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Alfred Holzbrecher (Hrsg.): Interkulturelle Schule. Eine Entwicklungsaufgabe

Rezensiert von Dipl.-Päd. Dr. Jos Schnurer, 11.10.2013

Cover Alfred Holzbrecher (Hrsg.): Interkulturelle Schule. Eine Entwicklungsaufgabe ISBN 978-3-95414-013-8

Alfred Holzbrecher (Hrsg.): Interkulturelle Schule. Eine Entwicklungsaufgabe. Debus Pädagogik Verlag (Schwalbach/Ts.) 2013. 413 Seiten. ISBN 978-3-95414-013-8. D: 39,80 EUR, A: 41,00 EUR, CH: 52,90 sFr.

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Interkulturalität und Globales Lernen als didaktisches Prinzip

Bildung ist das höchste Gut, das Menschen vermittelt werden kann. Sie fällt nicht vom Himmel, kann jedoch in die Wiege gelegt werden – wenn die individuellen und gesellschaftlichen Voraussetzungen dafür gegeben sind! Von „Chancengleichheit“ („Chancengerechtigkeit“) wird gesprochen, wenn das Menschenrecht auf Bildung verwirklicht werden soll, wie es in der von den Vereinten Nationen am 10. Dezember 1948 proklamierten Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte in Artikel 26 zum Ausdruck kommt: „Jedermann hat das Recht auf Bildung… Die Bildung muss auf die volle Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit… gerichtet sein“. In der sich immer interdependenter und entgrenzender entwickelnden (Einen?) Welt kommt es darauf an, schulische und außerschulische Bildung zum Maßstab für Humanität und Aufklärung zu machen. Es gilt, die ego-, ethno- und eurozentrierten Begrenzungen und Mauern zu überwinden. Nicht die Einfalt, sondern die Vielfalt des menschlichen Daseins gilt es zu erkennen und zu leben. Die Heterogenität des Menschseins fordert zum Perspektivenwechsel heraus, wie dies die Weltkommission „Kultur und Entwicklung“ (1995) in eindringlicher Weise fordert: „Die Menschheit steht vor der Herausforderung umzudenken, sich umzuorientieren und gesellschaftlich umzuorganisieren, kurz: neue Lebensformen zu finden“.

Entstehungshintergrund und Herausgeber

Schulische Bildung, Lehren und Lernen als institutionelle und curriculare Herausforderung ist immer dem lokalen und globalen gesellschaftlichen Wandlungs- und Veränderungsprozessen ausgesetzt. Es gilt, die Vielfalt und Heterogenität der Schülerinnen und Schüler hier bei uns Ernst zu nehmen und Globales, Interkulturelles und Transkulturelles Lernen als Lern- und Unterrichtsprinzip und Allgemeinbildungsanspruch zu verwirklichen. Das bedeutet auch, lernend über den eigenen kulturellen und gesellschaftlichen Gartenzaun hinaus zu schauen, um so auch Schule Hier und Heute zu verändern (Christel Adick, Hrsg., Bildungsentwicklungen und Schulsysteme in Afrika, Asien, Lateinamerika und der Karibik, 2013, www.socialnet.de/rezensionen/14449.php). Der Erziehungswissenschaftler von der Pädagogischen Hochschule Freiburg, Alfred Holzbrecher, lässt im Sammelband „Interkulturelle Schule“ eine Reihe von Bildungsexpertinnen und -experten, Praktiker und Theoretiker zu Wort kommen, die sich zu den lokalen und globalen Herausforderungen in der globalisierten Welt äußern und pädagogische Theorie und schulische Praxis interkulturell verstehen.

Der im Wochenschau-Verlag 2011erstmals veröffentlichte Band ist jetzt in einem neuen Layout im neu gegründeten Verlag Debus-Pädagogik wieder aufgelegt worden. Beide Bände sind inhaltsgleich, weshalb hier auf die Rezension der ursprünglichen Veröffentlichung verwiesen werden kann: www.socialnet.de/rezensionen/11812.php.

Rezension von
Dipl.-Päd. Dr. Jos Schnurer
Ehemaliger Lehrbeauftragter an der Universität Hildesheim
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Es gibt 1564 Rezensionen von Jos Schnurer.

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Zitiervorschlag
Jos Schnurer. Rezension vom 11.10.2013 zu: Alfred Holzbrecher (Hrsg.): Interkulturelle Schule. Eine Entwicklungsaufgabe. Debus Pädagogik Verlag (Schwalbach/Ts.) 2013. ISBN 978-3-95414-013-8. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/15573.php, Datum des Zugriffs 28.01.2023.


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