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Michael Tsokos, Saskia Guddat: Deutschland misshandelt seine Kinder

Cover Michael Tsokos, Saskia Guddat: Deutschland misshandelt seine Kinder. Droemer Knaur (München) 2014. 255 Seiten. ISBN 978-3-426-27616-7. D: 19,99 EUR, A: 20,60 EUR.
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Thema

Das Thema des Buches ist Kindesmisshandlung. Das ist etwas, das niemanden „kalt“ lässt, und allzu verständlich ist, dass es bei Behandlung dieser Thematik zu vielerlei „Aufgeregtheit“ kommt. Zur Versachlichung der Diskussion, denn nur dann kann sie für die betroffenen Kinder hilfreich sein, stelle ich zunächst einmal dar, was dazu als „allgemein bekannt“ voraus gesetzt werden kann. Ich zitiere nachfolgend aus einer „unverdächtigen“ Quelle, dem Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) vor (http://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gewalt/kindesmisshandlung/fakten.html#section_2)

„Die Polizeiliche Kriminalstatistik verzeichnet für das Jahr 2012 3.450 Fälle von Kindesmisshandlung (§ 225 StGB). Insgesamt gab es 3.998 Opfer, 57,6 Prozent davon waren männlich, 42,4 Prozent weiblich. … Bei Kindesmisshandlung muss von einer hohen Dunkelziffer nicht angezeigter Straftaten ausgegangen werden, da die Tat in erster Linie zuhause in der Familie verübt wird und die Opfer noch zu klein und zu hilflos sind, um auf sich aufmerksam zu machen. Charakteristisch für ältere misshandelte Kinder ist, dass sie oft aus Scham schweigen, weil sie glauben, sie seien zu Recht bestraft worden, z.B. für Bettnässen, schlechte schulische Leistungen u.ä. Empirischen Studien zufolge wird in Deutschland körperliche Züchtigung durchaus noch als Mittel der Erziehung von Kindern toleriert. Zu unterscheiden davon sind jedoch schwere körperliche Eingriffe wie beispielsweise physische Gewalt. Allerdings gibt es angesichts der hohen Dunkelziffer keine genauen Zahlen zum Ausmaß von Kindesmisshandlung und Kindesvernachlässigung. Studien gehen davon aus, dass etwa zehn bis 15 Prozent aller Eltern schwerwiegende und relativ häufige Körperstrafen bei ihren Kindern anwenden… Mädchen und Jungen werden ungefähr gleich häufig Opfer von Kindesmisshandlung. Die Gewalt der Eltern richtet sich überwiegend gegen Kinder in den ersten Lebensjahren: Säuglinge und Kleinkinder, aber auch unerwünschte, ungeliebte oder ‚schwierige‘, nicht selten behinderte Kinder und solche, die den Erwartungen der Eltern nicht entsprechen, sind besonders gefährdet, misshandelt und vernachlässigt zu werden.

Die seelischen und körperlichen Schäden aller Formen der Kindesmisshandlung prägen diese Kinder häufig ein Leben lang. Suchtanfälligkeit und Gewaltbereitschaft sind nur zwei mögliche Folgen, die dazu führen können, dass sich der Bedrängnis- und Gewaltkreislauf von Generation zu Generation fortsetzt. Zwar erzeugt Gewalt gegen Kinder nicht notwendig wieder Gewalt – die Biografien von jungen (und erwachsenen) Gewalttätern scheinen jedoch auf einen Zusammenhang hinzudeuten: Viele von ihnen haben in ihrer Kindheit Gewalt erfahren. Als Täter von Kindesmisshandlung und -vernachlässigung treten Frauen und Männer etwa gleich häufig in Erscheinung. Sie entstammen allen sozialen Schichten. Oft entsteht die Tat aus einer Überforderungssituation heraus. Auch die Täter und Täterinnen bedürfen dringend der Hilfen von außen.“

In derselben Quelle wird zu den Risikofaktoren für Kindesmisshandlung ausgeführt:

Überforderung kann eine Ursache sein. Experten sind sich einig, dass es spezielle Risikofaktoren für Misshandlung und Vernachlässigung gibt. Aufgrund des hohen Dunkelfeldes bestehen zwar keine wissenschaftlich gesicherten Erkenntnisse über ein eindeutiges Ursache-Wirkungs-Verhältnis, aber es gibt Situationen, die möglicherweise Kindesmisshandlung und Kindesvernachlässigung begünstigen. Die Lebensgeschichte der Eltern spielt eine große Rolle: Wurden sie selbst vernachlässigt oder durch andere negative Erlebnisse wie Gewalt geprägt, wirken sich diese Faktoren auf das Erziehungsverhalten gegenüber den eigenen Kindern aus. Auch ein niedriger Bildungsstand, Armut, ein junges Lebensalter, psychosozialer Stress, akute psychische Probleme oder Abhängigkeiten bzw. Sucht können sich negativ auf die Fürsorge auswirken und das Risiko für ein Kind erhöhen, misshandelt zu werden. Auch Trennung, wechselnde Partner, Schulden oder Arbeitslosigkeit sind Faktoren, die Krisen und Konflikte innerhalb der Familie verursachen. Führen sie zu einer Überforderung des Erziehenden, können Vernachlässigung oder Misshandlung der Kinder begünstigt werden. Zur Überlastung der Familie tragen aber auch beengte Wohnverhältnisse und eine fehlende Unterstützung im Umfeld bei.

Hat das Kind einen erhöhten Pflege- oder Betreuungsbedarf (zum Beispiel eine Entwicklungsstörung oder -verzögerung, eine Behinderung oder ist es ein Schrei-Baby), können gerade Eltern, die selbst eine schwierige Lebensgeschichte haben, schnell überfordert sein. Diese Überforderung kann zu Vernachlässigung oder Misshandlung eines Kindes führen. Ist es ‚unerwünscht‘ zur Welt gekommen, kann schon allein diese Tatsache eine spätere Kindeswohlgefährdung begünstigen. Diese Risikofaktoren können, müssen aber nicht zu Misshandlung/Vernachlässigung führen. Es gibt viele arbeitslose, alleinerziehende, minderjährige oder psychisch kranke Eltern, die sich fürsorglich um ihre Kinder kümmern.“

Dass bei den Ausführungen über Risikofaktoren für Kindesmisshandlung ausschließlich die Eltern in den Blick genommen werden, hat seinen Grund darin, dass Kindesmisshandlung ganz überwiegend durch (erwachsene) Verwandte begangen wird; laut Polizeistatistik waren 2012 in Deutschland 86 Prozent der Tatverdächtigen mit dem Opfer verwandt (http://www.polizei-beratung.de/datenbanken/infografiken/download/Kindesmisshandlung_D.jpg).

Dieses so skizzierte thematische Feld wird im vorliegenden Buch unter einer ganz spezifischen Perspektive betrachtet, zu deren Beschreibung ich die Worte wiedergebe, die auf der Rückseite des Schutzumschlags zu finden sind. „Das deutsche Kinder- und Jugendschutzsystem versagt mit grausamer Regelmäßigkeit. Sozialarbeiter und Ärzte schreiten auch bei erkennbaren Misshandlungsfällen oft nicht ein. Richter sprechen in Zweifelsfällen vorschnell die Angeklagten frei. Die Rechtsmediziner der Berliner Charité Michael Tsokos und Sakia Guddat decken gravierende Missstände auf und zeigen, wie wir die Gesundheit und Rechte der Kinder besser schützen können.“

Autoren

Die Schwierigkeiten, die ich mit diesem Buch habe, fangen schon damit an, dass nicht so recht klar ist, wer denn nun eigentlich die „Autoren“ sind. Der Umschlag des Buches nennt die beiden o.g. Personen (ebenso verfährt der Verlag auf seiner Internetpräsentation des Buches) und (nur) sie werden auch in veröffentlichten Kommentaren zum Buch genannt. Auf der Titelseite des gedruckten Buches, das ist hier die Rezensionsvorlage, findet sich aber der Zusatz „mit Andreas Gößling“. Dem aber sagen – und das spricht zunächst gegen eine „offizielle Mitautorenschaft“ – in der Danksagung (S. 254) die beiden „offiziellen“ Autoren Dank mit den Worten: „Besonderen Dank schulden wir Dr. Andreas Gößling für die hervorragenden Hintergrundrecherchen und die brillante Umsetzung des Themas“. Ich behandle angesichts der Unklarheit Andreas Gößling als Mitarbeiter an diesem Buch, der nicht unerwähnt bleiben sollte; er ist mitzudenken, wenn im Folgenden von den „Autoren“ gesprochen wird.

Bei XING, webbasierten sozialen Netzwerken, das vor allem eine Plattform für Geschäftsnetzwerke im deutschsprachigen Raum bietet, präsentiert sich Andreas Gößling, der Deutsche Literaturwissenschaft, Publizistik und Politikwissenschaft studiert hat

(http://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Gößling), als „Verleger, Agent, Autor, Ghostwriter“ (http://www.xing.com/profile/Andreas_Goessling2) und auf seiner Homepage (www.andreas-goessling.de/) lässt er wissen, dass er seit 2005 und verstärkt seit 2012 Ko-Autor, unter Pseudonym und als Ghostwriter zahlreiche – meist erzählende – Sachbücher zu aktuellen gesellschaftlichen, Wirtschafts- und Wissenschaftsthemen verfasst“ hat – und führt dort eben auch das hier zu rezensierende Buch auf. Ich überlasse es der Fantasie der Leser(innen) dieser Rezension, sich aus alledem einen Reim zu machen.

Bei den „offiziellen“ Autoren handelt es sich um einen Facharzt und eine Fachärztin für Rechtsmedizin (Forensische Medizin). Ich beginne bei Saskia Guddat; beziehungsweise bei Saskia Etzold, als welche die Wissenschaftliche Mitarbeiterin im „Team der forensischen Pathologie“ am Institut für Rechtsmedizin (Direktor seit 2007: Prof. Dr. Michael Tsokos ) der Charité in Berlin heute ausgewiesen ist (http://remed.charite.de/institut/forensische_pathologie/team_der_forensischen_pathologie/). Und der Namenswechsel? Unter dem Datum des 6.9.2013 vermeldet Bild.de unter der Überschrift „Berlins gruseligste Hochzeit“ (http://www.bild.de/regional/berlin/hochzeit/berlins-gruseligste-hochzeit-32274254.bild.html): „Heute heiratet Rechtsmedizinerin Dr. Saskia Guddat (33, ‚Sat.1-Ermittlungsakte‘) den Autor Dr. Veit Etzold (40, ‚Final Cut‘), den Mann, der Berlins blutigsten Thriller schrieb“. Und fügt als Erinnerung der Braut, wie man sich denn kennen gelernt habe, an: „Veit hat damals ein Buch mit meinem Chef Michael Tsokos geschrieben, musste sich dafür eine Obduktion angucken. Die habe ich gemacht!“ Man sieht: Die Dinge sind komplex.

Damit wären wir bei Michael Tsokos. Wer ihn nicht kennt, liest einfach die „falschen“ Bücher. Als (Co-)Autor verschiedener sich offensichtlich an Nicht-Fachleute richtenden Bücher ist er weit mehr bekannt denn als Praktiker und Wissenschaftler auf dem Gebiet der Forensischen Medizin (auf dem ihm ohne Zweifel einige Meriten zukommen). In früheren Jahren ist er mit „Dem Tod auf der Spur“ (2009), „Der Totenleser“ (2010), „Abgeschnitten“ (2012) und „Die Klaviatur des Todes“ (2013) einem breiten Publikum bekannt geworden. Er dürfte damit der bekannteste deutsche Rechtsmediziner sein, der echten zumindest. An Bekanntheitsgrad übertroffen vielleicht nur noch von dem Münsteraner „Tatort“ -Rechtsmediziner Karl Boerne; aber mit dem Schauspieler den Boerne mimenden Jan Josef Liefers stand der Autor – „natürlich“, möchte man anmerken – schon gemeinsam vor der Kamera (2013). „Die Klaviatur des Todes“ von 2013 trug den Untertitel „Deutschlands bekanntester Rechtsmediziner klärt auf“. Jetzt also wartet er – mit tatkräftiger Unterstützung der Vorgenannten – auf mit einer Aufklärung über – nein, nicht einfach Kindesmisshandlung in Deutschland, sondern – den in seinen Augen „skandalösen“ gesellschaftlichen Umgang mit ihr auf. Wohlan denn, nehmen wir diese „Aufklärung“ in näheren Augenschein.

Aufbau und Inhalt

Nach dem unten wieder gegebenen Inhaltsverzeichnis (1 Seite) finden sich zwischen Einleitung (9 Seiten) und Danksagung (1 Seite) sowie Literaturverzeichnis (1 Seite) 12 Kapitel.

1 Generation Kevin: aus Opfern werden Täter (37 Seiten). Im Zentrum des Kapitels steht die „soziale Vererbung“ von Kindesmisshandlung.

2 Vorkämpferin gegen Kindesmisshandlung: die Rechtsmedizin (31 Seiten). Hier wird dargelegt, dass und wie die Rechtsmedizin Kindesmisshandlung erkennen und zur Erkennung durch andere Personengruppen beitragen kann.

3 Ritter mit stumpfen Schwertern: Warum der Kinderschutz versagt (42 Seiten). In diesem Kapitel verfolgen die Autoren die Frage (so ihre Formulierung) „Warum versagt unser kostspieliges Kinderschutzsystem mit so grausamer Regelmäßigkeit? Wie kann es sein, dass immer wieder Kinder auch und gerade in solchen Familien misshandelt werden, die das Jugendamt angeblich ‚intensiv beobachtet‘ und aufwendig betreuen lässt?“ (S. 99) Im Kreuzfeuer der Kritik stehen Jugendamt und Sozialpädagogische Familienhilfe.

4 Freispruch zweiter Klasse: Das Gesetz schützt die Täter (19 Seiten). Hier gehen die Autoren mit den Gerichten ins Gericht: Zu selten sei in Fällen, in denen, dem rechtsstaatlichen Grundsatz „Im Zweifel für den Angeklagten“ folgend, keine Verurteilung wegen Kindesmisshandlung erfolgen kann, von der Möglichkeit einer Verurteilung wegen Unterlassung (§ 13 StGB) Gebrauch gemacht worden.

5 Das Schweigen der Ärzte (22 Seiten). Zum Jahresbeginn 2012 trat in Deutschland das Bundeskinderschutzgesetz in Kraft, das Pädiater bei konkretem Verdacht auf Kindesmisshandlung von der Schweigepflicht entbindet. Weshalb sich seither an deren Schweigen nach Autorenmeinung wenig geändert hat und was zu einer Veränderung nötig sei, ist Gegenstand dieses Kapitels.

6 Friede den Toten – nicht den Tätern (10 Seiten). Die Autoren plädieren für eine gesetzliche Leichenschaupflicht bei Kindern; um damit zur Aufklärung von Kindesmisshandlung auch nach dem Tod des Opfers beizutragen.

7 Zum Fressen gern: Verletzung der Aufsichtspflicht (23 Seiten). In diesem Kapitel wird der Fokus der Betrachtung erweitert: Aufsichtspflichtverletzung und Vernachlässigung kommen hinzu.

8 Der Elterntest – Wunschbild und Wirklichkeit (6 Seiten). Hier gehen die Autoren der Frage nach, ob denn die deutschen Adoptionsregeln übertrieben streng seien.

9 Nicht nur Misshandler haben Rechte: das Opfer-Entschädigungsgesetz (11 Seiten). Es wird darauf aufmerksam gemacht, dass das Opfer-Entschädigungsgesetz von Missbrauchsopfern (noch) zu selten in Anspruch genommen wird, nicht zuletzt deshalb, weil es zwingend eine Strafanzeige voraussetzt (von der nicht zuletzt Fachkräfte der Sozialen Arbeit abrieten).

10 Rechtzeitig helfen – nicht nachträglich reparieren (13 Seiten). Die Autoren plädieren für Prävention – und legen die Ergebnisse von Langzeitstudien vor, die zeigen, wie sehr sich frühe gesellschaftliche Investitionen amortisieren.

11 Was sich ändern muss (17 Seiten). Dieses Kapitel präsentiert einen „Katalog an Forderungen und Lösungsvorschlägen“ (S. 230), durch die nach Autorenansicht „das deutsche Kinder- und Jugendschutzsystem aus unserer Sicht wesentlich wirkungsvoller werden kann“ (ebd.). Dieser Forderungskatalog ist nachstehend dargeboten:

  • Kinder schnell von Misshandlern trennen!
  • Helfer schulen und stärken! (durch „gründliche rechtsmedizinische Schulung“)
  • Kontrolle der Kontrolle! („Stiftung Warentest“ für Jugendamt / Sozialpädagogische Familienhilfe)
  • Wirkungslose „Hilfen“ abschaffen!
  • Ahnungslose Entscheider aufklären! (müssen „bundesweit rechtsmedizinisch geschult werden“)
  • „Begehen durch Unterlassen“ statt „Freispruch zweiter Klasse“!
  • Ärztliche Reaktionspflicht einführen!
  • Kinderschutzambulanzen einrichten!
  • Leichenschaupflicht bei minderjährigen Verstorbenen!
  • Mehr Realismus im Adoptionsrecht!
  • Krippen und Kitas nach skandinavischen Vorbild!
  • Den Teufelskreis durchbrechen!

12 Eingreifen, nicht wegschauen (7 Seiten). Im Schlussplädoyer wenden sich die Autoren an alle Bürger(innen) mit der Aufforderung, mögliche Anzeichen von Kindesmisshandlung in den Blick zu nehmen, ihren Ursachen nachzugehen und entsprechende Maßnahmen zu initiieren.

Diskussion

Rechtsmediziner(innen), die in die Aufklärung von Kindesmisshandlungen mit eingebunden werden, haben wahrscheinlich – neben Pädiater(inne)n – den tiefsten Einblick in die grausamsten Formen von Kindesmisshandlung. Ihr Fundus an Fallbeispielen, die erschreckend sind und aufrüttelnd sein können, ist groß. Mit diesem Pfund wuchern die Autoren im vorliegenden Buch – nach meinem Geschmack freilich bis an die Grenze der Geschmacklosigkeit. Nach Lektüre der Hälfte der zahlreichen Fallbeispiele drängte sich dem Rezensenten zunehmend mehr die Frage auf, ob weitere Falldarstellungen wirklich noch der Erschütterung des Lesers und damit dem Wohle der Kinder dienlich seien – oder nur noch voyeuristische Bedürfnisse befriedigen. Das mag der Auflagenstärke dienlich sein, dient aber nicht (mehr) der Aufklärung.

Wird hier also „zu viel des Guten“ getan, so in einem anderen Punkte zu wenig: dem der Wissenschaftlichkeit. Als „wissenschaftliches“ Werk wird sich das Buch wohl nicht gewertet sehen wollen, aber selbst als „populärwissenschaftliches“ kann man es nicht ansehen, und auch als „Sachbuch“ verfehlt es wesentliche Kriterien. Nur ein Kriterium will ich, um Leser(innen) dieser Rezension nicht allzu sehr zu langweilen, näher beleuchten: das eines klaren Quellennachweises. Die ersten 30 Textseiten genügen, um an Beispielen zu demonstrieren, dass die Autoren ihre Nachweispflicht allzu „locker“ handhaben. Auf S. 8 wird eine „offizielle Polizeistatistik“ als Datenursprung genannt, ohne dass die Quelle genannt würde (die zu finden mir im Übrigen auch nach langer Recherche nicht gelang; und ich halte mich für einen guten Rechercheur). Auf S. 18 wird angegeben, „das normale Arbeitspensum von Jugendamtsmitarbeitern in Berliner Problembezirken“ betrüge 120 Fälle, „ältere Kollegen“ (wie alt wird nicht genannt) würden „mindestens drei Tage pro Monat wegen Krankheit fehlen“ (nach BKK-Daten für 2011 sind es lediglich 1,1; BKK, 2012, S. 157, Diagramm 4.7). Ferner: „Von den Jüngeren hat jeder Zweite einen Versetzungsantrag laufen – zu einer anderen Behörde oder in ein anderes Bundesland.“ Quellenangaben fehlen ebenso wie in den zwei folgenden Fällen. Auf S. 30 wird deklariert: „Die jüngere neurobiologische Forschung zeigt, dass Misshandlungen in der Kindheit zu bleibenden Gehirnveränderungen führen kann.“ Da würde der interessierte Rezensent, dem solche Folgen aus der Vernachlässigungsforschung (Nelson, Fox & Zeanah, 2014) bekannt sind, doch allzu gerne wissen, auf welche empirischen Studien hier Bezug genommen wird. Und auch, auf Basis welcher ungenannten „verschiedenen Studien“ (S. 30) sich für bestimmte psychische Störungen und Störungen des Sozialverhaltens „die Wahrscheinlichkeit sogar ziemlich genau berechen“ (S. 30) lässt.

Und dann gibt es etwas Drittes, das dem Buch eher etwas „Reißerisches“ als etwas „Aufklärerisches“ gibt: Schläge unter die Gürtellinie. Bevor ich zu jenen komme, die anderen Berufsgruppen gelten, möchte ich folgendes Beispiel anführen. Da heißt es auf S. 37: „Die jungen Väter in Neukölln und Kreuzberg heißen nicht unbedingt Kevin, sondern etwa Kemal (türkisch) oder Kamal (arabisch). Aber mit den deutschstämmigen Kevins verbindet sie, dass ihr Beitrag zur Kindererziehung vornehmlich aus Schlägen besteht.“ Thilo Sarrazin hat sich für geringere Verunglimpfungen ethnischer Gruppen als ganze – und eben dieser Fall liegt hier vor! – den Vorwurf „rassistischer Äußerungen“ eingehandelt. Ich verschließe ich nicht die Augen davor, dass es auch in Migrantenfamilien und auch in solchen muslimischen Glaubens zu Kindesmisshandlung kommt; der erst 18-jährigen Yahya Hassan (2014) spricht das in seinem Gedichtband offen an – und sieht sich in Dänemark mit dem Tod bedroht durch Islamisten, die ihm nicht nachsehen wollen, dass er radikal und schonungslos mit seiner Herkunftsfamilie und deren Milieu abrechnet.

Als weitere Schläge unter die Gürtellinie bewerte ich die Art und Weise, wie sich die Autoren zu den Berufsgruppen der Pädiater(innen) und Sozialpädagog(inn)en äußern. Das sieht auch Matthias Brockstedt, Vorsitzender des Fortbildungsausschusses der Ärztekammer Berlin, Ärztlicher Leiter Kinder- und Jugendgesundheitsdienst (KJGD) Berlin-Mitte und Vertreter der KJGDs in der Projektgruppe Netzwerk Kinderschutz Berlin so. Er hat bereits am 26.2.2014 auf das vorliegende Buch eine eineinhalbseitige „notwendige Erwiderung“ (kann beim Rezensenten als word-Datei angefordert werden) vorgelegt. Ich zitiere daraus. „Angesichts des gerade im Dezember 2013 von unserem Kollegen Dr. Grundhewer für die DAKJ veröffentlichten Praxisleitfaden Kindsmisshandlung und des besonderen Engagement der Kinderärzte bundesweit ist es verständlich, dass der Berufsverband der Ärzte für Kinder- und Jugendmedizin bvkj e.V. mit Datum vom 06.02.2014 wegen dieses klaren Verstoß gegen die ärztliche Berufsordnung des respektvollen Umgangs unter ärztlichen Kollegen in der Öffentlichkeit bei der Ärztekammer Berlin berufsrechtliche Klage gegen beide Herausgeber eingereicht hat.

Gleiches könnte man den Sozialpädagogen der deutschen Jugendämter empfehlen, die von den Autoren in der Kapitelüberschrift ‚Komplizen der Misshandler‘ (Seite 104) beschrieben werden. Dazu passt als Tenor die bewusste sprachliche Verunglimpfung der Jugendhilfe als sog. ‚Wächter des Kindeswohls‘, die ihre ‚vermeintlichen Schützlinge tausendfach im Stich lassen‘ (Seite 14). Die Herausgeber ignorieren den mit dem KJHG 1991 herbeigeführten Paradigmenwechsel in der Jugendhilfe, der gerade mit dem Begriff der Kindeswohlgefährdung einen Tatbestand geschaffen hat, der es professionellen Helfern erlaubt, familienrechtlich früh einzugreifen zum Schutz von Kindern, ohne dass erst ein schuldhaftes Handeln der Eltern nachgewiesen wurde. Das passt so gar nicht zur Law and Order- Argumentation der Herausgeber und zu ihrer wiederholt zitierten ‚zero tolerance‘ gegenüber Kindesmisshandlern und ihren professionellen Helfershelfern.“

Man kann über den einen oder anderen Vorschlag, den die Autoren unter „Was muss sich ändern“ sicherlich ernsthaft diskutieren. Das Meiste aber ist wenig begründet bis unsinnig. Eine „Stiftung Warentest“ für das Jugendamt und seine Mitarbeiter(innen) kann ich nur als Scherz ansehen; für deren eventuelles Fehlverhalten sind im Rechtsstaat Deutschland dessen Strafverfolgungsbehörden zuständig – und das ist gut so. Was die Option „Adoptiveltern“ anbelangt, ist Folgendes zu sagen. Wenn die Misshandler-Eltern der Adoption nicht zustimmen, geht erst einmal gar nichts, und dass das Familiengericht die fehlende Einwilligung durch Beschluss ersetzt (§1748 BGB) setzt doch eben jene gerichtliche Feststellung grober Verletzung der elterlichen Pflichten voraus, deren Fehlen die Autoren so heftig beklagen. Zum anderen hat man in Rechnung zu stellen, dass deutsche Paare, die (ein) Kind(er) adoptieren wollen, recht wählerisch sind; misshandelte Kinder, deren Misshandlungserfahrung möglichen Adoptiveltern nicht verschwiegen werden darf, sind in der Regel nicht nur keine erste, sondern gar keine Wahl. Im Übrigen: Die Adoptionszahlen in Deutschland (derzeit unter 4000) sinken in Deutschland seit 1993 kontinuierlich ab (http://de.statista.com/statistik/daten/studie/237/umfrage/adoptierte-kinder-und-jugendliche/) – und zwar in eben dem Maße, indem die Reproduktionsmedizin Eltern zunehmend mehr ihre „eigenen“ Kinder ermöglicht (Weiguny, 2014).

Ferner: Wieso eigentlich soll es leichter sein, nach § 13 StGB (Unterlassung) als nach § 225 StGB (Kindesmisshandlung) zu verurteilen; gilt denn im ersten Fall der Grundsatz in dubio pro reo etwa nicht? Und wieso soll denn eine gesetzliche Reaktionspflicht von (Kinder-)Ärzten bedeutsam zur Aufdeckung von Kindesmissbrauch beitragen? Zum einen könnten (Kinder-)Ärzte dieser doch mit demselben Geschick ausweichen, wie – so doch die These der Autoren - den Möglichkeiten, die durch das dem Bundeskinderschutzgesetz eröffnet wurden. Zum anderen, und das wiegt schwerer, steht erfahrungsgemäß zu befürchten, dass bei drohendem „Auffliegen“ der Misshandlung eines Kindes dieses einfach nicht mehr bei Ärzten vorgestellt wird, was die körperliche und seelische Situation vieler Kinder noch verschlechtern dürfte. Unter den Maßnahmen, die die Autoren zur Verhinderung von transgenerationaler (intergenerationaler) Missbrauchsübertragung auflisten, findet sich keine einzige, die den „Transmissionsriemen“ stoppen könnte; offensichtlich haben die Autoren zwar den Namen des sozialwissenschaftliches Konzeptes verstanden, nicht aber dieses selbst. Was schließlich die – an und für sich und auch aus anderen Gründen berechtigte – Forderung nach „Krippen und Kitas nach skandinavischem Vorbild“ (S. 245) anbelangt: Ist damit wirklich gewährleistet, dass dann „garantiert kein Misshandlungssymptom mehr unentdeckt bleibt“ (ebd.)? Die Autoren bleiben belastungsfähige empirische Daten für die These schuldig.

Und wenn, was ich nicht vorweg in Abrede stellen will, die Aufklärungsrate in solchen vorschulischen Einrichtungen tatsächlich größer wäre, müsste man denn dann nicht damit rechnen, dass misshandelte Kinder einfach vorüber gehend oder gar ganz vom Besuch solcher Einrichtungen ferngehalten werden? Die Autoren haben für diesen Fall einen Vorschlag: „Wenn Eltern ihren Kindern den Besuch hochwertiger Betreuungseinrichtungen verwehren, müssen die Jugendämter den Gesundheitszustand und die Entwicklung dieser Kinder durch entsprechend geschulte Fachkräfte in geringen Zeitabständen überprüfen – auch gegen den Willen der Erziehungsberechtigten.“ (S. 245) Von sich aus dem Grundgesetz ergebenden Bedenken gegen einen solchen Vorschlag einmal abgesehen – wollen wir in Deutschland wirklich (wieder) einen Überwachungsstaat? Selbst er aber würde das Übel ja nicht an der Wurzel packen.

Damit wären wir bei meiner zentralen Kritik an den Vorschlägen der Autoren: Sie treiben keine wirkliche Ursachenanalyse. An diesem Punkte muss man weiter ausholen. Für März 2014 ist die Publikation eines Artikels in der Zeitschrift „Pediatrics“ angekündigt, über den die Cornell University, Ithaca (New York) vorab im Internet informierte (http://www.newswise.com/articles/view/613619?print-article). In einer der größten sozialepidemiologischen Studien zum Thema wurde der Frage nachgegangen, ob und in welchem Maße sich Wohlstandsungleichheit auswirkt auf Kindesmisshandlung; dass solche Ungleichheit sich negativ auswirkt auf Gesundheit und Sozialverhalten war schon zuvor bekannt gewesen – ebenso wie die Tatsache, dass Armut als solche einen Risikofaktor für Kindesmisshandlung darstellt. Leiter der Studie war John Eckenrode, Professor für Human Development, Direktor des Bronfenbrenner Center for Translational Research, Director des National Data Archive of Child Abuse and Neglect und höchstwahrscheinlich der weltweit beste Experte auf dem Gebiet der Kindesmisshandlung. Als seine zentrale Schlussfolgerung aus der genannten Studie wird zitiert: „reducing poverty and inequality would be the single most effective way to prevent maltreatment of children, but in addition there are proven programs that work to support parents and children and help to reduce the chances of abuse and neglect – clearly a multifaceted strategy is needed“.

Die Forderung nach Verminderung von Armut und sozialer Ungleichheit sucht man im vorliegenden Buch vergebens. Im Kontrast dazu: Sie ist die zentrale Forderung der deutschen Sozialen Arbeit. Kinderarmut oder – allgemeiner und positiv gefasst – Kindliches Wohlergehen (vgl. Heekerens, 2011a) sind Gegenstand wissenschaftlicher Bemühungen der Disziplin. Keine andere Profession als die Soziale Arbeit ist tagtäglich (und manchmal auch nächtens) mehr am Werk, Familien dabei zu unterstützen, das Risiko von Kindesmisshandlung zu mindern. Dass sie dies allzu oft (noch) in unvollkommener Weise tut, dass „proven programs that work“ noch zu selten zum Einsatz kommen, muss man mir nicht sagen; ich habe das in meiner jüngsten Sekundäranalyse zur „Wirksamkeit und Kosteneffektivität aufsuchender familienbezogener Arbeitsweisen bei Problemlagen von Kindern und Jugendlichen“ (Heekerens, 2011b) dargelegt. Die Gründe dafür sind vielfältig, aber ein Grund liegt darin, dass die deutsche Kinder- und Jugendhilfe – entgegen der Ansicht der Autoren (vgl. etwa S. 87) – chronisch unterfinanziert ist. Wie unterfinanziert auch und gerade in Berlin hat Detlev Schade (2014a, 2014b) von jugendhilfe-bewegt-berlin im Paritätischen Wohlfahrtsverband Berlin anlässlich des Erscheinens des vorliegenden Buches vorgerechnet. Mit Forderungen zur Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen rufen unter der Überschrift „Kinderschutz braucht Kinderschützer“ die Berliner Regionalen Sozialen Dienste (RSD) für den 30.4.2014 zu einer Demonstration vor der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft auf. Unterstützt werden Sie in ihrem Anliegen von ver.di und der Fraktion Die Linken, die im Februar 2014 einen entsprechenden Antrag im Abgeordnetenhaus von Berlin eingebracht hat.

Die Profession tut also etwas. Und die Disziplin könnte und müsste auch etwas tun. Ich denke an Zweierlei. Zum einen hat sie das Ihre dazu beizutragen, dass für deutsche Verhältnisse passende „proven programs that work“ entwickelt, evaluiert und implementiert werden; ich denke dabei besonders an Programme, die Traditionen der Gemeindepsychologie mit solchen der Familientherapie kombinieren (Heekerens, 2012). Zum anderen könnte die Disziplin das Buch und seine Wirkungsgeschichte in den Medien zum Anlass nehmen, über die „Öffentlichkeitsarbeit“ der Sozialen Arbeit nachzudenken. „Eine erschütternde Anklageschrift“. Mit diesen Worten wird das hier vorliegende Buch bezeichnet und mit ihnen enden die 22.30h-tagesthemen des ARD vom 30.1.2014 (als Download verfügbar unter http://www.tagesschau.de/inland/jugendaemter-deutschland100.html). Vorgestellt wurde – durch die beiden „offiziellen“ Autoren - das Buch und vorgeführt wurden das Jugendamt und die Sozialpädagogische Familienhilfe. Die deutsche Soziale Arbeit hat kein „Büro für Öffentlichkeitsarbeit“, die eine solche Sendung auf ihrem Radar hätte und als Gegenmaßnahme korrigierende Medienmitteilungen versenden würde.

Ich will eine kleine Utopie wagen: Wie wäre es mit einer von den Fach- und Berufsverbänden gemeinsam berufenen und (finanziell oder durch Lehrdeputatsreduktion) geförderten Taskforce für Öffentlichkeitsarbeit? Ich habe Utopien, aber will keine Illusionen verbreiten. Deshalb zwei praktische und praktikable Hinweise. Wie wäre es denn, wenn man die in vielen BA- und MA-Studiengängen der Sozialen Arbeit vorgesehenen „Forschungswerkstätten“ hie und da verwenden würde zur Klärung der Fragen, welches Öffentlichkeitsbild die Soziale Arbeit hierzulande hat, wer dieses prägt und wie die Soziale Arbeit darauf einwirken könnte? Und wie wäre es, wenn die doch mancherorts vorhandenen Lehrkräfte zum Themenkreis „Soziale Arbeit und Medien“ sich der vorgenannten Sache annehmen würden – oder ist alles, was dort üblicherweise verhandelt, wirklich unbedingt wichtiger?

Die von mir ins Auge gefasste Öffentlichkeitsarbeit verstehe ich als Teil der Identitätsbildung. Wie viele Kolleg(inne)n in der Praxis leiden nicht nur unter schlechter Bezahlung und schlechten Arbeitsbedingungen, sondern auch unter einem schlechten Image? Wie viele von ihnen wollen nicht zuletzt wegen der gesellschaftlichen Geringschätzung den Beruf oder zumindest die Bezeichnung wechseln? Sie werden Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut(inn)en oder nennen sich Suchttherapeuten. Und wie viele „gute Leute“ schrecken bereits vorm Studium zurück, weil die Soziale Arbeit einfach keinen guten Leumund hat?

Fazit

Muss man (oder) frau als Angehörige(r) der Sozialen Kultur das Buch lesen? Wohl kaum. An „belastbaren“ Fakten bringt es nichts Neues, die vorgebrachten „Verbesserungsvorschläge“ betreffen entweder die Soziale Arbeit nicht oder, wenn sie diese betreffen, zeugen sie teils von Unkenntnis, teils von Arroganz. Das Buch hat nichts zu tun mit einer seriösen Auseinandersetzung mit einem ernsten Thema, es erfüllt keinen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit, es ist polemisch bis zur Dünkelhaftig- und Fremdenfeindlichkeit – und reiht sich bestens ein in die eingangs aufgelisteten „(kriminal-)reißerischen“ Ouevres des Senior Authors.

Wer aber meine obige Anregung zu einer Taskforce „Öffentlichkeitsarbeit“ aufgreifen möchte, sollte das Buch lesen. Vor allem – mit hoffentlich medienwissenschaftlich geschultem Blick – daraufhin prüfend, mit welchen Mitteln es dem Buch gelungen ist, selbst in „seriösen“ Medien so viel Raum eingeräumt zu bekommen und Zuspruch zu finden. Diese Wirkungsgeschichte des Buches wäre mit in den analysierenden Blick zu nehmen.

Quellennachweis

  • BKK Bundesverband (Hrsg.) (2012). BKK Gesundheitsreport 2012. Gesundheit fördern – Krankheit versorgen – mit Krankheit leben (http://www.bkk-nordwest.de/pressecenter/publikationen/download/bkk_gesundheitsreport_2012.pdf).
  • Hassan, Y. (2014). Gedichte. Aus dem Dänischen von Annette Helmut und Michel Schleh. Berlin: Ullstein.
  • Heekerens, H.-P. (2011a). Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen. Das Konzept von UNICEF. Frühe Kindheit, 14 (5), 22-29.
  • Heekerens, H.-P. (2011b). Wirksamkeit und Kosteneffektivität aufsuchender familienbezogener Arbeitsweisen bei Problemlagen von Kindern und Jugendlichen. In M. Müller & B. Bräutigam (Hrsg.), Hilfe, sie kommen. Systemische Arbeitsweisen im aufsuchenden Kontext (S. 28-40). Heidelberg: Carl-Auer.
  • Heekerens, H.-P. (2012). Aufsuchende familienbezogene Vorgehensweisen und Gemeindepsychologie – historische und systematische Betrachtungen. Forum Gemeindepsychologie, 2012, 17(1) (http://www.gemeindepsychologie.de/fg-1-2012_03.html).
  • Nelson, C., Fox, N. & Zeanah, C. (2014). Romania´s abondoned children. Cambridge: Harvard University Press.
  • Schade, D. (2014a). Ambulante Hilfen zur Erziehung, Berlin, März 2014 Teil 1 (http://www.jugendhilfe-bewegt-berlin.de/startseite/aktuelles-detailansicht/article/ambulante-hilfen-zur-erziehung-teil-1-die-vergangenheit.html).
  • Schade, D. (2014b). Ambulante Hilfen zur Erziehung, Berlin, März 2014 Teil 2 (http://www.jugendhilfe-bewegt-berlin.de/startseite/aktuelles-detailansicht/article/ambulante-hilfen-zur-erziehung-teil-3-die-zukunft.html).
  • Weiguny, B. (2014). Wo kommen all die Babys her? Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 23.3.2014, S. 17.

Rezensent
Prof. Dr. Dr. Hans-Peter Heekerens
Hochschullehrer i.R. für Sozialarbeit/Sozialpädagogik und Pädagogik an der Hochschule München
Homepage de.wikipedia.org/wiki/Hans-Peter_Heekerens
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Zitiervorschlag
Hans-Peter Heekerens. Rezension vom 02.04.2014 zu: Michael Tsokos, Saskia Guddat: Deutschland misshandelt seine Kinder. Droemer Knaur (München) 2014. ISBN 978-3-426-27616-7. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/16475.php, Datum des Zugriffs 18.10.2019.


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