktuellen strategischen Problemen des Krankenhauses haben.

Das anschließende erste Kapitel (S. 3) beschreibt die „ Auswahl und Struktur der Begriffsdefinitionen“. Auf einer Seite wird erklärt, warum die Autoren gerade die folgenden Begriffe in das Lexikon aufnahmen und was sie dem Leser durch ihre Ausführungen darstellen möchten.

Das zweite Kapitel (S. 5- 61) „ Krankenhausmanagement“ wurde vom Herausgeber Wolfgang Hellmann verfasst und bildet das Kernstück des Lexikons. Der Verfasser stellt zum einen die Definitionen zu den Schlagwörtern in alphabetischer Reihenfolge vor. Zum anderen ergänzt er die Ausführungen zu den in sein Fachgebiet fallenden Begriffen noch um eine persönliche Erweiterung. Zum Beispiel zum Begriff des „Beinahefehlers“ (S. 12) oder zum neuen Begriff der „Generation Y“ (S. 23). Im Abschluss des Kapitels befindet sich eine Auflistung des im Text von Prof. Hellmann zitierten Schrifttums (S. 56-58) sowie eine Auswahl ergänzender Literatur (S. 58 f.).

Der Herausgeber Daniel Wichelhaus geht im dritten Kapitel (S. 61-85) auf die „Betriebswirtschaftslehre“ ein. In seiner ebenfalls alphabetisch angeordneten Definitionsliste verzichtet er jedoch im Gegensatz zu Hellmann auf persönliche Einschübe. Angebracht werden die wichtigsten betriebswirtschaftlichen Begriffe mit ihren jeweiligen Definitionen. Am Schluss seiner Ausführung gibt Wichelhaus noch „Orientierungshilfen bei der Erstellung von Definitionen“ zum Nachlesen (S. 84).

Hartmut Münzel befasst sich schließlich im vierten Kapitel mit den Begriffsdefinitionen zum „Recht“ (S. 85-121). Hierbei ging der Verfasser insbesondere auf die Rechtsbegriffe aus dem Alltag im Krankenhaus ein. Hier seien die sehr aktuell diskutierten Begriffe der „Aktiven und Passiven Sterbehilfe“ und das „Transplantationsgesetz“ genannt. Dabei gibt Münzel – ganz nach juristischer Herangehensweise – neben einer Definition des bezüglichen Begriffs eine kurze Erläuterung bzw. Subsumtion zum betreffenden Thema. Münzel ergänzt um persönliche Einschübe. Es folgt die Angabe weiterführender Literatur.

Allen drei Autoren ist die im Lexikon typische interne Verweisung der erklärten Begriffe gemein. Zudem werden die Begriffe unter den betreffenden Buchstaben in der Reihenfolge aufgezählt.

Abschließend wird ein kurzes Porträt der Herausgeber und Autoren wiedergegeben (S. 121 f.)

Diskussion

Negativ anzukreiden ist dem Lexikon, dass ein Stichwortverzeichnis fehlt. Dieses wird z.T. aber durch den prägnant kurzgehaltenen Aufbau und die übersichtlichen Artikel ausgeglichen. Zudem lässt Münzel außer Acht, weitergehende Literatur nach seinen Ausführungen zu benennen.

Das „Lexikon Krankenhausmanagement“ ist ein Werk für jedermann, der sich schnell und auf den Punkt gebracht in diese Materie einarbeiten möchte. Unter Verzicht auf weiterführende Literatur und den Gang in eine Bibliothek.

Eine besondere Bemerkung sei noch erlaubt: Die Einbeziehung neuartiger bzw. eingedeutschter Begriffe wie „Generation Y“ oder „Expert Care Organization“ und neuartiger medizinischer Behandlungsmethoden – wie zum Beispiel die individualisierten Medizin – sowie die Ergänzung eines Teils der Definitionen durch praktische Hinweise, welche besonders Bezug auf aktuelle Fragen des Krankenhausmanagements herstellen, zeigt den aktuellen und praxisnahen Anspruch dieses Lexikons.

Das „Lexikon Krankenhausmanagement“ ist daher aus Sicht des Rezensenten für den genannten Adressatenkreis als empfehlenswert einzustufen.

Für wissenschaftlich Interessierte ist das „Lexikon Krankenhausmanagement“ eher eine allererste Orientierungshilfe. Und weniger empfehlenswert.

Fazit

Das „Lexikon Krankenhausmanagement“ hält, was schon die Seitenzahl und Strukturierung in drei Hauptgebiete verspricht: einen möglichen schnellen Ein- und Überblick zu den grundlegendsten und wichtigsten Begriffen um das Krankenhausmanagement, den in diesem Zusammenhang wichtigen grundlegenden Begriffen und Definitionen der Betriebswirtschaftslehre und den angrenzenden Rechtsbegriffen.

Das „Lexikon Krankenhausmanagement“ richtet sich nicht nur an Fachpersonal sondern explizit auch an Laien, welche sich mit einer leicht verständlichen Beschreibung in die Begriffswelt des Krankenhausmanagements einarbeiten wollen. Für Studenten und Auszubildende im Gesundheitswesen wird diese Übersicht an Definitionen und kurzen Erläuterungen ein brauchbares Lehr- und Lernbuch sein.

Rezension von
Prof. Dr. Friedrich Vogelbusch
Spezialist für Wirtschaftsprüfung und Beratung von Sozialunternehmen
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Es gibt 113 Rezensionen von Friedrich Vogelbusch.

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Zitiervorschlag
Friedrich Vogelbusch. Rezension vom 08.01.2014 zu: Wolfgang Hellmann, Susanne Eble, Bernd Halbe, Clarissa Kurscheid, Daniel Wichelhaus (Hrsg.): Lexikon Krankenhausmanagement. medhochzwei Verlag GmbH (Heidelberg) 2012. ISBN 978-3-86216-094-5. Reihe: Gesundheitswesen in der Praxis. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/14122.php, Datum des Zugriffs 29.05.2024.


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