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Jens Uwe Martens, Julius Kuhl: Die Kunst der Selbstmotivierung

Cover Jens Uwe Martens, Julius Kuhl: Die Kunst der Selbstmotivierung. Neue Erkenntnisse der Motivationsforschung praktisch nutzen. Verlag W. Kohlhammer (Stuttgart) 2013. 5., überarb. Auflage. 190 Seiten. ISBN 978-3-17-023682-0. 24,90 EUR.
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Thema

In „Die Kunst der Selbstmotivierung“ beschäftigen sich die Autoren sowohl mit wissenschaftlichen Erörterungen als auch durch praktische Tipps mit dem Thema Eigenmotivation. Zielgruppe sind alle, die sich für das Thema Selbstmotivierung interessieren. Trainer und Psychologen, die in der Erwachsenenbildung oder als Psychotherapeuten arbeiten, können mit Hilfe des Buches viele Erkenntnisse für Ihre Arbeit gewinnen.
Die beiden Autoren fassen Fortschritte der psychologischen Wissenschaft zusammen und ergänzen diese aus ihrem reichhaltigen Erfahrungsschatz aus der Beratungs- und Trainingspraxis.
Prozesse werden näher betrachtet. Danach sollen Herausforderungen, Aufgaben und Probleme handlungsorientiert und erfolgreich angegangen werden. Individuelle Handlungsstrategien werden mit einbezogen und analysiert.

Autoren

Dr. phil. Jens-Uwe Martens (*1940 in Berlin) studierte Psychologie und arbeitet als Berater und Coach in München.

Prof. Dr. Julius Kuhl (*1947 in Duisburg) ist Professor für Differentielle Psychologie und Leiter der Abteilung für experimentelle Persönlichkeitspsychologie an der Universität Osnabrück.

Entstehungshintergrund

Das Buch in der 5. überarbeiteten Auflage von 2013 entstand mit dem Ziel, Menschen in ihrer Entwicklung zu fördern. Die überarbeitete Ausgabe wurde mit neuen wissenschaftlichen Ergänzungen bestückt. Praktische Übungen zum Buch können im Buchshop des Kohlhammer Verlags unter ContentPlus heruntergeladen werden.

Aufbau

Der Inhalt des Buches „Die Kunst der Selbstmotivierung“ besteht aus acht Kapiteln. Neben einer Einführung in das Thema, wie neue Erkenntnisse der Motivationsforschung praktisch zu nutzen sind, ist das Buch folgendermaßen gegliedert.

Inhalt

1. Einführung
2. Die Geheimnisse des Erfolges. Zunächst wird der Begriff Erfolg definiert und diskutiert. Allgemein, aber dann auch sehr leserzentriert. Erfolg wird mit dem Begriff Glück und einer Grundhaltung zum Leben in Verbindung gebracht. Die psychologischen Aspekte des Erfolgs werden mittels der Gestalter-Opfer-Theorie ausführlich -wissenschaftlich und anwenderbezogen- beleuchtet. Hier geht es um Herangehensweisen in Veränderungssituationen. Die Beschreibung der Osnabrücker PSI-Theorie (Persönlichkeit-System-Interaktion) rundet das Ende dieses Kapitels ab. Die PSI-Theorie von Julius Kuhl beschreibt eine willentliche Handlungssteuerung, die versucht, Motivation, Kognition, Entwicklungs- und Persönlichkeitspsychologie miteinander zu verknüpfen.
3. Der Weg zum Gestalten: Einstellungen ändern. In diesem Kapitel stellen sich die Autoren der Frage, ob und wie Einstellungen verändert werden können. Zunächst wird der Begriff „Einstellungen“ definiert, dann geht es um die Übernahme von Verantwortung für die eigenen Gefühle. Ein Exkurs beleuchtet die Frage, ob positives Denken ein Lebensprinzip sein kann. Es geht um Gewohnheiten, um Einstellungsänderungen und um die Furcht vor dem Scheitern.
4. „Motivation ist alles!“ Wie kann man sich selbst motivieren? Die wissenschaftliche Grundlage der Selbstmotivierung wird mit einer „Systemkonditionierung“ ausführlich erklärt. Dann geht es um praktische Beispiele zur Motivation, wie zum Beispiel um Ziele, die Bedeutung von Bildern und Vorbildern, Gefühle und Verstand. Unter diesen Aspekten werden Erfolgserlebnisse von Misserfolgserlebnissen unterschieden. Zum Schluss dieses Kapitels wird die PSI-Methode auf den Begriff Motivation angewendet und beschrieben.
5. Persönliche Entwicklung: Krisen überwinden. Wie kann ein Mensch aus schwierigen Situationen für die persönliche Entwicklung profitieren? Wiederum nach der PSI-Theorie werden Merkmale von resilienten Persönlichkeiten dargestellt. Dabei wird auch das Thema Schicksalsschläge behandelt.
6. Glück und Zufriedenheit und die Gestalterhaltung. Dieser Abschnitt behandelt das Thema, wie gute und schlechte Gefühle weiter gegeben werden. Die zum Teil philosophische Frage wird gestellt, ob es nicht unsere Pflicht sei, glücklich zu sein? Die Begriffe Egoismus und Egozentrik werden diskutiert.
7. Der Körper als Basis für eine optimale Grundhaltung. Neurobiologische Zusammenhänge von Körper und Seele sehen die Autoren des Buches mit dem Thema Motivierung in einem engen Zusammenhang. Diese werden beschrieben und es gibt Tipps für das ganz persönliche Fitnessprogramm.
8. Welchen Grad an Freiheit haben wir? Der Begriff Freiheit wird in diesem abschließenden Kapitel unter der Berücksichtigung der PSI-Methode diskutiert. Es erfolgt ein kurzer Ausblick, der motivieren soll, auf dieser Basis Gestalter des eigenen Schicksals zu werden.

Fazit

Das vorliegende Buch umschreibt sehr facettenreich das Thema Motivierung. Teils theoriegeleitet, teils in praktischen Bezügen geben die Autoren den Lesern unaufdringliche Inputs zum Thema. Dabei ist ein roter Faden zu erkennen. Aktuelle, interessante Fragen werden diskutiert und mit Erkenntnissen der Psychologie fundiert. Es bleibt aber auch Raum für eigene Meinungen und Gedanken des Lesers.
Das Buch ist kein oberflächlicher Motivationsratgeber, sondern eine Fachliteratur für Menschen, die gerne psychologische Prozesse verstehen möchten und so Gestalter ihres Handelns werden.


Rezensentin
Tina Gerlach
M.A., Sozialwissenschaftlerin
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Zitiervorschlag
Tina Gerlach. Rezension vom 21.08.2014 zu: Jens Uwe Martens, Julius Kuhl: Die Kunst der Selbstmotivierung. Neue Erkenntnisse der Motivationsforschung praktisch nutzen. Verlag W. Kohlhammer (Stuttgart) 2013. 5., überarb. Auflage. ISBN 978-3-17-023682-0. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/16064.php, Datum des Zugriffs 22.09.2019.


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