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Petra Hanke, Johanna Backhaus u.a.: Den Übergang gemeinsam gestalten (Kita - Grundschule)

Cover Petra Hanke, Johanna Backhaus, Andrea Bogatz: Den Übergang gemeinsam gestalten. Kooperation und Bildungsdokumentation im Übergang von der Kindertageseinrichtung in die Grundschule. Waxmann Verlag (Münster/New York/München/Berlin) 2013. 160 Seiten. ISBN 978-3-8309-2950-5. D: 19,90 EUR, A: 20,50 EUR, CH: 28,50 sFr.
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Thema und Entstehungshintergrund

Prof. Dr. Petra Hanke und ihre Mitautorinnen Johanna Backhaus und Andrea Bogatz beschäftigen sich in diesem Band mit der gut funktionierenden Kooperation zwischen Kindertageseinrichtungen und Grundschulen und der Gestaltung des Überganges von der Kindertageseinrichtung in die Grundschule als wichtige Erfahrung, die jedes Kind bei diesem Übergang macht. In diesem Band werden die ersten Ergebnisse des Projekts „WirKt“ präsentiert. Das Projekt „WirKt“ der „Universität zu Köln“ hat sich in der ersten Projektphase (2010 bis 2012) mit der gemeinsamen Gestaltung des Übergangs von der Kindertageseinrichtung in die Grundschule beschäftigt. Vorgestellt werden die Formen und Niveaus der Zusammenarbeit von Kindertageseinrichtungen und Grundschulen. Dazu zählen u.a. die eingeschätzten Auswirkungen auf die Übergangsbewältigung der Eltern und Kinder sowie auf das pädagogische Handeln der Fach- und Lehrkräfte. Ausgewählte Resultate zu Bildungsdokumentationen werden als ein möglicher Anlass für die Kooperation zwischen Kindertageseinrichtung, Grundschule und Elternhaus in der Übergangsphase aufgezeigt. Um einen anschaulichen Praxisbezug zu gewinnen und konkrete Aufgaben- und Problemstellungen darzustellen, werden Fragebogenerhebungen und leitfadengestützte Interviews verwendet (vgl. Klappentext).

Autorinnen

Prof. Dr. Petra Hanke studierte „Lehramt Primarstufe (1./2. Staatsexamen)“ am „Institut für Lehrerbildung Leipzig“ sowie „Lehramt Sekundarstufe I/II (Diplom)“ an der „Pädagogischen Hochschule Leipzig“ und promovierte 1991 an der „Pädagogischen Hochschule/Universität Leipzig“ im Bereich „Didaktik des Deutschunterrichts“. Seit 1990 war sie als Lehrerin im Hochschuldienst im Bereich „Grundschulpädagogik“, als wissenschaftliche Mitarbeiterin sowie als Professorin in Leipzig, Köln, Münster, Wuppertal, Siegen und Vechta tätig. Dr. Hanke habilitierte 2002/2003 an der „Universität zu Köln“. Von 2003 – 2010 war sie Professorin für „Erziehungswissenschaft“ mit dem Schwerpunkt „Pädagogik der Primarstufe“ an der „Westfälischen Wilhelms-Universität Münster“. Seit 2010 hat sie den Lehrstuhl für „Allgemeine Didaktik und Pädagogik der Grundschule“ an der „Universität zu Köln“ inne (vgl. Universität zu Köln – Humanwissenschaftliche Fakultät – Erziehungs- und Sozialwissenschaften – Allgemeine Didaktik und Pädagogik der Grundschule 2013c, S.1).

Johanna Backhaus studierte „Lehramt an Grund-, Haupt-, Real- und entsprechenden Jahrgangsstufen der Gesamtschulen, Schwerpunkt Grundschule mit den Hauptfächern Deutsch und Mathematik“ und „Interkulturelle Pädagogik/Deutsch als Zweitsprache“. Von 2009 – 2010 war sie als Mitarbeiterin im Projekt „TransKiGs NRW“ am „Institut für Erziehungswissenschaft der WWU Münster“, im „Institut für Schulpädagogik/Schul- und Unterrichtsforschung mit dem Schwerpunkt Pädagogik der Primarstufe“ und seit WS 2010/2011 als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der „Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln“, im „Institut für Allgemeine Didaktik und Schulforschung mit dem Schwerpunkt Allgemeine Didaktik und Pädagogik der Grundschule im Forschungsprojekt „WirKt„“ tätig. Seit Ende 2011 ist sie Stipendiatin im „Forschungskolleg frühkindliche Bildung“ der „Robert-Bosch-Stiftung“ (vgl. Universität zu Köln – Humanwissenschaftliche Fakultät – Erziehungs- und Sozialwissenschaften – Allgemeine Didaktik und Pädagogik der Grundschule 2013a, S.1).

Andrea Bogatz studierte „Diplom-Erziehungswissenschaft“ mit dem Abschluss: „Diplom-Pädagogik“ (2007). Von 2008 – 2011 war sie als pädagogische Mitarbeiterin in verschiedenen Bereichen der Sozialpädagogik und seit 2011 als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der „Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln“, im „Institut für Allgemeine Didaktik und Schulforschung mit dem Schwerpunkt Allgemeine Didaktik und Pädagogik der Grundschule“ tätig. Seit Ende 2012 ist sie Stipendiatin im „Forschungskolleg frühkindliche Bildung“ der „Robert-Bosch-Stiftung“ (vgl. Universität zu Köln – Humanwissenschaftliche Fakultät – Erziehungs- und Sozialwissenschaften – Allgemeine Didaktik und Pädagogik der Grundschule 2013b, S.1).

Aufbau und Inhalt

Der Band besteht aus sieben Kapiteln, die sich in mehrere Unterkapitel gliedern.

Zunächst äußern sich die Autorinnen in einem „Vorwort“ zum Entstehungshintergrund des Werkes (S. 7f). Aufgezeigt wird die große Bedeutung des „Überganges von der Kindertagesstätte in die Grundschule“. Anschließend erfolgt die Vorstellung des ersten Förderzeitraumes (2010-2012) des Projektes „WirKt – Wirkungen von Formen und Niveaus der Kooperation von Kita und Grundschule auf Erzieher/innen, Grundschullehrkräfte, Eltern und Kinder“, gefolgt von einer „Danksagung“ an die Förderer des Projektes, an die teilnehmenden Kinder, Eltern, Leitungen, pädagogischen Fachkräften und Lehrkräften und an die studentischen und wissenschaftlichen Hilfskräfte am Lehrstuhl (S. 7f).

Die „Einleitung“ informiert über zum Druckzeitpunkt bestehende Studien zum Thema „Kooperation zwischen Tageseinrichtungen für Kinder und Grundschulen“ (S. 9). Laut dieser Studien bleiben „(…) die Untersuchung von Wirkungen von Formen und Niveaus der Kooperation auf das Handeln der Fach- und Lehrkräfte beider Bildungseinrichtungen sowie auf die Bewältigung des Übergangs durch Kinder und Eltern (…)“ weitgehend unberücksichtigt (vgl. S.9). Aufgezeigt wird das Ziel des Projektes „WirKt“, welches sich u.a. mit diesem Hintergrund und den „zwei Schwerpunktsetzungen (- „Kooperation“ und „Bildungsdokumentation“)“ beschäftigt (S.9f).

Das erste Kapitel beinhaltet den ersten Schwerpunktbereich des Projektes „WirKt“ - die „Kooperation“ (S. 11ff). Innerhalb dieses Schwerpunktbereiches erfolgt eine „Bestandsaufnahme zur Umsetzung von Formen und Niveaus der Kooperation zwischen Kindertageseinrichtung und Grundschule in Nordrhein – Westfalen“ (S. 11). Zunächst wird die große Bedeutung des Überganges beschrieben. Im Rahmen dessen wird der „Transitionsansatz von Griebel und Niesel“ und deren Bedeutung näher erläutert (S. 11f). Eingegangen wird ebenfalls auf die Bedeutung des Bildungsauftrages, sowie auf die Veränderungen der Kooperation zwischen Kindertageseinrichtungen und Schule (S. 12f) im Laufe der Zeit. Beschrieben wird weiterhin, was unter „Kooperation zwischen Kindertageseinrichtungen und Grundschule zu verstehen“ ist (S. 13ff). In Anlehnung an Spieß, Gräsel, Fußangel & Pröbstel und Maag Merki „(…) beschreibt Kooperation die Zusammenarbeit zwischen Personen, Gruppen oder Institutionen die durch die folgenden vier Bedingungen gekennzeichnet ist: (…)

  • Gemeinsame Ziele und Aufgaben (…)
  • (…) Wechselseitige Interaktion (…)
  • Vertrauen (…)
  • (…) Autonomie (…)“ (Spieß 2004, Gräsel, Fußangel & Pröbstel 2006 und Maag Merki 2009 In: Hanke, Backhaus, Bogatz 2013, S. 13).

Des Weiteren wird „Kooperation (…) verstanden als ein Prozess der Zusammenarbeit, als eine Form sozialer Interaktion, die auf Vertrauen basiert, einen gewissen Grad an Autonomie beansprucht und das Verfolgen gemeinsamer Ziele und Aufgaben ermöglicht“ (Spieß 2004, Maag Merki 2009, Hanke & Rathmer 2009 In: Hanke, Backhaus, Bogatz 2013, S. 14).

Es folgt eine Darstellung, „(w)elche Kooperationsformen und kooperationsniveaus (…) in der Zusammenarbeit von Kita und Grundschule unterschieden (werden)“ und welche Bedeutung diese Kooperation besitzt (S. 14f).

Zusätzlich zeigen die Autorinnen das bisher bestehende Wissen „über Kooperation zwischen Kindertageseinrichtung und Grundschule“ anhand aktueller „(a)usgewählte(r), nationale(r) und internationale(r) Untersuchungsergebnisse zur Kooperation im Übergang“, „(a)usgewählte(r), nationale(r) Untersuchungsergebnisse zur Übergangsbewältigung der Kinder“ und anhand verschiedener „Projekte zur Kooperation in Kindertageseinrichtung und Grundschule in der Übergangsphase in Deutschland“ (S. 16ff) auf.

Das zweite Kapitel beinhaltet den zweiten Schwerpunktbereich des Projektes „WirKt“ – die „Bildungsdokumentation“ (S. 20ff). Innerhalb dieses Schwerpunkbereiches wurde unter anderem untersucht, „(…) welche Verfahren und Methoden der Bildungsdokumentation (vor allem hinsichtlich des Überganges von der Kindertageseinrichtung in die Grundschule) in den Kindertageseinrichtungen genutzt werden (und, ob eine) Weiterführung der Bildungsdokumention in der Grundschule (erfolgt)“ (S. 20).

Aufgezeigt wird, dass die Aufgabe der Kindertageseinrichtung – „eine(…) qualitativ hochwertige(…) Erziehung und Bildung (zu gewährleisten)“ seit 1970 gesetzlich verankert ist und, dass sich somit „(…) ein qualitativer Wandel der Kindertageseinrichtung von der Betreuungseinrichtung zur Bildungseinrichtung vollzogen (hat)“ (Becker-Stoll, Niesel & Wertfein 2012, S. 13 In: Hanke, Backhaus, Bogatz 2013, S. 14). Im Zuge dessen wurden für alle Bundesländer Bildungspläne entwickelt, die dabei helfen sollen, die Bildungsarbeit in Kindertagesstätten zu verbessern und weiterzuentwickeln (vgl. S. 20). Als wichtiger Baustein dieser Bildungspläne gilt die „Beobachtung und Dokumentation kindlicher Entwicklungs- und Bildungsprozesse“, deren Funktion darin besteht, die Entwicklung des Kindes zu veranschaulichen und wenn nötig, zu fördern (vgl. S. 20ff).

Weiterhin wird eingehend erläutert, was unter einer „Bildungsdokumentation“ zu verstehen ist (S. 22ff). Die Autorinnen befassen sich mit der Beschreibung unterschiedlicher „Beobachtungs- und Dokumentationsverfahren in Kindertageseinrichtungen“ (S. 22ff) sowie mit der „Bildungsdokumentation im Übergang von der Kindertageseinrichtung in die Grundschule“ (S. 24f).

Zum Abschluss des Kapitels zeigen die Autorinnen das bisher bestehende Wissen „über Bildungsdokumentationen“ anhand der „Forschung zur Bildungsdokumentation in Deutschland“, anhand „(n)ationale(r) und internationale(r) Untersuchungsergebnisse zur Bildungsdokumentation“ und anhand „(a)usgewählte(r) (a)bgeschlossene(r) und aktuelle(r) Projekte im Bereich Bildungsdokumentation“ (S. 25ff) auf.

Mit Kapitel drei folgt die Vorstellung des Projektdesigns von „WirKt“ (S. 28ff). Aufgezeigt werden die „Fragestellungen zu den Schwerpunktbereichen Kooperation (zwischen Kindertageseinrichtung und Grundschule) und (der) Bildungsdokumentation“ (S. 28f), sowie das „Untersuchungsdesign“ des Projektes (S. 30ff). Die Fragestellungen beziehen sich u.a. auf folgende Themen:

  • „Kooperationspraxis und Formen und Niveaus der Kooperation“
  • „Wirkungen der Kooperation auf die Fach- und Lehrkräfte“
  • „Wirkungen der Kooperation auf die Eltern“
  • „Bildungsdokumentationen in den Kindertageseinrichtungen“
  • „Bildungsdokumentationen im Übergang von der Kindertageseinrichtung in die Grundschule“
  • „Bildungsdokumentationen in der Grundschule“ (S. 28f).

Das „Untersuchungsdesign“ des Projektes „WirKt“ wird anhand eines Schaubildes vorgestellt (S. 30ff). Hervorgehoben wird, dass es sich bei diesem Projekt um ein „quantitativ – qualitatives Längsschnittdesign mit fünf Erhebungszeitpunkten in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen“ handelt (S. 30). Das Erhebungsgebiet erstreckt sich auf den Raum Nordrhein – Westfalen (S. 31). Bei den quantitativen Erhebungsmethoden handelt es sich um „Fragebogenerhebungen mit Leitungen, Fach- und Lehrkräften sowie Eltern aus Kindertageseinrichtungen (ca. 3 Monate vor der Einschulung) und Grundschule(n) (ca. 3 Monate nach der Einschulung) und um Diagnoseverfahren zu sozial-emotionalen Erfahrungen der Kinder in den (jeweiligen) Einrichtungen (ca. 2-3 Monate vor und nach der Einschulung)“ (S. 30f). Die qualitativen Erhebungsmethoden umfassen „(l)eitfadengestützte Interviews mit Leitungen, Fach- und Lehrkräften, Eltern und Kindern aus Kindertageseinrichtung und Schule“ (S. 30f). Anhand einer Tabelle werden die „Stichprobe(n) und die (Erhebungszeiträume)“ veranschaulicht (S.32).

Die „Stichprobenbeschreibung“ (S. 34ff) mit den Schwerpunkten: „Beschreibung der Einrichtungen“ (S. 34f), „Leitungen der Kitas und Grundschulen“ (S. 35), „Fach- und Lehrkräfte“ (S. 36) und „Eltern“ (S. 36f) werden im vierten Kapitel thematisiert (S. 34ff). Anhand schematischer Darstellungen werden die Verteilung der „Träger der Kindertageseinrichtungen“ (S. 34), die „Lage der Einrichtungen“ (S. 35) und die Lage der Einrichtung in einem „(s)oziale(n) Brennpunkt“ (S. 35) veranschaulicht. Des Weiteren wird die Verteilung weiblicher und männlicher „Leitungen der Kitas und Grundschulen“ (S. 35) sowie „Fach- und Lehrkräfte“ (S. 36) und die Verteilung der jeweiligen Arbeitszeit (in Vollzeit bzw. Teilzeit) aufgezeigt (S. 35f). In Hinblick auf die Eltern werden die Verteilung der Geschlechter, die Angabe Deutsch als Erstsprache, die Verteilung des Geschlechtes der Kinder, sowie die Anzahl der Kinder pro Haushalt aufgeführt (vgl. S. 36f).

Das fünfte Kapitel zeigt die „Ergebnisse zum Bereich Kooperation“ auf (S. 39ff). In dieser ersten Untersuchung „wurden die Formen und Niveaus der Kooperation erfasst, die aus Sicht der Kita- und Grundschulleitungen in der Praxis realisiert werden“ (S. 39). Zunächst wird auf die „Ausgestaltung von Formen und Niveaus der Kooperation“ (S. 39ff) eingegangen. Veranschaulicht wird, dass „(…) in beinahe allen Einrichtungen (…) die Kooperation im pädagogischen Konzept (…) verankert (ist,“ bzw.), „(i)nwieweit (…) sich die Einrichtungen zum Thema Kooperation (engagieren)“ und „(m)it wie vielen Einrichtungen (…) die Kindertagesstätten und die Grundschulen (kooperieren) “ (S. 39f). Anhand eines Schemas wird die „Bewertung der Kooperation mit den kooperierenden Einrichtungen (aus Sicht der Kita- und Grundschul- Leitungen)“ dargestellt (S. 40). Ein anderes Schema zeigt die „Häufigkeit des Kontaktes mit den kooperierenden Einrichtungen (aus Sicht der Kita- und Grundschul-Leitungen)“ (S. 41) auf. Im Folgenden werden die „Formen und Niveaus der Kooperation zwischen Kita und Grundschule“ beschrieben (S. 41ff). Schematische Darstellungen veranschaulichen

  • das „Auftreten der Kooperationsformen in den Einrichtungen“ (S. 42)
  • die „Häufigkeit der Kontakte zur Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit“ (S. 43)
  • die „Häufigkeit der Kontakte zur gemeinsamen Zusammenarbeit mit den Eltern“ (S. 44)
  • die „Häufigkeit der Kontakte bezüglich gemeinsamer Aktionen und Feste“ (S. 45)
  • die „Häufigkeit der Kontakte bezüglich der Besuche der Fach- und Lehrkräfte“ (S. 45)
  • die „Häufigkeit der Kontakte bezüglich der Besuche der Kinder“ (S. 46)
  • die „Häufigkeit der Kontakte bezüglich der Bildungsdokumentation“ (S. 46) und
  • die „Häufigkeit der Kontakte zum gegenseitigen Kennenlernen“ (S. 47)

aus Sicht der Kita- und Grundschul-Leitungen.

Anschließend befassen sich die Autorinnen mit den Niveaus der unterschiedlichen Kooperationsformen der kooperierenden Einrichtungen (vgl. S. 47ff). Auch hier werden die Ergebnisse anhand von Schemata dargestellt und verdeutlicht (S. 48ff).

Um die „Wirkungen der Kooperation auf die Fach- und Lehrkräfte“ zu erfassen wurden die Pädagogen aus Kindertagesstätten und die Grundschullehrkräfte gebeten, die positiven und negativen Wirkaspekte der Kooperation auf ihr pädagogisches Alltagshandeln einzuschätzen (vgl. S. 53ff). Die Ergebnisse dieser Erhebung werden schematisch dargestellt (S. 54f).

Die „Wirkungen der Kooperation auf die Eltern und die Kinder der Kindertageseinrichtung“ sowie die „Wirkungen der Kooperation auf die Eltern und die Kinder der Grundschule“ wurden erhoben, in dem die Eltern eine Einschätzung positiver und negativer Wirkaspekte der Kooperation aus eigener Sicht und aus Sicht der Kinder vornahmen, sofern diese eine Kooperation wahrnehmen konnten (vgl. S. 56ff).

Ein „Praxisbeispiel (zweier Einrichtungen aus Bottrop) zum Thema ‚Kooperation im Übergang‘ (soll anhand von Interviews verdeutlichen,) wie die Kooperation zwischen Kita und Grundschule im Übergang gestaltet werden kann“ (S. 58f).

Am Ende des fünften Kapitels erfolgt eine „Zusammenfassung des Themenbereichs: Kooperation und Empfehlungen aus der Praxis“ (S. 71ff). Vorgestellt werden die „Ergebnisse der Fragebogenerhebungen“ (S. 71f), die „Ergebnisse der Interviews“ (S. 72f) sowie „Empfehlungen aus der Praxis“, die wiederum durch Interviews untermalt werden (S. 73ff).

Im sechsten Kapitel erfolgt die Vorstellung der „Ergebnisse zum Bereich Bildungsdokumentationen“ (S. 79ff). Zunächst wird auf die „Bildungsdokumentationen in der Kindertageseinrichtung“ (S. 79ff) eingegangen. Schematische Darstellungen veranschaulichen

  • „Welche Verfahren der Beobachtung und Dokumentation (…) in welcher Häufigkeit eingesetzt (werden)“ (S. 80)
  • „Welche Elemente (…) die Bildungsdokumentationen (enthalten)“ (S. 81)
  • „Welche Bildungsbereiche (…) in der Bildungsdokumentation angesprochen (werden)“ (S. 82)
  • „Welche Formen der Beobachtungen (…) genutzt (werden)“ (S. 83)
  • „Bei welchen Kindern (…) besonders häufig Beobachtungen durchgeführt (werden und ob) die Beobachtungen regelmäßig (stattfinden)“ (S. 84)
  • „Wie zufrieden (…) die Fachkräfte der Kindertageseinrichtung mit dem Verfahren zur Beobachtung und Bildungsdokumentation in ihrer Kita (sind)“ (S. 85).

Im Fortgang des Kapitels wird beschrieben, „(w)elchen Nutzen die Eltern in der Bildungsdokumentation und Beobachtung sehen“ (S. 86ff). Zwei Schemata veranschaulichen die „Zufriedenheit der Eltern mit dem Bildungsdokumentationsverfahren der Kita“ (S. 87) und die „Zufriedenheit der Eltern (der Grundschule) mit den Inhalten der Bildungsdokumentation aus der Kita“ (S. 88).

Ein „Praxisbeispiel (eines Familienzentrums aus Tönisvorst) zum Thema ‚Bildungsdokumentationen in der Kindertageseinrichtung‘ (soll anhand von Interviews verdeutlichen,) wie Bildungsdokumentationen in Kindertageseinrichtungen so umgesetzt werden können, dass die Beteiligten (Fachkräfte, Kinder und Eltern) mit der Umsetzung zufrieden sind und Kinder und Eltern daran beteiligt werden“ (S. 88ff).

Daraufhin folgt die „Zusammenfassung (der Auswertung der Fragebogenerhebung und der Interviewauswertung) des Themenbereichs: Bildungsdokumentation in der Kita-Praxis und Empfehlung aus der Praxis (anhand von Interviews mit Kita-Mitarbeiterinnen)“ (S. 100ff).

Im Folgenden befassen sich die Autorinnen mit den „Bildungsdokumentationen im Übergang von der Kindertageseinrichtung in die Grundschule“ (S. 104ff). Schematische Darstellungen veranschaulichen

  • „Inwiefern (…) eine Kooperation im Rahmen der Bildungsdokumentation statt(findet – Angaben der Kita- und Grundschul-Fachkräfte)“ (S. 106)
  • „Welches (…) die Ziele der Beobachtung, Dokumentation und Bildungsdokumentation in Zusammenarbeit mit der Grundschule (sind – laut Angaben der Kita-Fachkräfte)“ (S. 107)
  • „Inwiefern (…) eine Kooperation im Rahmen der Bildungsdokumentation statt(findet – laut Angaben der Grundschul-Fachkräfte)“ (S. 108)
  • die „Rückmeldungen der Lehrpersonen bzgl. der Bildungsdokumentation“ (S. 109f)
  • den „Nutzen sowie die Zufriedenheit der Grundschul-Fachkräfte mit den Bildungsdokumentationen aus den Kindertagesstätten“ (S. 110ff)
  • die „Form der Bildungsdokumentation im Unterricht“ (S. 113)
  • „Inwiefern und wie regelmäßig (…) Beobachtungen und Dokumentationen und pädagogische Diagnostik in der Grundschule durchgeführt (werden)“ (S.114)
  • ob „(…) die Lehrpersonen Bildungsdokumentationen auch in der Grundschule für möglich/sinnvoll (halten)“ (S. 115f)
  • ob „(…) die Eltern der Grundschule Bildungsdokumentationen auch in der Grundschule für möglich/sinnvoll (halten)“ (S. 115)

Ein „Praxisbeispiel (zweier Kindertagesstätten und einer Grundschule aus Langenfeld) zum Thema ‚Bildungsdokumentationen in einer Kooperation von Kita und Grundschule‘ soll anhand von Interviews verdeutlichen, (…) wie Kita und Grundschule kooperativ Bildungsdokumentationen umsetzen können“ (S. 115ff).

Am Ende des sechsten Kapitels erfolgt eine „Zusammenfassung des Themenbereichs: Bildungsdokumentation in einer Kooperation von Kita und Grundschule und Empfehlung aus der Praxis“ (S. 137ff). Vorgestellt werden die „Auswertung der Fragebogenerhebungen“ (S. 137f), die „Interviewauswertung des Beispiels guter Praxis zu Bildungsdokumentationen in einer Kooperation von Kindertageseinrichtung und Grundschule“ (S. 138f) sowie „Empfehlungen der Praktiker“, die wiederum durch Interviews untermalt werden (S. 139ff).

Das siebte Kapitel des Buches beinhaltet die „Zusammenfassung und (den) Ausblick (auf den zweiten Förderzeitraum des WirKt - Projektes 2013-2014)“ (S. 143f). Abschließend lässt sich sagen, dass „(d)ie Kooperation bei der Bildungsdokumentation (…) als eine Bereicherung in der pädagogischen Arbeit mit den Kindern wahrgenommen (wird), die zugleich Möglichkeiten einer bildungsstufenübergreifenden Arbeit bietet“ (S. 144).

Der Band endet mit einem „Literaturverzeichnis“ (S. 145ff), einem Verzeichnis der „Internetquellen“ (S. 150f), einem „Abbildungsverzeichnis“ (S. 153) sowie einem „Tabellenverzeichnis“ (S. 154).

Diskussion

Der Band gibt einen umfassenden und verständlichen Einblick in das Thema gut funktionierender Kooperation zwischen Kindertageseinrichtungen und Grundschulen und der Gestaltung des Überganges von der Kindertageseinrichtung in die Grundschule. Es ist sowohl für Laien als auch für pädagogisches Fachpersonal sehr interessant zu lesen und sehr gut verständlich.

Als interessant empfinde ich die zahlreichen Praxisbeispiele. Diese verdeutlichen die Aussagen und Darstellungen der Autorinnen und geben wertvolle Impulse und Anregungen für Einrichtungen, die es vorsehen, Kooperationen aufzubauen bzw. weiterzuentwickeln (S. 58ff, S. 74ff, S. 88, S. 102ff, S. 115ff, S. 121ff, S. 139ff). Die transkribierten Interviews lesen sich aufgrund der wortwörtlichen Wiedergabe des Gesagten ein wenig schwierig. Es ist dementsprechend anstrengend, diesen zu folgen.

Kapitel fünf und sechs lesen sich sehr langwierig. Als gut empfinde ich dennoch die Zusammenfassung der Themenbereiche am Ende der jeweiligen Kapitel. Diese sind sehr übersichtlich und verdeutlichen noch einmal den Tenor des vorher Geschriebenen (S. 71ff, S. 100ff, S. 137ff).

Nähere Informationen z.B. zu der „Berechnung der Rücklaufquote“ (S. 32) und zu den durchgeführten Interviews (S. 59, 67, 89, 116, 117) geben die Autorinnen durch einige Fußnoten.

Schematische Darstellungen in Abbildungen und Tabellen veranschaulichen das Geschriebene (S.30, 32, 34f uvm.).

Fazit

Meines Erachtens gibt dieser Band einen sehr guten Überblick über das Thema gut funktionierender Kooperation zwischen Kindertageseinrichtungen und Grundschulen und der Gestaltung des Überganges von der Kindertageseinrichtung in die Grundschule. Aufgrund der zahlreichen Praxisbeispiele regt dieser Band sehr zur Selbstreflektion an und gibt Impulse für die eigene Arbeit. In Einigen Kapiteln erfolgt eine Auffrischung des im Studium „Bildung und Erziehung in der Kindheit“ Gelernten („Transitionsansatz von Griebel und Niesel“ (S.11f), „Projekte zur Kooperation in Kindertageseinrichtung und Grundschule in der Übergangsphase in Deutschland“ – „ponte – Kindergärten und Grundschulen auf neuen Wegen“ (S. 18), Bildungsdokumentation / Beobachtungs- und Dokumentationsverfahren (S.20ff )). Beim Lesen wird vor allem die große Bedeutung der Dokumentation der Bildung eines jeden Kindes sowie der Zusammenarbeit zwischen Kindertageseinrichtung und Grundschule deutlich. In diesem Band werden die ersten Ergebnisse des Projekts „WirKt“ präsentiert. Interessant wäre es, auch die Ergebnisse der zweiten Förderphase (2013 bis 2014) zu erfahren.

Ich empfinde diesen Band als sehr lesenswert und empfehle diesen an pädagogisches Fachpersonal, das sich näher mit dem Thema der Kooperation zwischen Kindertageseinrichtung und Grundschule, aber auch mit der Bildungsdokumentation beschäftigen möchte.

Literaturverzeichnis

  • Hanke, Petra; Backhaus, Johanna; Bogatz, Andrea (2013): Den Übergang gemeinsam gestalten. Kooperation und Bildungsdokumentation im Übergang von der Kindertageseinrichtung in die Grundschule. Münster/New York/Berlin/München: Waxmann Verlag

Internetquellen

  • Katalog der deutschen Nationalbibliothek (2013): Petra Hanke; Johanna Backhaus; Andrea Bogatz. Den Übergang gemeinsam gestalten: Kooperation und Bildungsdokumentation im Übergang von der Kindertageseinrichtung in die Grundschule. URL http://d-nb.info/1042526958 (letzter Zugriff: 27.12.2013, 13:24Uhr)
  • Universität zu Köln – Humanwissenschaftliche Fakultät – Erziehungs- und Sozialwissenschaften – Allgemeine Didaktik und Pädagogik der Grundschule (2013a): Johanna Backhaus. URL http://www.hf.uni-koeln.de/33861 (letzter Zugriff: 08.11.2013 10:28Uhr)
  • Universität zu Köln – Humanwissenschaftliche Fakultät – Erziehungs- und Sozialwissenschaften – Allgemeine Didaktik und Pädagogik der Grundschule (2013b): Andrea Bogatz. URL http://www.hf.uni-koeln.de/34346 (letzter Zugriff: 08.11.2013 10:31Uhr)
  • Universität zu Köln – Humanwissenschaftliche Fakultät – Erziehungs- und Sozialwissenschaften – Allgemeine Didaktik und Pädagogik der Grundschule (2013c): Prof. Dr. Petra Hanke. URL http://www.hf.uni-koeln.de/33558 (letzter Zugriff: 08.11.2013 10:24Uhr)

Rezensentin
Katharina Dietsch
Kindheitspädagogin (B.A.)
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Zitiervorschlag
Katharina Dietsch. Rezension vom 27.01.2014 zu: Petra Hanke, Johanna Backhaus, Andrea Bogatz: Den Übergang gemeinsam gestalten. Kooperation und Bildungsdokumentation im Übergang von der Kindertageseinrichtung in die Grundschule. Waxmann Verlag (Münster/New York/München/Berlin) 2013. ISBN 978-3-8309-2950-5. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/15683.php, Datum des Zugriffs 14.10.2019.


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