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Theo Herrmann, Włodek Zeidler (Hrsg.): Psychologen in autoritären Systemen

Rezensiert von Prof. Dr. Hein Retter, 31.01.2013

Cover Theo Herrmann, Włodek Zeidler (Hrsg.): Psychologen in autoritären Systemen ISBN 978-3-631-62081-6

Theo Herrmann, Włodek Zeidler (Hrsg.): Psychologen in autoritären Systemen. Peter Lang Verlag (Bern · Bruxelles · Frankfurt am Main · New York · Oxford) 2012. 339 Seiten. ISBN 978-3-631-62081-6. D: 49,95 EUR, A: 51,40 EUR, CH: 57,00 sFr.
Reihe: Beiträge zur Geschichte der Psychologie - Band 24.

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Thema

Der Sammelband berichtet in der Form biographischer Abrisse aus historischer Distanz über Leben und Wirken von 16 Psychologen und Psychologinnen, überwiegend an Universitäten tätig, davon zwölf aus Deutschland und vier aus Polen. Allen ist gemeinsam, dass ihr Leben in die Zeit des Nationalsozialismus fiel und meist auch die Nachkriegszeit betraf; in mehreren Fällen lag hier sogar der Höhepunkt der berufliche Karriere. Die Nachkriegszeit bedeutete für die Polen nach der deutschen und russischen Besetzung ihres Landes 1939-45 den Übergang in die Diktatur der kommunistischen Partei; in der SBZ/DDR errichtete die SED ihre Herrschaft. In diesem Sinne spricht der Titel des Bandes von „autoritären Systemen“. Ziel der Herausgeber ist es, die außerordentliche Vielfalt der Problembewältigungsstrategien Betroffener unter inhumanen strukturellen Bedingungen aufzuzeigen, doch ebenso nach möglichen Invarianten ihres Verhaltens zu suchen. Das gilt auch für die Bewältigung des politischen Systemwechsels.

Herausgeber und Autoren

Herausgeber: Prof. Dr. Theo Herrmann. (*1929) ist emeritierter Lehrstuhlinhaber für Psychologie an der Universität Mannheim mit den Arbeitsschwerpunkten Sprach- und Kognitionspsychologie, wissenschaftliche Methodenlehre der Humanwissenschaften und Geschichte der Psychologie.

Prof. Dr. Włodek Zeidler (*1937) studierte an der Adam-Mickiewicz-Universität in Poznań (Posen) Psychologie; nach der Promotion habilitierte er sich dort 1978. Er arbeitete bis 1980 als Abteilungsleiter im Warschauer Institut für Psychoneurologie. 1981 wurde Zeidler zum Rektor der Hochschule für Heilpädagogik Maria Grzegorzewska in Warschau gewählt, verließ aber 1984 Polen und hat seitdem seinen Hauptwohnsitz in Deutschland. 2002 übernahm er den Lehrstuhl für psychologische Methodenlehre an der University of Finance and Management in Warschau. Seine Veröffentlichungen betreffen Klinische Psychologie sowie Methoden und Geschichte der europäischen Psychologie.

Die Autorinnen und Autoren des Bandes sind überwiegend aktive oder emeritierte Hochschul- und Universitätslehrer des Faches Psychologie, viele von ihnen leisteten bereits wichtige Beiträge zur Geschichte ihrer Disziplin. In der Minderheit sind jüngere Wissenschaftler, deren Beitrag aus Forschungen im Rahmen akademischer Qualifikation hervorging.

Entstehungshintergrund

Im Nachgang zu zwei Tagungen 2009 und 2011 zur Psychologie in Europa im 20. Jahrhundert an der Warschauer University of Finance and Management entwickelte Włodek Zeidler, von dem die Initiative zu beiden Tagungen ausging, gemeinsam mit Theo Herrmann und Helmut E. Lück das Konzept des Buchprojektes. Ein Teil der Texte des Sammelbandes resultiert aus überarbeiteten Vorträgen der Warschauer Tagung von 2011. Weitere Beiträge stammen von Autoren, die von den Herausgebern zur Mitarbeit gewonnen wurden.

Aufbau und Inhalt

Die hier zur Sprache kommenden 16 Biographien bilden erkennbar keine repräsentative Auswahl aus der Gesamtheit der an Hochschulen und in Berufsfeldern vor und nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitenden Psychologen in beiden Ländern. Die Herausgeber räumen Heterogenität und Unvollständigkeit ihrer Auswahl ein. Die biographischen Abhandlungen werden eingerahmt durch einen konzeptionellen Einleitungsteil der Herausgeber und einen abschließenden Autorbeitrag zur deutschen Psychologie unter zwei Diktaturen.

Auf Grund der Anzahl und der Relevanz der Einzelbeiträge erscheint es zunächst geboten, die Verfasser der Abhandlungen aufzuzählen und ihr Thema in Klammern durch ein Stichwort zu kennzeichnen, wobei die Beiträge über polnische Fachvertreter durch Fettdruck hervorgehoben sind:

  • Theo Herrmann/Włodek Zeidler (Einleitung)
  • Helmut E. Lück/Uwe Wolfradt (Erich Rudolf Jaensch)
  • Helmut E. Lück (Gert Heinz Fischer)
  • Wolfgang Schönpflug (Johann Baptist Rieffert)
  • Uwe Wolfradt (Felix Krueger, Traugott Konstantin Oesterreich)
  • Sven Ebisch (Kurt Gottschald)
  • Theo Herrmann (Hildegard Hetzer)
  • Uwe Wolfradt/Theo Herrmann (Rudolf Hippius)
  • Pawel Izdebski/Włodek Zeidler (Włodzimierz Szewczuk)
  • Susanne Guski-Leinwand (Kurt Huber)
  • Włodek Zeidler (Kazimierz Obuchowski)
  • Andrzej Gołąb (Alina Szemińska, Maria Żebrowska)
  • Włodek Zeidler(Wolfgang Köhler)
  • Alexandre Métraux (Otto Selz)
  • Theo Herrmann (Hildegard Knies)
  • Wolfgang Schönpflug (Deutsche Psychologie unter zwei Diktaturen).

Die Reihenfolge der biographischen Beiträge lässt eine lockere Struktur erkennen. Am Anfang stehen Biographien deutscher Psychologen, die sich erklärtermaßen zu Hitler und zum Nationalsozialismus bekannten, nach Kriegsende aber nicht mehr ihre akademische Funktion wahrnehmen konnten. Das gilt für den „Obernazi“ Erich Rudolf Jaensch, der mit seiner antisemitischen Schrift „Der Gegentypus“ seinem Fach zu trauriger Berühmtheit verhalf, wie für dessen Schüler Gert Fischer, der die Nachfolge seines Lehrers in Marburg antrat, nachdem Jaensch 1940 früh verstarb. Über Fischer war bislang wenig bekannt. Der ihm von Helmut E. Lück gewidmete Beitrag schildert das akademisch kaum auffallende, umso mehr in kriegswichtiger Forschung relevante Wirken Fischers; nach dem Krieg arbeitete er als Journalist. Johann Baptist Rieffert, dessen Arbeiten als Philosoph wie als Praktiker der Psychotechnik durchaus beachtlich waren, vollzog 1933 eine Wende zum Nationalsozialismus. Der akademische Aufstieg Riefferts an der Berliner Universität wurde jäh beendet durch den Vorwurf, er habe eine frühere SPD-Mitgliedschaft verschwiegen. Die Amtsenthebung hing offenbar auch mit Riefferts unstillbarem Drang nach persönlicher Macht zusammen. Der in der Weimarer Republik deutschnational eingestellte Felix Krueger (1874-1948), der in Posen geboren wurde und dort 1893 das Abitur ablegte, formulierte bei der Eröffnung des Psychologenkongresses 1933 ein öffentliches Bekenntnis zu Hitler. Doch der Nestor der Leipziger Ganzheitspsychologie strauchelte später durch eine ihm als „judenfreundlich“ angelasteten Äußerung, die 1938 sein Ausscheiden aus der Universität bewirkte. In demselben Beitrag stellt Uwe Wolfhardt der Biographie Kruegers den Lebenslauf von Traugott Konstantin Oesterreich (1880-1949) gegenüber. Dessen Amtsenthebung als außerordentlicher Professor der Universität Tübingen erfolgte 1933. Oesterreichs Frau war Jüdin, er selbst wurde auf Grund seines frühen Eintretens für die Weimarer Republik denunziert. Seine Familie litt unter dem NS-Regime. Der ihm nach Kriegsende angebotenen Rehabilitierung an der Tübinger Universität folgte 1947 die vom Ministerium verfügte Emeritierung aus Altersgründen, gegen die er vergeblich protestierte. Krank und seelisch gebrochen starb Oesterreich zwei Jahre später. Kurt Gottschaldt und Hildegard Hetzer sind bekannte Persönlichkeiten der jüngeren deutschen Psychologiegeschichte. Beide waren in der NS-Zeit beruflich engagiert. Obwohl keine ideologischen Vertreter des Systems erhielten sie Förderung durch einflussreiche Wissenschaftler und Institutionen. Gottschaldt machte sich im Dritten Reich einen Namen durch seine Zwillingsuntersuchungen. Auf Grund seiner systemkritischen Haltung hatte er im Ministerium keine Freunde, betont Sven Ebisch. Doch er beeindruckte durch ein breites Forschungsspektrum. Gottschaldt wurde zum führenden Psychologen der DDR in der Nachkriegszeit, bevor er 1961 in den Westen wechselte und hier seine mehrstufige Berufskarriere zum Abschluss brachte. Hildegard Hetzer (1899-1991) lehrte als Professorin zuletzt an der Universität Gießen. Sie genoss nach dem Krieg als Entwicklungspsychologin aus der Schule Karl und Charlotte Bühlers beträchtliches Ansehen und erhielt für ihr wissenschaftliches Werk hohe Auszeichnungen. Dass sie 1942 polnische Kinder unter dem Gesichtspunkt rassischer Tauglichkeit im besetzten Polen begutachtete, warfen ihr Kritiker gleich nach Kriegsende vor. Doch sie überstand die Entnazifizierung unbeschadet. Dabei entsprachen Hetzers Äußerungen zu ihren Aktivitäten während der Kriegszeit nicht in allem der Wahrheit, wie der Beitrag aufzeigt. Eindeutig stand die Tätigkeit des deutschbaltischen Völkerpsychologen Rudolf Hippius (1905-1945) im Dienst der SS-Siedlungspolitik im besetzten polnischen und tschechischen Staatsgebiet. Er wirkte zunächst an der Reichsuniversität Posen, wechselte ab Dezember 1942 an die Reichsuniversität Prag und verstarb in russischer Kriegsgefangenschaft.

Wenn sich die nachfolgende Abhandlung mit dem polnischen Psychologen Włodzimierz Szewczuk (1913-2002) als einem der erfolgreichsten Wissenschaftler im kommunistischen Polen befasst, wird eine zeitliche Verknüpfung deutscher und polnischer Berufsbiographien von Universitätspsychologen deutlich: Szewczuk hatte mit einer französisch geschriebenen, in Paris veröffentlichten Dissertation 1938 in Krakau promoviert. Beim deutschen Überfall 1939 arbeitete er als Psychologe in Kattowitz, das er verließ, um in seinem Geburtsort Jasło, einer Kleinstadt in Südostpolen, zu überleben. Im polnischen Staatskommunismus machte er Karriere. Zeidler verurteilt nicht die völlige Ausrichtung von Szewczuk auf die Ideologie der kommunistischen Partei Polens, er skizziert sie. Andererseits hebt Zeidler in einem weiteren Beitrag über den international angesehenen Gestaltpsychologen der Universität Berlin, Wolfgang Köhler, hervor, dass es einige wenige aufrechte Hochschullehrer gab, die ihre Distanz zum NS-Regime nicht verbargen, sondern öffentlich machten, auch wenn dies nicht lange durchzuhalten war. 1935 emigrierte Köhler in die USA. Widerstand gegen das NS-Regime, der mit dem Leben bezahlt wurde, bewies der 1943 hingerichtete Münchner Musikpsychologe Kurt Huber. Susanne Guski-Leinwand zeigt in ihrem Beitrag anhand eines zentralen Textes von Huber, dass an seiner Gegnerschaft gegenüber dem Nationalsozialismus als führendem Mitglied der „Weißen Rose“ kein Zweifel besteht, auch wenn manche „völkische“ Äußerung Hubers irritiert. Otto Selz, Ordinarius für Psychologie an der Handelshochschule Mannheim, wurde 1933 als Jude entlassen. Im Zuge der Novemberpogrome 1938 im KZ Dachau interniert, ließ man ihn frei mit der Auflage zu emigrieren. Seine letzten Jahre in Amsterdam bis zur Deportation und Ermordung in Auschwitz 1943 schildert der Beitrag von Alexandre Métraux. Unter ständiger Lebensgefahr half die Psychologie-Studentin Hildegard Knies (1915-1997) in der Zeit der „Endlösung“ verfolgten Juden und verbarg sie in ihrer Berliner Wohnung. Es gelang Theo Herrmann mit seinem Beitrag das Leben und Wirken der bis dahin weithin unbekannten „Stillen Heldin“ zu rekonstruieren. Im Widerstand gegen die Nazis arbeitete auch Alina Szemińska (1907-1986) während der Besetzung Polens. Als langjährige Mitarbeiterin des Genfer Psychologen Jean Piaget war sie 1939, am Vorabend des deutschen Überfalls, in ihre polnische Heimat zurückgekehrt. Obwohl sie nach der Festnahme durch die Deutschen in Warschau neun Monate in Haft war und ab November 1943 14 Monate im KZ Auschwitz-Birkenau verbringen musste, erhielt sie im Kommunismus als Piaget-Schülerin kaum Anerkennung, wie Andrzej Gołąb zeigt. Der Fachkollegin Maria Żebrowska (1900-1978), die als Widerstandskämpferin anderthalb Jahre in deutscher Haft war, gelang demgegenüber im Kommunismus sehr viel erfolgreicher eine Karriere als Professorin für Pädagogische Psychologie. Der polnische Psychologe Kazimierz Obuchowski (*1931) entstammt einem Ort, der heute zu Weißrussland gehört, doch bis 1939 polnisch war (Wolożyn). Der Vater, Offizier, wurde von den 1939 eingefallenen Sowjetrussen nach Katyn deportiert und dort ermordet. Den jungen Kazimierz, 9 Jahre alt, verschleppte man mit seiner Mutter nach Sibirien, die polnische Heimat existierte nicht mehr. Die unmenschlichen Bedingungen am Ort der Verschleppung führten zum Tod der Mutter. Waise geworden konnte Obuchowski als Jugendlicher im Zuge der Stalinschen Repatriierungsmaßnahmen nach Polen 1946 zurückkehren. Er bestand das Abitur und studierte an der Universität in Poznań, wo er auch promovierte und sich habilitierte. Er wurde 1970 Abteilungsleiter im Institut für Psychologie an der Polnischen Akademie der Wissenschaften, wechselte 1992 an die Universität Poznań, erhielt Rufe an weitere Universitäten und ging 2001 in den Ruhestand. Zeidler schildert das Leben von Obuchowski zum einen auf dem Hintergrund der leidvollen, aber immer mit Hoffnung verbundenen Geschichte Polens, zum anderen im Kontext einer ideologischen Tauwetterperiode unter dem poststalinistischen Kommunismus, welche es in Poznań mehr als anderenorts trotz staatssozialistischer Indoktrination ermöglichte, den Blick auf die Psychologie des Westens einschließlich der USA zu richten und von hier neue Impulse zu erhalten.

Diskussion

Deutsche Psychologen arbeiteten während der Besetzung Polens auf der Täterseite, während polnische Psychologen unter den Deutschen litten. Durch die Verknüpfung der Biographien von deutschen und polnischen Psychologen unter den Bedingungen der Diktatur nimmt der Band sowohl psychologiegeschichtlich als auch disziplinübergreifend eine Sonderstellung ein. Mehrere Lebensläufe zeigen, dass nicht immer die von der Moral geforderte Täter-/Opfer-Perspektive lebensgeschichtlich trifft. Im Übrigen bewegt sich der Band auf durchaus schwierigem historischen Terrain, auch wenn die Probleme heute vor dem Hintergrund der völkerverbindenden Aussöhnung zwischen Deutschland und Polen eher indirekt sichtbar werden. Das Ende kommunistischer Diktatur liegt für Polen nur 20 Jahre zurück. Ob alle Psychologen Polens heute den polnischen Interpreten des Bandes hinsichtlich der getroffenen Bewertungen voll zustimmen? - so könnte man fragen. Wie der Band in ähnlicher Weise deutsche Wissenschaftler zur Selbstreflexion herausfordert. Nationalsozialismus und Realsozialismus schlicht als zwei Diktaturen zu bezeichnen erzeugt ein gewisses Unbehagen, bedingt durch die Sorge, die Rhetorik der Gleichstellung zweier problematischer Zeitabschnitte deutscher Geschichte könnte zur Relativierung von Naziterror und Shoah führen. In Polen bleibt unvergessen, dass nach dem Hitler-Stalin-Pakt polnische Bürger, ja ganze Eliten des polnischen Volkes, nicht nur von deutscher, sondern auch von sowjetrussischer Seite ermordet wurden. Das polnische Bürgertum der Zweiten Republik, das ab 1939 Terror und Vernichtung durch die Deutschen erduldete, konnte 1945 der Freiheit nicht froh werden. Seiner geistigen Führer beraubt wurde es drangsaliert und im Fall von Kritik mit Gewalt und Existenzverlust bedroht. In welchem Ausmaß die Psychologie der DDR politischer Instrumentalisierung unterworfen war, zeigte Wolfgang Schönpflug als Autor des Schlussbeitrages auf der Basis seiner bedeutenden Studie von 2011 über den XXII. Internationalen Kongress für Psychologie in Leipzig 1980. Die Frage nach möglichen Invarianten des Verhaltens von Wissenschaftlern, hier Psychologen, unter den Bedingungen der Diktatur führt zu einer komplexen Antwort. Sie hat vermutlich etwas zu tun mit den individuell differenten Identitätsbalancen und Wertestrukturen der Akteure. Doch wenn die Antwort über das bloße Aufzeigen von Typen der Anpassung oder des Widerstrebens hinausführen soll, bedarf sie eines tiefer gehenden Theoriekonzeptes. Je weniger der in Fluss befindliche Historisierungsprozess fortgeschritten ist, desto mehr macht er die um Distanz bemühten Interpreten zu Teilhabern der Geschichte. Die Geschichtsschreibung der polnischen Psychologie steht noch in den Anfängen. Es ist kein Zufall, dass biographische und autobiographische Darstellungen dabei einen beachtlichen Stellenwert einnehmen, wie die polnischen Autoren deutlich machen.

Fazit

Die dargestellten Biographien von Psychologen in totalitären Epochen des 20. Jahrhunderts lassen den Band auf Grund der deutsch-polnischen Doppelperspektive auch über das Fach Psychologie hinaus von Interesse und sehr empfehlenswert erscheinen.

Rezension von
Prof. Dr. Hein Retter
Institut für Erziehungswissenschaft Technische Universität Braunschweig
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Es gibt 2 Rezensionen von Hein Retter.

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Zitiervorschlag
Hein Retter. Rezension vom 31.01.2013 zu: Theo Herrmann, Włodek Zeidler (Hrsg.): Psychologen in autoritären Systemen. Peter Lang Verlag (Bern · Bruxelles · Frankfurt am Main · New York · Oxford) 2012. ISBN 978-3-631-62081-6. Reihe: Beiträge zur Geschichte der Psychologie - Band 24. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/14373.php, Datum des Zugriffs 06.12.2022.


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