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Heinz Thoma (Hrsg.): Handbuch Europäische Aufklärung

Cover Heinz Thoma (Hrsg.): Handbuch Europäische Aufklärung. Begriffe, Konzepte, Wirkung. J.B. Metzler Verlag (Stuttgart) 2015. 608 Seiten. ISBN 978-3-476-02054-3. D: 79,95 EUR, A: 72,00 EUR, CH: 108,00 sFr.
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Thema

1997 erschien der „Dictionnaire européen des Lumières“ mit 1 128 Seiten und 2003 die vierbändige „Encyclopedia of the Enlightenment“, ersterer auf Europa fokussiert, letztere auch auf Nord- und Südamerika blickend. Nach dem „Lexikon der Aufklärung“ von 2001 kommt nun zum ersten Mal ein deutschsprachiges Handbuch heraus, das sich auf die europäische Aufklärung konzentriert. Dessen Herausgeber vermutet, die vermehrte Selbstvergewisserung der westlichen Intelligenz im Medium der Aufklärung beruhe auf den gesellschaftlichen Umbrüchen nach 1989.

Herausgeber

Heinz Thoma war bis 2010 Professor für Romanische Literaturwissenschaft an der Universität Halle-Wittenberg.

Aufbau

Das Handbuch enthält in alphabetischer Reihenfolge fünfzig Artikel, die aus der Perspektive von vierzehn Disziplinen verfasst sind. Querverweise auf andere Beiträge im Buch erleichtern die Lektüre. Nach den Angaben zu den Autorinnen und Autoren folgen ein 19seitiges Personenregister und ein ebenso langes Sachregister. Allem vorangestellt ist eine kurze Vorbemerkung des Herausgebers Heinz Thoma. Er formuliert die Erwartung an die Beitragenden, die Hypothese von der Fähigkeit der Aufklärung zu ihrer Selbstaufklärung zu prüfen sowie den Funktionswandel der Themen und Zukunftsvorstellungen zu untersuchen. Er nennt vorneweg als Ergebnis „die Wirkmacht wie die Prekarität der Geltung einer Epoche“ (S. 1).

Inhalt

Der alphabetischen Reihenfolge geschuldet, setzt das Handbuch mit „Adel“ ein und endet mit „Zensur“. Dies deutet auch schon das breite thematische Spektrum an, das die Beiträge behandeln. Es finden sich solche

  • zu Grundwerten, also zu Freiheit/Gleichheit, Friede/Krieg oder Toleranz, nicht aber zu Solidarität oder Sicherheit;
  • zu Anthropologie und damit verbunden zu Erfahrung, Affekt, Empfindsamkeit, Imagination, Kraft, Seele, Sprache/Sprachphilosophie, Rhetorik, Urteilskraft, Vernunft, Vorurteil, zu Rasse, Exotisch/Fremd oder Frau/Weib, ebenso zu Naturgeschichte oder Geselligkeit;
  • zu politischen Kategorien wie Nation, Europa, Kolonialismus, Öffentlichkeit oder auch Utopien; zu bürgerliche Gesellschaft, Bürger/Bürgerschaft und Adel, nicht aber noch zu anderen Schichten;
  • zu kulturellen Gattungen wie Literatur oder Musik, zu Ästhetik, aber auch zu Religion, Pietismus, Atheismus, Esoterik und Ethik/Moral sowie Naturrecht/Rechtsphilosophie oder zu Denkrichtungen wie dem Sensualismus/Materialismus;
  • zur Bildung, nämlich zu Erziehung/Bildung oder Universitäten/Akademien. Die Quérelle des Anciens et des Modernes fehlt ebenso wenig wie die Encyclopédie.
  • Und auch Beiträge zu Geschichte/Geschichtsphilosophie, Landschaft/Garten oder Reisen sucht man nicht vergeblich.

Zumindest begrifflich am engsten setzen drei längere Beiträge am Thema an, nämlich zu Aufklärer, Aufklärung und Aufklärungen. Der Plural „Aufklärungen“ verweist dabei auf die unterschiedlichen Protagonisten, Denkrichtungen und Geschehnisse in einzelnen Ländern. Behandelt werden Deutschland, England und Schottland, Frankreich, Italien, die Niederlande, Polen, Russland, die Schweiz, Spanien sowie die jüdische Aufklärung. Diese drei Beiträge eignen sich gut als Einstieg zur Thematik.

Andreas Gipper, Professor für französische und italienische Kulturwissenschaft, liefert den Beitrag zum Stichwort „Aufklärer“. Er stellt dem deutschen Begriff „Aufklärer“ den ihm entsprechenden französischen „philosophe“ an die Seite und verweist auf nationale Besonderheiten der zugrunde liegenden Transformationsprozesse. „In Frankreich kündigen sich diese bereits im 17. Jh. in den Zirkeln des sogenannten ‚libertinage érudit‘ an, dessen freidenkerisch religionskritische Motive im 18. Jh. aus der Marginalität heraustreten. Begriffsgeschichtlich fällt auf, dass der Terminus ‚Aufklärer‘ in Deutschland offenbar relativ spät in den 1780er Jahren aufkommt und sich damit erst zu einem Zeitpunkt durchsetzt, als die Bezeichnung ‚philosophe‘ in ihrer spezifischen Bedeutung als Vorstreiter für die Sache der Aufklärung europaweit bereits fest etabliert ist“ (S. 56). Freilich gibt der französische „philosophe“ nicht einfach das Modell für die gesamte Aufklärung ab. Gipper gibt als Grund dafür an, „dass der Begriff des ‚philosophe‘ seit langem vor allem mit jenem radikalen Zweig der französischen Aufklärung verbunden ist, der vom Newton´schen oder Leibniz´schen Providentialismus zum Determinismus und Materialismus, vom Deismus zum Atheismus und vom gemäßigten Konstitutionalismus zu einem egalitären Republikanismus führt“ (S. 56). In Frankreich sieht Gipper die Aufklärung 1789 mit der französischen Revolution ihre ideologische Apotheose und ihr historisches Ende erreichen. In anderen Ländern dagegen bleiben viele Aufklärer durchaus traditionellen politischen und religiösen Vorstellungen verbunden. Vielen französischen Aufklärern gilt England als aufklärerisches Mutterland. Der französische „philosophe“ ist zunächst ein „homme de lettres“, allerdings dient „philosophe“ eher als Kampfbegriff. Voltaire (1694-1778) führt für die an der Encyclopédie Mitarbeitenden den Begriff „encyclopédiste“ ein, der zu einem Synonym für Aufklärer wird. Der „philosophe“ unterscheidet sich vom „bel esprit“, dem Schöngeist, durch seinen naturwissenschaftlich geschulten systematischen Vernunftgebrauch und vom „érudit“ bzw. „savant“, von dem/der Fachgelehrten also, durch sein intensives Sozialleben. Den „philosophe“ kennzeichnet im Übrigen, dass er traditionelle Vorurteile ablehnt. Er wird zuweilen mit „Weltweiser“ übersetzt. In Deutschland prägen Autoren wie Christian Thomasius (1655-1728), Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781) und Moses Mendelssohn (1729-1786) die Semantik des Weltweisen, die sodann in die Semantik des Aufklärers mündet. Im Unterschied zu den Fachleuten pflegen die „philosophes“ bzw. Weltweisen einen antipedantischen, kritischen Habitus, der allerdings stets bedroht wird durch die Abhängigkeit von monarchischem oder aristokratischem Mäzenatentum. Ihr kritischer Geist transformiert auch die Öffentlichkeit, die sich zu einer Legitimationsinstanz wandelt. Dies zeigt sich zum Beispiel, wenn es Voltaire gelingt, Gerichtsurteile in Strafprozessen mittels öffentlicher Kritik umzustürzen. Nach Nicolas de Condorcet (1743-1794) soll die Öffentlichkeit nunmehr die „opinion générale“ prägen, sodass diese den wissenschaftlichen und philosophischen Fortschritt nachvollzieht. Wenn später die Aufklärungskritik des 19. Jahrhunderts diese Politisierung betont, so die heutige Forschung demgegenüber die Verankerung in einer bürgerlichen Werteordnung und den gemässigten Reformismus. Gipper verweist überdies auf die Bedeutung von Akademien, Lesegesellschaften und Geheimgesellschaften wie die Freimaurerei sowie auf die Professionalisierung des Journalismus. Kommunizierten die Gelehrten im 17. Jahrhundert noch in lateinischer Sprache, so wird das Latein im folgenden Jahrhundert durch die europäischen Volkssprachen abgelöst. Blätter wie beispielsweise die „Göttingischen Gelehrten Anzeigen“, herausgegeben von Albrecht von Haller (1708-1777), erschliessen ein neues Publikum. Durch diese Veränderungen nimmt die Zahl der Schreibenden enorm zu. Hier beginnt auch eine neue soziale Schicht zu entstehen, die Friedrich Engels als „intellektuelles Proletariat“ bezeichnen wird. Zuweilen sind Umwege nötig, um der Zensur zu entgehen. So erhält das Verlagssystem der Niederlande, zum Beispiel Rey, und in London besondere Bedeutung.

In Deutschland ist der „philosophe“ viel mehr als anderswo ein Schulphilosoph. Neben wichtigen Repräsentanten der literarischen Aufklärung wie Gotthold Ephraim Lessing, Christoph Martin Wieland (1733-1813) oder Friedrich Gottlieb Klopstock (1723-1804) entstammen einige Aufklärer auch dem universitären Milieu, etwa Christian Thomasius, Christian Wolff (1679-1754), Albrecht von Haller oder Immanuel Kant (1724-1804), und dieser Umstand sorgt auch für metaphysische Spekulation und Systematik. Gipper nennt als deutsche Besonderheit auch die „wechselseitige Durchdringung mit spezifischen Formen der protestantischen Kultur (Pietismus), die der Aufklärung nicht zuletzt eine Dimension der Persönlichkeitsbildung und der Selbstbefreiung verleihen“ (S. 62). 1783 fragt die „Berlinische Monatsschrift“: „Was ist Aufklärung?“ Die anschliessende Debatte führt zur höchsten Selbstreflexivität, welche die europäische Aufklärung erreicht. Dafür verantwortlich ist insbesondere Kant. In seiner Schrift „Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?“ von 1784 bezieht sich seine Antwort auf das moralische Individuum, von dem er „sapere aude“ fordert, während er die Frage in „Streit der Fakultäten“ von 1798 von ihrer organisationalen Logik her angeht. Aufgabe der Aufklärer ist hier Kritik, und diese gründet auf einem freien Gebrauch der Vernunft. Erforderlich ist die Autonomie der Philosophie im Umfeld der universitären Fakultäten. In der Vorrede zur „Kritik der reinen Vernunft“ von 1781 kommt der Königsberger Philosoph denn auf „das eigentliche Zeitalter der Kritik“ zu sprechen, „der sich alles unterwerfen muß“. Warum der Staat, „der immer nur herrschen will“, solche Aufklärung jedoch faktisch begrüssen soll, wird wenig erkenntlich.

Wird im Nachgang der französischen Revolution Kritik an der Aufklärung laut, so beginnen sich doch zwei Anschlüsse zu bilden: Condorcets Fortschrittskonzeption führt bei Henri de Saint-Simon (1760-1825), Auguste Comte (1798-1857) und Hippolyte Taine (1828-1893) zum Typus der technokratischen Intelligenz und die Figur des „homme de lettres“ über die romantische Genieästhetik zum Typus des Schriftstellerpropheten, wie ihn etwa François-René de Chateaubriand (1768-1848), Alphonse de Lamartine (1790-1869) oder Victor Hugo (1802-1885) verkörpern. Dieses Prophetentum, das als „l´art pour l´art“ erscheint, entfremdet sich allerdings von den sozialen, ästhetischen und moralischen Idealen der bürgerlichen Gesellschaft. Der Aufbau des republikanischen Bildungssystems und die Entstehung der modernen Massen- und Mediengesellschaft bilden den Hintergrund für die folgenreiche Dreyfus-Affäre, die sich nach der 1894 erfolgten Verurteilung des jüdischen Artillerie-Hauptmanns ergibt und aus der die neue Sozialfigur des „intellectuel“ hervorgeht. Anatole France (1844-1924) und Emile Zola (1840-1902) geben dieser neuen Figur ein Gesicht. Bekämpft werden besonders Rassismus, Militarismus und Klerikalismus. Der Republikanismus ist im laizistischen Hochschulsektor besonders verankert. Republikanismus und Laizismus sehen sich als Erben vor allem des aufklärerischen Universalismus in der Nachfolge von Kant. Mit der Dreyfus-Affäre kommt der Autonomisierungsprozess von Wissenschaft und Literatur zu einem vorläufigen Abschluss. Jean-Paul Sartre wird es dann sein, der am prominentesten die Rolle des öffentlichen Intellektuellen spielen und der Elfenbeinturmgelehrsamkeit und dem Ästhetizismus das Engagement entgegenhalten wird. Im kritischen Anschluss daran fordert Pierre Bourdieu schliesslich im Postscriptum von „Die Regeln der Kunst“, die Intellektuellen hätten sich der sozialen Bedingungen ihres Wirkens zu vergewissern, um einen „Korporatismus des Universellen“ als wesentliches Erbe der Aufklärung hervorzubringen.

Vom Herausgeber selber stammt der Beitrag zum Stichwort „Aufklärung“. Er beginnt mit der Definition: „Aufklärung wird hier (…) als jene Epoche verstanden, in der in Europa bzw. in den USA in zeitlich und kulturell unterschiedlicher Lagerung sich abzeichnete, dass die tradierten Verkehrs- und Denkformen dysfunktional wurden, dass weder die Ständeordnung noch die Auffassung vom Gottesgnadentum der Monarchie auf Dauer durchsetzbar waren und sich mit der Theorie der Gewaltenteilung und der Erklärung der Menschenrechte (1776) in der amerikanischen Verfassung (…) wie in der Déclaration des droits de l´homme et du citoyen von 1789 eine auf Freiheit, politische Gleichheit und Selbständigkeit der Individuen abhebende Weltsicht Platz schaffte“ (S. 67). Der Mensch bzw. die Menschheit tritt anstelle von Gott, Herrschern und Imperien ins Zentrum des Geschehens. „Ökonomische Freiheit und rechtliche Gleichheit gelten als Essenz der nunmehrigen Lebensform“ (S. 67). Thoma datiert den Zeitraum der Aufklärung auf 1650 bis 1800, sie folgt auf die Renaissance, die selber ideell an die Antike anknüpft. Schon 1620 freilich entfaltet Francis Bacon (1561-1626) mit seinem Werk „Novum organum scientiarum“ die aufklärerische Semantik mit seinen Gedanken zu Naturbeherrschung, Wissen, Vernunft und Vorurteilskritik. Die „Meditationen über die Grundlagen der Philosophie“ (1641) von René Descartes (1596-1650) – „cogito ergo sum“ –, „Leviathan“ (1651) von Thomas Hobbes (1588-1679), und der „Theologisch-politische Traktat“ (1670) von Baruch de Spinoza (1632-1677) bilden daneben den erkenntnis-, politik- und religionskritischen Auftakt. In diese Zeit fallen auch die bahnbrechenden Erkenntnisse von Isaac Newton (1643-1727). Mit diesen Namen ist auch schon die grosse Bedeutung Englands für die Aufklärung angedeutet, obwohl in diesem Land das 18. Jahrhundert eher selten als jenes des Enlightenment begriffen wird. Die Bill of Rights von 1689, Grundstein des Parlamentarismus, sowie die frühe Entwicklung wissenschaftlicher Vereinigungen, des Kapitalismus, der Öffentlichkeit und religiöser Toleranz sind dabei wichtige Faktoren. Thoma hebt als einflussreiche politisch-ökonomische Schriften, die im aufklärerischen Ausland rezipiert werden, „Die Bienenfabel“ (1705) von Bernard Mandeville (1670-1733), den „Versuch über die Geschichte der bürgerlichen Gesellschaft“ (1767) von Adam Ferguson (1723-1816) und „Untersuchung über Wesen und Ursachen des Reichtums der Völker“ (1776) von Adam Smith (1723-1790) hervor. In umgekehrter Richtung vollzieht sich weit geringerer Kulturtransfer.

Gewiss ragt eine Veröffentlichung aus den vielen Schriften heraus. Sie entsteht in einer Kooperation um den Mathematiker Jean-Baptiste le Rond d´Alembert (1717-1783) und Denis Diderot (1713-1784): die Encyclopédie. Ihr gehen in England die zweibändige „Cyclopedia“ (1728) von Ephraim Chambers (1680-1740), ein universelles Wörterbuch der Künste und Wissenschaften, sowie in Deutschland das 64bändige „Große vollständige Universal-Lexikon aller Wissenschaften und Künste“ (1732-1754) von Johann Heinrich Zedler (1706-1751) voraus. „Trotz mancher Kämpfe um das Erscheinen und die Verstetigung des Werks stand die Encyclopédie am Ende nicht nur gleichsam synonym für das Zeitalter der Aufklärung, sondern auch für ‚glänzende Geschäfte‘“ (S. 72). Sie vereint 35 zwischen 1751 und 1780 erschienene Bände, deren Beiträge von 144 Mitarbeitenden beigesteuert worden sind.

Während sich die Aufklärung in Frankreich an den Universitäten schwer tut, da diese vor allem Orte katholischer Orthodoxie und konservativer Weltanschauung sind, und sich nach 1760 immer mehr in die Cafés verlagert, ist die Situation in Deutschland, besonders in den protestantischen Gebieten, eine andere. Sie nährt sich aus den universitären Milieus. „Voltaire steht für Esprit und Toleranz und seine Beziehung zu Friedrich II.; Diderot, nach dem Diktum von Ch.-A. Sainte-Beuve (1804-1869) der deutscheste Kopf der französischen Literatur, ist Goethe und Schiller durch die von Diderot und Grimm (1723-1807) für die deutschen Höfe bestimmte Correspondence littéraire (1747-1793) bekannt; Rousseau ist mit Émile ou de l´éducation (1762) der geistige Inspirator pädagogischer Experimente, u.a. des Philanthropin (1774-1793) in Dessau“ (S. 72). In Halle 1694 und in Göttingen 1737 entstehen zwei grosse protestantische Reformuniversitäten. An ersterer wirkten Thomasius und Wolff, an letzterer von Haller, aber auch Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), der erste deutsche Professor für Experimentalphysik im Zeitalter der Aufklärung, heute bekannt vor allem als Begründer des deutschsprachigen Aphorismus. Göttingen zählt mit Straßburg und Frankfurt am Main zu den Hochburgen von Sturm und Drang, der literarischen Bewegung etwa zwischen 1765 und 1785. „Der Sturm und Drang lässt sich als integraler Teil der Aufklärung lesen, insofern er eine gewisse Ungeduld, vor allem aus der Perspektive des kleinen Bürgers und der ihm nahestehenden Intelligenz artikuliert“ (S. 74). In der Nähe von Sturm und Drang siedelt Thoma Jean-Jacques Rousseau (1712-1778) an: „Rousseaus Werk trägt naturreligiöse, tatphilosophische und tugendbeseelte Züge, die ihn zu einer Art Stürmer und Dränger avant la lettre machen. Die kulturelle Idealsituation ist bei Rousseau das republikanische Fest unter freiem Himmel, wo der Citoyen gleichsam bei sich ist. Die Bandbreite und Ambivalenzen dieser frühen Form der Entfremdungskritik, für die auch Schillers Konzeption des Naiven und Sentimentalischen steht, kann der elitäre und zugleich volkstümelnde Habitus des jungen Goethe verdeutlichen. Die Ausgrenzung durch den Adel kompensiert sein Werther, indem er mit der Kalesche in die Natur fährt (…). Auf die Ausgrenzung durch Lotte, mit der er das Naturempfinden und die Vorliebe für Klopstock teilt, (…) reagiert Werther, emotiv und sozial zweifach isoliert, mit dem Suizid“ (S. 77).

Interessant ist denn auch, wie sich die Aufklärung nach der Entdeckung des Individuums in der Renaissance zum Ich, zu Individualität und Identität verhält. „Gegen die Gottheit tritt neben der Menschheit vorerst die Ichheit (…) auf den Plan“, die „Allgemeinheit des Ich“ (S. 77), lässt sich ein Wandel einschätzen. Nach Thoma „bleiben die literarischen Subjektkonstruktionen der Aufklärung in der Regel noch ein sehr auf Sichtbarkeit angelegtes symbolisches Zeichensystem, in dem sich weniger Individuen bewegen, als philosophische Haltungen bzw. gesellschaftliche Leitbilder in Figuren einschreiben. Dies gilt für die Inkarnationen der Tugend bei Richardson, für Rousseaus philosophisch aufgeladene Empfindsamkeit im Briefroman, für den Versuch der narrativen Auflösung philosophischer Begründungsaporien in den Romanen Wielands, schließlich nicht zuletzt für das gesamte, zwischen Ethos und Charakter, Determinismus und Freiheit konfigurierte literarische Personal Diderots (…). Dies bleibt noch überdeutlich selbst im neuen Gegensatz von Geschäft und Kunst im Brüderpaar von Goethes Bildungsroman des Wilhelm Meister“ (S. 77). Thoma nennt dazu aber auch zwei Gegenbeispiele, die wirklich ein Individuum thematisieren: Rousseaus schonungslose, posthum erschienene „Bekenntnisse“ (1782/1789) und der an diesen orientierte, zwischen 1785 und 1790 entstandene psychologische Roman „Anton Reiser“ von Karl Philipp Moritz (1756-1793).

Thoma verortet die Aufklärung insgesamt nicht im Anschluss an die Renaissance und damit die Antike sowie die Schulphilosophie, sondern erkennt „eine besondere Dynamik im Feld von Wissenschaft und Anthropologie. Letzterer Kennzeichen sind Empirisierung, Naturalisierung und Historisierung. Sie kreist um die Trias von Erfahrung, Vernunft und Natur und schließt die medizinische und biologische Betrachtung ebenso ein wie normative Überlegungen zu Verhalten und Gesellschaftsaufbau. Insgesamt wird Natur zur Leitidee der Aufklärung (…) wie zum Ausgangs- und Fluchtpunkt ihrer anthropologisch-gesellschaftlichen Konstruktionsleistungen im Spannungsfeld von Menschenwissen und Moralbegründung“ (S. 74).

Auf Gippers Beitrag über Aufklärer und Thomas Beitrag über Aufklärung folgen im Handbuch zehn Artikel, die sich, abgesehen von der jüdischen Aufklärung, nationalen Aufklärungen annehmen. In England ist die Rede von einer Epoche mit Namen Enlightenment nicht selbstverständlich. Die neuere Forschung spricht eher von einem „long eighteenth century“, das von 1650 bis 1820 dauert, die Zeit der Aufklärung wird auf 1730 bis 1780 angesetzt. „Wird mit der Glorious Revolution von 1688 bzw. der Bill of Rights von 1689 ein politisches Datum als Auftakt markiert, dann sind Entwicklungen wie der Widerstand gegen absolutistische Tendenzen der katholischen Stuarts, die konstitutionelle Sicherung der protestantischen Thronfolge, die Liberalisierung des Presserechts, die Schwächung der anglikanischen Hochkirche durch deistische Positionen, sowie radikale politische Bewegungen zu Beginn und zum Ende der Epoche integraler Bestandteil einer Interpretation der britischen Geschichte, die den Whigs maßgebliche Verdienste um die Modernisierung des Landes zuschreibt, und die in der Säkularisierung eine der treibenden Kräfte für den Sieg der Aufklärung erkennt“ (S. 91). Diese Vorgänge verbinden sich mit Autoren wie John Toland (1670-1722), Henry St. John (1678-1751), Thomas Paine (1737-1809), Matthew Tindal (1657-1733), Anthony Collins (1676-1729), Anthony Ashley Cooper (3rd Earl of Shaftesbury) (1671-1713), Joseph Priestley (1733-1804) und William Godwin (1756-1836). Mit Bezug auf das lange 18. Jahrhundert ist besonders der Empirist John Locke (1632-1704) mit den Schriften „Zwei Abhandlungen über die Regierung“ 1689) und „Versuch über den menschlichen Verstand“ (Essay Concerning Human Understanding, 1690) einflussreich, wenngleich David Hume (1711-1776) und George Berkeley (1685-1753) seine Erkenntnistheorie kritisch beurteilen. Und auch Newton stellt auf eine Wissenschaft ab, die auf Erfahrung und streng kontrollierter Beobachtung fusst. An der Seite der englischen steht die schottische Aufklärung, die neben Hume vor allem durch Francis Hutcheson (1694-1746), Adam Ferguson (1723-1816) sowie Adam Smith geprägt wird. „Für Schottland gilt in besonderem Maße, dass sich die Aufklärung weder außerhalb noch gegen die gesellschaftliche Elite oder die etablierten Institutionen der Universitäten, der Kirche, oder des Rechtssystems entwickelte, sondern von innen heraus: der überwiegende Teil ihrer Vertreter waren Adlige, Universitätslehrer, Geistliche oder Juristen, die sich u. a. in der Select Society (…) zusammenfanden, um zu diskutieren, aber auch um konkrete Reformen anzustoßen“ (S. 94).

Für Frankreichs Sonderstellung in der Zeit der Aufklärung sind vor allem fünf Aspekte verantwortlich: Erstens das Geschmacksideal der Klassik, das durch die Quérelle des Anciens et des Modernes gefestigt wird; zweitens die Tradition des begründeten Argumentierens, die mit Descartes´ „Abhandlung über die Methode“ (1637) einsetzt; drittens Sensualismus und Materialismus, die auf dem „Essai über den Ursprung der menschlichen Erkenntnisse“ (1746) von Étienne Bonnot de Condillac (1714-1780), auf „Der Mensch als Maschine“ (1751) von Julien Offray de La Mettrie (1709-1751) und auf Diderots „Gedanken zur Interpretation der Natur“ (1754) gründen; viertens die radikale Kritik an Absolutismus und Kirche, wie sie in Voltaires Kampfruf „Écrasez l´infâme“ widerklingt und die Charles-Louis de Secondat Baron de La Brède et de Montesquieu, kurz Montesquieu (1689-1755) in „Persische Briefe“ (1721) und im die Gewaltenteilung begründenden „Vom Geist der Gesetze“ (1748), der Kreis um Baron d´Holbach (1723-1789) im „Essai sur les préjugés“ (1770) oder in „System der Natur“ (1770) sowie Diderot äussern; und fünftens die Französische Revolution. Auch mit Bezug auf Frankreich wird zuweilen von einem langen 18. Jahrhundert zwischen 1680 und 1820 gesprochen. „Relative Einigkeit besteht darin, eine Zäsur mit der Encyclopédie (1751 ff.) anzusetzen (…), mit der die bis dahin in der Form der Gelehrsamkeit bzw. der galanten Belehrung auftretende Aufklärung (z. B. Bayles Dictionnaire historique et critique (1694) und Fontenelles Entretiens sur la pluralité des mondes (1686) durch eine breitere und politisiertere Form der Öffentlichkeit abgelöst werde. ‚Les Lumières naissantes‘ und ‚Les Lumières militantes‘ ist eine hierfür signifikante Weise der Periodisierung“ (S. 96). Mit Rousseau kündet sich auch schon Sturm und Drang an. Dessen Position lässt sich „verstehen als eine Aufklärung aus der Perspektive des kleinen Bürgers, dem die Semantik von Vernunft, Wissen, Fortschritt und Höflichkeit, wie sie die sich im Umfeld der Encyclopédie abzeichnende Allianz der sozialen und kulturellen Eliten mit der Monarchie vertritt, ebenso fremd bleibt wie der protoliberale Physiokratismus (Laissez-faire et laissez-passer). Rousseaus Position ist in manchen Charakteristika – so in der Frontstellung gegen die aristokratische Hof- und Salonkultur, der Zentralstellung der Freiheitsproblematik der ausgestellten Volksverbundenheit, einem tatphilosophisch grundierten Egalitarismus, dem Kultur der Tugend und einem naturreligiösen Pathos – als eine im Vergleich zu Deutschland frühe Form des Sturm und Drang lesbar“ (S. 96). Dazu liesse sich auch Diderot zählen, wenn er Tugend und Moral zentral positioniert.

In Italien hat der Illuminismo seinen Schwerpunkt vom Ende des 17. bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts, im „primo Settecento“ also, und dies im Süden, vor allem in Neapel. „Die Wissenschaft der Gesetzgebung“ (1780-1791) von Gaetano Filangieri (1752-1788) bringt hier eine europaweit beachtete Summe aufklärerischer politischer Theorie und Rechtsphilosophie hervor. Ferner ragt die spekulative Geschichtsphilosophie heraus, die Giambattista Vico (1668-1744) in „Die neue Wissenschaft über die gemeinschaftliche Natur der Völker“ (1725, 1730,1744) entwirft. Im „secondo Settecento“, in der zweiten Jahrhunderthälfte, verlagert sich der Schwerpunkt nach Norden, besonders nach Mailand sowie auch Turin, Venedig und Florenz. Aus Mailand stammt jener italienische Beitrag, dem in Europa der grösste Einfluss zukommen wird, nämlich „Über Verbrechen und Strafen“ (1764) von Cesare Beccaria (1738-1794), ein Plädoyer für eine grundlegende Reform des Strafrechts. Ihrerseits ist die italienische Aufklärung besonders beeinflusst durch Montesquieu, Condillac, Rousseau, Claude Adrien Helvétius (1715-1771) und das englische Enlightenment sowie durch den habsburgischen aufgeklärten Absolutismus von Maria Theresia und Joseph II. in der Lombardei und Peter Leopold in der Toskana.

Die spanische Aufklärung, der Siglo de las luces, fängt mit der frühaufklärerischen Bewegung der „novatores“ an. Diese Aufklärer begegnen sich privat, ausserhalb der Universität, um mathematisch-naturwissenschaftliche Fortschritte zu verbreiten und anzuwenden. Erfahrung ersetzt Autorität und Volkssprache Latein. Auf die spanische Aufklärung wirken vor allem französische, italienische und englische Einflüsse. Der Benediktinerpater Benito Jerónimo de Feijoo (1676-1764) aus Oviedo dominiert die erste Phase mit seinen Essaysammlungen „Teatro crítico universal“ (1726/1740) und „Cartas eruditas y curiosas“ (1742/1760). Bayle, Descartes, Gassendi und der Sensualismus sind für ihn wichtige Quellen. Er bekämpft Vorurteile, Geisterglauben und Hexenwahn. Es ist eine Besonderheit der spanischen Aufklärung, dass fortschrittliche kirchliche Kreise die Aufklärung öffentlich und pädagogisch vorantreiben. Zwar wird die Encyclopédie verboten, doch im Verborgenen diskutiert. Ab den 1760er Jahren setzt die zweite Phase ein, und zwar unter König Karl III. in seiner Regierungszeit von 1759 bis 1788, und wird eine Blütezeit insbesondere in Bezug auf wirtschaftliche, soziale und pädagogische Reformen. Im Lichte der Aufklärung entfernt sich auch der Maler Francisco de Goya (1746-1828) von seiner akademisch erlernten klassizistischen Ästhetik, um sich allen, sonst tabuisierten Lebensbereichen realistisch und sozialkritisch zuzuwenden. Davon zeugen erstmals achtzig Radierungen von 1799, die Caprichos. Der Jurist und Dichter Gaspar Melchor de Jovellanos (1744-1811) macht sich besonders verdient bei Reformen in Wirtschaft, Bildung und Kultur im aufklärerischen Geist. Bereits die Regierung unter Karl IV. setzt den Bemühungen der Aufklärung aus Furcht vor Einflüssen der Französischen Revolution ein Ende. Goyas 82 Radierungen „Desastres de la Guerra“ zeugen von den kriegerischen Auseinandersetzungen bei der späteren Besetzung Spaniens durch Napoleon und dem Spanischen Unabhängigkeitskrieg.

In Deutschland konstituiert Hegel das „aufgeklärte Zeitalter“ als Epochenbegriff anfangs des 19. Jahrhunderts, allerdings um den Preis der Reduktion auf ein Pendant zu Rationalismus. Was aber ist Aufklärung? „Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit“, lautet 1784 die berühmte Antwort Kants, während Mendelssohn den Zentralbegriff der Bildung einbringt. Beide vermögen die Breite der Debatten nicht wiederzugeben. „Ideengeschichtlich lässt sich die deutsche Aufklärung als Ensemble von gemeinsamen Basisideen, Programideen (Eklektik, Selbstdenken und Mündigkeit) sowie von Kampfideen (Vorurteil, Aberglaube, Schwärmerei) charakterisieren“ (S. 86). Im Anschluss an Leibniz bereitet sich ab 1680 die Frühaufklärung vor, und mit dem Regierungsantritt Friedrichs II. 1740 beginnt die Hochaufklärung. Immer wichtiger wird in diesem Prozess die Fähigkeit der Aufklärung zur Selbstbefragung. „Johann Gottfried Herder (1744-1803) problematisiert die Dialektik einer universalistisch verstandenen Aufklärung, indem er eine anthropologisch basierte Geschichtsphilosophie begründet und das Ort- und Zeitspezifische der Kultur betont, um eine kritische Anwendung der Prinzipien der Aufklärung auf sie selbst unter den komplexen Bedingungen menschlichen Seins und Handelns zu fordern (…). Aufklärung kann im letzten Jahrhundertdrittel als dynamische und integrative Denkform verstanden werden, die sich selbst immer wieder überprüft. Aufklärung über Aufklärung gehört konstitutiv zur Aufklärung (…). In diesem Zusammenhang stehen auch Kants Kritiken“ (S. 87). Im Vergleich zu Frankreich stellt der Hof in der deutschen Aufklärung weniger einen ideellen Gegner dar, viele Aufklärer sind als Akademiker dem Staat verpflichtet.

Die Aufklärung in den Niederlanden, die Nederlandse Verlichting, kennt günstige Bedingungen, so das Fehlen eines politischen Machtzentrums, weitgehende Autonomie der Provinzen, ein politisch einflussreiches städtisches Patriziat, die Bedeutungslosigkeit des Adels, wirtschaftlichen Erfolg, weitreichende Urbanisierung, eine des Lesens kundige Bevölkerung und relative religiöse Toleranz. Hier hebt die Aufklärung schon um 1650 mit intensiver Descartes-Rezeption an und setzt sich bis 1790 fort, wenn nicht sogar bis in die ersten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts. Sie weist fünf besondere Merkmale auf. Erstens die „fremde“ Aufklärung: Religiöse und politische Flüchtlinge, insbesondere Hugenotten, lassen sich hier nieder, wenden sich zwar nicht besonders hiesiger Aufklärung zu, aber wirken von hier zurück auf ihr Herkunftsland. Zudem entfaltet sich aufgrund der schwachen Zensur ein für die Aufklärungsliteratur wichtiges Verlagswesen. Zweitens die Bedeutung der Naturwissenschaften: Der überseeische Handel ist auf Industrie und Technik angewiesen, das fördert die Entwicklung angewandter Wissenschaften. Leiden wird ein Zentrum moderner Wissenschaft. Drittens Anti-Atheismus und radikale Aufklärung: Die Schrift „Rechter Gebrauch der Welt-Betrachtung“ (1715) von Bernard Nieuwentijt (1654-1718) setzt dem Atheismus der radikalen Aufklärung eines Spinoza den Versuch entgegen, auf empirischer Grundlage aus der Regelmässigkeit der Natur die Existenz Gottes zu beweisen. Das schützt die Naturwissenschaften gegen theologische Anfeindungen. Viertens Zeitschriften und Lesegesellschaften: Davon werden während der Nederlandse Verlichting viele gegründet. Und fünftens das 18. Jahrhundert als Krisenzeit: Die Niederlande verlieren nach dem Frieden von Utrecht 1713 an politischer Bedeutung, und der wirtschaftliche Niedergang führt zu einer kulturellen Krise. 1780 entsteht zwar mit den „Patriotten“ eine Bürgerbewegung, die politische Teilhabe einfordert, der aber bereits 1787 ein Ende gesetzt wird. Es bestätigt sich noch einmal, dass die Niederlande inzwischen ihre orientierende Funktion im Gefolge von Descartes, der bis kurz vor seinem Tod zwanzig Jahre im Lande lebte, und Spinoza eingebüsst hat.

Im aufklärerischen Zeitalter ist die Schweiz erst eine lose Föderation, in der sich dreizehn „Orte“ sowie „Zugewandte“ zusammengeschlossen haben. Sprachliche Vielfalt und konfessionelle Spaltung kennzeichnen sie. In Zürich entstehen Ende des 17. Jahrhunderts mit den Collegia der Insulaner, Vertraulichen und Wohlgesinnten die drei ersten Aufklärungsgesellschaften überhaupt. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts dominieren Sprachgesellschaften sowie moralisch orientierte Gesellschaften, in der zweiten Hälfte gewinnen naturwissenschaftlich-medizinische und ökonomische an Bedeutung. Die Schweizer Aufklärung ist wesentlich durch die politische und intellektuelle Elite beeinflusst. Auf den in Genf geborenen Rousseau bezieht sich kritisch Isaak Iselin (1728-1782) in seinem Werk „Geschichte der Menschheit“ (1764) und begründet damit die deutschsprachige Geschichtsphilosophie. Von der französischen Hofkultur als zivilisatorischem Modell distanziert sich Beat Ludwig von Muralt (1665-1749) in den „Lettres sur les Anglais et les Français“ (1725). Johann Jacob Bodmer (1698-1783) entwirft mit Johann Jacob Breitinger (1701-1776) in „Critische Dichtkunst“ (1740) das Konzept einer moralisch nützlichen Poesie. Unter diesem Einfluss wird in Zürich Literatur zum wichtigsten Medium der Aufklärung. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts drehen sich die Debatten um den Patriotismus. Zwei Positionen stehen sich gegenüber. Der „radikal-politische Patriotismus“ des Kreises um Bodmer setzt sich für Einfachheit, Widerstandsgeist und Gemeinwohl ein, der „ökonomische Patriotismus“ möchte dagegen die Landwirtschaft reformieren und favorisiert die Ehre, wie sie Hans-Caspar Hirzel (1725-1803) in seiner europaweit bekannten Schrift „Die Wirthschaft eines philosophischen Bauern“ (1761) darstellt. Die republikanische Prägung der Schweizer Aufklärung drückt sich darüber hinaus in der Naturforschung aus. Ein wichtiger Gegenstand werden die Alpen. Johann Jacob Scheuchzer (1672-1733) etwa knüpft an die Sintfluttheorie von John Woodward (1665-1728) an. Alpen würden, so die Meinung, von der göttlich bewirkten Erdgeschichte zeugen und es müssten sich daher in den von der Sintflut am meisten betroffenen Alpen Versteinerungen von Pflanzen, Tieren und Menschen finden lassen. Laut Bodmer prägt die Landschaft aber auch den Nationalcharakter. Die Bergeshöhe sei auch mit dem Freiheitsgrad verbunden. „Als Inbegriff des ‚homo alpinus‘ galt ihm der Senn, ein ehrlicher aufrichtiger Mann und Inbegriff der alten schweizerischen und redlichen Einfalt (…). Auf dieser Grundlage entwickelte Scheuchzer auch seine Theorie des Heimwehs, die im 18. Jahrhundert als Schweizerkrankheit galt, die vor allem bei Söldnern in ausländischen Diensten beobachtet wurde (…). Albrecht von Hallers (1708-1777) Beschreibung der einfachen und tugendhaften Hirten in seinem Gedicht ‚Die Alpen‘ (Versuch Schweizerischer Gedichten, 1732) war als Kontrastbild gedacht, das der Autor dem an der französischen Hofkultur orientierten städtischen Patriziat kritisch entgegenhielt. Es wurde von den europäischen Lesern jedoch als realistische Beschreibung der Alpenbewohner gelesen und als literarischer Reiseführer benutzt“ (S. 119). In religiöser Hinsicht setzt sich die Aufklärung in der Schweiz nur zögerlich durch. Der Pietismus stösst mehrheitlich ebenso auf Ablehnung wie der Spinozismus, Skeptizismus oder Deismus. Allerdings wird es immer schwieriger, den Glauben an die Offenbarung einem Gefühl der Gewissheit argumentativ vorzuziehen. Ein prominenter Verfechter der Offenbarung ist in Zürich der Pfarrer Johann Caspar Lavater (1741-1801). Er wird indes mit den vier Bänden „Physiognomische Fragmente zur Beförderung der Menschenkenntnis und Menschenliebe“ (1775-78) bekannt, die unter anderem von Lichtenberg, Goethe und Humboldt diskutiert werden. Radikal-kritische Religionskritik fehlt in der Schweizer Aufklärung, sieht man von einer offenbarungskritischen deistischen, von Voltaire gelobten Jugendschrift von Jakob Heinrich Meister (1744-1826), „De l´origine des principes religieux“ (1768), ab.

Die polnische Aufklärung, O?wiecenie, ist geprägt von zwei Regierungsphasen, zunächst der „Sachsenzeit“ unter dem sächsischen König August III. 1697-1763 und sodann der „Stanislaus-Zeit“ unter dem letzten König von Polen Stanislaus August Poniatowski 1764-1795. Eine Frühaufklärung spielt sich schon im ersten Jahrzehnt des 17. Jahrhunderts ab, im Kreise der „Polnischen Brüder“. So wirkt beispielsweise ein Werk von Johann Crell (1590-1633) zur Religionsfreiheit auf den Toleranzgedanken bei Locke ein. Die eigentliche Aufklärung erfolgt sodann in einer Frühphase 1740-1764, Hauptphase 1764-1795 und Spätphase 1795-1822. Förderlich war ein fortschrittliches Bildungswesen. 1773 wird, dies der Höhepunkt polnischer Aufklärung, Europas erstes Bildungsministerium gegründet, die Kommission für Nationale Bildung, die hauptsächlich von Jesuiten geleitet wird. Ebenso fällt in diese Zeit die Gründung der weltweit ersten öffentlichen Bibliothek. Der bedeutendste Dichter ist ein Bischof: Ignacy Krasicki (1735-1801). Im Unterschied etwa zu Frankreich fehlt darum in der polnischen Aufklärung der Anti-Klerikalismus. Von grosser Bedeutung für die Entwicklung der polnischen Kultur in der Aufklärungszeit ist der König. Er wird wichtigster Kulturmäzen und versammelt Schriftsteller, Gelehrte und Künstler um sich. Neben dem Hof stellen die Jakobiner ein zweites, radikales Zentrum polnischer Aufklärung dar: Stanislaw Kostka (1755-1821), Jan Potocki (1761-1815) und Hugo Ko???taj (1750-1812), ein herausragender Geistlicher, Philosoph und politischer Vordenker, arbeiten 1791 den Text der „Verfassung vom 3. Mai“ nach einer Vorlage des Königs aus, bis heute eines der wichtigsten Dokumente aus der polnischen Geschichte. Nicht die Monarchie, sondern der Republikanismus des Adels beschwört die Aufklärung herauf. „In ganz Europa weist sich die Einschränkung der zentralen Macht als Haupttendenz auf, in Polen dagegen – deren Festigung“ (S. 113). In der Frühphase gibt es gute Kontakte zur deutschen Aufklärung. Im Bildungswesen wird Mendelssohns Antwort auf die Frage, was aufklären heisse, bedeutsam, nämlich die Bildung des Selbstwissens.

Der russischen Aufklärung, prosve??enie (taufen), geht die Regierungszeit von Peter I., dem Grossen (1672-1725), voraus. Hier nähert man sich schon Ideen der Frühaufklärung von Pufendorf, Grotius, Hobbes, Wolff und Leibniz. Auch die Staatsraison von Katharina II. (1729-1796) adaptiert sodann aufklärerisches Gedankengut, so Montesquieus Staatslehre, Beccarias Rechtslehre und den Kameralismus. Sie korrespondiert mit Voltaire, Diderot, Friedrich Melchior Grimm (1723-1807), August Ludwig von Schlözer (1735-1809), Friedrich Nicolai (1733-1811) u.a. Angesichts des obrigkeitsstaatlichen Charakters solcher Aufklärung gibt es (doch) eine kontrollierte publizistische Diskussion. „Bürgerliche Schichten hatten sich noch nicht hinreichend etabliert, um der Träger von Aufklärung zu sein. Daher war auch die Symbiose von vorwiegend adligen Freimaurern mit dem Gelehrtenmilieu der Moskauer Universität für eine intensive und originär russische Aufklärungsrezeption besonders produktiv (…). Im Kreise der Moskauer Freimaurer und Aufklärer sowie der Gelehrten Freundesgesellschaft verbanden sich auf eigentümliche Weise kulturoptimistische Vorstellungen der Enzyklopädisten mit Rousseauismus und Theosophie in einem spezifischen anthropologischen Konzept von Aufklärung und Läuterung (mit praktischen Bildungsprojekten, einer starken Akzentuierung von Moralphilosophie, Diskussionen über Theodizee, die Frage der Unsterblichkeit, die Verbindung von Körper und Seele, Physiognomik und Sprachphilosophie)“ (S. 116).

Die jüdische Aufklärung schliesslich heisst in hebräischer Sprache Haskala. Sie war in weiten Teilen Mittel- und Osteuropas angesiedelt. „Haskala war Bildung, Aufklärung und bürgerliche Gleichberechtigung der jüdischen Bevölkerung als auch Aufklärung aller über das Judentum – wollte also das Partikulare nach außen verteidigen und das Universale nach innen akzeptabel machen“ (S. 102). Im Unterschied zu allen anderen Intellektuellen der Aufklärung orientieren sich die Anhänger, die Maskilim, wie sie sich selber bezeichnen, am Judentum, sie sind also der Religion gegenüber nicht feindlich eingestellt, wenngleich sie traditionelle Erstarrung ablehnen. Auch wenn die rein männliche Bewegung Ziele mit der katholischen und protestantischen Aufklärung teilt, bleiben Unterschiede: „Die Haskala konnte sich nicht auf vergleichbare Institutionen oder gar den Staat, sondern nur auf die jüdische ökonomische Elite stützen, die geringe Anzahl der Aktivisten verbot eine Arbeitsteilung, und sie fand unter größerem gesellschaftlichem Druck statt“ (S. 103). Und während die Aufklärung ansonsten von der Dogmatik mittelalterlicher Philosophie abrückt, bezieht sich die Haskala offen auf den mittelalterlichen Rationalismus von Moses Maimonides (1135-1204), Jehuda Halevi (um 1075-1141) und Josef Albo (um 1380-um 1444). Die Haskala etabliert den weltlichen Autor und schafft mit Zeitschriften, Büchern und Vereinen eine neue Öffentlichkeit. Ziel ist, das religiöse Ideal in ein säkulares Ideal des moralischen Individuums zu verwandeln, jüdische Identität und Kultur dabei jedoch beizubehalten. Die Haskala hat keinen klaren Anfang. Die frühe Haskala setzt in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts mit einzelnen Persönlichkeiten ein, etwa mit Moses Chaijm Luzatto (1707-1746), oder vorher schon mit Baruch de Spinoza (1632-1677) oder Uriel da Costa (1585-1640). Viele aschkenasische Rabbiner geben ihre Distanz zu Wissenschaft und Philosophie auf, darunter Moses Mendelssohn. Erst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts bricht die Haskala in Berlin und Königsberg mit der religiösen Tradition. „Einigkeit herrscht (…) darüber, dass die Haskala in den deutschsprachigen Großstädten aufgrund ihres Erfolges, vor allem aber durch die beschleunigte Säkularisierung und Verbürgerlichung der jüdischen Bevölkerung, zu Beginn des 19. Jh. schon wieder beendet war, während sie sich in Ostmittel- und Osteuropa erst begann zu verbreiten und noch bis ca. 1880 fortsetzen sollte“ (S. 104). Die Aufklärung tut sich schwer mit der jüdischen Aufklärung. Friedrich II. beispielsweise verhindert die Aufnahme Mendelssohns in die Berliner Akademie und hält mit Voltaire die Juden für Aufklärungsfeinde, und die Enzyklopädisten lehnen das Judentum aufgrund ihrer Religionskritik ab. Die Haskala setzt sich über die rechtliche Gleichstellung hinaus dafür ein, das jüdische Erziehungswesen zu reformieren. Reform der religiösen Lehre, Einbezug wissenschaftlicher Erkenntnisse, kindergerechte Pädagogik, das Lernen von Deutsch und die Säkularisierung des Hebräischen stehen auf dem Programm. Hier ist besonders der Kreis um Mendelssohn mit Naftali Herz Wessely (1725-1805), David Friedländer (1750-1834), Saul Ascher (1767-1822) und Lazarus Bendavid (1762-1832) aktiv. Diese Maskilim orientieren sich an Locke und Rousseau sowie an den Pädagogen Campe, Basedow und Pestalozzi. Die rabbinische Elite reagiert darauf harsch, fürchtet sie doch um ihre Autorität. Diese jüdischen Aufklärer um Mendelssohn bilden die Hauptströmung, ihre Ideen verbreiten sich von Berlin aus über Preußen und Galizien bis nach Russland, gebunden an den Aufstieg einer reichen und gebildeten jüdischen Unternehmerschicht. In Galizien wirken vor allem Nachman Krochmal (1785-1840) sowie Salomon Juda Rapoport (1790-1867) und in Russland Isaac Bär Levinsohn (1788-1860). In seinem Werk „Jerusalem oder über religiöse Macht und Judentum“ von 1783 plädiert Mendelssohn für Menschenrechte, die volle Trennung von Staat und Kirche sowie Religionsfreiheit auch für Jüdinnen und Juden, aber auch für die Observanz der überlieferten Religionsgesetze, die er als geoffenbart erachtet. Die nächste Generation der Berliner Maskilim stellt allerdings diese Observanz und den Offenbarungscharakter von Tora und Talmud in Frage, der anfängliche Respekt gegenüber den Rabbinern weicht Spott. Als erste von Kant geprägte Philosophie des Judentums gilt die Schrift „Leviathan oder über Religion in Rücksicht des Judentums“, die Saul Ascher 1792 veröffentlicht.

Soweit die drei Beiträge, die Aufklärer, Aufklärung und Aufklärungen thematisieren. Von Frauen als Akteurinnen der Aufklärung ist in ihnen kaum je die Rede. Liegt das an den Aufklärerinnen oder den Berichterstattern? Die Aufklärung thematisiert auch das Geschlechterverhältnis: „So ist für das Aufklärungsdenken schließlich seine Janusköpfigkeit charakteristisch: Neben der Idee der natürlichen Gleichheit der Geschlechter stehen die entgegengesetzten Annahmen über die natürlich begründete Differenz der Frau. Stützt sich die eine Seite auf den cartesianischen Rationalismus, so die andere im Ausgang von einem materialistischen Sensualismus auf die modernen empirischen Wissenschaften vom Menschen wie Medizin, Biologie und Anthropologie. Wobei im Zuge der Spätaufklärung im vorrevolutionären Klima die Diskussion über die Bestimmung der Frau zunehmend im Horizont einer Neudefinition ihrer bürgerlichen Rolle in Staat und Gesellschaft geführt wird“ (S. 213). Die eine Position vertritt exemplarisch – auch in der französischen Nationalversammlung, freilich erfolglos – der Marquis de Condorcet. Für ihn ist die politische Unterdrückung der Frau nicht zu vereinen mit den aufgeklärten Idealen. Für die andere – differenztheoretische – Position steht das V. Buch in Rousseaus „Emil, oder, Über die Erziehung“. Hier sind die Geschlechter komplementär, sie ergänzen sich harmonisch, doch ist die Frau Gefährtin des Mannes. Die Sphären von Privatheit und Öffentlichkeit werden je einem Geschlecht zugewiesen. Aber auch Frauen erheben zur Frage der Rechte von Frauen ihre Stimme: Die „Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin“ (1791) von Olympe de Gouges (1748-1793) und die „Verteidigung der Rechte der Frauen“ (1792) von Mary Wollstonecraft (1759-1797), der Frau des Frühanarchisten William Godwin, die Rousseaus Geschlechtermodell kritisiert, ragen heraus. „Das nämliche Schicksal wie die zeitgenössischen französischen und englischen Schriften zur politischen Frauenemanzipation, nämlich weitestgehend wirkungslos zu verhallen und für lange Zeit in Vergessenheit zu geraten, teilt auch die Schrift Über die bürgerliche Verbesserung der Weiber (1792), von Theodor Gottlieb von Hippel (1741-1796). Es wird ein Jahrhundert dauern, bis seine Botschaft über die natürliche Gleichwertigkeit der Geschlechter im Kontext der frühen deutschen Frauenbewegung erstmalig auf ernsthaftes Interesse stößt“ (S. 218). Es ist dies die erste deutsche Abhandlung zur Gleichberechtigung der Frau. Deren Stellung, so von Hippel, ein Schüler und Freund Kants, sei nicht naturgegeben, sondern zum männlichen Vorteil durch Sozialisation hervorgebracht.

Frauen sind zuweilen auch als Wissenschaftlerinnen anerkannt, so zum Beispiel die Naturwissenschaftlerin und Philosophin (sowie auch Geliebte Voltaires) Émilie du Châtelet (1706-1749), die zur Encyclopédie beiträgt. Die Encyclopédie ist aber fast gänzlich eine Männerangelegenheit.

Und Frauen aus der Zeit der Aufklärung sind auch bekannt, weil sie literarische Salons unterhalten und zugleich oft selber als Schriftstellerinnen wirken. Erwähnt seien Suzanne Curchod, Madame Necker (1737-1794), Mutter der Schriftstellerin Germaine de Staël (1766-1817), die dann vor allem mit „Über Deutschland“ (1813) bekannt wird und als Vorläuferin der Literatursoziologie gilt; ferner Marie de Vichy-Chamrond, Madame de Deffand (1697-1780), Jeanne Julie de Lespinasse (1732-1776), Marie Thérèse Rodet, Madame Geoffrin (1699-1777), Louise Florence Pétronille Lalive, Madame d´Épinay (1726-1783) sowie Anne-Catherine de Ligniville, Madame Helvétius (1722-1800).

Diskussion

Die europäische Aufklärung ist ein weites Land. Dies, was Themen wie Namen betrifft. Der Singular „Aufklärung“ scheint, blickt man auf die verzweigten Diskussionszusammenhänge, eigentlich wenig gerechtfertigt. Das Handbuch bietet dazu eine kaum überblickbare Fülle von Informationen und verführt wirksam zum Sprung von einem Artikel zum anderen. Die Artikel sind materialreich und kompetent verfasst, zuweilen etwas gar dicht, und unter der Verdichtung hat gelegentlich der sprachliche Stil zu leiden. Man hält zweifellos ein künftiges Standardwerk in Händen.

Fazit

Sogar Fachleute werden in diesem Handbuch viel wenig Bekanntes entdecken, und für noch wenig Eingeweihte stellt es eine Fundgrube dar, die zum Nachschlagen und Herumstöbern einlädt. Das Handbuch macht die Bedeutung der europäischen Aufklärung mit ihren mannigfaltigen Aspekten für die nachfolgende Zeit bis in unsere Tage mit beeindruckender Qualität deutlich.


Rezensent
Prof. Dr. Gregor Husi
Professor an der Hochschule Luzern (Schweiz). Ko-Autor von „Der Geist des Demokratismus – Modernisierung als Verwirklichung von Freiheit, Gleichheit und Sicherheit“. Aktuelle Publikation (zusammen mit Simone Villiger): „Sozialarbeit, Sozialpädagogik, Soziokulturelle Animation“ (http://interact.hslu.ch)
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Zitiervorschlag
Gregor Husi. Rezension vom 22.09.2016 zu: Heinz Thoma (Hrsg.): Handbuch Europäische Aufklärung. Begriffe, Konzepte, Wirkung. J.B. Metzler Verlag (Stuttgart) 2015. ISBN 978-3-476-02054-3. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/16392.php, Datum des Zugriffs 17.07.2019.


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ISSN 2190-9245

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