Dorothea Beigel, Dietrich Grönemeyer: „Ich wär´ jetzt mal ´ne Fledermaus!“ (sensomotorische Förderung)
Rezensiert von Bianca Beining, 14.04.2015
Dorothea Beigel, Dietrich Grönemeyer: "Ich wär´ jetzt mal ´ne Fledermaus!“. Spiel- und Bewegungsgeschichten zur sensomotorischen Förderung. Verlag modernes lernen Borgmann GmbH & Co. KG. (Dortmund) 2014. 221 Seiten. ISBN 978-3-8080-0727-3. D: 21,50 EUR, A: 22,10 EUR, CH: 34,80 sFr.
Thema
Die Pädagogin Dorothea Beigel und der Arzt Dietrich Grönemeyer haben ein Praxisbuch verfasst, in dem über fünfzig kindgerechte Bewegungsgeschichten zur spielerischen Schulung der Sensomotorik vorgestellt werden. Zwerg Willibald und der medizinische Berater Medicus begleiten die Kinder zusammen mit ihren Freunden durch acht verschiedene sensomotorische Entwicklungsbereiche.
Aufbau und Inhalt
Folgende Themen werden von den Autoren in diesem Buch aufgegriffen:
- Moro-Reflex
- Handgreifreflex
- Fußgreifreflex
- Asymmetrisch-Tonischer-Nackenreflex (ATNR)
- Tonischer Labyrinth Reflex (TLR)
- Symmetrisch Tonischer-Nacken-Reflex (STNR)
- Spiele zum Kennenlernen des Körpers
- Aufgepasst! Für neugierige Kinder
Die ersten sechs Kapitel beginnen jeweils mit einer tabellarischen Übersicht über den Entwicklungsbereich, die z.B. Informationen über die Entstehung des thematisierten Reflexes, seine Auslöser und seinen Bewegungsablauf gibt. Es folgt ein Überblick über die Geschichten des Kapitels. Dann wird mit einem Gedicht und einem Bild die Figur vorgestellt, die im Zentrum der Geschichte steht. Es folgen die Übungen mit den dazugehörigen Geschichten. Die Übungen sind in einer Tabelle dargestellt, in der auch auf das notwendige Material hingewiesen wird. Außerdem gibt es Fotos von Kindern, die die Übung durchführen. Die Geschichten bauen aufeinander auf und geben vertiefende Informationen zur menschlichen Entwicklung und zum Körper.
Der Ringelwurm Ritchie spielt beispielsweise die Bewegungsmuster rund um den Tonischen Labyrinth Reflex für die Kinder nach. Die barfuß gehenden Tausendfüßler Fritzchen und Marleen stellen in den einzelnen Geschichten den Fußgreifreflex dar. Die freche Fledermaus Freddy, ebenfalls ein Akteur in den Geschichten, symbolisiert den Asymmetrischen-Tonischen-Nacken-Reflex.
Im siebten Kapitel werden weitere Spiele zum Kennenlernen des Körpers dargestellt. Im achten Kapitel gibt es für neugierige Kinder zusätzlich naturkundliche Informationen zu den tierischen Begleitfiguren, für die es im Anhang außerdem noch Kopiervorlagen gibt.
Zielgruppe
Die Übungen und Geschichten in dem Buch sind für Kinder im Alter von vier bis acht Jahren gedacht. Sie sollen Erzieherinnen, Lehrerinnen und auch Therapeutinnen als Ergänzung zum Beobachtungsverfahren „Kita und Schule – ein starkes Team“ und als praktische Erweiterung zu „Flügel und Wurzeln, Restreaktionen frühkindlicher Reflexe und ihre Auswirkungen auf Lernen und Verhalten“ dienen, helfen und weiterbilden. Die Bewegungsformen sind auch bei älteren Kindern einsetzbar.
Diskussion und Fazit
Mit gefällt gut, dass jedes Kapitel zunächst mit den dazugehörigen Reflexen in sich beschrieben und in einer Art Anleitung kurz erklärt wird. Die dazugehörige Geschichte selbst ist textlich gut zu verstehen und wird durch Lernbilder auch optisch dargestellt. So können sich die Erzieherinnen und Erzieher, wie auch die Kinder, gut überprüfen.
Die Übungen und die Geschichten bauen gut aufeinander auf. Die beiden Autoren Dorothea Beigel und Dietrich Grönemeyer haben dies für mich sehr gut nachvollziehbar dargestellt.
Das Buch eignet sich für alle Erzieherinnen und Erzieher, die mit Kindern im Alter von vier bis acht Jahren arbeiten.
Rezension von
Bianca Beining
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