Suche nach Titel, Autor:in, Rezensent:in, Verlag, ISBN/EAN, Schlagwort
socialnet Logo

Franz Petermann (Hrsg.): Lehrbuch der klinischen Kinderpsychologie

Rezensiert von Dipl.-Psych. Tobias Eisenmann, 04.11.2013

Cover Franz Petermann (Hrsg.): Lehrbuch der klinischen Kinderpsychologie ISBN 978-3-8017-2447-4

Franz Petermann (Hrsg.): Lehrbuch der klinischen Kinderpsychologie. Hogrefe Verlag GmbH & Co. KG (Göttingen) 2013. 7., überarb. und erweiterte Auflage. 903 Seiten. ISBN 978-3-8017-2447-4. 69,95 EUR.

Weitere Informationen bei DNB KVK GVK.

Kaufen beim socialnet Buchversand
Kaufen beim Verlag

Thema und Entstehungshintergrund

Die erste Auflage des vorliegenden Lehrbuchs der Klinischen Kinderpsychologie erschien bereits 1994. In seinem Vorwort verweist der Herausgeber, Franz Petermann, darauf, dass sich das damit abzudeckende Themengebiet seit der Erstauflage stetig weiterentwickelt hat. Seit dieser Ausgabe ist die Anzahl der Themen und Beiträge kontinuierlich gewachsen, sowohl was die reine Anzahl dieser, wie auch deren inhaltliche Tiefe anbelangt. Ähnlich wie bei der vorherigen Auflage, die 2009 erschienen ist (s. Rezension: www.socialnet.de/rezensionen/8409.php), weist das Lehrbuch in der 7. Auflage zunächst 45 Kapitel auf, die sich unterschiedlichen Teilbereichen zuordnen lassen. Nach Aussage des Herausgebers haben sich jedoch innerhalb der letzten Jahre einige aktuelle Trends ergeben, die eine vergleichsweise schnelle Aktualisierung des Buches haben notwendig werden lassen. So wurde etwa ein Drittel der Beiträge komplett neu verfasst.

Auffallend ist zudem der Wegfall eines der ursprünglich sechs Hauptkapitel. Die „Diagnostik“ mit drei Unterkapiteln wurde aus Platzgründen zugunsten einer Erweiterung des Hauptkapitels „Entwicklungsstörungen“ ersatzlos gestrichen. In den einzelnen Teilbereichen wurden vor allem neue Befunde eingearbeitet und Änderungen, die die vor kurzem vollzogene Einführung des amerikanischen Klassifikationssystems DSM-5 mit sich brachte, beachtet. Ebenfalls aus praktischen Gründen wurden die Lösungen für die sich am Ende eines Kapitels befindenden Prüfungs- und Verständnisfragen herausgenommen und sind nun online auf der Lehrbuch-Plattform des Hogrefe Verlags unter www.hogrefe.de/buecher/lehrbuecher/psychlehrbuchplus einzusehen. Grafiken und Abbildung wurden teils erneuert, bzw. didaktisch hilfreich angepasst. Äußerlich erscheint das Buch nun mit einem matten Einband, grafisch gibt es jedoch keinen Unterschied zur Vorauflage. Weitere, konkrete Änderungen werden weiter unten ausführlicher behandelt.

Herausgeber

Der Herausgeber, Prof. Dr. Franz Petermann, ist Professor am Zentrum für Klinische Psychologie und Rehabilitation der Universität Bremen und wissenschaftlicher Leiter des dortigen Christoph-Dornier-Instituts für Klinische Psychologie. Er gilt als einer der bekanntesten und profiliertesten deutschsprachigen Forscher aus dem Bereich der Klinischen (Kinder-)Psychologie und Entwicklungspsychopathologie. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die Psychologie in der Kinderheilkunde, die psychologische Diagnostik und die Behandlung von Entwicklungs- und Verhaltensstörungen im Kindes- und Jugendalter.

Zusätzlich leisteten wiederholt anerkannte Experten aus Forschung und Praxis, die größtenteils an deutschsprachigen Universitäten und angegliederten Universitätskliniken arbeiten, ihren Beitrag.

Aufbau und Inhalt

Wie bereits erwähnt, gliedert sich das Lehrbuch in nunmehr fünf Hauptkapitel. Nach einer Einführung wird der Leser mit den unterschiedlichen Störungsbereichen der Klinischen Kinderpsychologie bekannt gemacht, bevor mögliche Interventionen dargestellt werden. Die Hauptkapitel lauten wie folgt:

  1. Grundlagen
  2. Entwicklungsstörungen
  3. Verhaltens- und emotionale Störungen
  4. Körperliche Krankheiten, Suchterkrankungen und andere Beeinträchtigungen der kindlichen Entwicklung
  5. Förder- und Therapieansätze.

Den Hauptkapiteln sind insgesamt 45 einzelne Kapitel untergeordnet, die sich mit verschiedenen Störungen, Symptomen und anderen Themenkomplexen befassen. Im Folgenden werden die wesentlichen Neuerungen und wichtigsten Überarbeitungen vorgestellt. Für weitergehende Informationen zu un- oder nur geringfügig veränderten Inhalten sei auf die Rezension zur Vorauflage verwiesen.

I. Grundlagen. Die ersten sechs Grundlagenkapitel sind thematisch weitestgehend unverändert geblieben, wurden inhaltlich aber aktualisiert. Im Kapitel zu Klassifikation und Epidemiologie psychischer Störungen wurden von Manfred Döpfner vor allem Hinweise auf Veränderungen eingearbeitet, die mit der Novellierung des DSM-5 einhergehen. Das Kapitel zu Entwicklungsrisiken und Entwicklungsabweichungen im Alter zwischen Null und Drei, in der Vorauflage noch von Dieter Wolke verfasst, wurde von Eva Vonderlin und Sabina Pauen fast grundlegend überarbeitet. Insbesondere die erfassten Entwicklungsstörungen wurden bezüglich Phänomenologie, Epidemiologie und Verlauf in mehrere Teilbereiche (körperlich-motorisch; geistig; selbstregulatorisch; emotional-sozial) untergliedert. Auch mögliche Interventionen wurden um präventive Maßnahmen, z.B. um Ansätze der Frühförderung, oder um Hilfen zur Erziehung, Kinderschutz und Sozialmaßnahmen sowie um Hinweise auf die Wichtigkeit der Kooperation unterschiedlicher Disziplinen erweitert.

II. Entwicklungsstörungen. Nachdem das Hauptkapitel zur Diagnostik ersatzlos gestrichen wurde, geht es im folgenden, deutlich vergrößerten Bereich um unterschiedliche Entwicklungsstörungen. Neben inhaltlichen Erweiterungen und Aktualisierungen fällt vor allem die Aufspaltung des Kapitels zu Einnässen und Einkoten in zwei getrennte Kapitel sowie die Neuaufnahme von umschriebenen Entwicklungsstörungen motorischer Funktionen auf.

Im ersten Unterkapitel zu Tiefgreifenden Entwicklungsstörungen verweisen Judith Sinzig und Martin H. Schmidt auf zukünftige Veränderungen innerhalb der Klassifikation, die vor allem mit der Einführung der ICD-11 zu erwarten sind und hauptsächlich eine Neugruppierung und eine Einteilung nach Schweregrad mit sich bringen werden. Auch die Interventionen wurden z.B. zugunsten von Psychopharmakotherapie und einer differenzierteren Darstellung psychotherapeutische Maßnahmen erweitert. Das Kapitel zu Rechenstörung wurde von Claus Jacobs, Franz Petermann und dem neu hinzugekommenen Lars Tischler erheblich erweitert. Die einzelnen Unterpunkte wurden inhaltlich ergänzt, neu aufgenommen wurden diagnostische Inhalte, z.B. Forschungskriterien, Leitlinien und das diagnostische Vorgehen. In Kapitel 10 beschäftigen sich Julia Jascenoka und Franz Petermann mit Umschriebenen Entwicklungsstörungen der motorischen Funktionen. Dabei sind v.a. motorische Entwicklungsauffälligkeiten gemeint, die zusammen mit Erkrankungen des Rückenmarks, des peripheren Nervensystems, oder auch bei Gehirntumoren motorische Einschränkungen bedingen können. Nach einer einführenden Beschreibung und einer kurzen Darstellung von typischen Kennzeichen und der Klassifikation, informieren die Autoren über Epidemiologie, Verlauf und wichtige Begleiterkrankungen. Das diagnostische Vorgehen wird ebenso dargestellt, wie Überlegungen zu Ursachen und Möglichkeiten der Intervention. Letztere orientieren sich an den Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft der wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) und beinhalten physio- und ergotherapeutische Ansätze nebst Hinweisen zu Nahrungsergänzungsmitteln und Medikamenten. Wie bereits erwähnt, wurden die Störungen der Ausscheidung in der Vorauflage von mehreren Autoren in einem Kapitel behandelt. In der aktuellen Auflage wurden die Störungen des Einnässens und Einkotens voneinander getrennt und von Alexander von Gontard entsprechend bearbeitet. In Kapitel 12 werden Enuresis und funktionelle Harninkontinenz zuerst beschrieben und die Häufigkeit des Vorkommens sowie der Verlauf mit Zahlen belegt, bevor vor allem genetische Erklärungskonzepte diskutiert werden. Die Hinweise zur Intervention beinhalten vor allem verhaltenstherapeutische und medikamentöse Maßnahmen. Das kürzer geratene Kapitel zur Enkopresis folgt im Wesentlichen dem gerade vorgestellten Aufbau.

III. Verhaltens- und emotionale Störungen. Vom Umfang her nimmt der dritte Hauptteil den meisten Platz innerhalb des Buches ein, gleichzeitig gibt es hier jedoch die wenigsten Änderungen zu verzeichnen. Neben grundlegenden Aktualisierungen wurden lediglich die beiden Kapitel zu aggressiv-oppositionellem und aggressiv-dissozialem Verhalten der Vorauflage zu einem Kapitel über Störungen des Sozialverhaltens zusammengefasst. Ulrike und Franz Petermann folgen auch hier der durchgängigen Didaktik des Buches und führen anhand einer symptomatischen Beschreibung in das Störungsbild ein. Hier findet sich auch die ursprüngliche Unterteilung in oppositionelles, aggressives und delinquentes Verhalten wieder, die zum Teil altersabhängig auftreten und jeweils unterschiedliche Voraussetzungen für Interventionen mit sich bringen. Die Zusammenlegung der ursprünglich getrennten Kapitel hängt v.a. mit der Klassifikation zusammen, so dass Petermann und Petermann nachfolgend zukünftige Änderungen vorstellen. Besonders wird dabei die Forderung, Störungen des Sozialverhaltens mit psychopathischen Persönlichkeitszügen differenziert betrachtet. Unterschiedliche Erklärungskonzepte werden anschließend vorgestellt, ebenso wie Präventions- und Therapieansätze skizziert und praxisnah verdeutlich werden. Für eine Übersicht über die übrigen Kapitel sei erneut auf die Rezension zur Vorauflage verwiesen.

IV. Körperliche Krankheiten, Suchterkrankungen und andere Beeinträchtigungen der kindlichen Entwicklung. Im vierten Teilbereich des Lehrbuchs werden solche Störungen vorgestellt, die sich nicht den Verhaltens- und emotionalen Störungen zuordnen lassen. Außerdem finden weitere, für die Klinische Kinderpsychologie wichtige Themenbereiche ihre Berücksichtigung. Auch hier wurden die meisten Kapitel lediglich inhaltlich auf den neuesten Stand gebracht und moderat angepasst, jedoch wurden zwei Kapitel gänzlich neu aufgenommen. So schreibt Lutz Goldbeck über das wichtige und auch medial stark diskutierte Thema Kindesmisshandlung und Kinderschutz. Zu Beginn weist er auf die Wichtigkeit des Kinderschutzes und dessen gesetzliche Verankerung hin, bevor er im Folgenden verschieden Formen der Misshandlung unterscheidet und näher definiert. Bezugnehmend auf ICD-10 und das darauf basierende multiaxiale Klassifikationsschema für psychische Störungen im Kindes- und Jugendalter (MAS) werden diese Phänomene klassifikatorisch einsortiert und ihr Vorkommen mit empirischen Daten reflektiert. So zeigen sich nach Goldbeck zwar durchaus hohe Prävalenzen, allerdings scheinen Misshandlung und damit einhergehende konflikthafte Erziehungsweisen durchaus abzunehmen. Goldbeck berichtet neben v.a. familiären Risikofaktoren mögliche lang- und kurzfristige gesundheitliche sowie psychosoziale Folgen, bevor er einige Erklärungsansätze anbietet. Rechtliche Rahmenbedingungen und damit rechtliche Interventionsmöglichkeiten werden ebenso besprochen, wie diagnostische und therapeutische Möglichkeiten. Den Abschnitt zur Intervention gliedert der Autor zudem einerseits in Ansätze zur Herstellung von Schutz des Kindes, z.B. durch Inobhutnahme und andererseits in die Therapie von Folgestörungen, die jeweils angepasste Maßnahmen erforderlich machen. In einem ebenfalls neu verfassten Kapitel beschäftigt sich Silke Wiegand-Grefe mit Kindern psychisch erkrankter Eltern. Der Autorin geht es neben Epidemiologie und einer Darstellung subjektiver Belastungen betroffener Kinder vor allem um Risko- und Schutzfaktoren und wissenschaftlich abgesicherten Interventionen. Neben Maßnahmen der Jugendhilfe stellt die Autorin das PALME-Programm (Präventives Elterntraining für alleinerziehende Mütter geleitet von Erzieherinnen und Erziehern) als Elterntraining und den CHIMPs-Ansatz als Familienintervention vor.

V. Förder- und Therapieansätze. Auch wenn in den vorhergehenden Kapiteln stets Interventions- und Präventionsansätze einbezogen wurden, erhalten diese im letzten Abschnitt des Buches gesonderte Beachtung. Veränderungen ergaben sich hier vor allem in zwei Kapiteln. Im Kapitel zu Kinder- und Jugendhilfe weist Peter Büttner auf die zunehmende Bestrebung hin, eine Wirkungsforschung innerhalb der Kinder- und Jugendhilfe zu etablieren, während aktuelle Ergebnisse aus klinischen Studien (u.a. zur Risikobewertung und Nebenwirkungen) Eingang in das Kapitel zu Psychopharmakotherapie gefunden haben.

Diskussion

Grundlegend lässt sich das Konzept der Neuauflage wie folgt zusammenfassen: „Never change a winning team“. An der konzeptuellen wie an der inhaltlichen Ausrichtung des Lehrbuchs wurde auch mit der 7. Auflage nicht gerüttelt, so dass mehr oder weniger dieselben Vor- und Nachteile bestehen bleiben. Jene sollen an dieser Stelle jedoch nicht erneut wiedergegeben werden.

Die wissenschaftliche Auseinandersetzung innerhalb des Themengebiets der Klinischen Kinder- (und Jugend)psychologie ist in den Jahren seit Veröffentlichung der vorherigen, sechsten Auflage weiter fortgeschritten, so dass mit der Neuauflage größere und kleinere Einschnitte notwendig wurden. Offensichtlich und nachvollziehbar ist, dass zugunsten von neuen Inhalten alte Inhalte weichen müssen. Fraglich ist, ob dies unausweichlich dazu hat führen müssen, ein Hauptkapitel ersatzlos zu streichen, auch wenn diagnostisches Wissen und fundierte Kenntnisse zu Tests, Fragebögen und Interviews gewissermaßen zur „Grundausstattung“ von Fachkräften gehören. Gleichermaßen sind zu viele diagnostische Instrumente etabliert, um diese in aller Kürze zu behandeln. Sinnvoll wurde dies daher mit der Einarbeitung von wichtigen diagnostischen Elementen (z.B. Entwicklungsmeilensteine, oder -sequenzen und Stufenleitern) in die entsprechenden Kapitel kompensiert. Neben dem Wegfall der drei Kapitel Entwicklungsdiagnostik, Intelligenz- und Leistungsdiagnostik sowie Psycho- und Verhaltensdiagnostik sei jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass kein anderes Kapitel gestrichen wurde, sondern im Gegensatz dazu etliche Kapitel inhaltlich deutlich erweitert wurden.

Sämtliche Erweiterungen sind durchgängig als folgerichtig und sinnvoll zu bewerten und dienen vor allem der Überschaubarkeit des Buches. So erleichtert die Zweiteilung des Kapitels zu den Ausscheidungsstörungen das gezielte Nachschlagen der Störungsbilder Enuresis, bzw. Enkopresis und auch die Zusammenfassung der Störungen des Sozialverhaltens folgt zum Einen der gängigen Darstellungsform, wie zum Anderen die wesentlichen Information in einem Kapitel stärker gebündelt und systematisiert sind und damit leichter zu erfassen sind. Auch die neuen Kapitel zu den Themen Kindesmisshandlung und Kinderschutz und Kinder psychisch kranker Eltern sind hochwillkommene Ergänzungen, die in dieser Form bisher nicht enthalten waren. Hervorzuheben ist besonders, dass in diesem Zusammenhang auch externen Einflussfaktoren eine größere Rolle zukommt und Kinder und Jugendliche nicht lediglich als Symptomträger deklariert werden. Insgesamt ist jedem Kapitel aber eine empathische, ressourcenorientierte Haltung anzumerken.

Etwas schade ist, dass der Einbezug von Neuerungen, verbunden mit der Einführung des DSM-5 noch etwas unsystematisch anmutet. Abzuwarten bleibt hier der tatsächliche Impact, auch in der Folge der ICD-11, der möglicherweise in einer achten Auflage deutlicher werden wird.

Durch die durchgängig beibehaltene didaktische Einteilung der Kapitel bleibt der Lehrbuchcharakter weiterhin erhalten und auch das Festhalten an den Verständnisfragen ist erfreulich. So bieten sich diese nicht nur zum Auswendiglernen von Prüfungsstoff, sondern vor allem auch zum reflektierten Hinterfragen einzelner Aspekte an. Trotz der Erweiterung des Buches können viele Ansätze, Theorien und Modelle nur eingeschränkt vermittelt werden und erfordern weiterhin die kritische und offene Auseinandersetzung mit der Thematik. Ein Lehrbuch muss daher nicht nur gesichertes Wissen auf unvoreingenommene Art und Weise wiedergeben, sondern immer wieder auch zum Hinterfragen anleiten. Verständnisfragen und auch immer wieder eingearbeitete aktuelle Kontroversen tun dem Genüge.

Insgesamt gesehen wurde das Lehrbuch in weiten Teilen auf den neuesten Stand gebracht und bietet einige sinnvolle Ergänzungen und Neuerungen. Die Streichung einiger alter Kapitel wurde sorgfältig gewählt und fällt nicht groß ins Gewicht. Angesichts der Preissteigerung bleibt jedoch abzuwarten, ob die Aktualisierungen Anreiz genug sein werden, die Vorauflage nach knapp vier Jahren auszutauschen.

Fazit

Auch in der 7. Auflage ist der aktuelle Stand der Klinischen Kinderpsychologie umfassend wiedergegeben. Durch das klare didaktische Konzept und die systematische Einteilung sämtlicher Themenkomplexe wird dem Leser die grundlegende Auseinandersetzung mit dem Themengebiet erleichtert. Das Buch eignet sich uneingeschränkt zur Begleitung von Vorlesungen und Seminaren, ebenso ist es als Nachschlagewerk in Praxen, Kliniken und Schulen zu empfehlen. Die fachliche Fundierung ist durch den Einbezug international ausgewiesener Kliniker und Forscher gesichert.

Rezension von
Dipl.-Psych. Tobias Eisenmann
Psychologischer Psychotherapeut (VT);Dipl.-Soz.päd.
Ehem. Wissenschaftlicher Mitarbeiter - Lehrstuhl für Psychologische Diagnostik, Universität Erlangen-Nürnberg
Mailformular

Es gibt 54 Rezensionen von Tobias Eisenmann.

Zitiervorschlag anzeigen Besprochenes Werk kaufen

Urheberrecht
Diese Rezension ist, wie alle anderen Inhalte bei socialnet, urheberrechtlich geschützt. Falls Sie Interesse an einer Nutzung haben, treffen Sie bitte vorher eine Vereinbarung mit uns. Gerne steht Ihnen die Redaktion der Rezensionen für weitere Fragen und Absprachen zur Verfügung.


socialnet Rezensionen durch Spenden unterstützen
Sie finden diese und andere Rezensionen für Ihre Arbeit hilfreich? Dann helfen Sie uns bitte mit einer Spende, die socialnet Rezensionen weiter auszubauen: Spenden Sie steuerlich absetzbar an unseren Partner NPO Forum e.V. mit dem Stichwort Rezensionen!

Zur Rezensionsübersicht

Sponsoren

Wir danken unseren Sponsoren. Sie ermöglichen dieses umfassende Angebot.

Über die socialnet Rezensionen
Hinweise für Rezensent:innen | Verlage | Autor:innen | Leser:innen sowie zur Verlinkung

Bitte lesen Sie die Hinweise, bevor Sie Kontakt zur Redaktion aufnehmen.
rezensionen@socialnet.de

ISSN 2190-9245