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Bernd Ladwig, Timo Pongrac (Hrsg.): Moderne politische Theorie. Materialband

Cover Bernd Ladwig, Timo Pongrac (Hrsg.): Moderne politische Theorie. Materialband. Wochenschau Verlag (Frankfurt am Main) 2013. 381 Seiten. ISBN 978-3-89974-641-9.

Reihe: Wochenschau Studium. Grundlagen politische Wissenschaft.
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Die Sehnsucht nach Freiheit ist in uns

Interessanterweise wird der Begriff „Freiheit“, als „eleutheria“, im abendländischen, aristotelischen Denken nicht zuvorderst als (moral-)philosophische Bezeichnung verwendet, sondern drückt als Haltung und Einstellung eine politische Forderung aus (vgl. dazu: O. Höffe, Aristoteles-Lexikon, 2005, S. 168f). Nicht ohne Grund wird deshalb in der Präambel der von den Vereinten Nationen am 10. Dezember 1948 proklamierten Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte festgestellt, dass „die Anerkennung der allen Mitgliedern der menschlichen Familie innewohnenden Würde und ihrer gleichen und unveräußerlichen Rechte die Grundlage der Freiheit, der Gerechtigkeit und des Friedens in der Welt bildet“. Über die Jahrhunderte hinweg artikulieren sich die Hoffnungen und Wünsche nach Freiheit im menschlichen Denken und Tun als Duldungs- und Kampferwartung: Das Lied „Freiheit, die ich meine“ ist nicht ohne Grund in den europäischen Freiheitskriegen entstanden (Max von Schenkendorf, 1783 – 1817). „Freiheit, Freiheit über alles“ (Georg Kerner, 1770 – 1812) bedeutet ja auch, dass sie weder vom Himmel fällt, noch in den Genen liegt; sie kann auch nicht allein von Systemen und Mächten garantiert werden Der Song „Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein“ drückt die Sehnsucht aus – „Alle Ängste, alle Sorgen, sagt man, / blieben darunter verborgen, und dann / würde das, was groß und wichtig erscheint, / plötzlich nichtig und klein“ (Reinhard Mey, 1974). Der Nobelpreisträger für Ökonomie (1998), Amartya Sen, stellt fest, „dass Freiheit, Gleichheit und Solidarität keine abstrakten Ideale sind, sondern fundamentale Voraussetzungen für eine prosperierende, gerechte Weltwirtschaft“ (Ökonomie für den Menschen. Wege zu Gerechtigkeit und Solidarität in der Marktwirtschaft, 2002). Der deutsch-englische Soziologe Ralf Dahrendorf (1929 – 2009) erkennt, dass die unverwechselbare Grundbedeutung von Freiheit die Abwesenheit von Zwang und die Ermutigung zur Eigentätigkeit sei (Reinhard K. Sprenger, DIE WEIT, 21. 5. 2013). „Es liegt ein Wunsch nach Veränderung in der Luft“, so ein Signal, das den Gedanken beinhaltet, dass Freiheit tätig erworben und von Menschen geschaffen werden muss (Philippe Pozzo di Borgo / Jean Vanier / Laurent de Cherisey, Ziemlich verletzlich, ziemlich stark. Wege zu einer solidarischen Gesellschaft, 2012, www.socialnet.de/rezensionen/14430.php).

Entstehungshintergrund und Herausgeber

In den seit Jahrzehnten immer wieder hervorgebrachten Analysen, Prognosen und Mahnungen – etwa in den Berichten an den Club of Rome, dass die Grenzen des Wachstums erreicht seien (1972), die Menschheit sich am Wendepunkt ihrer Geschichte befinde (1974), eine globale Partnerschaft notwendig sei (Agenda 21, 1992), dass die Menschheit vor der Herausforderung stehe, „umzudenken, sich umzuorientieren und gesellschaftlich umzuorganisieren, kurz: neue Lebensformen zu finden“ (Weltkommission „Kultur und Entwicklung“, 1995) – wird die Notwendigkeit zum lokalen und globalen Perspektivenwechsel deutlich. Wenn der Mensch tatsächlich ein zôon politikon, also ein politisches Lebewesen mit Verstand, dem Willen, ein gutes Leben zu führen und fähig ist, friedlich und gerecht mit anderen Menschen zusammen zu leben, lässt sich vermuten, dass die Daseinsbewältigung und Zukunftsgestaltung der Menschheit eine politische Aufgabe darstellt. Wenn weiterhin deutlich wird, in den individuellen Lebensbereichen der Menschen wie im global-gesellschaftlichen Leben, dass moderne Menschen eine Bestimmung zur Selbstbesinnung verspüren, kommt es darauf an, die Begriffe „Politik“ und „politisch“ alltags- und staatstauglich auszulegen, sie also nicht als partei-, interessen- oder ideologiebestimmte Einstellungen einzuengen.

Der an der Berliner Freien Universität lehrende Politikwissenschaftler Bernd Ladwig, hat 2009 ein Buch vorgelegt, in dem er in 15 Vorlesungen darüber reflektiert, wie sich politisches Denken und Handeln in theoretischen und praktischen Prozessen artikuliert, jedoch nicht als Geschichte der politischen Theorien (Marcus Llanque, Geschichte der politischen Ideen. Von der Antike bis zur Gegenwart, 2012, www.socialnet.de/rezensionen/14296.php), sondern eher als aktuellen Werkzeugkasten, mit dem deutlich wird, dass „moderne politische Theorie ( ) politische Theorie für und über moderne Gesellschaften (ist)“ (Bernd Ladwig, Moderne politische Theorie. Fünfzehn Vorlesungen zur Einführung, 2009, www.socialnet.de/rezensionen/7790.php). Zusammen mit dem wissenschaftlichen Mitarbeiter am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaften an der Freien Universität Berlin, Timo Pongrac, ergänzt er nun den Einführungsband um einen Materialband, in dem die beiden Politikwissenschaftler die Vorlesungsreihe durch Texte von politischen Denkern der Neuzeit erweitern und so dazu anregen, selbst zu denken und nicht nur denken zu lassen (Karl Heinz Bohrer, Selbstdenker und Systemdenker. Über agonales Denken, 2011, www.socialnet.de/rezensionen/12903.php).

Aufbau und Inhalt

Wie könnte es anders sein: Hoffungen und Skepsis, Utopien und unterschiedlich eingeschätzte und bewertete Realitäten, Optimismen und Fatalismen bestimmen die theoretischen Einschätzungen über den Zustand und die Entwicklung der politischen und gesellschaftlichen Gegenwart. Interessanterweise eröffnen die Herausgeber den Textband mit einer Passage aus Max Webers (1864 – 1920) „Abhandlung über Parlament und Regierung im neugeordneten Deutschland, die während des Ersten Weltkriegs entstand und die er 1918 veröffentlichte. Die pessimistische und kulturkritische Auffassung Max Webers zeigt sich im Textauszug, wie in seinem gesamten Werk vor allem darin, dass er, wie viele seiner Zeitgenossen danach fragt:„Welche Spielräume für vernünftige Selbstbestimmung können modernen Lebensordnungen überhaupt noch abgewonnen werden?“.

Mit Joseph Schumpeters (1883 – 1950) systemkritischem Werk „Kapitalismus, Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie“ (1942) werfen die Herausgeber die immanent bedeutsame Frage nach der traditionell angenommenen Politik- und Demokratiekompetenz aller Menschen in einer Gesellschaft auf. Die aktuelle Parole „Wir sind das Volk“ würde Schumpeter wohl als Anmaßung und Überschätzung eines gesamtbürgerschaftlichen Ausdrucks zurückweisen. Für ihn ist Demokratie deshalb mehr Methode und praktisches Konzept eines gesellschaftlichen Zusammenleben, denn idealisierter Lebensentwurf. Das zeitweise und von den Wählern bestimmte Delegieren von Macht und Regierungsgewalt an Einzelne basiert dabei auf der Einschätzung, dass „der Wille der Mehrheit ( ) augenscheinlich der Wille der Mehrheit und nicht der Wille (ist)“.

Der italienische Rechtsphilosoph und politische Schriftsteller Norberto Bobbio (1909 – 2004) verstand sich als Mittler zwischen kommunistischen, sozialistischen Denktraditionen und kapitalistischen und liberalen Auffassungen. Obwohl er sich in seinen Reden und Schriften, hier über die „Zukunft der Demokratie“ (1988), um eine objektive, kritische Meinung bemühte, beklagte er einmal, unter Bezugnahme auf seine eigene politische und gesellschaftliche Existenz, seine „Doppelzüngigkeit als Faschist unter Faschisten und als Antifaschist unter Antifaschisten“. Auch er sieht in der Demokratie eine Methode, sprich: ein Handwerkszeug zum „Demokratie machen“; denn: „Die demokratische Methode wird in keinem Land der Welt überleben können, ohne zur sittlichen Gewohnheit zu werden“.

Der US-amerikanische Politikwissenschaftler und Ökonom Anthony Downs (1930) hat mit seinem Buch „Ökonomische Theorie der Demokratie“ (1957/1968) die These formuliert, dass ökonomische Märkte ein Modell für politisches Handeln und politische Verhältnisse in Konkurrenzdemokratien abgäben. Er knüpft damit an Schumpeters Theorie an und zeigt auf, dass rationales Denken und Handeln als Mittel zur Durchsetzung von Interessen (und Macht) vorherrschen und sich in der Pendelbewegung zwischen Eigennutz und Motiv darstellen, genau so wie (demokratisch und frei gewählte)Regierung und (freie) Wähler.

Politik „als Selbstverwirklichung der Menschen im intersubjektiven Miteinander einer freien und gleichen Bürgerschaft“, die von Hannah Arendt (1906 – 1975) aus dem antiken Denken erinnerte Diktion hat die neueren republikanischen Gedanken belebt. Die Unterscheidung zwischen Macht und Gewalt im demokratischen Prozess – Gewalt als monologisches und Macht als dialogisches Handeln – arbeitet Hannah Arendt in ihren Werken „Vita Activa oder Vom Tätigen Leben“ (1981) und „Macht und Gewalt“ ((1970) heraus. In Hannover, dem Geburtsort Hannah Arendts, finden seit 1998 jährlich zu ihrem Geburtstag die Hannah-Ahrendt-Tage und „Hannah-Arendt-Lectures als wissenschaftliche Veranstaltungen statt. Mit dem Motto von 2009 - „Es ist die Pflicht zu handeln, nicht die, etwas zu unterlassen“ – (Detlef Horster,D Hrsg., Welthunger durch Weltwirtschaft. Hannah-Arendt-Lectures und Hannah-Arendt-Tage 2009, Weilerswist 2010, www.socialnet.de/rezensionen/9744.php), 2010 wurde das aktuelle Thema „Markt und Staat – Was lehrt uns die Finanzkrise?“ diskutiert, und 2011 ging es um die brisanten Aspekte, wie Europa sich (geo-)politisch, kulturell, ökonomisch und ökologisch in der sich immer interdependenter und entgrenzender entwickelnden (Einen?) Welt positioniert und behauptet (Detlef Horster, Hrsg., Untergang des Abendlandes? Die Zukunft der europäischen Kultur in der Welt, 2012, www.socialnet.de/rezensionen/13651.php).

Um „Marxismus und Neomarxismus“ geht es in der siebten Vorlesung: Das Vorwort von Karl Marx in seinem Text „Zur Kritik der politischen Ökonomie“ (1859 / 1974), Antonio Gramscis (1891 – 1937) Einlassungen zur „Herausbildung der Intellektuellen“ in seinem Buch „Zu Politik, Geschichte und Kultur (1980) und Textauszüge aus dem Buch des griechischen Soziologen Nicos Poulantzas (1936 – 1979), „Staatstheorie“ (1978), bilden die Grundlage für die Auseinandersetzung um Kapital und Arbeit, Produktivkräfte und Produktionsbedingungen in ökonomischen (ausbeuterischen) Prozessen und Abhängigkeitsverhältnissen des Bürgers durch den Staat: „Der Staat ist, wie jedes Machtdispositiv, die materielle Verdichtung eines Verhältnisses“.

Mit Texten aus dem Werk des französischen Soziologen Pierre Bourdieu (1930 – 2002), insbesondere seines Vortrags bei den Suhrkamp-Vorlesungen 1984: „Sozialer Raum und Klassen“ (1985), wird auf den postmarxistischen Diskurs verwiesen. Bourdieu verweist dabei auf die ungleiche Ausstattung der Menschen mit maßgeblichen Machtmitteln, die sich als Klassenspaltung zeigen. Dabei beanspruchen und nutzen die Privilegierten ihre erworbene Macht als politisches Mittel und erwecken dabei den Eindruck, sie wären „an sich“ immer schon da gewesen: „Politik ist der Ort schlechthin symbolischen Wirkens: jenes Handeln, das mittels Zeichen sich vollzieht, die soziale Dinge und zumal Gruppen zu erzeugen vermögen“.

Der Sozialphilosoph Max Horkheimer (1895 – 1973) und Theodor W. Adorno (1903 – 1969) liefern Texte, um über die „ältere kritische Theorie“ nachzudenken. Im bedeutenden Werk „Dialektik der Aufklärung“, das beide Autoren Anfang der 1940er Jahre verfasst haben, werden die Zusammenhänge von Naturbeherrschung und Menschenbeherrschung aufgewiesen und die Ideale der europäischen Aufklärung angesichts radikal zu hinterfragenden und zu kritisierenden Entwicklungen einer „mythischen Welterklärung“ zu einer Aufklärung der Aufklärung.

Der Frankfurter Philosoph und Soziologe Jürgen Habermas (1929) hat die kritische Theorie insbesondere in seinem 1981 erschienenem Buch „Theorie des kommunikativen Handelns“ weiter entwickelt. Mit dem Begriff der „kommunikativen Vernunft“ wendet er sich sowohl gegen Vernunftskeptizismen, als auch gegen Neokonservatismen. Die Textauszüge aus „Der philosophische Diskurs der Moderne. Zwölf Vorlesungen“ (1985) soll verdeutlichen, dass es einer „ganz anderen europäischen Identität“ bedarf.

Der französische Philosoph Michel Foucault (1926 – 1984) gilt im politischen Diskurs als „Theoretiker der Macht“. Er selbst sah sich in der Pflicht, „die Subjektwerdung von Menschen durch Fremd- und Selbstunterwerfungen“ aufzuzeigen. Mit seinem Text aus „Sexualität und Wahrheit“ (1977) werden die Motive und Methoden des Willens zum Wissen verdeutlicht, Widerstände, Machtgeburten und Machtmissbrauch verdeutlicht und aufgewiesen, wie moderne Macht Spiegelungen und Scheinbilder erzeugt werden (vgl. dazu auch: Joseph Nye, Macht im 21. Jahrhundert. Politische Strategien für ein neues Zeitalter, 2011, www.socialnet.de/rezensionen/13126.php).

Der Gesellschaftstheoretiker Niklas Luhmann (1927 – 1998) formuliert mit der „Systemtheorie“, dass der Mensch Bestandteil von sozialen Systemen ist. Mit seinem 1986 erschienenem Buch „Ökologische Kommunikation“ hatte er Einfluss auf die Bildung, Entwicklung wie auch der Kritik an den ökologischen Bewegungen der 1980er Jahre. Er sieht in der Resonanzfähigkeit des politischen Systems sowohl Barrieren, als auch Bewegungs- und Veränderungsmöglichkeiten, denn „es ist keineswegs ausgemacht, dass Wettbewerbsdemokratie und die Codierung der Politik durch Offenhalten des Zugangs zur Regierung an ökologischen Themen scheitern muss“.

Der US-amerikanische Philosoph John Rawls (1921 – 2002) hat mit seinem 1971 erschienenem Werk „Theorie der Gerechtigkeit“ (1971 / 1979) einen (neuen) Diskurs zum modernen politischen Gerechtigkeitsbegriff eröffnet, vor allem mit der Forderung, „Gerechtigkeit im gesellschaftlichen Zusammenleben als ein Fairness-Prinzip“ zu verstehen ( vgl. dazu auch: John Rawls, Hrsg., Geschichte der politischen Philosophie, 2008, www.socialnet.de/rezensionen/7642.php). Mit der Prämisse, dass der Mensch grundlegende Freiheiten benötige, um ein gerechtes Dasein in Selbstachtung führen zu können, greift Rawls die frühen liberalen Gedanken von John Locke, Jean-Jacques Rousseau und Immanuel Kant auf und entwickelt sie weiter: „Der Vorrang der Freiheit bedeutet, dass immer dann, wenn die Grundfreiheiten wirksam werden können, eine geringere oder ungleiche Freiheit nicht für eine Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse in Kauf genommen werden kann“.

Der kanadische Philosoph Charles Taylor (1931) setzt sich in seinem Werk mit Unterscheidungen zwischen liberalem und kommunitaristischem Denken auseinander. Er sieht in der „patriotischen“ Identifikation des Individuums seine Gemeinschaftsfähigkeit stärker gewährleistet, als im „ontologischen“ Bewusstsein. Mit dem Text „Aneinander vorbei: Die Debatte zwischen Liberalismus und Kommunitarismus“ (1993) setzt er sich mit den beiden Modellen und Denkrichtungen auseinander. Seine historische, philosophische und realpolitische Analyse kommt zu dem Ergebnis, dass es in diesem Meinungs- und Haltungsstreit weder um die Setzung von abstrakten Paradigmen gehen kann, noch um rezeptuale Lösungen: „Die Frage muss auf die Tradition und Kultur einer jeden einzelnen Gesellschaft bezogen werden. Zusammen mit Joselyn Maclure plädiert Charles Taylor deshalb auch dafür, „Laizität (zu) denken“ (vgl.: Jocelyn Maclure / Charles Taylor: Laizität und Gewissensfreiheit, 2011, www.socialnet.de/rezensionen/12786.php).

Die fünfzehnte und im Materialband letzte (fiktive) Vorlesung befasst sich mit „Feminismus“. Dafür stehen die feministischen Theorien der US-amerikanischen Politikwissenschaftlerinnen und Philosophinnen Nancy Fraser (1947) und Judith Butler (1956). Im akademischen und intellektuellen Feminismus geht es vor allem um die Diskrepanz, dass im Diskurs „Probleme der Identitätspolitik übermäßig betont, materielle Ungleichheiten, die im Wirtschaftssystem wurzeln, hingegen vernachlässigt werden“, wie dies Nancy Fraser in ihrem Text „Die halbierte Gerechtigkeit. Schlüsselbegriffe des postindustriellen Sozialstats“ (2001) und Judith Butler mit „Kontigente Grundlagen. Der Feminismus und die Frage der ‚Postmoderne‘“ artikulieren.

Fazit

Der Materialband zum Buch von Bernd Ladwig „Moderne politische Theorie“ (2009) bietet insbesondere Studierenden und sich aktiv an gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen Beteiligten eine Fülle von Reflexionsmöglichkeiten an. Sie regen an, sich anhand der ausgewählten Texte mit den theoretischen und praktischen Fragen des politischen (weil alltäglichen und existentiellen) Daseins der Menschen auseinander zu setzen, die Original- und alternative Literaturen zu studieren, etwa in den Leistungskursen der gymnasialen Oberstufe, in den Hochschulseminaren und in den zivilgesellschaftlichen Debattenclubs, gemeinsam darüber nachzudenken; damit sie im lokalen und globalen Bewusstsein wirksam werden, die jeweilige politische und gesellschaftliche Gegenwart durchdringen und eine humane, gerechte und friedliche gemeinsame Zukunft der Menschheit ermöglichen können.


Rezension von
Dipl.-Päd. Dr. Jos Schnurer
Ehemaliger Lehrbeauftragter an der Universität Hildesheim
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Zitiervorschlag
Jos Schnurer. Rezension vom 30.07.2013 zu: Bernd Ladwig, Timo Pongrac (Hrsg.): Moderne politische Theorie. Materialband. Wochenschau Verlag (Frankfurt am Main) 2013. ISBN 978-3-89974-641-9. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/15227.php, Datum des Zugriffs 23.09.2021.


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