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Heinz Ulrich Brinkmann, Haci-Halil Uslucan (Hrsg.): Dabeisein und Dazugehören

Rezensiert von Prof. Dr. Hartmut M. Griese, 07.05.2014

Cover Heinz Ulrich Brinkmann, Haci-Halil Uslucan (Hrsg.): Dabeisein und Dazugehören ISBN 978-3-531-18311-4

Heinz Ulrich Brinkmann, Haci-Halil Uslucan (Hrsg.): Dabeisein und Dazugehören. Integration in Deutschland. Springer VS (Wiesbaden) 2013. 476 Seiten. ISBN 978-3-531-18311-4. 39,95 EUR.
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Thema

Mit dem Titel „Dabeisein und Dazugehören“, so vermute ich, wollen die Herausgeber andeuten, dass sie die Allerweltsformel „Integration inhaltlich-konkret füllen wollen“, um von der „ideologischen Leerformel“ (jeder ist für Integration, aber jeder versteht etwas anderes darunter – typisch für derlei „Container- und Staubsaugerbegriffe“) weg zu kommen und um dadurch den schwammigen „Integrations-Diskurs“ handhabbarer und (be)griffiger sowohl für Wissenschaft und Forschung als auch für Politik und Pädagogik zu machen, denn nach wie vor dominiert in der Debatte um das Einwanderungsland Deutschland das sog. „Integrationsproblem“. Nicht zuletzt durch das Buch von Thilo Sarrazin („Deutschland schafft sich ab“ 2010) wurde die Debatte um „gelungene“ oder „gescheiterte Integration“, um „Integrationsunwillige“ oder „nicht integrierbare“ etc. politisch aufgeheizt und medial befeuert. Es ist die Rede von der Relevanz einer „nachholenden Integration“ und der Bedeutung einer „vorbereitenden Integration“, von „frühkindlicher Integration“ bereits im Kindergarten als „Sprachförderung“, und es wurden nationale und lokale „Integrationspläne“ entwickelt und vorgelegt. Also: „Integration“ allerorten und hier nun der Versuch, über einen umfangreichen Reader das Thema mit Blick auf „Erfolge und Defizite in der Integration von Zuwanderern“ bilanzierend von Experten aus unterschiedlichen Disziplinen aktuell beleuchten zu lassen (so sinngemäß Maria Böhmer, „Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration“ in ihrem „Grußwort“, S. 7-8).

Herausgeber und Autoren

Vom Co-Herausgeber Heinz Ulrich Brinkmann erfährt man nur auf der Umschlagseite: „Politologe, Alfter“ (ein Kreis in NRW?). Haci-Halil Uslucan ist Psychologe und Professor an der Universität Duisburg-Essen sowie Leiter des dortigen Zentrums für Türkeistudien und Integrationsforschung und wurde 2012 in den „Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration“ (SVR) berufen.

Die insgesamt 24 AutorInnen kommen aus unterschiedlichen Bereichen der Sozialwissenschaften und überwiegend aus Wissenschaft und Forschung und arbeiten an Ministerien, Universitäten, Hochschulen oder außeruniversitären Instituten – unter ihnen einige recht renommierte und ausgewiesene MigrationsforscherInnen (z.B. Rainer Geißler, Ludger Pries oder Yasemin Karakasoglu, Sabine Hess oder Naika Foroutan).

Entstehungshintergrund und Erkenntnisinteresse

Von den beiden Herausgebern kann man lesen (Schlussartikel, S. 404), dass es ihnen „mit unserem Buch … um eine Beleuchtung des Integrationsprozesses aus unterschiedlichen fachlichen Bereichen (ging). Und es ging uns darum aufzuzeigen, wie MigrantInnen und aufnehmende Gesellschaft den Integrationsprozess bzw. die Rolle der eigenen Gruppe sowie die Rolle der anderen Gruppen wahrnehmen“. Wie und wodurch die Beiden zusammen kamen, wie das Erkenntnisinteresse entstand, welche KollegInnen warum für einen Beitrag gewonnen wurden, bleibt unerwähnt. Man erfährt nur, dass „Herausgeber und einige Autoren… bereits an dem von Britta Marschke und Heinz Ulrich Brinkmann herausgegebenen Handbuch Migrationsarbeit (2011) beteiligt waren“ (S. 11). Der Reader wendet sich vom Anspruch und von der Zielsetzung her quasi an alle („Sozial- und ErziehungswissenschaftlerInnen … Forschende und Lehrende … außerdem an in der Schule sowie in der (politischen) Bildung Tätige … an PolitikerInnen und in der Verwaltung Tätige sowie … PraktikerInnen in Vereinen bzw. Vereinigungen aller Ebenen und die weiteren ‚PraktikerInnen‘ vor Ort, die an Daten, Informationen und Interpretationen aus unterschiedlichen Fachrichtungen und aus unterschiedlichen Positionen interessiert sind … Nicht zuletzt ist es ein Buch, das der interessierten Öffentlichkeit ein komplexes Thema allgemeinverständlich formuliert und auf den neuesten Stand gebracht präsentiert“) (S. 12) – welch ein hochgestecktes und komplexes Unternehmen.

Aufbau

Nach einem knappen „Grußwort“ von Maria Böhmer (im Inhaltsverzeichnis fälschlich Möhmer!) folgt ein Einleitungsartikel der Herausgeber zu „Integrationsdebatte: Ein Lehrstück für die politische Kultur“. Die insgesamt 20 nachfolgenden Artikel gliedern sich in vier Komplexe („Migration als weltweite Realität“ mit vier Beiträgen, „Wirtschafts- und gesellschaftspolitische Aspekte“ mit fünf Aufsätzen, „Zusammenleben von Authochtonen und Allochthonen“ mit sieben Beiträgen sowie „Einwanderung und Integration“ mit drei Artikeln) und einem Schlusskapitel der Herausgeber zu „Integration am Scheideweg? In welche Richtung führt der Weg?“. Ein voluminöses Literaturverzeichnis für alle Beiträge (S. 409-446), ein Personen- und Sachregister von insgesamt 25 Seiten, aber nur eine sehr knappe Zusammenstellung und Information über die AutorInnen (N=26) auf nur einer (!) Seite runden den Band ab. Da hätte ich gerne mehr erfahren (z.B. Studienrichtung, Forschungsschwerpunkte, Institutszugehörigkeit, Publikationen usw.).

Inhalt und Erkenntnisse

Da ich beim Lesen zu der Auffassung gelangt bin, dass in diesem Reader „weniger mehr gewesen wäre“, konzentriere ich mich auf wenige Aspekte, was auch bei dem Umfang und der Anzahl der Beiträge unumgänglich ist. Die 20 einzelnen Beiträge sind alle (bis auf das Schlusskapitel – ich komme darauf zurück) sehr leserfreundlich-verständlich, äußerst informativ, sachkompetent und zur Diskussion anregend, allerdings m. E. nicht immer auf dem aktuellen Stand der Theoriebildung oder eines notwendigen Bezugs zu den Klassikern. So fehlen in allen Artikeln z. B. Hinweise auf den „Intersektionalitätsansatz“ (die notwendige Differenzierung nach „class-race-gender“ sowie „religion, region, generation“ etc.), die „Stigma-Theorie“ (Identitätsmanagement) oder Aspekte des „Fremden“ (nach Georg Simmel oder Robert E. Park) oder der „Ethnie“ (nach Max Weber) oder der „Kapitalausstattung“ (Pierre Bourdieu), was sich an vielen Stellen angeboten hätte. So viel vorweg.

Alle Beiträge, wie erwähnt, haben inhaltlich-thematisch ihre Berechtigung, was wiederum die Komplexität und „Vielfalt“ des Themas „Integration“ belegt. Es geht (exemplarisch) um „Braindrain und Braingain“, um komparative und (forschungs-)historische Aspekte des Themas, um „Hybride Identitäten“, um demographische Entwicklung und Fachkräftemangel sowie „Integration durch Bildung“, die vielzitierten „Ungenützten Potentiale“, Arbeitsmarkteffekte, die „Lebenswelten und Werte von MigrantInnen“ (ohne einen Blick auf die SINUS-Forschung zu Migrantenmilieus!); ferner „Medien und Integration“, Kritik am „Integrationsbegriff“ und „Rechtsextremismus“ im Themenkontext, eine „Bilanz der Orientierungs- und Integrationskurse“, „zivilgesellschaftliche Partizipation“ sowie zuletzt „Migration und Integration in den neuen Bundesländern“. Jeder einzelne Beitrag ist in sich geschlossen und lesenwert, aber der Reader als ganzes ist zu vielschichtig, thematisch zu weitläufig, inhaltlich zu komplex und daher letztlich ohne Botschaft, da auch ein eindeutiger Adressat fehlt – „alle“ bedeutet keiner (fühlt sich angesprochen).

Der m. E. deplatzierte Schlussartikel „Integration am Scheideweg“ (vgl. oben) hätte besser ersetzt werden sollen durch den Artikel über die „Resonanz der Migrationsforschung in der Integrationsdebatte“ der Kommunikationsforscher Christoph Klimmt und Alexandra Sowka. Dieser Beitrag zeigt das Dilemma der Zunft – gerade mit Blick auf die unsägliche „Sarrazin-Debatte“. Eine Disziplin (die Migrations- und Integrationsforschung), welche die öffentliche Auseinandersetzung scheut oder von ihr (un-)bewusst ferngehalten wird, medial exkludiert ist, wird auch durch einen Reader wie den vorliegenden ihr „Ziel“, „eine ausgewogene, faktenbasierte Diskussion in Politik und Öffentlichkeit“ anzustreben (S. 21), nicht erreichen (können). Wenn man alle (vgl. oben) ansprechen und sensibilisieren will, erreicht man letztlich niemand.

In den einzelnen Beiträgen erfährt man viel über Probleme der Terminologie (Integration, Identität, Kultur, Hybridität usw.), über historische Fakten zu Phasen der Migration, über etliche empirische Studien mit unzähligen Daten, über (sozial-) politische Aspekte des Themas, über den Bedarf bzw. die „Fixierung Deutschlands auf qualifizierte Zuwanderung“ (S. 41), über verschiedene Modelle der „Integration“ („melting pot“, „salad bowl“), über aktuelle „Migrationsdynamiken“ in Zeiten der Globalisierung, über existente oder erforderliche „Paradigmenwechsel“ in der Migrationsforschung und -politik, über vergangene Versäumnisse („verfehlte Gastarbeiterpolitik“) und zukünftige Herausforderungen, über „Post-Migranten“, über „Kulturalisierung und Ethnisierung“, über „Defizit- und Differenzansatz“ sowie „Diversity“ und „kulturelle Vielfalt“, „Transkulturalität“ und „Transnationalisierung“ (es fehlt „Transmigration“), über „Hybride Identitäten“ in/ und „postmigrantische(n) Gesellschaften“ (Beitrag von Naika Furoutan – äußerst lesenswert) usw. – es reicht, inhaltlich-thematisch ist der Reader überfrachtet.

Wer Interesse an Daten und Fakten hat, wird in etlichen Artikeln gut bedient („ethnische Zusammensetzung der … Bevölkerung“, internationale Vergleiche, Bildungsabschlüsse usw.). Die Studie „Ungenutzte Potenziale“ wird noch mal referiert (Steffen Kröhnert und Fransiska Woellert vom Berlin Institut für Bevölkerung und Entwicklung), so dass man auch die umstrittene „Messung von Integration“ an Hand der Bereiche „Assimilation … Bildung … Erwerbsleben … soziale Absicherung“ sowie mittels „15 Querschnittsindikatoren und fünf Dynamikindikatoren“ (S. 151ff) noch mal Revue passieren und (hoffentlich) kritisch reflektieren kann.

In dem Beitrag von Kühnel/ Leibold/ Mays „Die gegenseitige Wahrnehmungen und Einstellungen von Einheimischen und MigrantInnen“ (S.203ff) kommt dann – endlich und wichtig für die Integrationsbrisanz – auch die Perspektive der Einwanderer zum Tragen. Es sei hier darauf verwiesen, dass wir diesen Aspekt bereits in unserer Studie „Die Zweite Generation“ von 1976 (!) durch Befragung der „ausländischen Eltern“ berücksichtigt haben – aber wer kennt oder liest noch Studien, die vor 40 Jahren gemacht wurden?

Erwähnenswert ist sicher der Beitrag von Rainer Geißler und Sonja Weber-Menges zu „Medien und Integration“ (S. 273ff), da hier ein oftmals negierter Aspekt der „Integration“ in den Mittelpunkt gerückt wird. Die Erkenntnis, „nur gut einer von hundert Journalisten in deutschen Tageszeitungen hat einen Migrationshintergrund“ (S. 285) bringt das „Integrationsdilemma“ (Partizipation und Chancengleichheit, „Dazugehören“) auf den Punkt. Wie soll sich da das übliche „Negativbild in den Medien“ ändern, zumal Medien eigenen Gesetzen folgen (vgl. „bad news are good news“)?

Der Aufsatz von Christoph Klimmt und Alexandra Sowka zum Stellenwert der „Migrationsforschung in der Integrationsdebatte“ (S. 307ff) zeigt auf, welch marginale Rolle und Bedeutungslosigkeit Forschung für den politisch-medialen Diskurs über „Migration und Integration“ hat. Sie betonen die „Thematik von ‚Wissenschaft und Öffentlichkeit‘ (S. 307). Erinnert sei an die Habil-Schrift von Jürgen Habermas über „Strukturwandel der Öffentlichkeit“ von 1962, in der er (die Idee der) Öffentlichkeit als herrschaftsfreies politisches Räsonnieren versteht, die von ökonomischen Interessen bedroht wird, wodurch der freie Austausch – auch und vor allem – von wissenschaftlichen Argumenten und Erkenntnissen verfälscht und manipuliert wird.

Hinweisen möchte ich hier noch auf den Artikel von Karin Weiss über „Migration und Integration in den neuen Bundesländern“ (S. 383ff), da dieses Thema bisher kaum Beachtung fand – bestenfalls verkürzt auf dem Umweg über die Rechtsextremismusdebatte. Der Beitrag zeigt auch, wie thematisch und regional unterschiedlich das Thema behandelt werden muss (Stichworte wie Arbeitslosigkeit, Migrationserfahrung der Einheimischen, demographische Probleme/ Geburtenraten, Quantität und ethnisch-kulturelle Zusammensetzung der Einwanderung, Emigration der Jungen und Qualifizierten in großen Teilen Ostdeutschlands usw.). Interessant ist auch, dass vor allem der Bildungsstand und die Herkunft der Einwanderer (Vietnamesen, Russlanddeutsche, jüdische Kontingentflüchtlinge) sich enorm von den alten Bundesländern unterscheidet, die „Arbeitsmarktintegration“ allerdings weit dahinter zurück bleibt, so dass die „Armutsquote“ der Einwanderer wesentlich höher ist. Und weiter: „Vor allem vietnamesische Existenzgründungen prägen das Bild“ (S. 392) – was jedoch die Autorin verschweigt: Den ehemaligen DDR-Vertragsarbeitern drohte die Ausweisung, wenn sie keine ökonomische Unabhängigkeit nachweisen konnten – also blieb in der Regel nur noch die Selbständigkeit.

Mit Karin Weiss (Professorin am „Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen des Landes Rheinland-Pfalz“) lassen sich aber nahezu alle Beiträge, die normativen Impulse/ Wünsche/ Hoffnungen sowie die aktuelle Einwanderungsstrategie der Bundesregierung in etwa wie folgt zusammen fassen: „Es beginnt ein öffentlicher Diskurs um die Notwendigkeit interkultureller Öffnung samt einer Willkommens- und Anerkennungskultur. Soll Zuwanderung gelingen, soll die Integration der vielen qualifizierten Zugewanderten und die Nutzung ihrer Potenziale gelingen … Nicht länger Belastung, sondern Ressource. Auch wenn der Weg noch weit ist“ (S. 395). Eindeutig überwiegt in den Beiträgen des Readers tendenziell die ökonomisch-demographisch-arbeitsmarktorientierte Perspektive zuungunsten eines eher humanitär-lebensweltlich-sozialen Zugangs zum Thema.

Diskussion

Kurzum: An Themen, theoretischen Diskursen, politischen Debatten sowie an empirischen Daten aus Studien mangelt es nicht. Insgesamt wird meist der „positive Effekt“ der Einwanderung, vor allem für die Aufnahmegesellschaft und die Einheimischen erwähnt, so dass Einwanderung oftmals den trügerischen Anschein einer „win-win-situation“ hat – ein Blick auf die Sarrazin-Debatte (ca 2/3 der Einheimischen bejaht bekanntlich die obskuren, wissenschaftlich nicht haltbaren Thesen!) wirft ein anderes Licht auf die Situation. Die sog. „Mitte der Gesellschaft“ wird in vielen Beiträgen nicht genügend berücksichtigt und zur Analyse von „Integration“ (vgl. „Willkommens- und Anerkennungskultur“) herangezogen (Diskriminierung, Vorurteile, Stigmatisierungen, Exklusionen, fehlende Chancengleichheit in Schule, Ausbildung und Berufsleben) – eine Ausnahme ist die empirische Studie (u.a. über „Diskriminierung als Teil der migrantischen Lebenswelt“), über die Uslucan berichtet (S. 244ff). Leider wird hier kein Bezug genommen zu den Migrantenmilieus der SINUS-Studie oder zur Stigmatheorie.

Zu Recht betonen Klimmt/ Sowka, dass „kaum ein/e (Migrations-)ForscherIn mit vollem Recht von sich behaupten kann, einen vollständigen Überblick der relevanten Erkenntnisse zu gegebenen (Migrations-)Thema zu besitzen“ (S. 308). Es gibt aber auch m. E. keinen „kumulativen Fortschritt“, zumindest in den Sozialwissenschaften, so dass einerseits immer wieder gesagt/ geschrieben wird, „wir brauchen mehr Forschung“ (mehr Geld und Personal), andererseits man aber auch zu der Erkenntnis kommen kann: Wir wissen eigentlich genug! In jedem Fall kann aber m. E. konstatiert werden: Es gibt keinen erfolgreichen „Doppelpass“ zwischen (Migrations-)Forschung/ Wissenschaft einerseits und Öffentlichkeit/ Politik/ Medien andererseits. Eher liegt ein gestörtes Verhältnis vor. Dieser Beitrag „steht thematisch gewissermaßen quer zu den restlichen Kapiteln“ (S. 322) und hätte von daher auch ans Ende gehört. Er wendet sich primär an die Zunft, die KollegInnen, die wissenschaftlichen Vereinigungen (wie DGS und DGfE), nicht an „alle“. Es fehlt in Deutschland (vgl. Klimmt/ Sowka) an einem profilierten und professionellen Wissenschaftsjournalismus – wenngleich der hier zu diskutierende Reader etwas Ähnliches beabsichtigt, wenn er quasi nahezu „alle“, also die Öffentlichkeit, ansprechen will.

Ganz wichtig ist das Resümee, das Sonja Haug am Ende ihrer Überlegungen zu „… Aspekten der Integration“ äußert: „Vielmehr sind individuelle Unterschiede im Bildungsniveau oder in der Partizipation vielfach auf die Migrationsbiografie und soziale Herkunft der Eltern zurückführbar … Neben den herkunftsbedingten Unterschieden ist ein zentrales Ergebnis in den geschlechterspezifischen Unterschieden zu sehen, die sich sowohl innerhalb der ethnischen wie innerhalb der religiösen Gemeinschaften zeigen“ (S. 272) und weniger auf „Ethnizität oder Religion“. Wer hätte das gedacht, dass Individualität, Biographie, Bildung, soziale Herkunft und Geschlecht zentrale Merkmale dessen sind, was wir Sozialisation oder eben „Integration“ nennen!? Das sind Grund(er)kenntnisse der Jugend- und Sozialisationsforschung sowie des von mir immer wieder angemahnten „intersectionality approach“! Und hat die kritische Frauenforschung nicht darauf verwiesen, dass Unterschiede innerhalb (!) von Gruppen (Frauenpopulation) größer sind als die Unterschiede zwischen den Gruppen (Männer und Frauen)! Ebenso hätte ein Blick auf die Kapitaltheorie von Pierre Bourdieu (ökonomisches, kulturelles und soziales Kapital) oder auf das „Etablierte-Außenseiter-Theorem“ von Norbert Elias etliche Befunde über Bildungschancen und Partizipation der Einwanderer(kinder) trefflicher erklären können. Die Klassiker der Ungleichheits- oder Migrationsforschung scheinen gegenwärtig kaum eine Rolle (mehr) zu spielen – Schade, vergeudete Mühe und vergebene Chance. Es wird deutlich: Ich kann Deskription der Inhalte und Themen und Kritik daran hier nicht trennen.

In einer Fußnote wird dann m. E. auf das „Haupthindernis für die erfolgreiche Integration von Migranten in Deutschland“ hingewiesen, das „in der nach wie vor ethnischen Bestimmung des Bürgers, die sich z.B. vom französischen Verständnis des Citoyen unterschiedet (besteht)“ (Bassam Tibi 2001; hier S. 203). Das Versprechen auf dem Umschlagtext, dass ein „Ausblick für die künftige Gestaltung gesellschaftlicher Teilhabe- und Partizipationsprozesse“ gegeben wird, bleibt m. E. uneingelöst.

Grundsätzlich problematisch bleibt in vielen Beiträgen, dass man den „Integrationsbegriff“ als vage, vieldeutig, diffus, unscharf usw. kritisiert, aber letztlich immer wieder benutzt, wodurch kein Erkenntnisgewinn (trotz des Titels oder auch den Aspekten „Partizipation“, Chancengleichheit“ etc.) erzielt wird. Ferner bleibt man tendenziell dem Dualismus in der Debatte verhaftet (Wir und die Anderen, mit und ohne Migrationshintergrund, Deutsche und Ausländer, Moslems und Christen, Gesellschaft und Migranten etc.) und betrachtet zumeist die MigrantInnen als gemeinsame Gruppe (vgl. S. 11: „Im Focus unserer Betrachtungen steht die Gesamtheit aller Personen mit Migrationshintergrund“), was realitätsfern ist und nur zu Pauschalisierungen führt. Im letzten (!) Absatz des Schlussartikel kommt dann mit Verweis auf die Sozialstrukturforschung (Stefan Hradil) die Einsicht, dass es „eben nicht nur ‚die‘ MigrantInnen, ‚die‘ MuslimInnen oder ‚die‘ TürkInnen und AraberInnen“ gibt (S. 407).

Ferner denke ich, dass die postulierte gleichzeitige Verwendung von theoretisch-analytischen und normativ-politischen Aspekten nicht unproblematisch ist und ein allgemeines Problem einer Forschung ist, die im Blickpunkt öffentlich-politischer Diskurse steht. Reflexionen dazu habe ich in allen Beiträgen nicht gefunden.

Dass in einem derlei umfangreichen und vielfältigen Reader kein Hinweis auf die Notwendigkeit eines differenzierten Zugangs zum Thema Migration und Integration mittels des „intersectionality approach“ zu finden ist und die relevanten Variablen bzw. Strukturmerkmale dafür („die Trias class-race-gender“) sowie die Merkmale Einreisealter und Aufenthaltsdauer kaum zur Sprache kommen (dies waren z. B. die Hauptvariablen unserer Studie von 1976: „Die Zweite Generation“), muss doch verwundern und enttäuschen.

Die einzelnen Beiträge finde ich alle recht gelungen, vor allem für LeserInnen, die neu in die Thematik einsteigen oder über genügend Praxiserfahrungen verfügen. Ich typisiere den Reader daher als gelungenen Versuch eines neuen „Wissenschaftsjournalismus“, der aber darunter leiden wird, dass alle Beiträge vermutlich nur vom Rezensenten gelesen werden/ wurden. Zu viel ist eben manchmal wirklich zu viel. Auch als aktuelles thematisches Nachschlagewerk kommt der Band in Frage.

Vielleicht sollten zukünftig nicht mehr die immer gleichen Ethnien mit gleichen Fragestellungen und Problemaspekten (Türkei, Moslems, Russlanddeutsche) untersucht werden, sondern kleinere und „integrationserfolgreiche“ Gruppen wie Vietnamesen, Iraner und deren „Erfolge“ im Bildungssektor analysiert werden, dann könnten daraus auch entsprechende Schlussfolgerungen für Politik und Pädagogik gezogen werden (vgl. die Dissertation von Mahzad Hoodgarzadeh über bildungserfolgreiche iranische Einwanderer, die mir gerade zur Lektüre und Bewertung vorliegt). Auch eine separate Studie zu den „Kurden“ in Deutschland, immerhin ca 600.000, oder zu ihrer Teilgruppe der (j)ezidischen Glaubensgemeinschaft wäre mal etwas anderes.

Als langjähriger Migrations- und Integrationsforscher (seit 1971) fällt mir bei vielen Passagen von KollegInnen immer wieder auf, dass man selbst diese Aspekte, Themen usw. früher angesprochen und auf den Begriff gebracht hat, dass dies aber (un-bewusst?) ignoriert oder einfach ohne Hinweise übernommen wird. Ich wähle ein passendes Beispiel aus dem Reader (S. 79). Dort steht (in Klammern setze ich meine Ausführungen dazu): “ … lässt sich sagen, dass die Ausländer-Problem-Forschung früh daran ging, den Bereich zu ‚pädagogisieren‘ (vgl. Griese 1981: „Ausländerpädagogik – Die Pädagogisierung eines gesellschaftlichen Problems“) … und sie zu ‚ausgeforschten Objekten‘ zu verdinglichen (vgl. Lanz 2007: 88)“ (vgl. Griese 1984: „Der gläserne Fremde“) oder S. 248 und im Titel des Readers wird von „dazugehören, sich dazugehörig fühlen“ gesprochen. In unserer Studie „Wir sprechen deutsch und fühlen türkisch“ (Griese/ Schulte/ Sievers 2007) haben wir „Integration“ als „dazu gehören“ definiert, „objektiv dazu gehören“ = alle Rechte und Pflichten haben sowie „subjektiv dazu gehören“ = sich dazugehörig fühlen! Auch der Abschlussbeitrag, auf den ich ja zurückkommen wollte (vgl. oben), trägt einen Titel („Integration am Scheideweg? In welche Richtung führt der Weg?“) (S. 399ff), der mich an eine frühere Publikation erinnert – vgl. dazu Nikles/ Griese 2005: „Integration – was ist gemeint, was ist gewollt?“.

Im letzten Artikel fällt m. E. eine oftmals unglückliche Treminologie und Argumentation auf. So schreiben Brinkmann/ Uslucan von „Migrationsströmen“ (S. 401) und „Strömen der Arbeitsmigration seit den 1950er Jahren“ (das klingt naturalistisch bzw. wie im CDU/CSU-Wahlkampf 1982; vgl. dazu Griese 1984), pauschalisieren bei Aussagen wie „mindestens 2,5 Millionen neuen Migranten“ (S. 403), klammern die „Sarrazin-Debatte“ beim Thema „Dazugehören“ (!) bewusst aus (S. 404), behaupten einen „bemerkenswerten Einstellungswandel der einheimischen Deutschen … mit einer weit verbreiteten Akzeptanz des ‚Anderen‘“ und eine „große Übereinstimmung zwischen Aufnahmegesellschaft und Migrationsbevölkerung“ sowie eine „große Zufriedenheit über alle ethnischen Gruppen hinweg“ (ebd.). Ich nenne das jetzt bewusst polemisch das „Pippi-Langstrumpf-Phänomen„: „Ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt“. „Deutsche Zustände“ (Wilhelm Heitmeyer) werden verklärt; die Zustimmung von ca Zwei Drittel der Einheimischen zu Sarrazins Thesen wird negiert – „In welcher Gesellschaft leben wir eigentlich?“ (Armin Pongs). In einer funktional ausdifferenzierten pluralistischen Einwanderungsgesellschaft nur zwischen „Aufnahmegesellschaft und Migrationsbevölkerung“ zu unterscheiden, heißt die Realität zu harmonisieren und damit zu verklären. Von Polarisierungsprozessen und gesellschaftlichen Spaltungen scheinen die Autoren auch keine Notiz zu nehmen – schöne neue (Migrations-)Welt. Die „Steuerung“ der Einwanderung muss sich auch und „vor allem orientieren an demographischen und an wirtschaftlichen Rahmendaten“ (S. 406) – von einer humanen und sozialen Einwanderungspolitik ist keine Rede. Der Abschlussartikel klingt für mich stellenweise wie ein die differenzierte Realität verkennendes Statement von Regierungspolitikern – alles ist/ wird gut.

Ich komme daher nach Lektüre und Reflexion über den äußerst inhaltsreichen Reader mit all seinen Vorzügen (Themen-Vielfalt, Verständlichkeit, eine Fülle an Daten und Fakten zu relevanten Bereichen der Migration, Interdisziplinarität, Versuch der engagierten Vermittlung von theoretisch-empirischer Analyse und normativen Postulaten und Perspektiven usw.), aber auch Nachteilen und Problemen (Umfang; nicht immer theoretisch aktuell oder an Klassikern orientiert; Dichotomisierung und trügerische Verallgemeinerungen auf der Basis von Mittelwerten – „die“ MigrantInnen, „die“ Gesellschaft; keine qualitativen individualisierten (Fall-)Studien und damit fehlende Differenzierung in der Argumentation sowie der Abschlussbeitrag) sowie dem persönlichen Problem, dass ich beim Lesen der Texte von „Fremden“ zu viel „Eigenes“ assoziiere und dadurch mich wiederum fragen muss: Werden meine Gedanken und meine Person exkludiert? Sollte ich nicht einen Schlussstrich darunter ziehen – das war´s? (vgl. bereits Griese 1981 das „Vorwort: Betroffenheit – Weitermachen oder Aussteigen?“). Ich komme zu dem Entschluss, dass ich Schluss mache mit Rezensionen zum Thema „Migration und Integration“. Es gibt keinen wissenschaftlich-kumulativen Fortschritt – zumindest in der Migrations- und Integrationsforschung; Wissenschaft und Forschung haben kaum Einfluss auf Politik, Medien und öffentliche Meinung; „Pädagogische Missverständnisse und politische Versäumnisse“ (Griese 2002) prägen das Bild. Die „Reduktion von Komplexität“ und/ oder eine Dramatisierung/ Problemfixierung oder Tabuisierung der Thematik ist politisch unverantwortlich und folgt nur den Eigengesetzlichkeiten der Medien – Quo vadis „Integrationsforschung“?

Fazit

Zum Einlesen in bestimmte Themen und Fragestellungen von „Migration und Integration“ sind einzelne Beiträge bestens geeignet. Dem Reader als Ganzes fehlt aber ein gemeinsamer theoretischer Rahmen. Es mangelt an Pfeffer, an jeglicher Kritik oder kontroversen Diskussionen – und das bei einem derart umstrittenen Thema. „Integration“ als Begriff und Konzept wird zumeist kritisiert, dann aber nicht verworfen und wieder zur Argumentation benutzt. So findet sich jede/r LeserIn irgendwo darin wieder. Man will es auch, so scheint es, mit niemandem in Wissenschaft/ Forschung oder Politik verderben. Letztlich werden auch kaum Prognosen gestellt – man könnte ja missverstanden werden.

Die unsägliche dualistische Trennung in „mit und ohne Migrationshintergrund“ (MMH und OMH) wird in nahezu allen Beiträgen erwähnt und betont, vor allem bei Daten und Fakten, die Mittelwerte angeben. Damit werden die PISA-Fehler fortgesetzt. Der Terminus MMH wird nicht kritisch in Frage gestellt (obwohl mittlerweile etliche Kritik dazu geäußert wurde) noch reflektiert oder gar überwunden. Terminologisch-theoretisch sehe ich allein im Beitrag von Naika Foroutan über „Hybride Identitäten“ einen Erkenntnisgewinn – sie hätte aber dazu ihre eigenen biographischen Erfahrungen und Verarbeitungen einfließen lassen können – dies wäre authentisch, plausibel und für die LeserInnen nachvollziehbar und anschaulich gewesen. Überhaupt glaube ich, dass die bundesdeutsche Migrations- und Integrationsforschung von den Überlegungen und Studien ihrer (post-)migrantischen KollegInnen enorm profitieren kann, da sie doch einen anderen, sensibleren Zugang zum Thema haben. Allerdings finde ich mit Uslucan, Foroutan und Karakasoglu nur drei (von 26) aus dieser Gruppe im Reader vertreten – auch ein adäquates Forschungsthema!

Ich könnte den migrantischen KollegInnen nur empfehlen, ihre biographischen Erfahrungen offen in ihre theoretischen Überlegungen einfließen zu lassen. Theorie würde damit anschaulicher, Praktiker würden stärker sensibilisiert, das Thema „Migration und Integration“ käme authentischer zu Wort (vgl. die Aussagen im Interview der von uns befragten deutsch-türkischen Professoren, in Sievers/ Griese/ Schulte 2010).

Literatur

  • Degele, Nina und Winkler, Gabriele (2009): Intersektionalität.Zur Analyse sozialer Ungleichheit. Bielefeld.
  • Griese, Hartmut M. (1981): Ausländer – zwischen Politik und Pädagogik. Bonn.
  • Griese, Hartmut M. (1981): Ausländerpädagogik – Pädagogisierung eines gesellschaftlichen Problems? In: Blätter der Wohlfahrtspflege, Haft 9/ 1981.
  • Griese, Hartmut M. (2002): „Die Zweite Generation“ – pädagogische Missverständnisse und politische Versäumnisse. Eine Retrospektive nach 25 Jahren (1999). In Griese (2002).
  • Griese, Hartmut M. (2002): Kritik der ‚Interkulturellen Pädagogik‘. Essays gegen Kulturalismus, Ethnisierung, Entpolitisierung und einen latenten Rassismus. Münster.
  • Griese, Hartmut M./ Schulte, Rainer/ Sievers, Isabel (2007): ‚Wir denken deutsch und fühlen türkisch‘. Sozio-kulturelle Kompetenzen von Studierenden mit Migrationshintergrund Türkei. Frankfurt.
  • Habermas, Jürgen (1962): Strukturwandel der Öffentlichkeit. Untersuchungen zu einer Kategorie der bürgerlichen Gesellschaft (Habil.). Neuwied.
  • Heitmeyer, Wilhelm (Hrsg.): Deutsche Zustände. 10 Bände. Berlin.
  • Hoodgarzadeh, Mahzad (2014): Bildungsgeschichten iranischstämmiger Familien in Deutschland. Eine geschichts-, länder- und generationsübergreifende Studie. Diss. Landau/ Hannover.
  • Nikles, Bruno W. und Griese, Hartmut M. (2005): Integration – Was ist gemeint, was ist gewollt? In: KJG, Heft1/ 2005.
  • Pongs, Armin (1999): In welcher Gesellschaft leben wir eigentlich? München.
  • Sarrazin, Thilo (2010): Deutschland schafft sich ab. Wie wir unser Land aufs Spiel setzen. München.
  • Schrader, Achim/ Nikles, Bruno W./ Griese, Hartmut M. (1976): Die Zweite Generation. Sozialisation und Akkulturation ausländischer Kinder in der Bundesrepublik. Kronberg.
  • Sievers, Isabel/ Griese, Hartmut M/ Schulte, Rainer (2010): Bildungserfolgreiche Transmigranten. Eine Studie über deutsch-türkische Migrationsbiographien. Frankfurt.

Rezension von
Prof. Dr. Hartmut M. Griese
Leibniz Universität Hannover, Philosophische Fakultät, Institut für Soziologie und Sozialpsychologie.
ISEF-Institut (Institut für sozial- und erziehungswissenschaftliche Fortbildung
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Es gibt 85 Rezensionen von Hartmut M. Griese.

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Zitiervorschlag
Hartmut M. Griese. Rezension vom 07.05.2014 zu: Heinz Ulrich Brinkmann, Haci-Halil Uslucan (Hrsg.): Dabeisein und Dazugehören. Integration in Deutschland. Springer VS (Wiesbaden) 2013. ISBN 978-3-531-18311-4. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/15725.php, Datum des Zugriffs 08.08.2022.


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