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Turit Fröbe (Hrsg.): Stadtdenker. Ein Spielraum für urbane Entdeckungen

Cover Turit Fröbe (Hrsg.): Stadtdenker. Ein Spielraum für urbane Entdeckungen. JOVIS Verlag GmbH (Berlin) 2014. 190 Seiten. ISBN 978-3-86859-323-5. D: 28,00 EUR, A: 28,80 EUR, CH: 36,80 sFr.
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Thema

Wie entdeckt man seine eigene Stadt, welche Perspektiven nimmt man ein, wenn man durch ihre Straßen geht, sich auf ihren Plätzen aufhält und ihre öffentlichen Räume und Bauten betrachtet, die schließlich so etwas wie die Visitenkarte der Stadt sind? Was weiß man von den Anderen in anderen Quartieren, kennt benachteiligte Quartiere, Villenviertel, kennt man Stadteile nur vom Hörensagen her?

Weiß man um die Probleme der Stadt, fühlt man sich in ihr wohl, wächst oder schrumpft sie und woran sieht man das?

Alles Fragen, die sich Stadtbewohnerinnen und -bewohner heute stellen (müssen), wenn sie sich ihre Stadt anschauen oder eben nicht stellen, weil sie diese Wahrnehmungsperspektive nicht haben, vielleicht auch nicht brauchen, um sich trotzdem in ihr wohl zu fühlen. Wann fühlt man sich überhaupt zuhause und sozialräumlich verortet? wäre die Frage im Anschluss daran.

Herausgeberin

Turit Fröbe ist Architekturhistorikerin und Urbanistin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Studiengang Architektur der Universität der Künste Berlin mit dem Lehrgebiet Geschichte und Theorie der Architektur.

Autorinnen und Autoren

Die Autorinnen und Autoren sind entweder Architekturstudentinnen und -studenten an der Universität der Künste Berlin oder stammen aus dem Bereich der Architektur und sind dort verankert, zum Teil kommen sie aus anderen Bereichen der Kunst oder der Stadtplanung. Bei einigen kann man sagen: sie sind dies unter anderem.

Entstehungshintergrund

Das Buch dokumentiert das Modellprojekt „Du siehst was, was ich nicht sehe – als Stadtdenker in Paderborn“, das im Rahmen des Forschungsfeldes „Baukultur in der Praxis“ des Forschungsprogramms Experimenteller Wohnungsbau und Städtebau ExWoSt durchgeführt wurde.

Aufbau und Inhalt

Das Buch enthält nach einem Geleitwort der Technischen Beigeordneten der Stadt Paderborn Claudia Warnecke und nach einer Vorstellung des Forschungsfeldes „Baukultur in der Praxis“ durch Klaus Beck, der das Programm inhaltlich und fachlich begleitet, 25 weitere Beiträge bzw. Unterbeiträge.

Zu Turit Fröbe: Einleitung

In ihrer Einleitung stellt die Herausgeberin das Projekt und die damit verbundenen Intensionen vor. Es ging darum, innerhalb einer Woche als Stadtdenker in Paderborn möglichst viel von dieser Stadt zu erfahren, sie in allen Facetten lesen zu lernen (Hessels). Weiter ging es darum, diesen frischen unvoreingenommenen Blick zurückzugeben an die Bürger Paderborns, zu zeigen, was sie im Alltag und durch den Alltag nicht mehr sehen oder nicht für sehenswert halten. Es ging nicht um die sehenswürdigen Bauten, die den Charakter einer Stadt ausmachen als vielmehr darum, das Würdige zu sehen, das Verborgene des Urbanen oder das Urbane, das nicht immer betrachtenswert erscheint.

Gleichzeitig reflektiert Fröbe die Ebene der Kommunikation: Was lässt sich überhaupt vermitteln an diejenigen, die nie über die städtebauliche Gestalt, über Stadtstruktur und Architektur nachgedacht haben – warum sollten sie auch?

Die Stadtdenker lehnen sich an das Stadt-Projekt in Flensburg an, sowohl was den Namen angeht, als auch was die Vorgehensweise betrifft.

Es geht um das Liebenswerte, die Vertrautheit mit den sozialräumlichen Strukturen des Alltäglichen, die Verortung erlauben und den Blick öffnen für Orte im Raum. Das geht mit alternativen Stadtführungen, mit spielerischen Aktionen, mit fiktiven Geschichten, mit Alltags- und Lieblingsorten und -wegen.

Gerade, wenn man über alternative Stadtforschung und Partizipation nachdenkt – so Fröbe – und dies von unten her denkt, wo Menschen zu Akteuren und Forschern werden, hat diese Projekt seinen hervorragenden Platz.

Zu Philippe Ullbrich und Dörte Böschemeyer: Siegen, Gießen, Paderborn – Liebe auf den ersten Blick

Paderborn unterscheidet sich nicht von vielen Provinzgroßstädten in Deutschland. Aber hier wurde Weltgeschichte beschrieben; denn hier wurde entschieden, dass Karl Kaiser werden soll. Dann aber setzte der Bedeutungsverlust ein – bis hin, dass ein Großteil der Stadt während des 2. Weltkrieges zerstört wurde. Die beiden Autoren führen so in ihr Kapitel ein und fragen dann, woher das Image einer Provinzstadt kommt. Dafür gab es mehrere Indizien. Die Bahn endet hier, der Übergang vom einem Wohnquartier zum historischen Stadtkern ist abrupt und wenig gestaltet, der Eindruck beim Eintreffen auf dem Bahnhof: Menschenleere, Entschleunigung, ein Bahnhofsvorplatz, der sich nicht als solcher zu erkennen gibt – genug, so die Autoren, um die Provinz zu identifizieren.

Turit Fröbe geht dann in einem Unterkapitel der Frage des Images und Selbstbildes der Stadt Paderborn nach, das vor allem an den Touristeninformationen und dem Internetauftritt festzumachen ist. Und das ist auch das Selbstbild. Bei der Frage nach den Lieblingsorten werden die Sehenswürdigkeiten genannt.

Fröbe beschäftigt sich dann noch mit der Kommunikationsstrategie des Projektes und Simon Lindenberg setzt sich mit dem Logo auseinander, das das Projekt nach außen präsentieren sollte und deutlich machen sollte: Durch unsere Interventionen und Markierungen machen wir die unsichtbare Stadt sichtbar. Der Blick geht auf das, was sonst in Vergessenheit geriete.

Das Projekt wurde in der Presse angekündigt, Flyer wurden verteilt und dazu aufgefordert, Lieblingsorte fotographisch zu benennen.

Zu Turit Fröbe: der liebevolle Blick

„Eines der wirkungsvollsten Instrumente zur Stadtverschönerung ist der liebevolle Blick“ – nun ja! Gerade Städte, die unter Rückbau und Schrumpfung leiden, die die Qualität ihrer öffentlichen Räume einbüßen, weil sich dort niemand mehr präsentieren oder treffen kann, die mit Leerstand und Verschandelung öffentlicher Plätze und Orte zu kämpfen haben, brauchen mehr als ein „Schönsehen“.

Aber Fröbe geht es um was anderes: um den anderen Blick auf die Stadt, auf das, was verändert werden kann, auf das, was erhalten werden muss oder was in den Vordergrund gerückt werden muss, „in den Blick gerückt werden muss“. Es ging nicht um das, was besser sein kann, sondern vor allem darum, allen Dingen einen positiven Aspekt abzugewinnen. Fröbe konstatiert, dass dies auch schwierig war, ist aber dann auch eine gute Ausgangsbasis für eine vorurteilsfreie und konstruktive Auseinandersetzung, was veränderbar ist. Dies wird an den Königsplätzen ebenso festgemacht wie am Diözesanmuseum.

Fröbe macht dann in einem weiteren Unterkapitel deutlich, wie wirkungsvoll der liebevolle Blick sein kann, wenn man sich mit den Paderborner Bausünden beschäftigt.

Zu Fabian Wolf: Lieblingsorte

Hier wird ein Spiel vorgestellt und die Spielanleitung beschrieben, in der Teilnehmer ihre Lieblingsorte auf einer Karte markieren können; die Stadtdenker übertragen diese Markierungen auf die realen Orte und fotografieren sie. Diese Fotos werden in einer Datenbank gesammelt und in Facebook der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Diese Markierungen der Lieblingsorte - so Fröbe – sollten dann wetterfest übersprüht werden, so dass sie zum Bestandteil des Selbstbildes der Paderborner werden könnten.

Zu Lucie Waschke: Zusammenkommen

Wie bringt man diejenigen, die Paderborner sind, weil sie hier leben, ihre Identität daraus ableiten, ihre soziale Verortung und emotionale Bindung an diese Stadt haben, zusammen mit den „Fremden“, den Stadtdenkern, die von außen kommen? Im Grunde so, wie Beziehungen im öffentlichen Raum der Stadt denkbar sind: die Annäherung unter der Bedingung der Möglichkeit der Distanz. Die Bewohner sind auch Experten, erklären ihre Stadt und öffnen auch dem Fremden die Augen für das, was er nicht sieht.

Zu Simon Lindenberg: Ferngesteuert

Ein weiteres Spiel wird vorgestellt, in dem die Stadtdenker während eines Spaziergangs eine Audio-Führung aufnehmen, die dann von den Teilnehmern ausgeliehen werden kann. Abschließend beschreiben die Teilnehmer ihre Erlebnisse und Erfahrungen damit.

Zu Dörte Böschemeyer und Luisa Rubisch: HochHinaus. Gute Aussichten

Ein Spiel in dem in der Stadt Orte ausfindig gemacht werden, die als Aussichtspunkte dienen könnten. Diese Orte können sowohl öffentlich als auch privat (Wohnung) sein. Die Aussichtspunkte werden markiert und geschaut, dass sie in einer absehbaren Zeit zugänglich gemacht werden können.

Die Autorinnen begründen dieses Spiel und seine Absicht ausführlich, weil es darum geht, den Bewohnerinnen und Bewohnern unterschiedliche Perspektiven und Sichtweisen zu vermitteln.

Zu Alessandro Jänicke QuerStadtein

Noch ein Spiel, wo der Stadtdenker aus dem urbanen Raum ein Sportgelände macht. Dabei werden „Unorte“ gesucht, die aus verschiedenen Perspektiven immer wieder angesteuert werden.

Der Autor begründet dieses Spiel mit den alltäglichen Erfahrungen, dass eine Reihe von Sportarten bereits den Stadtraum erobert hat, weil sie den bebauten und öffentlichen Stadtraum benötigt.

Zu Dörte Böschemeyer: Linienlauf

In diesem Spiel wird eine Person aus der Gruppe zum Wegweiser ernannt. Diese Person entscheidet sich für eine Linienführung, die auch in einer Pflasterung, einer Teerlinie oder einem anderen durchgängigen Merkmal bestehen kann. Auch dieses Spiel wird von der Autorin ausführlich begründet.

Zu Turit Fröbe: Narrative Stadtforschung – Alltagswege von Paderbornern

Ein Stadtdenker lässt sich von einem Teilnehmer dessen Alltagswege genau beschreiben. Der Stadtdenker geht mit 1-2 Anderen den Weg ab und fotografiert, was der Teilnehmer beschrieben hat und was nicht und zeigt diese Fotos dann dem Teilnehmer.

Narrative Stadtforschung beginnt ja eigentlich mit den Wegen des Kindes zum Kindergarten, dem Schul- und später dem Arbeitsweg oder mit anderen Wegen, die quasi jeden Tag gegangen werden. Sie werden nicht immer von ihren Ereignissen her reflektiert und vieles wird nicht wahrgenommen, aber sie schaffen einen lokalen Lebenszusammenhang, wenn sie auf Dauer gegangen werden. Diese Ansätze werden von Fröbe beschrieben, analytisch durchdrungen und mit Literatur unterlegt.

Zu Amadine Descamps: Alltagswege – Fragmente

Die Autorin reflektiert auf der Basis des beschriebenen Spiels in diesem Kapitel noch einmal besondere Perspektiven, Wahrnehmungen und analytische Zugänge, wenn es um die Alltäglichkeit der Wege und Orte geht, die man immer wieder aufsucht. Was passiert, wenn sich Alltagswege kreuzen oder wenn auffällt, dass es eine falsche Reihenfolge der wahrgenommenen Orte am Wege gibt oder ein ungewohnteres Lauftempo Raum und Zeit durcheinander bringt?

In Anschluss daran befindet sich noch ein lexikalisch aufgemachter Artikel über Stadtdenker von Dörte Böschemeyer.

Zu Simon Lindenberg: Die Identitätskrise des Stadtdenkers

„Was machen Sie eigentlich hier?“ Diese Frage wurde den Stadtdenkern des Öfteren gestellt. S. Lindenberg versucht eine Selbstreflexion eines Forschers im Rahmen eines scheinbar partizipativen Forschungsprojektes. Es sieht so aus, als gehörte man zu den Paderbornern – und ist es dennoch nicht. Man wurde beobachtet, saß im Glashaus, war eigentlich immer öffentlich. Das ist sicher die Erfahrung in sozialwissenschaftlichen Forschungsprojekten allgemein: Die Rollen sind nicht immer klar - aber gleich Identitätskrise?

Zu Simon Lindenberg: Paderborn – Kreuzberg. Neue Wege auf alten Pfaden

Noch ein Spiel: Man soll durch ein Stadtgebiet geführt werden mit einer ortsfremden Karte. Die Karten des ausgewählten Stadtgebiets und die ortsfremde Karte werden solange gedreht und geschoben, bis bestimmte Punkte deckungsgleich sind, die markiert werden.

Dann beschreibt der Autor die Vorbereitung und Durchführung einer Nachtwanderung – und dann sind die Nächte der Metropole Berlin auch anders als die in Paderborn. Die Erfahrung der Nacht in Kreuzberg lassen sich nicht so einfach übertragen auf das, was die Gruppe in Paderborn erwartete. Dies wird schön beschrieben und auch reflektiert, Komisches und Anekdotisches der Nachtwanderung kommt zum Vorschein.

Zu Turit Fröbe: Herrlich sinnfreie Aktionen?

Die Autorin beschreibt die Reaktionen auf das Spiel mit den überlagerten Karten. „Wir machen heute Abend eine Stadtführung durch Kreuzberg“ wurde in Paderborn verkündet. Spielen ist nicht reales Leben. Insofern konnte das Spiel für einen bestimmten Zeitraum seine Teilnehmer von der Realität abheben lassen - ohne weitere Konsequenzen für das reale Leben. Es gibt – so die Autorin – so etwas wie Sinnfreiheit, etwas wie die Freiheit, Sinnloses zu tun, ohne dass es sinnlos ist – das scheint der Erfolg dieses Abends zu sein.

Zu Simon Lindenberg und Lucie Waschke: Wissenschafts- und Geschichtspark Paderborn (WiGePaPaBo). Intervention an den Königsplätzen

Ein neues Spiel: Ein allgemein unbeliebter Ort wird zum Wissenschafts- und Geschichtspark erhoben, ausgewählte Exponate werden mit fiktiven Geschichten belegt und zu den Exponaten werden Informationstafeln vorbereitet. Der Park wird durch ein Happening eröffnet, bei dem sich eine Gruppe von Stadtdenkern über den Platz bewegt.

Die Königsplätze gelten als unattraktiv, als Sündenviertel und es gibt Angst-Räume. Man kann sie auch als Bausünden beschreiben.

Der Spielverlauf wird ausführlich beschrieben und die Erfahrungen und Eindrücke reflektiert, wie zum Beispiel, dass der Platz als Ausstellungsort eine andere Bedeutung erfährt als herkömmlich.

Zu Turit Fröbe: Schlussbetrachtung. Paderborn ist schön!

Turit Fröbe reflektiert diese eine Woche Paderborn. Die Stadt ist doch anders, als sie gemeinhin gesehen wird – auch mit Vorurteilen versehen wird. Dass das Projekt gelungen ist, spürt man aus jedem Satz von Turit Fröbe - vielleicht sind dann die Superlative auch dem zu verdanken, dass es gelungen ist! Und dass man nicht nur forscht und distanziert schaut, kennt der Rezensent aus eigenen Forschungsprojekten. Interessant wäre in diesem Zusammenhang, die Rolle des Forschers im Verhältnis zu denen, die er erforscht, noch einmal zu reflektieren. Was passiert in einem solchen Prozess, in den man involviert ist, sich vielleicht auch identifiziert und dennoch Distanz zu seinem Forschungsobjekt wahren muss. Wie ging es da den Stadtforschern eigentlich?

Diskussion

In der empirischen Sozialforschung setzt sich gerade im Bereich sozialraumorientierter Projekte wie in Gemeindestudien oder Stadtteilanalysen immer mehr ein Stil durch, der auch nach den Bewohnerinnen und Bewohner als Experten ihrer eigenen Lebenswelt fragt und der auch durch die Forschung die Menschen zu Akteuren macht. Nicht alleine die Forscher sind Experten, sondern auch die Bewohnerschaft eines Quartiers, einer Stadt sind es, und oft wissen sie besser als die Forscher, wie man im Kontext der sozialräumlichen Gegebenheiten des Quartiers oder Stadtteils den Alltag bewältigt, sein Leben deutet, seine Identität sichert und sich verortet, zugehörig und integriert fühlt.

Aber was ist, wenn diese Bewohnerschaft - auch spielerisch – mit Alternativen konfrontiert wird, Alternativen der Interpretation von Orten, konfrontiert mit anderen Bedeutungen als die, die sie einem bestimmten Ort gegeben haben, Alternativen der Wahrnehmung, die vom Vertrauten abweichen?

Das Buch macht deutlich, dass es zwar jetzt, im Prozess des Forschens und der damit verbundenen Interaktionen geht; aber was passiert später damit?

Was lernen die Bewohner von Paderborn nachhaltig und was die Stadtdenker? Wie ordnen die Stadtdenker ihre Erfahrungen in ihre Sichtweisen, Interpretationsmuster und Deutungen ein, die sie selbst haben? Nicht, dass das bezweifelt wird; es ist nur interessant noch einmal zu forschen, wenn eine gewisse Zeitspanne vergangen ist.

Die Spiele sind sehr gut ausgedacht und hatten wohl auch einen gewissen Erfolg – aber es waren Spiele…! Und Spielräume für urbane Entdeckungen sollten auch immer Freiheitsräume sein, die Menschen im realen Leben brauchen, um sich zugehörig zu fühlen, sich zu identifizieren, Vertrauen zu haben in die Strukturen des urbanen Alltags.

Insofern ist das Projekt mehr, als nur ein gelungener Versuch, heraus zu bekommen, wie Menschen ihre Stadt sehen, auch unter gespielten Alternativen. Es ist ein Projekt, Menschen zu bewegen, ihre Welt für sich so zu deuten, wie es ihnen möglich ist, in ihr ihre Identität zu sichern und Freiheitsräume sich anzueignen und zu bewahren. Dazu mag dann auch ein liebevoller Blick auf diese Welt helfen und vor allem hilft zu wissen, dass diese Welt von uns geschaffen wurde und deshalb auch verändert werden kann - nicht nur anders gedeutet werden kann, sondern auch real verändert werden kann!

Fazit

Ein Buch, das auch die professionelle Sicht von Stadtplanern und Architekten verändern kann, auch den Umgang mit ihrer Klientel beeinflussen kann, wenn sie sich auf deren Sichtweise und Wahrnehmungsmuster einlassen.


Rezensent
Prof. Dr. Detlef Baum
Professor für Soziologie mit den Schwerpunkten Soziale Probleme, Kommunale Sozialpolitik, Stadtsoziologie, insbesondere Soziale Probleme der Stadtentwicklung, Segregationsprozesse, Stadtumbau
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Zitiervorschlag
Detlef Baum. Rezension vom 29.09.2014 zu: Turit Fröbe (Hrsg.): Stadtdenker. Ein Spielraum für urbane Entdeckungen. JOVIS Verlag GmbH (Berlin) 2014. ISBN 978-3-86859-323-5. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/17244.php, Datum des Zugriffs 19.11.2018.


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ISSN 2190-9245

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