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Tim Rohrmann, Christa Wanzeck-Sielert: Mädchen und Jungen in der KiTa

Cover Tim Rohrmann, Christa Wanzeck-Sielert: Mädchen und Jungen in der KiTa. Körper, Gender, Geschlecht. Verlag W. Kohlhammer (Stuttgart) 2013. 236 Seiten. ISBN 978-3-17-022122-2. 27,99 EUR.
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Autorin und Autor

Die Autorin, Christa Wanzeck-Sielert, lehrt u.a. an der Universität Flensburg, der Autor, Tim Rohrmann, lehrt an der Ev. Hochschule Dresden.

Aufbau

Das vorliegende Buch beschäftigt sich mit dem Themenkomplex Körper, Gender und Sexualität und folgt dieser Reihenfolge weitgehend im Kapitelaufbau. Gegliedert ist jedes Kapitel in mehrere Unterkapitel.

Nach einer kurzen Einleitung (S. 9-12) gibt das zweite Kapitel, betitelt „Körper“, einen kurzen Abriss zu theoretischen Begrifflichkeiten, Bedeutung frühkindlicher Körperkontakte und der körperlichen Entwicklung (S. 13-30).

Das dritte Kapitel, überschrieben mit Gender (S. 31-62), gibt ebenfalls einen theoretischen Überblick, zeigt Stufen der Entwicklung auf, bietet zudem einen intersektionalen Überblick und beschreibt Kindertageseinrichtungen als Sozialisationsinstanzen.

Im vierten Kapitel, das sich dem Thema Sexualität widmet (S. 63-94), wird neben Grundlagenwissen zur Sexualität auf die sexuelle Entwicklung der Kinder sowie auf sexuell grenzverletzendes Verhalten rekurriert.

Das fünfte Kapitel (S. 95-123) thematisiert die Fachkräfte, richtet den Fokus also auf Erwachsene und beschreibt in den ersten zwei Abschnitten Gender-Implikationen, bevor auf den Komplex von Nähe und Distanz eingegangen wird.

Im sechsten Kapitel (S. 124-144) wird Gender in den Kontext der Bildungsdiskussion eingeordnet.

Das siebente Kapitel (145-159) beschreibt Grundlagen der Sexualpädagogik, während das daran anschließende Kapitel Schritte in die Praxis diskutiert (S. 160-184).

Im neunten Kapitel rekurrieren Wanzeck-Sielert und Rohrmann auf Gender in den Bildungsbereichen (S. 185-202).

Das Abschlusskapitel beschäftigt sich mit der Zusammenarbeit mit Müttern und Vätern (S. 203-218).

Inhalt

In der Einführung verweisen beide, Autorin und Autor, auf thematische, nicht immer (analytisch) trennbare Zusammenhänge eigener Geschlechtszugehörigkeit, Entwicklung und Sozialisation, beginnend mit Zitaten aus einem Ratgeber zur Sexualerziehung zu Beginn der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts. Beide, Christa Wanzeck-Sielert und Tim Rohrmann (von jetzt an in dieser Rezension der Höflichkeitsgepflogenheit folgend erst die weibliche, dann die männliche Autorschaft nennend), verweisen auf die Geschlechtsidentitäts-Bedürfnisse der Kinder, sich selbst als eindeutig zu (re-) präsentieren und geschlechtshomogene Kontakte aufrechtzuerhalten, ein Bedürfnis, das heute pädagogische Anerkennung findet. Neben selbstreflexiven Zugängen zum Thema betonen beide die Intention der Reflexivität für die Leserinnen und Leser des Buches.

Im zweiten Kapitel werden zu Beginn Reflexionsfragen zum Umgang mit dem eigenen Körper gestellt und die Begriffe Körperkontakt und Berührungen differenziert betrachtet. Im zweiten Unterkapitel folgen theoretische Betrachtungen zu den Begriffen Leib und Körper, an die sich soziologische (im engeren Sinne: sozialisationstheoretische) Überlegungen anschließen. An theoretischen Perspektiven wird sowohl hier als auch im dritten Unterkapitel vorrangig auf psychoanalytische bzw. psychodynamische Annahmen verwiesen zuungunsten eher biologistisch bzw. essentiell ausgerichteter Theorieannahmen. Im Anschluss folgt eine kurze Definition zu Identität, wobei ausschließlich auf Oerters und Eriksons Definition zurückgegriffen wird. Als empirische Untersuchung (und zur Untermauerung der Bedeutung frühkindlicher Körpererfahrungen) wird auf Studien von Daniel Stern verwiesen, andere, wie bspw. von Gupnik et al. werden nicht erwähnt. Der vierte Abschnitt des zweiten Kapitels beschäftigt sich mit Körperkontakten im Vorschulalter, der körperlichen Entdeckungslust von Kindern. Auch die kommunikative Funktion von Berührungen wird dargestellt und Zusammenhänge von Bewegung und Sprache und Bewegung und Spiel werden erläutert. Bemerkenswert in diesem Abschnitt, dass nicht nach Geschlecht differenziert wird. Im darauffolgenden Abschnitt zu Körperkontakten und Körperinszenierungen im Grundschulalter werden Körpererfahrungen, Körperbilder und Umgang mit dem eigenen Körper geschlechtsdifferenziert betrachtet. Im sechsten Abschnitt wird die körperliche Entwicklung, ebenfalls unter geschlechtsdifferenzierenden Gesichtspunkten, bilanziert dargestellt. Der 7. Abschnitt bildet die Zusammenfassung des Kapitels. 3 Literaturempfehlungen runden das Kapitel ab.

Im dritten Kapitel wird das Thema Gender diskutiert. Dazu werden im ersten Abschnitt Begriffsdefinitionen gegeben und knapp auf Diskurse zu Gender Mainstreaming, Diversity und Inklusion verwiesen. Der zweite Abschnitt verweist auf das System der Zweigeschlechtlichkeit, während der dritte Abschnitt auf Stufen der Entwicklung verweist, insbesondere auf die Entdeckung der Geschlechterunterschiede und Geschlechterunterschiede im Verhalten. Dabei werden ausschließlich konventionelle Familienmodelle berücksichtigt. Im vierten Abschnitt werden Erklärungsansätze geboten, die vorrangig auf die „nature-vs-nurture“ – Debatte rekurrieren. In einzelnen Absätzen wird sodann die Bedeutung biologischer Faktoren, Einfluss und Bedeutung von Sozialisation und kognitiver Entwicklung, der Einfluss der Eltern und der Prozess der Geschlechterdifferenzierung diskutiert. Zusätzlich wird in einem Exkurs auf Inter- und Transsexualität verwiesen. Absätze zu Doing Gender, Jungen- und Mädchenwelten und einem integrativen Ansatz beschließen diesen Abschnitt. Der fünfte Abschnitt ist einem intersektionalen Ansatz verpflichtet, worauf bereits der Titel Gender, Ethnie und Migration hinweist. Deutliche Kritik an mangelnder empirischer Forschung und dementsprechend empirischen Ergebnissen wird in diesem Abschnitt geübt. Der sechste Abschnitt betrachtet Kindertageseinrichtungen als Sozialisationsinstanz. Darin wird in einzelnen Absätzen zum einen das Geschlechtersystem von Kindertageseinrichtungen betrachtet, zum anderen werden pädagogische Konzepte als nicht geschlechtsneutral dargestellt. Der siebte Abschnitt dient als Resümee und schließt mit einer Literaturempfehlung ab.

Das vierte Kapitel ist dem Thema Sexualität gewidmet. Im ersten Abschnitt, betitelt „Was ist Sexualität“ werden unterschiedliche Definitionen von Sexualität gegeben. Im zweiten Abschnitt werden Grundlagenkonzepte von Sexualität dargestellt, unter anderem das Trieb- und das Ressourcenmodell miteinander verglichen und Konzeptionen kindlicher Sexualität diskutiert. Der dritte Abschnitt zeigt die Entwicklung von Sexualität im Kindesalter auf, mit einzelnen Absätzen zum Sexualwissen von Kindern, zur psychosexuellen und psychosozialen Entwicklung von Kindern, einer Überblickstabelle zu Ausdrucksformen kindlicher Sexualität, einer Differenzierung nach dem Lebensalter der Kinder und einem eigenen Absatz zu Hetero- und Homosexualität. Im vierten (und letzten) Abschnitt vor der Zusammenfassung werden sexuell grenzverletzendes Verhalten und sexuelle Verhaltensauffälligkeiten thematisiert. Innerhalb dieses Abschnitts werden Probleme mit der Definition von Norm und Normalität im Zusammenhang mit kindlicher Sexualität thematisiert, sexuell auffälliges Verhalten thematisiert und sexuelle Gewalt an Kindern von sexuell grenzverletzendem Verhalten abgegrenzt. Insbesondere das Thema sexueller Übergriff wird breiter erörtert. Eine Tabelle mit häufig und selten beobachteten sexuellen Verhaltensweisen von Kindern rundet das Kapitel ab. Nach einer knappen Zusammenfassung werden Literaturempfehlungen zum Thema gegeben.

Im fünften Kapitel werden vorrangig Erwachsene fokussiert, die als Fachkräfte in Kitas tätig sind. Im ersten Abschnitt des Kapitels, betitelt Erzieherin als Frauenberuf, folgt ein längerer Exkurs zur Geschichte des Berufs der Erzieherin, wobei genderspezifische Verweise eingebunden sind (so z.B. der Verweis auf Fröbel als Mann im Kindergarten). In einem weiteren Exkurs wird die aktuelle Datenlage zur Beschäftigtenzahl von Männern und Frauen in päd. Institutionen und speziell im frühpädagogischen Bereich dargestellt. Der darauffolgende Absatz beschäftigt sich insbesondere mit dem Phänomen Kinderbetreuung und weiblicher Sozialisation und leitet zum provokanten Untertitel des nächsten Absatzes über: „Wie professionell dürfen Erzieherinnen sein?“ Darin wird insbesondere auf negative Folgen traditionell weiblicher Sozialisation eingegangen: „Bis heute wirken traditionelle Erwartungen und Zuschreibungen auf Frauen, insbesondere auch auf junge Frauen, ein. Das schlechte Gewissen von Erzieherinnen spiegelt das schlechte Gewissen vieler Mütter wider, ihre Kinder überhaupt in der KiTa „abzugeben“. Viele – auch erfolgreich berufstätige – Mütter haben trotz aller Emanzipation das Bild verinnerlicht, dass sie eigentlich zu Hause bleiben und sich um ihre Kinder kümmern müssten“ (S. 102, Hervorh. v. Autor). Im nächsten Abschnitt wird die Frage nach (mehr) männlichen Fachkräften in Kitas gestellt und beantwortet. So wird zunächst eine Begründung für mehr Männer in Kitas geliefert und historisch hergeleitet. In einem Exkurs wird die Bedeutung des Geschlechts pädagogischer Fachkräfte für Kinder dargestellt und die Frage gestellt, ob Männer anders erziehen als Frauen und differenziert beantwortet unter Hinzuziehung österreichischer und deutscher Forschungsergebnisse. Ein Exkurs zu Barrieren und Hindernissen schließt den Abschnitt ab. Im dritten Abschnitt wird der Umgang mit Nähe und Distanz thematisiert, die Bedeutung von Körperkontakt dargestellt und begründet, auch an so (vermeintlich) schwierigen Situationen und Interaktionen wie Wickeltischsituationen (und der Frage, wie offen diese gehandhabt werden können), sexueller Neugier der Kinder und der Umgang mit dem Generalverdacht, unter den bisher vorrangig Männer gestellt wurden. Im vierten Abschnitt werden Anregungen zu Selbstreflexion und Dialog gegeben und dabei sowohl auf autobiografische Selbstreflexion (von der tautologischen Sprachverwendung einmal abgesehen), Reflexion der Berufsbiografie und Dialoge von Männern und Frauen rekurriert. Ein kurzer zusammenfassender Abschnitt und Literaturempfehlungen runden das Kapitel ab.

Das sechste Kapitel verweist auf Gender im Kontext der Bildungsdiskussion. Dabei wird im ersten Abschnitt der Zusammenhang von Gender und Bildungserfolg diskutiert, auf frühe Förderung als (mögliche) Lösung hingewiesen und heterogene Ergebnisse dazu differenziert dargestellt. Im Exkurs zu Mädchen und Bildung wird dieser eingeleitet mit der Titelfrage „‚Passen‘ Mädchen und Bildung besser zusammen?“ werden theoretische Erklärungen vorgestellt, die vorrangig auf die Akteursposition der Kinder abheben und dyadische bzw. triadische Beziehungen (z.B. zu den Lehrkräften und ihren Erwartungen) eher außer acht lassen. Die darauffolgenden Absätze stellen Unterschiede in einzelnen Bildungsbereichen dar, so z.B. Unterschiede in Sprache und Kommunikation oder Unterschiede in der Fähigkeit zur Selbstregulation. Der zweite Abschnitt des Kapitels rekurriert auf den Bildungsauftrag von Kindertagesstätten und startet mit einem Absatz zum Verständnis kindlicher Bildung als aktivem Kokonstruktionsprozess, um im nächsten Abschnitt Gender in Bildungs- und Orientierungsplänen zu diskutieren. Kleinere, kürzere Exkurse zu Partizipation, Inklusion, interkulturellen und religiösen Orientierungen, zu Christentum und Islam beenden diesen Abschnitt. Der dritte Abschnitt, betitelt Gender als Schlüssel für Bildungsprozesse, sieht geschlechterbewusste Pädagogik als Querschnittsaufgabe, zeigt in zusammenfassender Form theoretische und praktische Perspektiven von Genderkompetenzen auf und würdigt politische Strategien (Gender Mainstreaming und Gleichstellung) kritisch. Eine kurze Zusammenfassung und Literaturempfehlungen beschließen das sechste Kapitel.

Das siebente Kapitel gibt einen Überblick zu Grundlagen der Sexualpädagogik. Begonnen wird mit einem Abschnitt zu sexueller Bildung und Sexualpädagogik, in dem Begriffsklärungen und -abgrenzungen vorgenommen werden (so z.B. Sexualpädagogik von Sexualerziehung). Im zweiten Abschnitt werden sexualpädagogische Positionen und Konzepte kursorisch dargeboten, wobei einschränkend erklärt wird, dass die hier dargestellten Positionen idealtypisch zusammengefasst wurden, und in der Praxis kaum bzw. gar nicht in dieser Reinform auftreten. Der darauffolgende Abschnitt rekurriert auf sexualpädagogische Handlungskompetenz und diskutiert Voraussetzungen für das professionelle Handeln der Fachkräfte, so z. B. Selbstreflexion, sexualpädagogisches Fachwissen, pädagogische Selbstwirksamkeit und das Arbeiten im Team. Ein Exkurs zum Thema Umgang mit Verdacht auf sexuellen Missbrauch am Ende des siebenten Kapitels gibt Hinweise für pädagogische Fachkräfte. Eine Zusammenfassung und weiterführende Literaturempfehlungen bilden den Abschluss des Kapitels.

Das achte Kapitel fokussiert Schritte in die Praxis. Im ersten Abschnitt werden dazu Beobachtung und Dokumentation als Grundlage pädagogischer Arbeit dargestellt. Die Trennung von Beobachtung und Interpretation – so auch der Titel eines Absatzes – dient dabei der Einschätzung von Handlungen. Im nachfolgenden Absatz werden Beobachtungs- und Dokumentationsverfahren genderbezogen kritisch gewürdigt. Im Abschnitt zu Wahrnehmen und Beobachten als körperliche Erfahrung wird der Körper, wie im Untertitel angedeutet, erneut in den Mittelpunkt gestellt und sodann auf die körperlichen Empfindungen und Eindrücke der Fachkräfte Bezug genommen: „…Beobachtung nicht nur als Schauen (und Zuhören) zu verstehen, sondern auch das affektive Betroffensein, das in der Wahrnehmung des eigenen Körpers spürbar ist, als Beobachtungsquelle anzuerkennen. Es geht hierbei also nicht um die Reflexion des körperlichen Verhaltens und der Körpersprache von Kindern, sondern um die körperlichen oder „leiblichen“ Eindrücke der pädagogischen Fachkräfte bei der Beobachtung von Mädchen und Jungen“ (S. 164). Der Exkurs zu Geschlechtergerechtigkeit einer Kita zitiert dazu auf 2 Seiten Fragen zur kritischen Reflexion, die einem früheren Werk von Tim Rohrmann entnommen sind. Im zweiten Abschnitt des Kapitels wird die Raumgestaltung von Kindertagesstätten im Genderfokus unter die Lupe genommen und anhand der Frage „Wie nutzen Mädchen und Jungen Räume“ und geschlechterbewusster Raumgestaltung analytisch aufbereitet. Im dritten Abschnitt wird dem Thema Gender in Gesprächen mit Kindern nachgegangen und als Möglichkeit dargestellt, nicht nur die Kinderperspektive in den Fachdiskurs einzuführen, sondern auch als didaktische Methode der Pädagogik eine breite Palette an Einsatzmöglichkeiten zu konkretisieren. Innerhalb dieses Abschnitts wird ein Exkurs zum Sprechen über heile Themen (der Sexualität) angeboten, der zudem auch die Perspektive der Eltern und Erzieherinnen einbezieht: „Häufig geht es um die Frage, ob eine Erzieherin oder ein Erzieher Fragen von Kindern zum Thema Sexualität überhaupt beantworten soll, da Sexualerziehung als familienergänzende Maßnahme in der KiTa stattfindet. Hier ist nicht nur Transparenz, Information und eine konstruktive Kommunikationskultur mit den Eltern von großer Bedeutung, sondern auch das Vorliegen eines sexualpädagogischen Konzepts…Ein Gespräch mit Mädchen und Jungen über ihre Fragen erfordert Zeit und Kreativität, kann aber auch beiden Seiten Spaß machen. Eine Nichtbeantwortung ihrer Fragen ist für Kinder dagegen nicht zu verstehen und kann sie verunsichern“ (S. 172). Im vierten Kapitelabschnitt wird explizit auf Mädchen- und Jungenarbeit eingegangen und geschlechtshomogene, geschlechtsheterogene und gegengeschlechtliche Ansätze werden diskutiert und gegeneinander abgewogen. Kleinere Exkurse zu Jungen- und Mädchenräumen sowie religiös begründeter Geschlechtertrennung beenden den Abschnitt. Der vorletzte Abschnitt rekurriert auf die kollegiale (Fall-)Beratung, so auch der Titel des Unterkapitels, und beschreibt den konkreten Ablauf der kollegialen Fallberatung. Eine kurze Zusammenfassung und Literaturempfehlungen, allerdings ausschließlich genderbezogen (und nicht auf Sexualität) schließen das achte Kapitel ab.

Im neunten Kapitel werden Zusammenhänge von Gender und Bildung erneut thematisiert, diesmal ausgewiesen als Gender in einzelnen Bildungsbereichen. Dabei werden explizit die Bildungsbereiche Körper, Bewegung und Gesundheit, Soziales Lernen und Umgang mit Konflikten, Sprache und Kommunikation, Ästhetische Bildung, Mathematik, Naturwissenschaften und Technik, Neue Medien sowie Ethische und religiöse Bildung angesprochen. Jedem einzeln angesprochenen Bildungsbereich wird eine kurze Literaturempfehlung beigefügt. Im Bildungsbereich Ethische und Religiöse Bildung wird ein sehr kurzer Exkurs zu religiöser Bildung im christlichen Kontext angeboten, andere Religionen werden hierbei nicht erwähnt. In der Zusammenfassung zum neunten Kapitel wird eher eine Weiterentwicklung der jeweiligen Bereiche gefordert als die Bereitstellung spezifischer Methoden oder Materialien.

Im zehnten Kapitel wird explizit die Zusammenarbeit mit Müttern und Vätern diskutiert. Im ersten Abschnitt wird auf die Frage des Ansprechens von und der Beteiligung der Eltern eingegangen und in mehreren Exkursen diskursiv Möglichkeiten aufgezeigt. Insbesondere die Einbeziehung der Väter wird hier betont. Im ersten Abschnitt werden zudem interkulturelle Erwägungen (Eltern aus unterschiedlichen Kulturen) aufgezeigt. Im zweiten Abschnitt mit dem Titel Sensibilisierung von Eltern für Geschlechterthemen wird insbesondere auf themenbezogene Elternabende als Möglichkeit und Gestaltungsraum diskutiert. Im dritten Abschnitt wird Elternarbeit zum Thema Sexualität angesprochen. Darin werden mögliche Formen vorgestellt, es lassen sich Elterngespräche und Elternabende dafür nutzen. Unterschiedliche kulturelle Einstellungen zu Sexualität werden ebenfalls thematisiert. Im vierten Abschnitt werden gezielte Angebote für Väter vorgestellt, Vorschläge für stärkere Einbeziehung der Väter in den KiTa-Alltag gemacht, Aktivitäten für Väter und Kinder aufgezeigt und männliche Fachkräfte in der Zusammenarbeit mit Vätern in den Blick genommen. Ein kleiner Abschnitt fragt im Anschluss nach den Müttern, bevor das Kapitel mit Zusammenfassung und Literaturempfehlungen endet.

Diskussion

Bemerkenswert in der ersten (globalen) Einschätzung ist die Unterrepräsentation des Themas Körper im Buch. Explizit als Diskussionsbeitrag im Untertitel ausgewiesen, wird nach dem zweiten Kapitel das Thema nicht mehr als spezifischer Inhalt ausgewiesen, sondern findet sich (nur noch) in einzelnen Abschnitten abgehandelt. Hier wäre eine deutlichere Repräsentation angemessen gewesen. Bemerkenswert weiterhin ist das Fehlen einer explizit rechtlichen Einordnung (wiewohl schon oft vorgenommen, sorgt das Thema in den Kindertageseinrichtungen und der alltäglichen pädagogischen Arbeit doch immer wieder für Verunsicherungen – hier wäre ein zumindest kurzer, knapper, expliziter Abriss wünschenswert gewesen).

Im zweiten Kapitel werden theoretische Perspektiven außerhalb psychoanalytischer bzw. psychodynamischer Annahmen (Bindungstheorie) keine weiteren Theorieansätze dargestellt, obwohl durchaus weitere zur Verfügung stehen und gerade im Kontext der Körper-Leib-Debatte soziologisch wie erziehungswissenschaftlich fruchtbar und ergiebig sind. In der Definitionsbox zu Identität hinwiederum wird ausschließlich auf eine der psychologischen Definitionen von Identität zurückgegriffen, andere – wie beispielsweise konstruktivistische – Definitionen bleiben unbegründet außen vor.

Im dritten Kapitel zum Thema Gender hätten sich Anschlussmöglichkeiten zum Thema Sexualität geboten, die nur selten genutzt werden. So wird im Abschnitt zur Entdeckung der Geschlechterunterschiede lediglich das traditionelle Familienbild berücksichtigt: „Von Beginn an erleben Kinder Unterschiede zwischen Männer- und Frauenkörpern, insbesondere zwischen Mutter und Vater“ (S. 37). Die zunehmende Zahl alleinerziehender Eltern schient hier keinen Niederschlag zu finden, ebenso wenig die Zahl der nicht-traditionellen Lebensentwürfe, in denen (auch) Kinder leben. Eine erhebliche Einschränkung zur Reichweite des Buches – schade. In einem Abschnitt zu Erklärungsansätzen wird zudem nur auf -inzwischen- veraltete Formen Bezug genommen: die bisherige Form des Akronyms LGBT (lesbian, gay, bisexual, trans*) wird längst erweitert in der Form LGBTIQQ (inter, queer, questioning) verwendet. Zudem erscheint folgende Aussage mindestens problematisch: „Dabei betrifft die postulierte „Vielfältigkeit von Geschlechtern“ nur eine kleine Gruppe von Menschen in bestimmten Milieus. Es erscheint fragwürdig, aufgrund der Existenz von Zwischenformen zwischen den Geschlechtern die Bedeutung der biologisch begründeten Zweigeschlechtlichkeit des Menschen grundsätzlich in Frage zu stellen“ (S. 49, Hervorh. durch Autor). Eine Abwertung von Minoritäten hätte vermieden werden können – diese Abwertung schränkt die Aussagequalität des Kapitels denn doch erheblich ein. Insgesamt fällt am Kapitel 3 auf, dass zwar (durchweg uneinheitlich) auf Forschungs- und Analysekonzepte Bezug genommen wird, jedoch bleibt die Auswahl der Konzepte unerklärt. Neben Doing gender hätte sich auch Undoing gender angeboten, neben Konstruktionsprozessen ebenso De- und Rekonstruktionsprozesse. Wieso diese nicht einbezogen wurden, ist an dieser Stelle nicht nachvollziehbar. Positiv hervorzuheben ist die (wenn auch vereinzelte und unsystematische) Einbeziehung internationaler Forschungsergebnisse, z.B. zu Raumnutzung von Kindern oder zur kritischen Betrachtung von Reggiopädagogik. Im Sinne guter wissenschaftlicher Praxis hätte die Auswahl begründet werden können (und auch müssen).

Im vierten Kapitel werden Facetten kindlicher Sexualität beleuchtet und dazu z.B. eine Studie zum Sexualwissen von Kindern herangezogen. Neben wichtigen, grundlegenden Erkenntnissen zum Sexualwissen von Kindern sind allerdings weitere, ergänzende Studien verfügbar, so dass nicht ersichtlich wird, warum diese nicht einbezogen wurden (z.B. die Studien von Brilleslijper-Kater et al. (2000) und Volbert 2000). In der Auseinandersetzung mit der Emotion Scham hätte auch auf aktuelle Publikationen Bezug genommen werden können (z.B. Blumenthal 2014), allerdings sind das nur marginale Einschränkungen.

Im fünften Kapitel werden Interdependenzen von Gender und Fachkräften aufgezeigt. Insgesamt stellen sich gerade im Abschnitt zu den weiblichen Fachkräften doch Fragen, die von Wanzeck-Sielert und Rohrmann hätten gestellt werden müssen – gender pay gap ist nur eine- wenn auch eine eminent wichtige – davon. Zwar wird eingegangen auf die für Frauen weniger wichtige Bedeutung von Einkommen (und auch hier stellen sich Fragen nach weiblicher - deutscher – Sozialisation, die weder angerissen noch beantwortet werden), aber makropolitische Zusammenhänge werden ignoriert bzw. vernachlässigt. Hingegen werden im Abschnitt zu den männliche Fachkräften zwar Studien zu Bindungsforschung zitiert, aber Verweise zur Beziehung Eltern-Kind, Eltern-Erzieherin außer acht gelassen: wenn Interaktionen von Mädchen eher in der Nähe der Erwachsenen stattfinden und Jungen eher etwas entfernt (und innerhalb ihrer Peergroup), ist es immerhin möglich (und wahrscheinlich), dass sozialisatorische Einflüsse durch Elternhaus und Co hierbei in der Kita zum Tragen kommen. Diese nicht in Betracht zu ziehen bei der Darstellung von Forschungsergebnissen stellt ein erheblich einschränkendes Manko dar: „Wenn es stimmt, dass sich Jungen vor allem deswegen oft aus der Aufsicht von Erwachsenen entfernen, weil es sich bei diesen um Frauen handelt, dann könnte das Überwiegen weiblicher Fachkräfte sich schon deshalb negativ auf die soziale Anpassung dieser Jungen auswirken. Weiter gehende Annahmen zu Prozessen der Identitätsentwicklung sind dafür gar nicht notwendig…“ (S. 107). Es ließe sich an dieser Stelle vermuten, dass hinter diesen Aussagen vermutlich ebenfalls rollen- und genderspezifische Klischees wirksam werden: Jungen brauchen Männer in der Kita – welche Männer das sind, ob (alle und damit egal welche) Männer auch gut für den einzelnen Jungen sind, an welcher Stelle zu vermuten steht, dass jeder Junge von irgendeinem Mann in der Kita profitiert – diese Fragen bleiben verdeckt, damit nicht gestellt und damit offen. Problematisch erscheinen insbesondere Aussagen, wie im Abschnitt zum Umgang mit Nähe und Distanz getroffen, die nahelegen, dass ein Generalverdacht (auf sexuelle Gewalt an Kindern) ausschließlich Männer beträfe – dies ist realiter nicht der Fall. Hier wären differenzierende Aussagen doch wünschenswert gewesen.

Im sechsten Kapitel werden einzelne Querschnittsthemen zu Gender angesprochen, in der Regel aber nur kurz und knapp angerissen und die Auswahl der Themen nicht begründet. Im Sinne guter wissenschaftlicher Praxis hätte zumindest die Begründung für die Auswahl geliefert werden können. Positiv hervorzuheben ist die Einbeziehung intersektionaler Aspekte wie Kultur und Religion, allerdings ist hier kritisch anzumerken, dass von allen großen Weltreligionen genau 2 in einem sehr kurzen Exkurs angerissen werden. Unklar bleibt dabei die Intention – es könnte angenommen werden, dass (wenn sich der Band nur auf die BRD beschränkt) im deutschen Raum nur genau diese zwei Religionen vertreten sind – dann bleibt allerdings noch kritischer zu fragen, warum das Judentum exkludiert wurde oder es könnte angenommen werden, dass nur diese zwei Religionen ein Problem im Genderbereich haben (und demzufolge alle anderen nicht – ganz abgesehen davon, dass diese Annahme – weiter gedacht – grundgesetzlich nicht mit dem Fundament der BRD übereinstimmte)…alle weiteren Implikationen werden damit noch gar nicht angesprochen.

In Kapitel 7 werden Grundlagen der Sexualpädagogik angesprochen mit der Betonung eigenaktiven Lernens von Kindern, zugleich aber die Sorgen der Erwachsenen thematisiert und aufgegriffen. Insbesondere ist positiv hervorzuheben, wie der Umgang mit grenzverletzendem sexuellen Verhalten diskutiert wird: „Zur Entwicklung von sexueller Selbstbestimmung im Kindesalter ist vor allem der „Schutz vor Fremdbestimmung“ von Bedeutung. Dies bezieht sich jedoch nicht nur auf den Schutz vor sexuellen Übergriffen, sondern auch auf die Einschränkung und Verweigerung von Erfahrungs- und Lernumgebungen… Wenn sexuelle Interaktionen mit Gleichaltrigen verboten werden und die bedeutsamen Erwachsenen aus Angst vor Grenzüberschreitungen auf Distanz bleiben, werden Kinder verunsichert. Kinder lernen Selbstbestimmung auch aus kleinen Unvorsichtigkeiten und Grenzgängen, bei denen sie sich dann mit Erwachsenen beraten können – wenn sie sich denn trauen, davon zu berichten und die Erwachsenen mit Bedacht reagieren“ (S. 149-150). Nur selten wird das Nichthandeln professioneller Fachkräfte thematisiert – umso bemerkens- und begrüßenswerter, dass im 7. Kapitel genau dieses Nichthandeln (und sich daraus ergebende mögliche Konsequenzen) aufgegriffen wird: „In jeder KiTa finden Sexualerziehung und sexuelle Bildung statt – und auch das Nichtreagieren, das Übersehen und Verdrängen des Sexuellen hat Konsequenzen für die Einstellung und das Verhalten der Mädchen und Jungen“ (S. 153). Einschränkungen hingegen gelten für den Exkurs zum Umgang mit dem Verdacht auf sexuelle Gewalt an Kindern: hier wäre eine Differenzierung in Prävention und Intervention hilfreich und geboten gewesen und die Darstellung entsprechender Ansätze sicher wünschenswert.

Im achten Kapitel, das den Schritten in die Praxis gewidmet ist, wird, neben begrüßenswerten Überlegungen, die so nur selten thematisiert werden, auch ein kleinerer Exkurs zu religiös begründeter Geschlechtertrennung in der KiTa geboten, allerdings ist der einzige erkennbare Bezug der zum Islam. Warum andere Religionen, die ebenfalls Geschlechtertrennung in der Erziehung bevorzugen, hier außer acht gelassen werden, wird nicht begründet und nicht erklärt. Damit ist aber der Titel des Exkurses falsch gewählt: wird nur eine Religion fokussiert, so muss dies klar erkennbar auch im Titel sein.

Im neunten Kapitel wäre eine stärkere Verschränkung der Themen Gender, Sexualität und Bildung gerade für die einzeln benannten Bildungsbereiche wünschenswert gewesen: so wird der Anschein erweckt, in einzelnen Bildungsbereichen spiele nur das Geschlecht eine Rolle: eine Verkürzung der Lebenswirklichkeit, die so nicht zutrifft. Die Expertise beider AutorInnen hätte hier stärker in den Blick genommen werden können.

Im zehnten Kapitel zur Beteiligung von Eltern und der Zusammenarbeit mit ihnen wird einzeln auf Gender- wie auf Sexualpädagogikthemen Bezug genommen. Auch hier fällt im Abschnitt zur sexualpädagogischen Zusammenarbeit mit Eltern eine Berücksichtigung religiöser Kulturen nur vor christlichem / muslimischen Hintergrund auf und eine dementsprechende Vernachlässigung anderer Religionen. Die Betonung strenger Normen und Werte vor allem religiös zu verorten bleibt doch anzuzweifeln: es wird Eltern mit (sexualpädagogisch) strengen Normen und Werten geben, die sich keiner Religion zugehörig fühlen. Diese Eltern bleiben dabei unberücksichtigt, wenn vorrangig / ausschließlich auf Differenzlinien wie Migrationshintergrund, Kultur, Religion geachtet wird: „Besonders Eltern mit muslimischen, osteuropäischem oder konservativ-christlichem Hintergrund wünschen, dass ihre Kinder nicht zu sexuellen Spielen ermuntert werden“ (S. 212). Positiv hervorzuheben ist jedoch die Betonung des sozialen Vaters im 10. Kapitel.

Fazit

Es handelt sich, bei aller konstruktiven Kritik, durchweg um ein lesenswertes Buch, allerdings sollten Nutzer_innen und Leser_innen des Buches dabei beachten, dass die meisten Gender- und Sexualitäts-Aussagen vorrangig für den deutschen und deutschsprachigen Raum gelten. Anspruch auf Internationalität kann, bei allen Verweisen auch auf internationale Forschungsergebnisse, das Buch nicht erheben.


Rezensentin
Dr. Miriam Damrow
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Lehrstuhl für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Diversity Education und Internationale Bildungsforschung
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Zitiervorschlag
Miriam Damrow. Rezension vom 05.12.2014 zu: Tim Rohrmann, Christa Wanzeck-Sielert: Mädchen und Jungen in der KiTa. Körper, Gender, Geschlecht. Verlag W. Kohlhammer (Stuttgart) 2013. ISBN 978-3-17-022122-2. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/17137.php, Datum des Zugriffs 12.11.2019.


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