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Dierk Spreen, Trutz von Trotha (Hrsg.): Krieg und Zivilgesellschaft

Cover Dierk Spreen, Trutz von Trotha (Hrsg.): Krieg und Zivilgesellschaft. Duncker & Humblot (Berlin) 2012. 439 Seiten. ISBN 978-3-428-13206-5. D: 75,90 EUR, A: 78,10 EUR.

Reihe: Soziologische Schriften - Band 84.
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Das Zivile einer Gesellschaft ist das Ergebnis einer soziohistorischen und -kulturellen Entwicklung

Begriffe drücken Einstellungen und Stimmungen in der Gesellschaft und im individuellen Denken und Handeln der Menschen aus. Der Begriff „Krieg“ hat wieder einmal Konjunktur: Krieg gegen den Terrorismus, Krieg gegen Armut, Krieg gegen … Betrachten wir die in der Historie und Soziologie entwickelten Denkrichtungen:

Krieg ist, nach Carl von Clausewitz, dem preußischen Offizier und Kriegstheoretiker (1780 – 1831), „ein Akt der Gewalt, um den Gegner zur Erfüllung unseres Willens zu zwingen„; aber auch, um den Gegner niederzuwerfen, ihn zu besiegen. Krieg als Politik wird von ihm als Fortsetzung eines bestimmten Zieles mit anderen Mitteln verstanden: „Der Krieg ist nicht nur ein politischer Akt, sondern ein wahres politisches Instrument, eine Fortsetzung des politischen Verkehrs, ein Durchführen desselben mit anderen Mitteln“ (vgl. dazu das erst nach seinem Tode 1832/34 herausgegebene Werk „Vom Kriege“. Um „das geistige Erbe des Generals Carl von Clausewitz (zu) bewahren“, hat sich 1961 die Clausewitz-Gesellschaft gebildet. Dem (richtig interpretierten?) Ausspruch des griechischen Philosophen Heraklit um 500 v. Chr., dass der Krieg der Vater aller Dinge sei, stehen Sätze der Friedensliebe gegenüber, etwa wenn wir in der Bibel lesen: „Du sollst dich nicht rächen und nichts nachtragen den Kindern deines Volkes, sondern deinen Nächsten lieben, wie dich selbst“ (3 Mose 10, 18). Die Lehre vom „gerechten Krieg“ (bellum justum) wurde von Augustinus als Mittel zur Herstellung von verletztem Recht begründet, um gerechte Ziele zu verwirklichen, mit rechtmäßigen Methoden. Papst Pius XII. hat einen Krieg dann als gerecht bezeichnet, wenn er zur Verteidigung von Werten geführt wird, die ein menschliches Zusammenleben ermöglichen; Leiden, Zerstörungen und Töten müssten dafür in Kauf genommen werden. Nach der kommunistischen Lehre ist ein Krieg dann gerecht, wenn es sich dabei um keinen Eroberungs-, sondern um einen Befreiungskrieg handelt. Im Programm der nordamerikanischen Black-Panther-Bewegung heißt es im „Überlebensprogramm“ für den revolutionären Kampf: „Wir dienen den Bedürfnissen der Menschen, damit sie die Unterdrückung überleben können. Wenn sie dann bereit sind, zur Waffe zu greifen, wird ernst gemacht“ (Henry Winston, Zur Strategie des Befreiungskampfes der Afroamerikaner; Dietz Verlag Berlin (Ost) 1975, S. 193). Der islamische Fundamentalismus rekurriert in seinen Lehren und Ideologien einen besonderen Aspekt im Verhältnis zu Krieg und Gewalt als „geheiligtes“ Mittel zur Durchsetzung ihrer Heilslehren, als Jihâd, den „heiligen Krieg“. Der Göttinger Politikwissenschaftler Bassam Tibi spricht in dem Zusammenhang sogar von der „ungeheuren Kriegslüsternheit fundamentalistischer Texte“ (Rainer Glagow, Die islamistische Herausforderung; in: Bernd Rill (Hrsg.), Aktuelle Profile der islamischen Welt, Hanns-Seidel-Stiftung, München 1998, S. 72). Das Paradies und immerwährende Freuden erwarten jene, die als Gläubige gegen den „großen Satan“ (z. B. die USA) und die „kleinen Satane“ (Israel und andere nichtmuslimische Länder) kämpfen: „Und so sollen kämpfen in Allahs Weg, wer das irdische Leben verkauft für das Jenseits. Und wer da kämpft in Allahs Weg, falle er oder siege er, wahrlich, dem geben wir gewaltigen Lohn“ (Der gnadenreiche Koran , 4. Sure, Vers 74, Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V., Ankara/Türkei 1991, S. 91).

Mit dem lapidaren Erklärungsversuch - „Diejenigen, die unter einem Krieg zu leiden haben, wissen, was ein Krieg ist“ – nähert sich die AKUF, die Arbeitsgemeinschaft Kriegsursachenforschung von der Forschungsstelle Kriege, Rüstung und Entwicklung des Instituts für Politische Wissenschaft der Universität Hamburg ( Klaus Jürgen Gantzel / Jens Siegelberg, Kriege der Welt. Ein systematisches Register der kriegerischen Konflikte 1985 bis 1990; hrsg. von der Stiftung Entwicklung und Frieden (SEF), Bonn-Bad Godesberg 1990, S.) einer heutigen Definition. Danach ist Krieg ein „gewaltsamer Massenkonflikt, der alle folgenden Merkmale aufweist: (a) an den Kämpfen sind zwei oder mehr bewaffnete Streitkräfte beteiligt, bei denen es sich mindestens auf einer Seite um reguläre Streitkräfte (Militär, paramilitärische Verbände, Polizeieinheiten) der Regierung handelt; (b) auf beiden Seiten muss ein Mindestmaß an zentralgelenkter Organisation der Kriegsführenden und des Kampfes gegeben sein, selbst wenn es nicht mehr bedeutet als organisierte bewaffnete Verteidigung oder strategisch-taktisch planmäßige Überfälle (Guerillaoperationen, Partisanenkrieg, usw.); (c) die bewaffneten Organisationen ereignen sich mit einer gewissen Kontinuierlichkeit und nicht nur als gelegentliche, spontane Zusammenstöße, d. h. beide Seiten operieren nach einer planmäßigen Strategie, gleichgültig ob die Kämpfe auf dem Gebiet eines oder mehrerer Gesellschaften stattfinden und wie lange sie dauern“.

Die FIFF (Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung) verweist dabei auf eine neue Entwicklung in den vor allem westlichen Gesellschaften hin, nämlich einer „Militarisierung des Alltags“ durch die Allmacht der Informationstechnologien. Die Grenzen zwischen „War“, als traditionelle Kriegsführung und „Warfare“ als „unblutiger Krieg“ im Rahmen einer geistigen Kriegsführung haben sich längst verwischt, wie der Terroranschlag auf Machtzentren in den USA im September 2001und die im Zusammenhang damit entwickelten Einschränkungen von Freiheitsrechten zeigen (vgl. dazu: http://fiff.informatik.uni-bremen.de/ruin/infowar.htm). Damit werden die Trennlinien zwischen Krieg und Frieden unscharf. Die „neuen Kriege“ schrecken nicht mehr – das ist das Schreckliche daran!

„Da Kriege im Geist der Menschen entstehen, müssen auch die Bollwerke des Friedens im Geist der Menschen errichtet werden“, so heißt es in der Präambel der UNESCO, der Bildungs- und Kulturorganisation der Vereinten Nationen (Deutsche UNESCO-Kommission , Menschenrechte. Internationale Dokumente, Bonn 1981, S. 28). Beim internationalen Kongress „Peace in the Minds of Men“, der vom 26. 6. bis 1. 7. 1989 in Yamoussoukkro / Elfenbeinküste stattfand, wurde der Friedensbegriff neu definiert. Danach bedeutet

  • Frieden Ehrfurcht vor dem Leben haben,
  • ihn als das kostbarste Gut der Menschen betrachten,
  • ihn nicht mehr nur als das Ende bewaffneter Auseinandersetzung zu definieren,
  • sondern Frieden als eine ganz menschliche Verhaltensweise anzusehen,
  • als eine tiefverwurzelte Bindung an die Prinzipien der Freiheit, der Gerechtigkeit, der Gleichheit und der Solidarität zwischen allen Menschen zu erkennen, und
  • Frieden als eine harmonische Partnerschaft von Mensch und Umwelt in das Bewusstsein der Menschen zu bringen.

In das Jahr 2000 fällt auch die Gründung einer bemerkenswerten Vereinigung von Friedenserzieherinnen und -erziehern aus acht europäischen Ländern: EURED (Education for Europe as Peace Education). Die in Universitäten und anderen Einrichtungen arbeitenden Theoretiker und Praktiker wollen mit ihrer Arbeitsgemeinschaft vor allem vier Ziele verwirklichen:

  1. Entwicklung von Konzepten für eine europäische Friedenserziehung.
  2. Initiieren und Implementieren des Bildungsauftrags „Friedenserziehung“ in die europäischen Bildungs- und Erziehungssysteme.
  3. Mitarbeit bei der Aus- und Fortbildung von LehrerInnen und MultiplikatorInnen zu Friedenserziehern.
  4. Universitäre, theoretische Studien zur Friedenserziehung in Verbindung bringen mit der Bildungs- und Erziehungspraxis.

Europa (und damit auch die Welt) befinde sich heute am Scheideweg (Crossroad) einer Entwicklung, die nach dem Ende des Ost-West-Konflikts und nach den ersten Einigungsbemühungen im Rahmen der Gründerstaaten der Europäischen Union nicht mehr nur eine spezifisch westeuropäische Initiative darstelle, sondern beinhalte eine Vision eines wirklich gemeinsamen Europas. In diesem Europa werden Wissen, Aufklärung und Humanität die gesellschaftlichen Grundpfeiler für Bildung und Erziehung der Menschen sein müssen: „The Europe of Knowledge is a vision of an active and open society in which democratic practice, economic sprosperity und social justice are accessible to and shared by all“ (Werner Winterstein / Vedrana Spajić-Vrkaš / Rüdiger Teutsch (eds.), Peace Education in Europe. Visions and experiences, Waxmann Verlag Münster / New York / Berlin 2003, 355 S.).

Entstehungshintergrund und Herausgeber

Die wissenschaftliche Auseinandersetzung über „Krieg und Frieden“ obliegt den Gesellschafts- und Sozialwissenschaften, allen voran der Soziologie und der Politikwissenschaft. In der historischen Betrachtung über Ursachen und Wirkungen von Kriegen und kollektiven gewaltsamen Auseinandersetzungen wird dominante Gewalt- und Machtausübung, mit der Zielsetzung der Unterdrückung und Unterwerfung von Gesellschaften und Völkern durch Gesellschaften und Völker, haben sich unterschiedliche Analyse- und Bewertungsaspekte etabliert; etwa auch die, „ob militärischer Gewalt und Kriegsführung gewaltbewältigende Funktionen zukommen können“ (vgl. dazu z. B. die Forschungsaktivitäten beim Hamburger Institut für Sozialforschung, HIS, etwa: Jan Philipp Reemtsma, Vertrauen und Gewalt, Hamburg 2008; sowie auch: Herfried Münkler, Die neuen Kriege, Reinbek 2002). Diese „Neuen Kriege“ stehen in einem unauflösbaren Zusammenhang mit den neoliberalen Wirtschafts- und Gesellschaftsauffassungen, die wiederum die negativen Folgen der Globalisierung bewirken ( Maria Mies, Krieg ohne Grenzen. Die neue Kolonisierung der Welt, 2004, www.socialnet.de/rezensionen/1984.php). Der Journalist und Leiter des Politik-Ressorts bei Spiegel-Online, Claus Christian Malzahn (geb. 1963) registriert die Erfahrungen seiner Reisen zu diesen Kriegen und Krisen in der Welt (Claus Christian Malzahn, Die Signatur des Krieges. Berichte aus einer verunsicherten Welt, Berlin 2005, 224 S.). Kriegsberichterstattung und biografische Kriegserzählungen runden das reale Bild des Grauens und sogar der Romantisierung des Krieges ab (Jörn Roes, Freiwillig in den Krieg. Auf den Spuren einer verlorenen Jugend, Berlin-Brandenburg 2005, 208 S.).

So ist die wissenschaftliche, kritische Friedensforschung auf den Plan gerufen, um die Arbeit an der Utopie eines Weltfriedens in Theorie und Praxis Wirklichkeit werden zu lassen (Marcel M. Baumann / Hanne Birckenbach / Volkhard Brandes / Sandra Dieterich / Hans U. Gundermann / Ulrike Suhr, Hrsg. Friedensforschung und Friedenspraxis. Ermutigung zur Arbeit an der Utopie, 2009, www.socialnet.de/rezensionen/8195.php). Die Spannweite des (seriösen) Diskurses über die Chancen, Frieden in der Einen Welt zu schaffen, reichen dabei von Konzepten eines christlich-jüdisch-islamischen Trialogs und der selbstbewussten Einlassung, dass „auch der Westen ( ) seinen heutigen Zustand von Wohlstand, Modernität und globaler Macht nicht allein Aufklärung, Wissenschaft und Demokratie zu verdanken (hat), sondern ebenso Glaubenskriegen, Revolutionen und kolonialer Ausbeutung“ (Kai Hafez, Heiliger Krieg und Demokratie. Radikalität und politischer Wandel im islamisch-westlichen Vergleich, 2009, www.socialnet.de/rezensionen/8667.php) – eine Antwort darauf könnte lauten:“ Ohne Wissen voneinander gibt es kein Verständnis füreinander“ (Guido Knopp/ Stefan Brauburger / Peter Arens, Der Heilige Krieg. Mohammed, die Kreuzritter und der 11. September, 2011, www.socialnet.de/rezensionen/10333.php) - bis hin zu den Erkenntnissen und Herausforderungen, über Frieden zu reden, um ihn schaffen zu können (Hannah Neumann, Friedenskommunikation. Möglichkeiten und Grenzen von Kommunikation in der Konflikttransformation, 2009, www.socialnet.de/rezensionen/8205.php), und zu friedlichen Verstehens- und Begegnungsarrangements (Alexandra Senfft, Fremder Feind, so nah. Begegnungen mit Palästinensern und Israelis, 2009, www.socialnet.de/rezensionen/8696.php). Dass sich dabei eine Verständigung über die Gleichberechtigung von kulturellen Identitäten vollziehen muss, darauf wird deutlich hingewiesen (Wilhelm Berger / Brigitte Hipfl / Kirstin Mertlitsch / Viktoria Ratkovic, Hrsg., Kulturelle Dimensionen von Konflikten, 2010, www.socialnet.de/rezensionen/10333.php).

Es geht also darum, „Krieg und Frieden neu zu denken“ (Matthias Lutz-Bachmann / Andreas Niederberger, Hrsg., Krieg und Frieden im Prozess der Globalisierung, 2009, www.socialnet.de/rezensionen/8045.php) und die Aspekte „Sicherheit und Risiko“ auf die Prüfstelle eines friedlichen Zusammenlebens der Menschen zu legen (Herfried Münkler / Matthias Bohlender / Sabine Meurer , Hrsg., Sicherheit und Risiko. Über den Umgang mit Gefahr im 21. Jahrhundert, 2009, www.socialnet.de/rezensionen/9484.php). Weil „Macht und Moral“ (Wolfgang Kersting:,Macht und Moral., 2010, www.socialnet.de/rezensionen/11429.php) immer auch gewalthaltig diskutiert werden müssen, ist die Frage, wie sich Gewalt im individuellen und gesellschaftlichen Leben der Menschen, lokal und global, darstellt, wirkt und verändert, von existentieller Bedeutung für eine friedliche Weiterentwicklung der Menschheit; denn „Gewalt ist nicht nur das Übermaß an Negativität, sondern auch das Übermaß an Positivität“ (Byung-Chul Han, Topologie der Gewalt, 2011, www.socialnet.de/rezensionen/12785.php). Subsumiert man die vielfältigen Diskurs- und Entfaltungsformen über das Nachdenken über Krieg und Frieden, wird zwangsläufig und unabdingbar deutlich, dass eine menschliche Haltung dabei unverzichtbar ist: Die Komplexität des Vertrauens (Martin Hartmann, Die Praxis des Vertrauens, 2011, www.socialnet.de/rezensionen/12878.php).

Wir sind damit endlich angelangt bei dem Buch „Krieg und Zivilgesellschaft“. Die Sozialwissenschaftler Dierk Spreen von der Universität Paderborn und Trutz von Trotha von der Universität Siegen geben den Sammelband heraus. Sie formulieren damit ihre Vorbehalte, „dass über die Frage nach dem Verhältnis von Krieg und Gesellschaft in der Moderne ausreichend nachgedacht und geforscht wird“. Die neue, globale Konstellation bewirke, dass „gerade das Verhältnis von Zivilgesellschaft zum Krieg ein ungelöstes Problem“ darstelle. Im neuen gesellschaftswissenschaftlichen und soziologischen Diskurs gehen sie davon aus, dass die traditionelle Auffassung, es handele sich dabei um ein gegenseitiges Ausschließungsverhältnis, nicht haltbar ist. Vielmehr wird die Tür geöffnet hin zu einem Verständnis von Zivilgesellschaft, „in der Gewalterfahrungen und Gewalterwartungen Ausnahmen im alltäglichen sozialen Verkehr sind“ (vgl. dazu auch: Markus Holzinger / Stefan May / Wiebke Pohler, Weltrisikogesellschaft als Ausnahmezustand, 2010, www.socialnet.de/rezensionen/9743.php).

Aufbau und Inhalt

Insgesamt 14 Autorinnen und Autoren gehen der Frage nach, wie „die spannungsreiche Beziehung moderner Zivilgesellschaften zum Krieg“ Hier und Heute neu eingeschätzt werden kann und für die gesellschaftswissenschaftliche Auseinandersetzung Argumente geliefert werden können. Sie einigen sich dabei auf den Grundtenor, dass die Weltgesellschaft als Weltzivilgesellschaft verstanden wird. Als Themenkreise lassen sich dabei erkennen: Zusammenhänge zwischen Krieg, dem Politischen und der Zivilgesellschaft – Beziehung zwischen Militär und „umgebender“ Gesellschaft – Verhältnis zwischen Zivilgesellschaft und „großen Kriegen“.

Nach der Einführung in den Sammelband durch die Herausgeber setzt sich Dierk Spreen mit seinem Beitrag „Weltzivilgesellschaft und Gewalt“ mit den Fragen nach ordnungskonstitutiver Gewalt im Zeitalter des globalen Politischen auseinander. Er referiert die aktuellen, soziopolitischen Forschungsansätze und stellt verschiedene Ordnungstypen vor. Weil jedoch Gewaltvermeidung und -verhinderung immer auch durch sanktionierte und legitime Macht und Gewalt erfolgt, ist dabei die Frage bedeutsam, wie Gewalt in der Weltzivilgesellschaft verstanden und geordnet werden kann: „Das Verständnis der funktional differenzierten Gesellschaft als Weltzivilgesellschaft impliziert also nicht, sie sich als eine planetarische ‚Friedensgesellschaft‘ vorzustellen. Vielmehr erweist sie sich nicht nur als sehr tolerant gegen anomische Formen der Gewalt, sondern basiert zugleich auf konstitutiver Gewalt, die im Rahmen des politischen Systems und des Militärsystems zum Ausdruck kommt“, was bedeutet, dass dabei die Frage nach der Gewalt der Gewaltbewältigung eine immense Bedeutung gewinnt.

Der Erfurter und Freiburger Soziologe Hans Joas ist uns u. a. bekannt durch seine Forschungsarbeiten zur „affirmativen Genealogie des Universums der Werte“, in denen er über die Trennbarkeit von Genesis und Geltung im Argumentationsprozess um die Begründbarkeit von Menschenrechten nachdenkt (Hans Joas, Die Sakralität der Person. Eine neue Genealogie der Menschenrechte, 2011, www.socialnet.de/rezensionen/12425.php). Im Sammelband fragt er nach „Friede durch Demokratie?“, indem er einerseits einen Blick in die Geschichte der Sozialtheorie wirft und die sich daraus ergebenden Aspekte reflektiert, andererseits die Bedeutung und Wirksamkeit von demokratischen Strukturen bei Krieg und Makrogewalt darstellt. Lässt sich ein Ende des Kriegsdenkens und -handelns – oder zumindest eine Reduzierung und Lokalisierung – nur in und zwischen demokratischen Staaten realisieren? Im „zivilisatorischen Hexagon“ von Dieter Senghaas stellen nämlich die Werte „Demokratie“ und „Konfliktkultur“ nur zwei Parameter dar und fordern gleichbedeutend weitere ein ( vgl. dazu auch: Andeselassie Mamednaka, Konsolidierung des Friedens durch Bildung? Der Beitrag von Bildungspolitik und Friedenspädagogik am Beispiel von Eritrea, Hamburg 2012, 506 S. ). Für Joas ergibt sich daraus die Forderung, sein Metier nicht mehr nur als ein Fach zur Erklärung der Gegenwart zu betrachten, sondern Soziologie als eine Disziplin mit großer historischen Tiefe, einem weltumspannendem Horizont und differenzierter Handhabung von normativen und empirischen Fragestellungen zu verstehen und zu handhaben.

Der Soziologe Martin Kutz, der sich als ehemaliger Dozent der Hamburger Führungsakademie der Bundeswehr auch als Kritiker an den Strukturen und Zielsetzungen der „Inneren Führung“ hervorgetan hat (NDR info vom 4. 11. 2006) vermittelt mit seinem Beitrag „Umbruchzeiten: Militär und Gesellschaft 1945 – 2010“ über die Entwicklung, die politischen, sozioökonomischen Rahmenbedingungen und Strukturmerkmale der Bundeswehr, indem er verschiedene Entwicklungs- und Innovationsphasen vom Aufbau und Entwicklung der Bundeswehr bis zur Einbindung und Integration in internationale Zusammenschlüsse und Auslandseinsätzen thematisiert. Dabei spart er nicht mit Kritik an den egoistischen und hegemonialen Interessen der Führungen der Teilstreitkräfte und warnt vor der „Gefahr traditionalistischer Orientierungen“ und vor einer „Verselbständigung des Militärs“.

Der Politikwissenschaftler von der Berliner Humboldt-Universität, Herfried Münkler, reflektiert mit seinem Beitrag „Heroische und postheroische Gesellschaften“ die Zusammenhänge, wie sie sich in der (historischen und aktuellen) Differenzierung beim Denken und bei der Aktivierung von heroischen Gemeinschaften und Gesellschaften ergeben. Die dabei wirkenden Untergangs-, Aufbruchsstimmungen, Täter- oder Opfervorstellungen oder fremd- und selbstzerstörerischen Phantasien führen dazu, dass sich „heroische Gesellschaften ( ). in einem ständigen Taumel von Kraft und Siegeszuversicht (befinden), weswegen die Zusammenballung solcher Gesellschaften innerhalb eines Großraums zu einem Zustand häufiger Kriege und permanenter Kriegsbereitschaft führt“. Der Übergang von heroischen zu postheroischen Gesellschaften verdeutlicht sich durch die Bedrohungen, die der globale Terrorismus mit sich bringt; und die veränderten gesellschaftlichen Strukturen hin zu „materialistischen“ Abwehrmechanismen tragen zur zunehmenden Wehrlosigkeit bei.

Der Soziologe, wissenschaftliche Mitarbeiter am Sozialwissenschaftlichen Institut der Bundeswehr in Strausberg und Mitglied der International Sociological Associaton, Gerhard Kümmel, denkt mit seinem Beitrag „Tod, wo ist dein Stachel?“ über die Befindlichkeiten der Deutschen zu den militärischen Bundeswehreinsätzen in postheroischen Zeiten nach. Orientiert an der vielbeachteten und kontrovers diskutierten Kritik des US-amerikanischen Verteidigungsministers Robert M. Gates (23. 2. 2010) an den Zögerlichkeiten, Bedenklichkeiten und der mangelnden Bereitschaft der Verbündeten, sich materiell und ideell am Abwehrkampf gegen den Terrorismus und Fundamentalismus zu beteiligen, diskutiert der Autor die vielfältigen und facettenreichen Prozesse, wie sie sich im Übergang vom heroischen zum postheroischen Denken ergeben. Mit der Frage „Ist die deutsche Gesellschaft postheroisch und kriegsmüde?“ untersucht Kümmel Einstellungen der Bevölkerung zur Bundeswehr und konfrontiert die Ergebnisse mit denen in Frankreich, Großbritannien und in den USA. Dabei kommt er zu dem Ergebnis, dass „der Postheroismus bzw. der postheroische Charakter… kein spezifisch deutsches Phänomen (ist), sondern ein transgesellschaftliches, das in unterschiedlichen Ausprägungen in sämtlichen modernen Gesellschaften anzutreffen ist“, was den Autor zu der Feststellung veranlasst, den Einstellungs- und Bewusstseinswandel auch als einen Ausdruck von demokratischer Reife in einer Gesellschaft zu begreifen.

Die in Potsdam in einer Professur für Organisations- und Verwaltungssoziologie tätige Maja Apelt setzt sich mit dem „Gewaltdilemma moderner Streitkräfte“ auseinander. Mit dem Dialog aus B. Brechts „Leben des Galilei“ – „Unglücklich das Land, das keine Helden hat“ / „Unglücklich das Land, das Helden nötig hat“ – zeigt die Autorin die Tendenz ihrer Reflexionen an. Sie diskutiert die gesellschaftlichen und politischen Legitimationsprobleme, wie sie bei Streitkräften überall in der Welt vorherrschen, verweist auf die Organisations- und Befehlsstrukturen, die (auch) Gewalt produzieren können und .zeigt anhand der in der Untersuchung ermittelten Verhaltens- und Bewältigungsstrategien der (Bundeswehr-)Soldaten auf, dass sich ein Mentalitäts- und Einstellungswechsel vollzieht, nämlich sich nicht mehr (überwiegend) an den Zielsetzungen ihrer militärischen Organisation zuorientieren, sondern auf Kameradschaft: „Kameradschaft dient damit der Motivation und der Legitimation soldatischen Handelns„; ein Problem für das Bild: „Staatsbürger in Uniform“.

Der Politikwissenschaftler und Leiter der Forschungsgruppe „Interkultur“ am Kulturwissenschaftlichen Institut in Essen (KWI), Volker Heins, geht in seinem Beitrag „Bombenkrieg und Zivilgesellschaft“ davon aus, dass die Erinnerung an die alliierte Bombardierung deutscher Städte „sich niemals zu einem nationalen oder ‚kulturellen Trauma‘ verdichtet hat. Am Beispiel der Städte Hamburg und Dresden weist er nach, dass „nicht der Bombenkrieg, sondern der Holocaust ( ) das zentrale kulturelle Trauma für Deutsche und andere (ist)“.

Der an der Universität in Bielefeld Soziologische Theorie und Geschichte der Soziologie lehrende Sozialwissenschaftler Volker Kruse stellt mit seinem Beitrag „Mobilisierung und kriegsgesellschaftliches Dilemma“ Beobachtungen zur kriegsgesellschaftlichen Moderne zur Diskussion. Mit der Unterscheidung von Kriegs- und Zivilgesellschaft rekurriert der Autor auf die historische Nachschau von politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen im 19. und 20. Jahrhundert. Er benutzt dazu das vom Soziologietheoretiker Herbert Spencer initiierte Analyse-Instrumentarium und wandelt es ab, mit der Erkenntnis, dass die Konzepte „für eine Analyse von Gesellschaften im totalen Krieg gut …, (jedoch) viel weniger für die neuen, ‚asymmetrischen‘ Kriege“ geeignet seien.

Der an der Universität Siegen tätige Sozialwissenschaftler Matthias Häußler, stellv. Leiter des von der DFG geförderten Forschungsprojektes „Formen des Krieges, politische Herrschaft und Entgrenzung der Gewalt. Zur Soziologie des Kolonialkrieges am Beispiel der Kriege in Deutsch-Südwestafrika“ und Trutz von Trotha, der Leiter des o. a. Forschungsprojektes, spannen in ihrem Beitrag „Koloniale Zivilgesellschaft?“ den Bogen von einer „kolonialen Gesellschaft“ hin zu einer „kolonialen Gewaltgemeinschaft“. Im Mittelpunkt der historischen Betrachtung steht dabei der Genozid an den Ovaherero und Nama in der ehemaligen deutschen Kolonie und die Einschätzung der individuellen Wirkungskräfte der Siedler, sowie der kolonialen zivilgesellschaftlichen Strukturen.

Der Politikwissenschaftler von der Universität Freiburg/Br., Marcel M. Baumann, verweist mit dem auffordernden Titel „Society First“ darauf, dass es erhebliche Barrieren und Widerstände bei der Etablierung einer nachhaltigen Konsolidierung von Post-Konflikt-Gesellschaften gibt. Während die Zielsetzung „State-building“ darauf setzt, dass „Institutionalisierung vor Liberalisierung“ kommen müsse (Roland Paris, 2007), wird mit der Vokabel „Stateness First“ der Staatenbildung der Vorrang eingeräumt (Francis Fukuyama). Baumann dagegen formuliert mit der hoffnungsvollen und optimistischen Formel „„Society First“ die Möglichkeiten, wie Schäden bei Konflikt- und Kriegssituationen eher behoben werden könnten; und zwar mit „freiwilliger Apartheid“. Unabhängig davon, ob es sinnvoll und nützlich ist, den historisch, moralisch und politisch belasteten und belegten Begriff in diesem Zusammenhang zu benutzen, zeigt er am Beispiel des Nordirland-Konflikts auf, dass Friedensbemühungen allein auf institutionalisierten Strukturen nicht wachsen können; vielmehr bedarf es einer Einbindung in die lokalen, regionalen und emotionalen Werte- und Normenmentalitäten.

Henner Papendieck, Wirtschaftswissenschaftler in Berlin und Koordinator eines deutschen Programms zur Entwicklungszusammenarbeit in Westafrika, stellt das Projekt „Mali-Nord – Ein Programm für den Frieden“ vor und diskutiert Chancen und Grenzen von Entwicklungshilfe. Die Erfolge und Fortschritte, die der Autor für die Jahre 1993 bis ca. 2010 aufzeigt und die all die neueren Strategien von Armutsbekämpfung und kultureller Selbstmobilisierung beinhalten, wurden freilich durch die politischen Veränderungen seit dem Herbst 2011 im benachbarten Libyen weitgehend zunichte gemacht und können derzeit nicht weitergeführt werden. Die eher pessimistische Einschätzung – „Je länger der Konflikt sich hinzieht, desto größer werden die Schäden“ – kann für zahlreiche Konfliktherde auf der Erde gelten (vgl. auch: Michael Bohnet, 40 Jahre Brücken zwischen Entwicklungsforschung und Entwicklungspolitik. Ökonomische, ökologische, politische, soziale und kulturelle Bezüge, 2011, www.socialnet.de/rezensionen/13866.php).

Die Sozialwissenschaftler von der Universität Bayreuth, Artur Bogner und Dieter Neubert, begeben sich auch auf das Feld der Entwicklungsforschung, indem sie über die „Komplexität der Akteursfigurationen bei ‚Konflikttransformation‘ und ‚Postkonflikt‘ – Prozessen“ reflektieren. Sie nehmen die Aktions- und Veränderungsprozesse im ugandischen West Nile und in der ghanaischen Northern Region in den Blick. Das Vordringen des Staates und die Eingliederung von ehemaligen Kombattanten nach Beendigung des Bürgerkriegs in Uganda, sowie Maßnahmen der Konfliktschlichtung und der Berücksichtigung der traditional legitimierten Personen und Gruppen in Nord-Ghana, haben dazu beigetragen, dass die Kriegs- und Gewaltkonstellationen aufgelöst werden konnten. Die dabei angewandten Methoden, Schlichtungs- und Versöhnungsszenarien verdeutlichen, dass es bei postkolonialen, abhängigen Konfliktsituationen besonders darauf ankommt, periphere und dörfliche Strukturen und Einflüsse zu berücksichtigen und (längerfristig) dazu beizutragen, die nicht selten dominant wirkenden Machtverhältnisse zwischen „Geber„- und „Nehmer„- Ländern abzumildern.

Trutz von Trotha beschließt den Sammelband schließlich mit dem Beitrag „Auf der Suche nach Frieden„; und zwar bei Nachkriegs-Gesellschaften. Die sich (im allgemeinen) verdeutlichenden Rituale und Hoffnungen, die kriegsgeschädigte Individuen und Gemeinschaften bei Beendigung von Kampfhandlungen zeigen, bedürfen der Bestätigung und Unterstützung, um aus den vielfach eher zustande gekommenen Waffenstillstands-Gesellschaften wirkliche Friedensgesellschaften zu machen. Es sind insbesondere die jungen Menschen in den jeweiligen Gesellschaften, die (nicht nur materielle) Lebens- und Entwicklungsperspektiven benötigen und eingebunden werden müssen in demokratische Gesellschaftsprozesse. Und es sind nicht zuletzt konkrete, politische Erfahrungen im „Dorf“, also vor Ort, „an dem Politik gemacht und erlitten wird“.

Fazit

Der Sammelband „Krieg und Zivilgesellschaft“ kreist um die schwierige, lokal- und globalexistentielle Frage, wie Kriege verhindert und demokratische Zivilgesellschaften entwickelt werden können. Die politische Soziologie hat dabei traditionell, gegenwartsbezogen und zukunftsorientiert eine wichtige Analyse-, Angebots- und Bring-Aufgabe zu leisten. Die Autorinnen und Autoren nehmen diese Herausforderung an und diskutieren, disziplinär und interdisziplinär, welcher wissenschaftlichen Alternativen und Weiterentwicklungen es bedarf, um weltzivilgesellschaftliche Strukturen zu etablieren und wirksam werden zu lassen (vgl. dazu auch: Oliver Kozlarek, Moderne als Weltbewusstsein. Ideen für eine humanistische Sozialtheorie in der globalen Moderne, 2011, www.socialnet.de/rezensionen/12558.php; sowie auch: Anton Pelinka, Hrsg., Vorurteile. Ursprünge, Formen, Bedeutung, 2012, http://www.socialnet.de/rezensionen/12918.php). Nicht vergessen in dem Zusammenhang werden sollte die in der Konflikt- und Friedensforschung bisher vernachlässigte seriöse „Prognoseanalytik“ (vgl. dazu: Andreas Rinke / Christian Schwägerl, 11 drohende Kriege. Künftige Konflikte um Technologien, Rohstoffe, Territorien und Nahrung, 2012, www.socialnet.de/rezensionen/14132.php).

Der Sammelband dürfte wegen des vom Verlag kalkuliertem Verkaufspreises sicherlich nicht auf allen Schreibtischen von Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftlern liegen; in den Bibliotheken jedoch sollte er verfügbar sein.


Rezensent
Dipl.-Päd. Dr. Jos Schnurer
Ehemaliger Lehrbeauftragter an der Universität Hildesheim
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Zitiervorschlag
Jos Schnurer. Rezension vom 23.01.2013 zu: Dierk Spreen, Trutz von Trotha (Hrsg.): Krieg und Zivilgesellschaft. Duncker & Humblot (Berlin) 2012. ISBN 978-3-428-13206-5. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/14580.php, Datum des Zugriffs 13.11.2019.


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